Auch wenn sich das Seuchengeschehen bei der Afrikanischen Schweinepest (ASP) in Deutschland etwas beruhigt hat, bleibt die ASP eine langfristige Herausforderung. Das verdeutlichen neben mehr als 500 positiv getesteten Wildschweinen in diesem Jahr in Nordrhein-Westfalen auch neue Funde in Brandenburg. Ende Juli 2026 wurde die ASP bei einem tot aufgefundenen Wildschwein in der Uckermark bestätigt. Bei weiteren fünf Tieren besteht ebenfalls der Verdacht auf eine Infektion.
Aufgrund der aktuellen Funde hat die Kreisverwaltung Uckermark die Tierseuchenallgemeinverfügung geändert. Demnach gelten nun für weitere Teilgebiete der bisherigen Sperrzone II verschärfte Maßnahmen. So gilt für die landwirtschaftlichen Flächen innerhalb des Bereiches ein Bewirtschaftungsverbot und das Jagdverbot wird auf das neue Gesamtgebiet ausgedehnt. Hunde sind unbedingt an der Leine zu führen und die Tore des Schutzzauns zu schließen, teilt der Landkreis auf seiner Internetseite mit.
Weiterhin appellieren die Behörden an die landwirtschaftlichen Betriebe, Biosicherheitsmaßnahmen konsequent einzuhalten. Bis zu der möglichen Einführung eines Impfstoffs blieben Prävention und ein schnelles Eingreifen die wirksamsten Mittel. Wie der Umgang mit der Geflügelpest zeigt, wird auch bei der ASP ein dauerhaftes und pragmatisches Seuchenmanagement erforderlich sein.
Auf Myvetlearn.de können sich Tierärztinnen und Tierärztinnen in der neunteiligen E-Learningreihe „Biosicherheit in der tierärztlichen Bestandsbetreuung“ online fortbilden. Kurs 4 befasst sich mit der Betreuung von Schweinebeständen.




