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Virtuelle Zäune überzeugen im Praxistest

06.07.2026

Schon seit längerem werden virtuelle Weidezäune als Alternative zu herkömmlichen Weidezäunen untersucht, da man sich davon mehr Flexibilität und weniger Kosten für die Einzäunung verspricht. Eine neue Studie der Universität Göttingen, die jetzt in der Fachzeitschrift Animal veröffentlicht wurde, zeigt, dass nicht die Art des Zauns entscheidend war, sondern die Grenze selbst – unabhängig davon, ob sie sichtbar ist oder nicht. Die Tiere hielten sich unabhängig vom System seltener in den Randbereichen auf, bewegten sich dort langsamer und nutzten vor allem die Weidemitte.Gleichzeitig führten die virtuellen Zäune zu einer gleichmäßigeren Verteilung der Tiere auf der Fläche.

„Unsere Ergebnisse zeigen, dass nicht der Zauntyp entscheidend ist, sondern die Wahrnehmung der Weidegrenze durch die Tiere“, sagt Erstautorin Dr. Natascha A. Grinnell von der Abteilung Graslandwissenschaft der Universität Göttingen. „Virtuelle Zäune werden von Rindern ähnlich zuverlässig respektiert wie herkömmliche Elektrozäune und sind aus Tierschutzsicht nicht grundsätzlich problematischer. Daraus ergeben sich neue Möglichkeiten für ein modernes und flexibles Weidemanagement.“

Universität Göttingen