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Erster Geflügelpestnachweis bei Eisbär in Norwegen

22.05.2026

Saisonbedingt hat sich das Seuchengeschehen der Geflügelpest in Europa weitestgehend beruhigt. Nach einer starken Infektionswelle im vergangenen Winter ist die Zahl der Ausbrüche nach offiziellen Angaben stark zurückgegangen.

Nun ist das Virus des Subtyps H5N5 erstmals bei einem tot aufgefundenen Eisbären auf der norwegischen Inselgruppe Spitzbergen nachgewiesen worden. Wie das norwegische Veterinärinstitut mitteilt, sei der Erreger auch bei einem ausgewachsenen toten Walross entdeckt worden. Bereits vor drei Jahren hatten die Behörden das Virus bei einem jungen Eisbären in Alaska nachgewiesen.

„Die Funde sind Teil einer Entwicklung, bei der das Vogelgrippe-Virus vermehrt bei Säugetieren in Europa nachgewiesen wird“, erklärt Ragnhild Tønnessen vom Veterinärinstitut. Nach Angaben der Veterinärin habe sich das Virus demnach in den vergangenen Jahren in neue Gebiete ausgebreitet, unter anderem in die Arktis, wo es Auswirkungen auf gefährdete Populationen und Ökosysteme haben könne.

Spiegel.de