Die Hochpathogene Aviäre Influenza (HPAI) hat niederländische Geflügelhaltende in den Niederlanden in den vergangenen sieben Monaten stark gebeutelt. Aufgrund von HPAI-Ausbrüchen mussten allein in diesem Zeitraum rund 2,25 Millionen Tiere gekeult werden.
Nachdem ein groß angelegter Impfversuch auf einem Legehennenbetrieb bislang ohne Probleme verlaufen ist und die befürchtenden Handelsbeschränkungen ausgeblieben sind, plant Deutschlands Nachbarland nun in Abstimmung mit der Geflügelbranche eine Impfstrategie. Geplant ist laut Angaben der Regierung eine verpflichtende Impfung für Legehennen.
Im Vorfeld hat Wageningen Bioveterinary Research (WBVR) im Auftrag des Landwirtschaftsministeriums bereits mehrere Feldversuche mit unterschiedlichen Impfstoffen durchgeführt. Die Studienergebnisse fallen durchweg positiv aus. Nach Aussagen der Forschenden erkrankten geimpfte Bestände seltener an der Geflügelpest. Zudem breite sich das Virus langsamer aus, falls es dennoch in einen Betrieb gelangt.
Mit den wichtigsten Handelspartnern USA, Kanada, Japan und Großbritannien hat die Regierung bereits Gespräche über den Strategieplan, der noch in diesem Jahr vorgelegt werden soll, geführt. Die Partner akzeptierten den Versuch unter der Bedingung, dass die Eier ausschließlich in den Niederlanden vermarktet werden.
Als weitere Bekämpfungsmaßnahme will die Regierung eine Verschärfung der Biosicherheitsmaßnahmen als Schutz vor Erregereinträgen in die Ställe weiter vorantreiben. So muss seit März 2025 jeder kommerzielle Geflügelbetrieb einen verbindlichen Biosicherheitsplan vorweisen.
Tierärzt:innen können sich auf Myvetlearn.de zum Thema Biosicherheit online fortbilden. Kurs 5 beschäftigt sich mit der Biosicherheit in Geflügelbeständen.




