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Einsatz von Versuchstieren in 2025 weiter gesunken

24.04.2026

Im dritten Jahr in Folge ist die Zahl der eingesetzten Versuchstiere im Max Delbrück Center (MDC) und seinen Partnerinstitutionen, unter anderem kooperierende Arbeitsgruppen der Charité – Universitätsmedizin Berlin, des Leibniz-Forschungsinstituts für Molekulare Pharmakologie (FMP) und des Forschungszentrums DESY (Deutsches Elekronen-Synchrotron), gesunken. Insgesamt haben die Forschenden rund 23.870 Tiere für wissenschaftliche Zwecke eingesetzt, was einem Minus von rund 7.600 Tieren im Vergleich zu 2024 gleichkommt.

In der Mehrzahl haben die Wissenschaftler:innen Mäuse eingesetzt (20.802), gefolgt von Ratten (1.521), Zebrafischen (1.406) und Nacktmullen (149). Nahezu 5.000 der eingesetzten Tiere waren genetisch nicht verändert, im Gegensatz zu rund 17.800 Tieren, die jedoch keine pathologischen Symptome zeigten. 1.108 Tiere waren so verändert, dass sie Symptome entwickelten. Durch die gezielten Eingriffe ins Erbgut gelingt es den Forschenden, physiologische Prozesse im gesunden und erkrankten Organismus besser zu verstehen.

Fast die Hälfte der Tiere (10.644) wurden für wissenschaftliche Zwecke getötet, sie gelten als nicht belastet. Auch bei den anderen Versuchstieren (insgesamt 13.234) war der Belastungsgrad laut Angaben der Forschenden meist gering. Bei 3.579 Tieren haben die Teams ihn als mittel und bei 184 Tieren als schwer eingestuft.

Die 3R-Regel (Replace, Reduce, Refine) gilt auch bei den Forschenden des Max Delbrück Centers. Demnach sind alle Forschenden angewiesen, die Zahl ihrer Versuchstiere so gering wie möglich zu halten, Schmerzen und Leid der Tiere zu minimieren und, wann immer es geht, auf Ersatzmethoden zurückzugreifen.

Wie das Institut mitteilt, sei auch in Zukunft nicht komplett auf Tierexperimente zu verzichten, da es für viele Fragestellungen in den Lebenswissenschaften bislang keine Alternative gebe. Der menschliche Körper ist äußerst komplex, fast immer beeinflussen Wechselwirkungen zwischen verschiedenen Zellen, Geweben und Organen seine Funktionen und auch die Effekte, die mögliche neue Medikamente haben. Dieses Zusammenspiel lässt sich oft nur im lebenden Organismus erforschen. 

MDC