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Trump erklärt Treibhausgase für ungefährlich

13.02.2026

US-Präsident Donald Trump hat am vergangenen Donnerstag eine der wichtigsten Vorgaben für den Klimaschutz in den USA gekippt, indem er die sogenannte Gefährdungsfeststellung von 2009 für ungültig erklärt hat. Laut der Gefährdungsfeststellung, die von Trumps Vorgänger Barack Obama eingeführt worden ist, werden Treibhausgase als gesundheitsschädlich eingestuft. Darauf basieren auch die Regeln für den CO₂-Ausstoß von Fahrzeugen sowie von Gas- und Kohlekraftwerken in den USA. Der Verkehr ist der größte CO₂-Verursacher in den USA.

Während Trump seinen Schritt als größte als größte Deregulierungsmaßnahme in der Geschichte des Landes bezeichnete und damit vor allem der Autoindustrie und den Ölkonzernen zu gefallen hofft, kritisieren ihn Umweltschützer und Demokraten wie Obama und John Kerrey, der ehemalige Außenminister und Klimabotschafter, für den Schritt scharf.

Kerry nannte die Entscheidung „unamerikanisch“ und sagte: „Wer Warnzeichen ignoriert, hält den Sturm nicht auf. Mehr Amerikaner geraten nun direkt in den Pfad des Sturms.“

Die demokratischen Gouverneure Gavin Newsom aus Kalifornien und Tony Evers aus Wisconsin sagten in einer gemeinsamen Stellungnahme. „Diese Maßnahme ist rechtswidrig, ignoriert grundlegende wissenschaftliche Erkenntnisse und leugnet die Realität. Wir wissen, dass Treibhausgase den Klimawandel verursachen und unsere Gemeinden und unsere Gesundheit gefährden – und wir werden nicht aufhören, für den Schutz der amerikanischen Bevölkerung vor Umweltverschmutzung zu kämpfen.“ 
Newsom ergänzte: „Falls diese halsbrecherische Entscheidung vor Gericht bestehen sollte, wären mehr Waldbrände, mehr Überschwemmungen und Dürren die Folge.“

Einige Umweltgruppen haben bereits Klagen gegen das Energieministerium eingereicht. Weitere werden voraussichtlich nachziehen. Die Umweltschutzorganisation Greenpeace warf Trump „ständige Lügen“ über den Klimawandel vor. „»“Während dieser Schritt die Taschen der großen Ölkonzerne füllt, müssen alle anderen den Preis bezahlen“, erklärte der Forschungsdirektor der US-Sektion von Greenpeace, Tim Donaghy.

Der Fall könnte letztlich vor dem Obersten Gerichtshof der USA landen. Sollte die Regierung hier Rückendeckung bekommen, wäre das eine Kehrtwende in der US-Rechtsprechung.

Der von der Trump-Regierung zur angeblichen Harmlosigkeit von Treibhausgasen vorgelegte Bericht, ist von Forschern bereits in wichtigen Punkten verrissen worden. Sie bemängelten zahlreiche Fehler und eine falsche Interpretation der zitierten Studien. Im Januar 2026 waren die Vereinigten Staaten zudem offiziell aus dem Pariser Klimaabkommen ausgetreten.

Spiegel