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Praktikumsberichte

Schnupperpraktikum in Wittingen

Wittingen , den 03.09.07
Hallo, ich bin Laura und habe eines der Schnupperpakete gewonnen. Ich wollte es kaum glauben und viele haben sich auch darüber lustig gemacht, dass bei diesem Spiel nur 11 Leute mitgemacht hätten. Dies kann ich zwar nicht entkräften aber auch nicht bestätigen. Auf jeden Fall bin ich gestern 14:18 Uhr in Wittingen angekommen und wurde herzlich von Herrn Dr. Meyer und seiner Tochter Katherina aufgenommen. Nach dem Willkommenskaffee, ging es auch gleich los mit der Arbeit, auf dem Plan stand der Besuch eines Hoffestes und anschließend die Behandlung einer Kuh mit Fieber. Der Rest des Sonntags war ruhig und endete mit einer Flasche Sekt und Schokolade.

Heute morgen klingelte mein Wecker um 6:15 Uhr, was man ja als armer Student gar nicht gewohnt ist. Nach einem kurzen aber gemütlichen Frühstück ging es dann los. Von einem Milchbetrieb zum Anderen. Auch sind mir die gängigen Injektionstechniken jetzt mehr als bekannt.
Jetzt genieße ich erst mal meine Mittagspause und werde in meinen schönen neuen Lehrbüchern schmökern. Bis später.

Also nun ist es 21:00 Uhr. Keine Angst , die Arbeit ist schon lange vorbei und ich habe mich nun aus der Gesellschaft zurückgezogen um an diesem Bericht zu arbeiten.
Also: als erstes waren Besamungen an der Reihe, in dem Fall war ich fleißiger Beobachter. Gegen 7:35 Uhr fuhren wir dann in einen Betrieb in dem zwei Rinder nicht mehr aufstehen wollten. So durfte ich also mein erste Infusion i.V. applizieren und subkutan Spritzen verabreichen.

Auf diesen Anfang folgten rektale Untersuchungen auf Gravidität, Brunstkontrollen u.s.w.. Wobei ich ehrlich zugeben muss, dass ich wohl kaum die Hälfte von dem ertastet habe, was ich eigentlich hätte tasten sollen. Weiterhin waren noch ein paar Kühe mit Nachgeburtsverhaltung und diesen Geruch wird man den ganzen Tag nicht mehr los!!! Und immer wieder gern präsentieren die Rinder eine Mastitis, Lahmheit, leichtes Fieber....................
Ich will euch nicht langweilen.

Mein Fazit für den ersten Tag:
Die Rinderpraxis hat was familiäres, alle sind sehr entspannt und immer zum Lachen aufgelegt.
Rinder sind freundliche, wenn auch nicht all zu intelligente Geschöpfe.

Gute Nacht.

Wittingen, den 04.09.07
Hallo ihr Lieben,
ich werde mich nun kürzer fassen, da ich ja nur 2 A4 Seiten schreiben soll.
Der Tag begann wieder mit Besamungen und es ging weiter mit Nachgeburtsverhaltungen und fressunlustigen Kühen. Dann wurden wir zu einem Notfall geholt. Eine Kuh hatte sich ein Bein gebrochen. Ich hatte mich also auf eine Euthanasie vorbereitet, aber nein, erstaunt musste ich feststellen, dass man einer Kuh einen Gips anlegen kann. Nach 6 Wochen soll das dann wieder in Ordnung sein, aber das werde ich wohl nicht erfahren.

Nun ist wieder Mittagspause und ich muss an dieser Stelle sagen das Katherina immer sehr lecker kocht. Vielen Dank.

Wittingen, 05.09.07
Liebe Leserinnen und Leser,


leider konnte ich meinen Bericht gestern nicht beenden, da ich mit Katharina Wittingen unsicher gemacht habe. Auch heute werde ich abends nichts mehr schreiben, da wir nach Wolfsburg fahren.
Was den Tag betrifft kann man sagen “und täglich grüßt das Murmeltier”. Aber trotzdem gibt es doch jeden Tag etwas Neues. Heute war das eine Kuh mit Gebärparese, wo allerdings das Kalb noch nicht auf der Welt war. Dies brachte mir die Chance ein, eine gynäkologische Untersuchung durchzuführen, und ich denke, ich habe das Köpfchen ertastet.

Eichow, 09.09.07
Es tut mir sehr leid, ich konnte leider nicht mehr schreiben, da so viel zu tun war, dass die Mittagspause immer sehr kurz ausfiel.
Die restliche Woche war noch sehr schön. Ich bekam eine Labmagen OP zu sehn, wir operierten ein Kälbchen mit einem Nabelbruch und kastrierten Schweine.

In der Kleintierpraxis durfte ich 2 Kater kastrieren, mit einem Jack-Russell kämpfen, damit wir Blutabnehmen konnten und bei einer kleinen OP assistieren, bei der ein verletzter Hund zusammengeflickt wurde. Ich muss aber ehrlich gestehen, dass mir die Rinderpraxis mehr Spaß macht.
Am Samstag besuchten wir ein Rinderzüchtertreffen, auf einem Hof den Herr Dr. Meyer betreut. Danach ging es zum Bahnhof, und ich bin mit einem Grinsen auf den Lippen nach Hause gefahren.

Die Rinderpraxis ist sehr vielfältig und für alle geeignet, die mehr als nur Tiere behandeln wollen. Mann sollte sich mit Futtermittelkunde und Stallmanegment in hohem Maße auskennen um auf dem Niveau der Bauern mitreden zu können.
Die Bauern sind dort alle sehr nett und die meisten auch sehr lustig.
Herr Meyer ist ein toller Chef, der einen viel machen lässt, man sollte allerdings über ein gutes Allgemeinwissen verfügen damit die Autofahrten ebenso schön sind wie die Arbeit.

Die Botschaft dieser Aktion ist bei mir angekommen: Hab Spaß und werde Großtierarzt!!!

An dieser Stelle vielen Dank an Fam. Meyer, ich hab schon lange nicht mehr so viel gelacht.

Tschüß, die Laura war´s.

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Praktikant:

Laura Rohwedder

Lutherweg 8