Am Mittwoch (28.1.2026) wird an der Universität Wien die Outdoor-Ausstellung „Sketching Antimicrobial Resistance: Thirty stories, One Health“ eröffnet. Die Sensibilisierungsinitiative der Europäischen Joint Action EU-JAMRAI 2 verbindet Kunst und Wissenschaft, um eine der drängendsten Public-Health-Herausforderungen unserer Zeit – antimikrobielle Resistenzen (AMR) – sichtbarer und verständlicher zu machen. Laut Ausstellungspanel sterben weltweit jedes Jahr 1,2 Millionen Menschen aufgrund antimikrobieller Resistenzen; ohne Gegenmaßnahmen könnten es bis 2050 etwa 39 Millionen sein.
Die Ausstellung zeigt 30 Illustrationen und Botschaften von Illustrator:innen aus 30 europäischen Ländern (EU-27-Staaten, Norwegen, Ukraine und Island). Die Arbeiten wurden wissenschaftlich unterstützt und sind entlang von drei Themen aufgebaut: was AMR ist, warum sie relevant ist und was wir tun können.
ots
Lebensmittelbedingte Infektionen stellen weltweit eine große Herausforderung für die öffentliche Gesundheit dar. Laut Weltgesundheitsorganisation (WHO) erkranken jährlich europaweit Millionen Menschen an infizierten Lebensmitteln, oft mit tödlichen Folgen. Die bekanntesten dieser Krankheitserreger sind Salmonellen, Listerien, Campylobacter oder Noroviren. Trotz moderner Hygienestandards bleibt das Risiko einer Krankheitsübertragung bestehen, da viele Bakterien in einen hochresistenten „viable but non-culturable“ (VBNC)-Zustand wechseln können. In dieser Art „Ruhezustand“ sind sie mit herkömmlichen Methoden nicht nachweisbar, aber resistent gegen Antibiotika und Desinfektionsmittel, was ihre Bekämpfung erschwert.
An der Vetmeduni in Wien wurde am 6.10.2025 ein neues, sogenanntes CD-Labor eröffnet, wo künftig speziell zu VBNC-Zustand von Bakterien geforscht werden soll, um die damit verbundenen Risiken zu minimieren.
Das neue Christian Doppler (CD) Labor ist ein weiteres Beispiel für die erfolgreiche Zusammenarbeit zwischen Wissenschaft und Wirtschaft. Die Christian Doppler Forschungsgesellschaft (CDG) fördert anwendungsorientierte Grundlagenforschung, die in enger Kooperation mit Unternehmen durchgeführt wird. Diese Partnerschaft ermöglicht es den Unternehmen, wissenschaftliche Erkenntnisse direkt in die Praxis umzusetzen und so einen konkreten Nutzen für die Gesellschaft zu schaffen.
Bundesminister Wolfgang Hattmannsdorfer erläutert die Relevanz des neuen CD-Labors: „Damit stärken wir die Sicherheit unserer Lebensmittel, schützen die Gesundheit der Menschen und gewinnen zugleich neues Wissen, das auch für die Medizin wichtig ist.“
Vetmeduni Wien
Nach drei Jahren als Online-Veranstaltung fand die 11. BfR-Summer Academy nun erstmals wieder in Berlin statt. Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) zeigte sich zufrieden über das Ergebnis der diesjährigen Veranstaltungsreihe. Insgesamt nahmen 32 Wissenschaftler:innen aus 20 Ländern an dem zweiwöchigen Austausch mit den Themenschwerpunkten Risikobewertung und Risikokommunikation teil. Ergänzend zur Theorie und Praxis der Risikobewertung wird in der BfR-Summer Academy auch die Bedeutung der Kommunikation von Risiken für verschiedene Zielgruppen vermittelt und trainiert. In diesem Jahr lag der Fokus darauf, den wissenschaftlichen Austausch für sichere Lebensmittel auf globaler Ebene zu stärken.
BfR