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Südkorea will Schlachtung von Hunden verbieten

Auch wenn es für die westliche Welt kaum vorstellbar ist, gehört der Verzehr von Hundefleisch in einigen Ländern der Welt noch immer dazu. So auch in Südkorea. Dort gibt es nach offiziellen Statistiken mehr als 1.000 Hundefarmen, auf denen bis zu 1 Mio. Tiere pro Jahr aufgezogen und geschlachtet werden. Mit einer historischen Parlamentsentscheidung soll dem nun ein Ende gesetzt werden.

Ein Gesetz, das die Abgeordneten des Parlaments in Seoul nun einstimmig gebilligt haben, soll sowohl die Schlachtung von Hunden als auch den Vertrieb und Verkauf von Nahrungsmitteln mit Hundefleischbestandteilen verbieten. Unter Strafe soll zukünftig auch die Zucht der Tiere zur Fleischproduktion stehen. Das Gesetz müsse nur noch von Präsident Yoon Suk Yeol unterzeichnet werden, was nach Angaben des Deutschlandfunks lediglich eine Formsache ist. Allerdings ist bis zur Vollstreckung eine dreijährige Übergangszeit vorgesehen.

Die jahrhundertealte Tradition wurde schon seit vielen Jahren in dem asiatischen Land hitzig diskutiert. Zuletzt ist der Verzehr von Hundefleisch, besonders in der jüngeren und urbanen Bevölkerung, immer unpopulärer geworden, was auch mit dem steigenden Interesse an Tierrechten zusammenhängt. Zudem ist die Zahl der Vierbeiner in privaten Haushalten in dem asiatischen Land in den vergangenen Jahren gewachsen. Während Tierschützer:innen das geplante Gesetz begrüßen, wollen Züchter dagegen vor dem Verfassungsgericht klagen. Die Mitglieder des koreanischen Hundefleischverbandes forderten mit zahlreichen Protestaktionen einen Stopp des Gesetzes, weil es nach ihrer Meinung gegen Persönlichkeitsrechte verstoße – einschließlich des Rechts, zu wählen, was man essen wolle.

Deutschlandfunk

England ordnet Euthanasie von XL-Bully-Hunden an

Die britische Regierung hat auf einige, teils tödliche Attacken von sogenannten XL-Bully-Hunden reagiert und diese mit auf die Liste der verbotenen Hunderassen gesetzt. Demnach werden ab dem kommenden Jahr der Verkauf sowie die Zucht von XL-Bully-Hunden in England und Wales untersagt. Zudem dürfen Hunde dieser Rasse ab Januar 2024 in der Öffentlichkeit nur mit Leine und Maulkorb geführt werden. Ab 1. Februar 2024 wird zudem die Haltung der Hunde in England und Wales verboten. Lediglich mit einer Ausnahmeregelung ist diese weiterhin erlaubt. Diese könne bis zum 31.1.2024 beantragt werden, heißt es von Behördenseite.

Laut einem Bericht des Senders Sky News müssen wahrscheinlich rund 250 Hunde dieser Rasse, die derzeit in Tierheimen im ganzen Land untergebracht sind, eingeschläfert werden, wenn sie nicht vor dem Jahreswechsel neue Herrchen oder Frauchen finden. Denn die neue Verfügung untersagt fortan ein Vermitteln in ein neues Zuhause. Die Zahl der aktuell in den Tierheimen untergebrachten Hunde könnte aber noch deutlich höher sein, wie der Tierheimverband „Association of Dogs and Cats Homes“ befürchtet. Die Tierschutzorganisation Blue Cross schätzt die Kosten für die Einschläferungen auf umgerechnet rund 100.000 Euro, was auch damit zusammenhängt, dass die Kosten für Einäscherung sowie Medikamente wegen der Größe der Tiere sehr hoch sind.

Von Februar 2024 an müssen Tiere, die mit Ausnahmegenehmigungen weiter privat untergebracht sein dürfen, zudem kastriert sein. Auch hier rechnen Tierschützer mit hohen Kosten. Die Regierung bietet XL-Bully-Besitzern eine staatliche Beteiligung von 200 Pfund an, falls sie einer Euthanasie der Tiere zustimmen. Nach Schätzungen des Umweltministeriums gibt es mehr als 10.000 XL-Bullys im Land, Tierschützer:innen gehen sogar von etwa 15.000 Tieren aus.

Tagesspiegel

Regierung UK

Neuer Preisrekord bei landwirtschaftlichen Flächen

Die Preise für landwirtschaftliche Flächen steigen bereits seit Jahren stark an. Im vergangenen Jahr sind sie erneut stark gestiegen und die Preise für Ackerflächen haben einen neuen Rekordwert erreicht. Erstmals seien die Kaufwerte damit über die Marke von 30.000 Euro je Hektar gesprungen, berichtet Agrarheute unter Berufung auf das Statistische Bundesamt. Damit haben sich die Preise binnen 10 Jahren mehr als verdoppelt und es wurden zuletzt 1 Milliarden Euro mehr beim Bodenkauf umgesetzt als vor 10 Jahren. Gleichzeitig wechselten jedoch auch weniger Flächen den Besitzer. Insgesamt wurden beim Verkauf landwirtschaftlicher Flächen im Jahr 2022 knapp 1,9 Milliarden Euro ausgegeben. Allerdings ist die Preisentwicklung in Deutschland regional sehr unterschiedlich. Am teuersten ist Ackerland in Nordrhein-Westfalen und in Bayern. Aber auch in Niedersachsen haben die Preise nochmal stark angezogen. Mecklenburg-Vorpommern liegt inzwischen auf Rang 6 im Ranking der höchsten Bodenpreise in Deutschland. Nur in Brandenburg und Thüringen sind die Bodenpreise in 2022 leicht um 4 bzw. 3,5 Prozentpunkte gesunken.

Agrarheute

Positivliste könnte Tierleid verhindern

In Deutschland ist es noch immer viel zu leicht, lebende Wildtiere, die unter den Artenschutz fallen, zu kaufen. EU-weit werden hierzulande die meisten Reptilien und Amphibien, aber auch Fische und Säugetiere eingeführt und verkauft. Der Handel über das Internet oder auf Tierbörsen blüht, und es mangelt an detaillierten, gesetzlichen Vorgaben für die Haltung der meist wildgefangenen Tiere. Das erschwert die Arbeit der Veterinärämter, denn eine verpflichtende Sachkundeprüfung der Halter:innen sieht die deutsche Gesetzgebung nicht vor. Der Deutsche Tierschutzbund erneuert wiederholt seine Forderung nach einer Positivliste für die private Heimtierhaltung.

„Selbst Privatpersonen können in den Weiten des Internets relativ einfach exotische Tiere wie Großkatzen, Giftschlangen oder Äffchen erwerben. Die gesetzlichen Regelungen in Deutschland zur Haltung dieser Tiere sind viel zu schwach“, kritisiert Dr. Henriette Mackensen, Leiterin des Referats für Heimtiere beim Deutschen Tierschutzbund. „Eine Positivliste könnte das Leid von unzähligen Tieren verhindern, denen wir einfach kein artgerechtes Leben in Haus, Wohnung und Garten bieten können“, betont Mackensen. Eine Positivliste hätte gegenüber einer Negativliste den Vorteil, dass sie kürzer und übersichtlicher wäre und neue Tierarten nicht einfach auf den deutschen Markt kommen könnten. Personen, die ein nicht gelistetes Tier handeln oder halten wollen, müssten demnach selbst nachweisen, dass dies mit dem Tier-, Natur- und Artenschutz vereinbar ist und entsprechende Anträge stellen. „Das kann beispielsweise bei Experten oder wissenschaftlich begleiteten Artenschutzprojekten der Fall sein“, erklärt Mackensen.

Deutscher Tierschutzbund

Synlab Vet an Mars verkauft

Die Laborkette Synlab hat am 14.8.2023 den Verkauf ihrer Veterinärdiagnostik-Sparte Synlab Vet an Mars Incorporated (Mars) bekannt gegeben. Wie Vorstandschef Mathieu Floreani erklärte, sei der Verkauf im Zuge einer Strategieumsetzung sowie Anpassung des Portfolios vereinbart worden. Im vergangenen Jahr hätte Synlab Vet weniger als 1 Prozent des Gesamtumsatzes erzielt. Noch stehe jedoch eine Genehmigung durch die Kartellbehörden aus, so Floreani.

Auf LinkedIn stellt der Geschäftsführer des Bundesverbands praktizierender Tierärzte (bpT), Heiko Färber die Frage, was diese und andere Entwicklungen für Tierärzte/innen und Tierhalter/innen bedeutet.

Synlab

Verkauf von Bruderhähnen gestaltet sich schwierig

Seit dem 1. Januar 2022 gilt das Verbot des Tötens von Eintagsküken. Neben der Geschlechtserkennung im Ei steht den landwirtschaftlichen Betrieben die Aufzucht der sogenannten Bruderhähne (männliche Nachkommen von Legehennen-Zuchtlinien) als Alternative zur Verfügung. Doch da das Fleisch dieser Hähne im Gegensatz zu Masthähnchen fester ist und die Tiere auch ein Drittel mehr Futter benötigen, lohnt sich diese Aufzucht für viele Landwirt:innen nicht. Auch dauert die Aufzucht der Bruderhähne knapp viermal so lang, wie bei einem “klassischen” Masthähnchen. Zudem fehlt den meisten Betrieben der Platz, sodass sich inzwischen Landwirt:innen auf die Hahnaufzucht spezialisiert haben, wie Lorenz Ann. Für ihn sei das Geschäft trotzdem lukrativ, so der Landwirt. Um die 13 Euro erhält Ann pro Hahn. Allerdings sei der Verkauf der Hähne sehr schwierig, da die Konsument:innen noch zurückhaltend beim Kauf sind. Für Ulrike Schreiber, Leiterin der Tierhaltung vom Gut Wulksfelde, gibt es eine logische Rechnung: jeder, der regelmäßig Eier esse, müsste pro Jahr einen Bruderhahn kaufen, dann würde alles passen.

Topagrar