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Salmonellen weiter auf Platz 1 der Lebensmittelrückrufe

www.lebensmittelwarnung.de ist eine gemeinsame Online-Plattform der Bundesländer und des Bundesamtes für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL), auf dem Rückrufe von Lebensmitteln veröffentlicht werden. Im Jahr 2023 waren es 308 kommunizierte Rückrufe. Bei 102 waren mikrobiologische Kontaminationen der Grund. Mit 35 Salmonellen-Meldungen waren die auch im vergangenen Jahr damit der häufigste Grund für die Warnung. Salmonellen können schwere Magen-Darm-Erkrankungen auslösen. Diese und weitere Mikroorganismen können bereits im lebenden Nutztier vorkommen und dann über den Schlachtprozess, die Rohmilch etc. in die Lebensmittelkette gelangen. Außerdem können Lebensmittel bei Ernte, Herstellung und Verarbeitung kontaminiert werden.

Für das Jahr 2024 kündigt BVL-Präsident Friedel Cramer eine App an, mit der die Meldungen komfortabel über das Smartphone abgerufen werden können. „Diese Weiterentwicklungen unseres digitalen Informationsangebotes sind ein weiterer wichtiger Beitrag zur Stärkung des gesundheitlichen Verbraucherschutzes“, so Cramer.

BVL

Lebensmittel werden zu wenig wertgeschätzt

Die Preise für die Lebenshaltung sind in den vergangenen zwölf Monaten enorm gestiegen. Neben den Kosten für Energie sind besonders die Lebensmittelpreise von den Preissteigerungen betroffen. Das hat zur Folge, dass viele Menschen bei ihrem täglichen Einkauf sparen müssen und leider wieder häufiger auf sogenanntes Billigfleisch zurückgreifen. Für ihre Hunde und Katzen sind hingegen offenbar viele Halter:innen nach wie vor bereit, tiefer in das Portemonnaie zu greifen. Leckerlies für die geliebten Vierbeiner wie getrocknete Schweineohren, können schon mal mehr als 35 Euro/pro Kilo kosten, wie Hannes Royer, Gründer des Vereins Land schafft Leben, erklärt. Im Vergleich dazu betragen die durchschnittlichen Kosten für ein Kilo Schweinefilet nur rund 15 Euro.

„Was wir für Lebensmittel ausgeben, ist oft mehr eine Frage der subjektiven Wertigkeit als des tatsächlichen Wertes“, so Royer. „Für unsere Hunde kaufen wir Schweineohren um 37 Euro pro Kilo, aber wenn der Schweinslungenbraten die Hälfte davon kostet, ist er uns noch zu teuer – das ist verrückt“, mahnt der Landwirt. „Mir ist klar, dass die Teuerung viele Menschen belastet. Was mir in der ganzen Diskussion gerade aber schon abgeht, ist das ehrliche Eingeständnis, dass wir für unsere Lebensmittel vor allem einfach kein Geld ausgeben wollen. Urlaube, Handys, Kleidung oder eben unsere Haustiere: All das hat für uns eine weitaus höhere Wertigkeit als die Lebensmittel, die wir jeden Tag zu uns nehmen. Deshalb ist unser Essen auch das Allererste, bei dem wir sparen“, lautet Royers Kritik.

Land schafft Leben 

Innovative Methoden für genaues Bienenmonitoring

Am heutigen Montag (22.05.2023) wird bereits zum 23. Mal der Internationale Tag der biologischen Vielfalt gefeiert. Leider bietet der Tag nicht wirklich großen Grund zur Freude, denn die Artenvielfalt nimmt weltweit immer weiter ab. Das betrifft in besonderem Maße auch die Insekten, die essentiell für das Bestäuben von Pflanzen sind. Bienen sind für etwa 80 Prozent aller Lebensmittel verantwortlich. Um die Artenvielfalt der Bestäuberinsekten zu schützen und deren Gesundheit zu erhalten, hat das Climate-Tech-Unternehmen 3Bee mit „HiveTech” den Bienenstock 4.0 entwickelt. Dieser verfügt über sogenannte IoT-Sensoren (Internet of Things), ein geschlossenes Netzwerk aus Sensoren, Software und anderen technischen Geräten, die miteinander kommunizieren. Mittels KI-basierter Technologie und Satellitenbildern kann der Bienenstock 4.0 den Imker:innen wertvolle Daten über den Gesundheitszustand des eigenen Bienenvolks liefern.

Dazu gehören neben Wettervorhersagen und Innen- und Außentemperatur des Bienenstocks auch veränderte Tonfrequenzen sowie Angaben zur Luftfeuchtigkeit. Mit diesen Angaben können zum Beispiel Maßnahmen gezielter geplant werden. Nach Information des Unternehmens senkt der Bienenstock 4.0 die Sterberate der Bienen um 20 Prozent. 3Bee verfügt inzwischen über ein europaweites Netzwerk mit über 5.000 Imker:innen, Landwirt:innen und Unternehmen sowie rund 200.000 Bienenpat:innen.

Um Bienen, ihre Haltung sowie Krankheiten der wichtigen Bestäuber, aber auch um die Grundlagen von Recht und Tierschutz, geht es in dem gleichnamigen vierteiligen E-Learningkurs für Tierärzt:innen auf Myvetlearn.de. Die Kursreihe ist geeignet zur Weiterbildung für den Erwerb der Zusatzbezeichnung Bienen/den Fachtierarzt für Bienen.

3Bee

Grundkurs Bienen auf Myvetlearn.de