Das Bejagen von Wölfen ist in vielen Ländern ein Streitthema. Während in Deutschland noch um eine klar umgrenzte Bejagung gestritten wird, wurde in Schweden die sogenannte Lizenzjagd auf Wölfe in den vergangenen Jahren bereits praktiziert. Nun hat das Verwaltungsgericht im schwedischen Luleå die Wolfsjagd auf Drängen von Naturschützer:innen untersagt. Die Lizenzjagd auf 48 Wölfe, die gesetzlich vom 2. Januar bis 15. Februar möglich ist, wurde bereits im Dezember 2024 verboten. Die Berufung, die von den betroffenen Regionen eingelegt worden war, wurde nun vom Berufungsgericht in Sundsvall abgewiesen.
Den Naturschützern war dabei vor allem der niedrige Referenzwert für einen „günstigen Erhaltungszustand“ von 0,8 Wölfe pro 1.000 km² ein Dorn im Auge. Er entbehre „jeglicher wissenschaftlichen Grundlage“ und wurde von der EU-Kommission abgelehnt. In Deutschland liegt die Wolfsdichte bei etwa 4,6 Raubtieren/1.000 km², allein in Niedersachsen bei ca. 8,6 Wölfen/1.000 km².
Der schwedische Bauernverband kritisiert das Verbot und warnt vor Folgen für die Nutztierhalter:innen, die biologische Vielfalt und die Umsetzung der nationalen Lebensmittelstrategie.
Agrarheute
Nun ist es beschlossen: das bayerische Landwirtschaftsministerium bleibt in den Händen der CSU. Allerdings muss die CSU die Ressorts Jagd und Wald an den Koalitionspartner Freie Wähler abgeben. Diese Ressorts werden in Zukunft dem Wirtschaftsministerium zugeschlagen, das von Hubert Aiwanger „regiert“ wird. Das Landwirtschaftsministerium bekommt dafür die Bereiche Tourismus und Gastronomie sowie vom Umweltministerium die Veterinärverwaltung.
Die Freien Wähler hatten aufgrund ihres guten Abschneidens in der Bayernwahl ein viertes Ministerium gefordert und dabei auf das Landwirtschaftsministerium geschielt. Bekommen haben sie nun das Digitalministerium.
topagrar
Nach den Niederlanden, Frankreich und Finnland, hat nun auch Belgien ein Einfuhrverbot von Jagdtrophäen erlassen. Am vergangenen Freitag (14.07.2023) hat der Ministerrat der belgischen Regierung dem Vorschlag des Kabinetts zugestimmt, die Einfuhr für eine Vielzahl von bedrohten und gefährdeten Tierarten und deren Trophäen unverzüglich zu stoppen. Diese Resolution schützt so viele bedrohte und gefährdete Tierarten wie das Flusspferd, das südliche Breitmaulnashorn, den afrikanischen Savannenelefanten, Löwen und Eisbären.
„Wir begrüßen die Tatsache, dass die einstimmige Entschließung des Parlaments in eine gesetzliche Maßnahme umgesetzt wurde, und freuen uns darauf, die Details der Gesetzgebung zu studieren, sobald sie veröffentlicht ist“, zeigte sich Ruud Tombrock, Exekutivdirektor von Humane Society Europe, erfreut über die Regierungsentscheidung. Die Tierschutzorganisation hatte sich seit langem gegen die Einfuhr von Trophäen bedrohter Tierarten eingesetzt und fordert als nächsten Schritt ein EU-weites Importverbot von Jagdtrophäen gefährdeter und geschützter Arten.
Auch in Deutschland, Italien, Großbritannien und Polen wird bereits aktiv über solche Verbote diskutiert. Umweltministerin Steffi Lemke (Die Grünen) hatte im April 2022 angekündigt, die Einfuhr von Jagdtrophäen geschützter Tierarten einschränken zu wollen. Deutschland hat zudem seine Mitgliedschaft im Internationalen Rat zur Erhaltung des Wildes und der Jagd (CIC) zum Jahr 2023 gekündigt.
Aktuell ist Deutschland nach den USA weltweit der zweitgrößte Trophäenimporteur von geschützten Wildtieren.
News Belgium
Gütsel