Mit dem Frühling steigt die Wahrscheinlichkeit, ein vermeintlich hilfsbedürftiges Wildtier zu entdecken, sei es ein hilfloses Jungtier oder ein verletztes Tier. Doch wie kann man sicher sein, eingreifen zu müssen? Um Tierfreund:innen in solchen Situationen zu helfen, hat die Stiftung Tierärztliche Hochschule Hannover (TiHo) die kostenlose App „Wildtier-SOS“ entwickelt. Sie unterstützt Menschen dabei, schnell einzuschätzen, ob ein Wildtier tatsächlich Hilfe braucht oder ob sein Verhalten ganz natürlich ist.
Die App stellt Nutzer:innen wenige einfache Fragen zur Situation und zum gefundenen Tier. Anhand der Antworten hilft sie dabei, die Tierart oder zumindest die Tiergruppe einzugrenzen und erklärt, wie man sich richtig verhält. So lässt sich zum Beispiel klären, ob ein scheinbar allein gelassenes Rehkitz wirklich in Not ist oder ob seine Mutter wahrscheinlich bald zurückkehrt – in vielen Fällen wäre ein Eingreifen sogar schädlich.
Wenn tatsächlich Hilfe nötig ist, zeigt die App passende Anlaufstellen in der Nähe an, etwa Wildtierstationen, Tierkliniken, Behörden oder Notdienste wie Polizei und Feuerwehr. Dadurch können Tiere schneller fachgerecht versorgt werden, und Menschen wissen sofort, an wen sie sich wenden können. Gleichzeitig trägt die App dazu bei, unnötige Eingriffe in die Natur zu vermeiden, denn gut gemeinte Rettungsversuche können Wildtiere stressen oder sogar ganze Populationen beeinträchtigen.
Das Projekt wurde mit rund 250.000 Euro von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt gefördert und steht kostenlos für Android und iOS zur Verfügung. Ziel ist es, Tierfreund:innen eine einfache Orientierung zu geben – damit echte Notfälle schneller Hilfe bekommen und Wildtiere möglichst ungestört in ihrer natürlichen Umgebung bleiben können.
TiHo
www.lebensmittelwarnung.de ist eine gemeinsame Online-Plattform der Bundesländer und des Bundesamtes für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL), auf dem Rückrufe von Lebensmitteln veröffentlicht werden. Im Jahr 2023 waren es 308 kommunizierte Rückrufe. Bei 102 waren mikrobiologische Kontaminationen der Grund. Mit 35 Salmonellen-Meldungen waren die auch im vergangenen Jahr damit der häufigste Grund für die Warnung. Salmonellen können schwere Magen-Darm-Erkrankungen auslösen. Diese und weitere Mikroorganismen können bereits im lebenden Nutztier vorkommen und dann über den Schlachtprozess, die Rohmilch etc. in die Lebensmittelkette gelangen. Außerdem können Lebensmittel bei Ernte, Herstellung und Verarbeitung kontaminiert werden.
Für das Jahr 2024 kündigt BVL-Präsident Friedel Cramer eine App an, mit der die Meldungen komfortabel über das Smartphone abgerufen werden können. „Diese Weiterentwicklungen unseres digitalen Informationsangebotes sind ein weiterer wichtiger Beitrag zur Stärkung des gesundheitlichen Verbraucherschutzes“, so Cramer.
BVL
Die EQ-AID App unterstützt Pferdehalter:innen in Notfällen. Die App beinhaltet die Punkte Erste Hilfe, Notfälle und Checklisten. Denn eine fundierte Vorbereitung sowie ein gutes Allgemeinwissen rund um die Gesundheitsfürsorge des Pferdes können den Besitzer:innen helfen, in Notfallsituationen richtig zu handeln. Schritt-für-Schritt-Anleitungen für konkrete Erste-Hilfe-Maßnahmen und nützliche Tipps zur weiteren Behandlung – anschaulich illustriert mit Fotos und Videos – unterstützen die Halter:innen im Notfall. Die User erhalten zudem die wichtigsten Informationen zu Krankheiten und Giftpflanzen, sowie wichtige Listen rund um die Pferdegesundheit. Zudem bietet die App einen Überblick über das ganze Pferd und mögliche Krankheitsbilder. Die Stichwortsuche nach Symptomen rundet die Funktionen ab.
Auch wenn sich Krankheiten anhand von Symptomen mit Hilfe der App schnell finden lassen, kann und sollte diese im Notfall den Besuch einer Tierärztin oder eines Tierarztes nicht ersetzen. In diesem Fall steht den Usern in der App eine Tierarzt-Hotline zur Verfügung.
EQ-AID App
Seit dem 28. Januar 2022 sind alle Imker:innen verpflichtet, das Anwenden aller Tierarzneimittel in einem Bestandsbuch zu dokumentieren. Darunter fallen unter anderem auch Ameisen- und Oxalsäure zur Behandlung der Bienen gegen Varroamilben. Für das Bestandsbuch reicht ein Blatt Papier aus, aber es stehen auch Computerprogramme zur Verfügung.
Für die Verwaltung der Stände, Völker und Stockkarten ist zudem die App BeeInTouch entwickelt worden. Mit der speziellen Imker-App können alle wichtigen Details wie Kontrollen, Krankheitsbehandlungen, Fütterung, Ernten, Durchschauen, Umweiselungen, Wanderungen und Varroakontrollen / -behandlungen in einer virtuellen Stockkarte festgehalten werden. Dazu wird für jedes Volk ein QR-Code oder ein NFC-Chip erstellt, der am Bienenstock angebracht wird. Außerdem erleichtert die App die Organisation aller Termine rund um die Imkerei sowie die Verwaltung von Honigbeständen, Arbeitsmaterialien und Verbrauchsmaterial.
Auf Myvetlearn.de steht Tierärzt:innen der vierteilige Grundkurs Bienen zur Fort- und Weiterbildung zur Verfügung. Die Kursreihe ist geeignet zur Weiterbildung für den Erwerb der Zusatzbezeichnung Bienen/den Fachtierarzt für Bienen.
BeeInTouch
Bestandsbuch zum Downloaden