Am 7. Februar wird jedes Jahr der Internationale Reverse the Red Day gefeiert. An diesem Tag machen die Zoos und Naturschutzorganisationen auf die Naturschutzbemühungen aufmerksam, um den Trend des Verlusts der biologischen Vielfalt umzukehren. Ziel der Zoos ist es, dass Arten auf der Roten Liste der Weltnaturschutzunion IUCN in weniger bedrohte Kategorien zurückgestuft werden und das Risiko des Aussterbens der gefährdeten Arten verringert wird. Gefährdete Arten sollen wieder eine Zukunft haben.
„Wir wissen, dass Artenschutz wirkt – wenn wir ihn konsequent betreiben und zusammenarbeiten“, sagt Volker Homes, Geschäftsführer des Verbands der Zoologischen Gärten (VdZ). „Zoos leisten dazu einen unverzichtbaren Beitrag. Sie sichern genetische Vielfalt, ermöglichen Wiederansiedlungen und sensibilisieren Millionen Besucherinnen und Besucher für den Schutz der Natur.“
So zeigen die Bemühungen der Organisationen schon zahlreiche positive Ergebnisse: Nachdem beispielsweise die Przewalski-Pferde in der Natur bereits als ausgestorben galten, konnte das koordinierte Europäische Zuchtprogramm unter Beteiligung einer Vielzahl von Zoos dazu beitragen, dass die Art heute wieder durch die Steppen der Mongolei und Kasachstans streifen.
Auch die Vietnamesische Krokodilschwanzechse, von der es in freier Wildbahn nur noch wenige Exemplare gab, profitiert vom Austausch wissenschaftlich geführter Zoos. Durch ein Erhaltungszuchtprogramm des Kölner Zoos konnten schon annähernd 50 Nachzuchten in zweiter Generation aufgezogen werden. Zwölf Tiere wurden im Herbst 2025 nach Vietnam zurückgeführt und stehen dort für das erste Wiederauswilderungsprogramm bereit.




