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Weniger HPAI-Nachweise bei Vögeln in Europa

17.03.2026

Die hochpathogene Aviäre Influenza (HPAI) hat Europa fest im Griff. Im vergangenen Winter wurden in 32 europäischen Ländern rund 400 Ausbrüche in Geflügelhaltungsbetrieben sowie bei mehr als 2.100 Wildvögeln registriert. Wie die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) mitteilt, hat die HPAI-Zirkulation bei Wasservögeln damit ihren höchsten Stand seit fünf Jahren erreicht.

Laut dem aktuellen vierteljährlichen Überwachungsbericht der Behörde sowie des Europäischen Zentrums für die Prävention und die Kontrolle von Krankheiten (ECDC) und des EU-Referenzlabors (EURL), ist die Zahl der Nachweise bei Vögeln seit Dezember 2025 aber zurückgegangen.

Erstmals jedoch waren im Januar 2026 in Europa Antikörper gegen H5N1 bei Milchkühen nachgewiesen worden, genauer gesagt in den Niederlanden. Die Serologie in einer scheinbar gesunden Milchviehherde deutete auf eine mögliche Übertragung von Wildvögeln hin. Aktive Erkrankungen bei den getesteten Kühen wurden jedoch nicht festgestellt. Weitere Untersuchungen wurden eingeleitet und dauern noch an.

Die EFSA weist erneut auf die Dringlichkeit der Einhaltung strenger Biosicherheitsmaßnahmen hin, um die Erreger-Einschleppung in die Betriebe und die Ausbreitung zu begrenzen. Myvetlearn.de bietet Tierärzt:innen die 9-teilige Online-Reihe Biosicherheit in der tierärztlichen Bestandsbetreuung zur Weiterbildung an. Kurs 5 beschäftigt sich mit Geflügelbeständen. Zur Biosicherheit in Geflügelbeständen gibt Dr. Christine Ahlers (u. a. FTÄ für Geflügel und Mitglied im BTK-Ausschuss Geflügel) spezielle Informationen für die tierärztliche Praxis.

EFSA