Nach dem Verbot des sommerlichen Weidegangs von französischen Rindern in den Alpen setzt die Schweiz nun auch die Schlachtung der Tiere aus dem Nachbarland aus. Grund dafür ist die Lumpy Skin Disease, eine ansteckende Virenerkrankung von Rindern, die seit Ende Juni 2025 in Frankreich grassiert.
In den vergangenen acht Monaten waren nach Angaben des Bundesamtes für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen (BLV) 117 Krankheitsherde in Frankreich nachgewiesen worden. Mehr als ein Drittel (44 Ausbrüche) befanden sich laut Informationen des französischen Landwirtschaftsministeriums im Grenzdepartement Haute-Savoie.
Der Schlacht-Stopp gilt vom 1. April bis zum 30. November 2026. Der Zeitraum entspricht der Zeit, in der die blutsaugenden und die Krankheit übertragenden Stechmücken aktiv sind. Mit dieser Maßnahme will der Bund die Einschleppung der Lumpy Skin Disease in die Schweiz nach Möglichkeit verhindern. Eine Verordnung des BLV werde diesen Entscheid im laufenden Monat formalisieren, teilte das Amt mit.




