Menü ≡

Nutztierforum 2026: Umbau der Tierhaltung muss planbarer werden

04.03.2026

In der vergangenen Woche sind Expert:innen bei dem diesjährigen Nutztierforum am Forschungsinstitut für Nutztierbiologie (FBN) zusammengekommen, um über die aktuellen Herausforderungen der tiergerechten Aufzucht von Rindern und Schweinen zu diskutieren.

Mecklenburg-Vorpommerns Landwirtschaftsminister Dr. Till Backhaus (SPD) eröffnete die Veranstaltung und forderte mehr Investition in die Forschung. „Nutztierhaltung ist ein tragender Pfeiler unserer Landwirtschaft, unserer Ernährungssicherheit und unserer ländlichen Räume. Sie sichert Wertschöpfung, Arbeitsplätze und eine verlässliche regionale Versorgung“, so Backhaus. Der Minister warnte vor einer leichtfertigen Schwächung der Lebensmittelproduktion: „Ernährungssicherheit beginnt im Stall – und sie endet nicht an der Supermarktkasse.“ Bundesweit würden Tiere und tierische Erzeugnisse 39,3 Milliarden Euro erwirtschaften – mehr als die Hälfte des landwirtschaftlichen Produktionswertes.

So machte der Minister auch klar, dass das Streben nach mehr Tierwohl, besseren Haltungsbedingungen und resilienten Systeme nicht einhergehe mit Politik, „die Betriebe in die Knie zwingt und Produktion ins Ausland verlagert“. Der Umbau der Tierhaltung müsse planbar, praxisnah und wettbewerbsfähig gestaltet werden. „So bleiben Wertschöpfung und Know-how in der Region – und zugleich werden hohe Standards bei Tierwohl und Umwelt gesichert.“

Der Minister unterstrich zudem die herausragende Rolle des FBN in Dummerstorf: „Ohne wissenschaftlich fundierte Lösungen wird es keine gesellschaftliche Akzeptanz geben. Das FBN forscht vom Tier her – und genau das brauchen wir: Wissen statt Schlagworte.“

„Die tiergerechte Aufzucht von Kälbern und Ferkeln ist ein zentrales, wissenschaftlich belegtes Fundament für gesunde, leistungsfähige und resilientere Tiere. Beim Nutztier-Forum 2026 bündeln wir Erkenntnisse aus vorgeburtlichen Einflüssen, Fütterungsstrategien, Zuchtplanung und tiergerechter Praxis, um gemeinsam praktikable Wege zu entwickeln, die Tierwohl, Gesundheit und nachhaltige Produktion verbinden. Die Forschung am FBN liefert dafür evidenzbasierte Antworten – für eine zukunftsorientierte Nutztierhaltung“, betonte FBN-Vorstand Prof. Klaus Wimmers.

FBN