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Hohe Zusatzkosten für Verzicht auf Schwanzkupieren bei Schweinen

04.07.2023

Um das Schwanzbeißen bei Schweinen zu vermeiden, werden die Ringelschwänze der Tiere häufig kupiert. Laut einer EU-Richtlinie ist das jedoch seit 1994 verboten; in der Schweiz seit 2008. Auch der gesellschaftliche und politische Druck für einen Kupierverzicht in der Schweinehaltung ist groß. Gemäß neuen Auswertungen der niederländischen Universität Wageningen verursacht der Verzicht auf das Kupieren der Ringelschwänze jedoch zusätzliche Kosten von 9 bis 31 Euro je Tier. Die größten Kostenverursacher sind neben einem größeren Platzangebot mit strukturierten Buchten, auch die Vorlage von organischen Beschäftigungsmaterial sowie zusätzliche Tierkontrollen, denn um das Risiko des Schwanzbeißens gering zu halten, müssen die Schweine permanent Zugang zu Stroh haben, die Buchten eingestreut sowie Objekte zum Bearbeiten vorhanden sein. Schweine müssen ihre angeborenen Verhaltensweisen, im speziellen die Futtersuche und Erkundung, ausleben können, damit sie keine Verhaltensstörungen entwickeln.

Nach Erfahrung der niederländischen Ökonomen decken viele Vermarktungsprogramme für Schweine mit Ringelschwanz die zusätzlichen Kosten der Erzeuger nur teilweise ab.

SUS