Menü ≡

Fleisch gewinnt in Deutschland an Beliebtheit

09.04.2026

Nachdem viele Jahre lang der Fleischkonsum der Menschen in Deutschland stetig gesunken ist, zeichnet sich seit 2023 ein Aufwärtstrend ab. Im dritten Jahr hintereinander ist der Pro Kopf-Verbrauch gestiegen. Nach dem bislang tiefsten Stand in 2022 mit 52,7 kg pro Person hat sich der Appetit auf Fleisch im vergangen Jahr wieder vergrößert (54,9 kg). Laut Informationen des Bundesinformationszentrums Landwirtschaft (BZL) sind das 1,4 kg mehr im Vergleich zu 2024.

Die Beliebtheit von Geflügelfleisch hat dabei stark zugenommen und macht inzwischen mehr als ein Viertel des gesamten Fleischkonsums in Deutschland aus (14,7 kg/Person). Neben der zunehmenden Beliebtheit von Hähnchenfleisch könnte auch der niedrigere Anstieg der Verbraucherpreise von Geflügelfleisch im Vergleich zu den anderen Fleischsorten Grund für den Anstieg sein. Aber sowohl Schweine- als auch Rindfleisch haben laut der Statistik leicht zugenommen.

Doch während der Verzehr steigt, ist die Nettofleischproduktion (Schlachtmenge) in Deutschland nach vorläufigen Angaben um 0,3 Prozent auf 7,3 Millionen Tonnen Schlachtgewicht gesunken. Einen großen Anteil daran hatten die rückläufigen Rinderschlachtungen. Die Geflügelpest hatte zudem einen großen Anteil an der rückläufigen Geflügelfleischproduktion und hat einen Rückgang um 1,5 Millionen Tonnen verursacht.

Zur Deckung des gestiegenen Bedarfs mussten höhere Mengen an Fleisch importiert werden. Die Einfuhren legten um knapp 11% auf 3,6 Mio. Tonnen zu.

BMEL-Statistik