Nutrias haben in Deutschland keine natürlichen Feinde und können sich daher zahlreich vermehren. So auch in Teilen Schleswig-Holsteins und Niedersachsens, wo die invasiven Biberarten seit Januar 2024 ganzjährig bejagt werden dürfen. Gleichzeitig wächst auch die Nachfrage nach dem fettarmen Fleisch der einst für ihre Pelze gezüchteten Nutrias stetig, sodass sich die Jagd auf die Nager lohnt.
Da sich die Art in vielen Regionen explosionsartig vermehrt hat, werden die Tiere mit speziellen Lebendfallen gefangen, die in der Regel mit einem Meldesystem versehen sind, und anschließend erschossen. In einigen Regionen haben Gemeinden und Städte das „Kopfgeld“ auf Nutrias erhöht, in Hamburg wurde die Fangprämie sogar von 7 auf 14 Euro verdoppelt. Zudem hat die Stadt das Jagdgebiet ausgeweitet. In Niedersachsen sind im Jagdjahr 2024/2025 rund 19,5 % mehr Nutrias als im vorherigen Jagdjahr erlegt worden (knapp 54.000).
Auch die Waschbärpopulation nimmt in einigen Regionen Deutschlands immer mehr zu und entwickelt sich zu einem größeren Problem, so auch in Hamburg. Hier werden zunehmend Waschbären in der Stadt gesichtet. Die Deutsche Wildtier-Stiftung geht davon aus, dass die invasive Art heimische Tiere wie Singvögel, Amphibien und Reptilien immer mehr zurückdrängt. Zudem übertragen Waschbären Parasiten, plündern Nistplätze und Mülltonnen und beschädigen Dachisolierungen.
Die CDU-Fraktion in der Hamburger Bürgerschaft setzt sich daher in einem Antrag für ein „konsequentes Management“ der invasiven Art ein. Analog zur Fangprämie plädiert die Partei für eine Waschbär-Prämie, um die effektive Bejagung der invasiven Art zu fördern, heißt es in dem Antrag. Das Beispiel Nutria zeige, wie schnell es zu einer schädlichen Überpopulation einer invasiven Art in Hamburg gekommen ist, erklärt Ralf Niedmers, jagdpolitischer Sprecher der CDU-Fraktion.
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