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Entwicklung der Newcastle Disease besorgniserregend  

20.03.2026

Nachdem seit 1996 erstmals wieder in Deutschland die Newcastle Disease (ND) nachgewiesen worden ist, nimmt die Zahl der Ausbrüche stetig zu. Vor allem in Brandenburg gibt es trotz verpflichtender Impfung immer mehr Ausbrüche. Betroffen sind kommerzielle Geflügelbetriebe und Kleinhaltungen. Auch in Bayern gibt es Ausbrüche. Zuletzt ist die ND am 19.03.2026 in einem Masthähnchenbestand in Storkow (Landkreis Oder-Spree) mit rund 360.000 Tieren bestätigt worden. Insgesamt wurden mehr als 1,2 Millionen Tiere infolge der hochansteckenden Krankheit seit Ende Februar 2026 getötet.

Die Ständige Impfkommission Veterinärmedizin (StIKo Vet) betrachtet die aktuelle Entwicklung als besorgniserregend und befürchtet weitere Ausbrüche. So appelliert das Gremium dringend an alle Halter:innen von Geflügel zu überprüfen, wann ihre Vögel das letzte Mal gegen ND geimpft wurden und im Zweifelsfall Wiederholungsimpfungen anzusetzen, bzw. besonders auf die turnusgemäßen Impfungen zu achten. Zudem müssen auch in Kleinbeständen Verdachtsmomente transparent kommuniziert werden, stellt die StIKo Vet fest. Um mögliche Erregereinschleppungen zu vermeiden, müssen geeignete Schutzmaßnahmen ergriffen werden.

Neben verstärkten Biosicherheitsmaßnahmen sei die Impfung eine zentrale Säule der ND-Seuchenkontrolle: In Deutschland gilt eine allgemeine ND-Impfpflicht für gehaltene Puten und Hühner. Dies umfasst alle Haltungsformen -kommerzielle, wie nicht-kommerzielle- vom ersten Huhn bzw. der ersten Pute an.

StIKo Vet