Dänemark gehört weltweit den führenden Exporteuren von Schweinen und Schweinefleisch. Gemäß der aktuellen Zahlen des dänischen Statistikamtes wurden zum Stichtag am 1. Januar 2026 in Dänemark insgesamt 12,3 Millionen Schweine gehalten. Im Gegensatz zu anderen EU-Staaten hat das skandinavische Land seine Schweinehaltung im Vergleich zu den Vorjahren weiter ausgebaut.
Die intensive Haltung steht aber immer wieder im Mittelpunkt von politischen und gesellschaftlichen Diskussionen. Im Rahmen des dänischen Wahlkampfes forderte eine breite Allianz aus mehreren Umwelt- und Tierschutzorganisationen erneut eine Neuausrichtung der Schweinehaltung, die das Ziel der Bestandsreduzierung sowie weniger negative Auswirkungen auf die Umwelt hat.
„Wir stellen fest, dass mehrere Parteien eine Reduzierung des gesamten Schweinebestands in Dänemark anstreben“, erklärte Jeppe Bloch Nielsen, Vorsitzender des Verbandes der dänischen Schweineproduzenten, daraufhin. Der Verband reagierte und hat ein Ausstiegsprogramm ins Spiel gebracht. Grundsätzlich kritisiert der Verband, dass das schlechte Image der dänischen Schweinebranche das Ergebnis falscher Aussagen und unwahrer Behauptungen verschiedener politischen Parteien sei.
„Wenn es nun einmal so ist, dass man in Dänemark keine Schweineproduktion mehr wünscht, dann müssen wir uns darauf einstellen und uns darauf konzentrieren, wie wir mit dieser Situation bestmöglich umgehen“, so Bloch Nielsen weiter. Ziel des nun vorgelegten Vorschlags sei es, den gesamten Schweinebestand anzupassen, ohne dabei finanzielle Unsicherheit und psychologischen Druck auf die Schweineproduzenten und ihre Familien auszuüben.
Dieser Vorschlag wird jedoch von dem dänischen Fachverband der Land- und Ernährungswirtschaft (L&F) nicht unterstützt. Der frisch ins Amt gewählte Vorsitzende der L&F-Sektion für Schweine, HC Gæmelke, plant, die heimische Produktion weiterzuentwickeln und in Verbesserungen zu investieren.




