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CDU fordert Abschussprämie für Waschbären

16.03.2026

In Deutschland wird die Waschbärpopulation zunehmend zu einem Problem. Die invasive Art hat hierzulande kaum natürliche Feinde, weshalb sich die Tiere ungestört vermehren. Dies gefährdet auch zunehmend unsere heimische Flora, da die Waschbären als Allesfresser auch Nester plündern oder Amphibien und Reptilien fressen. Außerdem dringen sie häufig in Gebäude ein, beschädigen Dächer oder durchwühlen Mülltonnen.

Die CDU-Fraktion argumentiert deshalb, dass die Jagd auf Waschbären stärker gefördert werden sollte. Als mögliches Vorbild wird eine Prämie für Nutria genannt: Jäger könnten für jedes erlegte Tier Geld bekommen, um die Bejagung effektiver zu machen und die Population zu begrenzen.

Der Vorschlag ist umstritten. Kritiker bezweifeln, dass Abschüsse die Population langfristig verringern, weil sich die Tiere schnell wieder vermehren können. Zudem gibt es auch Ansätze, die ohne Töten auskommen, etwa Programme zum Einfangen und Sterilisieren der Tiere. Die Debatte zeigt mal wieder, wie schwierig der Umgang mit invasiven Arten ist: Auf der einen Seite steht der Schutz der heimischen Ökosysteme, auf der anderen Seite gibt es Bedenken aus Tierschutzsicht gegen eine intensivere Jagd.

Unter anderem um Waschbären und ihre Entnahme aus der Natur geht es auch in dem Kurs Rechtliche Grundlagen zum Umgang mit Wildtieren mit Anwendungsbeispielen (Jagdbares Wild, invasive Arten) auf Myvetlearn.de. Dieser richtet sich an Tierärzt:innen und Tiermedizinische Fachangestellte.

Spiegel