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Schweinepest

Afrikanische und Klassische Schweinepest als Gefahr für deutsche Landwirte

Afrikanische (ASP) und Klassische Schweinepest (KSP) sind jeweils hoch ansteckende virale Infektionskrankheiten der Schweine mit seuchenhaftem Verlauf. Sie sind in Deutschland und Europa anzeigepflichtig. Der letzte Ausbruch der Klassischen Schweinepest in der Europäischen Union ist bereits drei Jahre her.

Eine aktuelle Bedrohung stellt die Afrikanische Schweinepest dar, die bisher in den baltischen Ländern, der Ukraine, Polen, Tschechien und Rumänien bei Wildschweinen, in einigen dieser Länder aber auch bereits bei Hausschweinen nachgewiesen werden konnte. Seit der Einschleppung des Virus über eine weite Strecke an die östliche Grenze der Tschechischen Republik, stuft das Friedrich- Loeffler-Institut das Risiko einer Einschleppung nach Deutschland
mittlerweile als hoch ein (Stand: 17. Juli 2017).

Wie bei der klassischen Schweinepest müssen in Folge einer Infektion bei Hausschweinen in der Regel Tausende Tiere getötet werden, um eine weitere Ausbreitung der Seuche sowie größere Handelsbeschränkungen zu verhindern. Somit gilt es, eine Einschleppung nach Deutschland in jedem Fall zu verhindern.

Was Verbraucher dazu beitragen können, lesen Sie in diesem Fokusthema. Hier finden Sie außerdem Informationen über das Virus, die Ätiologie, die Klinik und die Pathologie sowie die vorgeschriebenen Bekämpfungsmaßnahmen beider Tierseuchen.

Aktuell: 

Der Bundesrat hat am 2. März 2018 einer Änderung der Schweinepest-Verodnung zugestimmt. Mit dieser wird unter anderem die von 1. Februar bis 15. Juni geltende Jagdruhe für Wildschweine außér Kraft gesetzt. Damit soll die Population der Wildschweine weiter eingedämmt und somit ein Eintrag des ASP-Virus nach Deutschland verhindert werden. Tierschutzrechtlich ist die Maßnahme umstritten.

Aktuelle Verbreitungszahlen

Polen (2014) Tschechien (2017) Rumänien (2017) Ukraine (2012) Weißrussland (2007) Litauen (2014) Lettland (2014) Estland (2014) Ungarn (2018) Bulgarien (2018) Belgien (2018) Serbien (2019) Slowakei (2019)
Die Anzahl der 2019 gemeldeten ASP-Fälle lässt sich mit Klick auf die hervorgehobenen Länder anzeigen.
Zeige Fallzahlen des Jahres 2018
Die Anzahl der 2018 gemeldeten ASP-Fälle lässt sich mit Klick auf die hervorgehobenen Länder anzeigen.
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Ätiologie & Pathologie

Sowohl die KSP als auch die ASP sind für den Menschen ungefährlich. Bei Schweinen rufen beide Viren jedoch schwere, häufig tödliche Erkrankungen hervor. Beide Infektionskrankheiten sind hochansteckend und haben eine relativ kurze Inkubationszeit.

Europäische Schweinepest

Die Klassische (Europäische) Schweinepest (KSP) wird durch das Schweinepestvirus verursacht. Bei diesem großen, behüllten RNA-Virus handelt sich um ein Pestivirus aus der Familie der Flaviviridae. Die Infektion erfolgt oral über kontaminierte Speiseabfälle, als Tröpfcheninfektion, direkt von Tier zu Tier oder indirekt über unbelebte Vektoren wie Kot, Gülle oder Jauche. Eventuell spielen auch Vögel eine Rolle. In jedem Fall geht aber von dem Kontakt mit Wildschweinen ein Infektionsrisiko für Hausschweine aus. Außerdem ist eine intrauterine Infektion der Feten möglich, wodurch es zu einer Immuntoleranz gegenüber dem Schweinepestvirus kommen kann und somit zur Geburt von Schweinepest-Virämikern (Dauerausscheider). Das Virus wird mit allen Körpersekreten und -exkreten ausgeschieden und ist sehr widerstandsfähig in der Umwelt. 

Nach der Infektion erfolgt die erste Virusvermehrung im lymphoretikulären Gewebe der Eintrittspforte (Tonsillen und regionäre Lymphknoten). Nach einer lymphogenen und hämatogenen Ausbreitung, erfolgt die Virusvermehrung in allen Zellen des retikulo-histiozytären Systems. Nach einer Inkubationszeit von 2-5 Tagen kommt es bei einer Infektion mit virulenten Stämmen zu einer degenerativen Gefäßschädigung mit lokalen und allgemeinen Zirkulationsstörungen. Die dadurch ausgelöste Blutungsneigung wird noch durch eine Verbrauchskogulopathie verstärkt.

Die Gefäßschäden begünstigen vor allem in Darm und Lunge bakterielle Sekundärinfektion durch Salmonellen und Pasteurellen. Außerdem kommt es durch Schäden in der Gefäßwand zu punkt- bis knopfgroßen Blutungen sowie zu Entzündungen der Maulschleimhaut und der Konjunktiven.

Als pathognomonisch für die KSP gelten Petechien auf der Harnblasenschleimhaut und der Nierenkapsel, Infarzierungen der Milz sowie blutig marmorierte Lymphknoten mit markiger Schwellung. Ebenso charakteristisch sind Anämie und Leukopenie in Verbindung mit einer relativen Lymphozytose. Jedoch sind die Befunde nicht immer klar ausgeprägt und können bei einem perakuten Verlauf sogar fehlen.

 

Afrikanische Schweinepest

Die Afrikanische Schweinepest (ASP) hingegen wird durch ein völlig anderes Virus, ein DNA-Virus, verursacht. Dieses Virus ist der bisher einzige Vertreter der Gattung Asfivirus in der Virusfamilie der Asfarvirida. Übertragen werden kann das Virus über direkten Tierkontakt (Kontakt von Hausschweinen zu Wildschweinen unterbinden!) und besonders effizient über Blut, da das Virus recht widerstandsfähig ist.

Chronisch infizierte Tiere gelten als Virusreservoir und scheiden das Virus in allen Ex- und Sekreten aus.

In Blut hält sich das ASP-Virus wie in gepökelten und geräucherten Fleischwaren monatelang. Eine indirekte Übertragung über Gerätschaften, Stiefel, Hände, Jagdutensilien, Transportfahrzeuge, Stalleinrichtung, Futtermittel, aber auch Gülle und Jauche ist somit möglich. In Afrika, wo das Virus endemisch ist, spielen Lederzecken eine große Rolle in der Übertragung von Schwein zu Schwein. In Mitteleuropa ist dies jedoch weniger relevant.

Eine orale Übertragung durch Speiseabfälle ist hier wie bei der klassischen Schweinepest besonders bedeutungsvoll. Unter anderem deshalb ist die Einfuhr von Fleisch- und Milchprodukten in die europäische Union verboten, genauso wie die Verfütterung von Speiseabfällen an Schweine per se.

Das Bundeslandwirtschaftsministerium warnt mit Blick auf die aktuelle Bedrohung vor allem davor, Speisereste, besonders solche aus nicht gegartem Schweinefleisch (Salami, Schinken etc.), achtlos wegzuwerfen und startete dazu jüngst eine Aufklärungskampagne unter anderem an deutschen Autobahnraststätten. (Stand: Juli 2017) Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt sagt dazu: "Alle sind aufgerufen, sich mit der Afrikanischen Schweinepest vertraut zu machen und durch vorsorgendes Verhalten ihren Teil dazu beizutragen, eine weitere Ausbreitung der Afrikanischen Schweinepest zu verhindern."

Im akuten und subakuten Verlauf der ASP können nach Sektion punkt- oder flächenhafte Blutungen in der Haut und den inneren Organen auffallen, zudem eine vergrößerte Milz. Bei der Sektion von Schwarzwild wird zudem von diffusen Blutungen in Lymphknoten, Petechien in der Niere und schaumigem Inhalt in der Lunge berichtet, die auffallen können.

Klinik & Diagnose

Die Klassische Schweinepest (KSP) kann perakut, subakut-chronisch oder selten sogar inapparent verlaufen. Der Verlauf ist bei der Klassischen Schweinepest zum einen von der Konstitution des Tieres und zum anderen von der Virulenz des Erregers und der jeweiligen Infektionsdosis abhängig. Bei der Afrikanischen Schweinepest (ASP) spielt die Konstitution, etwa das Alter des Tieres, hingegen keine Rolle für den Krankheitsverlauf. In der Regel ist die Morbidität hoch und die Mortalitätsrate empfänglicher Schweine beträgt bis zu 100 Prozent.

Klinik
Nach einer Inkubationszeit von etwa 2-5 Tagen (ASP: 2-7 Tagen) kommt es bei einer Infektion mit einem virulenten Erreger zu einer akuten Störung des Allgemeinbefindens mit einer Temperaturerhöhung von bis zu 42°C und plötzlichen Todesfällen.

Symptome der KSP sind zudem: Konjunktivitis, Ataxie, Durchfall bzw. Verstopfungen. Es können blaurote bis blauschwarze Exantheme auftreten sowie linsen- bis zwanzigcentstückgroße Unterhautblutungen im Bereich von Ohren, Schulter, Nacken und Leiste.
Der Tod tritt in der Regel nach 5-20 Stunden durch allgemeines Kreislaufversagen auf. Die Morbidität kann bis zu 100 Prozent betragen.

Weitere Symptome der ASP sind ähnlich denen der KSP und neben hohem Fieber: Futterverweigerung, Atemprobleme, (blutige) Diarrhoe, Rot- oder Blaufärbung der Haut, insbesondere im Bereich der Ohren, des Schwanzes, der unteren Extremitäten sowie im Unterbauchbereich, und Festliegen.

Bei subakutem bis chronischem (bei der ASP sind chronische Verläufe selten) Verlauf sind die klinischen Symptome wesentlich untypischer. Hier sind nur mäßige Anzeichen einer Störung des Allgemeinbefindens sowie eine Temperaturerhöhung von bis zu 40,5°C zu beobachten. Bei der ASP spricht man davon, dass in Gebieten, in denen die Krankheit endemisch auftaucht ein subakuter Verlauf durch wellenförmiges Fieber gekennzeichnet sein kann. Bei der KSP kommt es beim subakuten Verluf gelegentlich zur Nachhandparese und zu Blutungsneigungen. Bedingt durch bakterielle Sekundärinfektionen, wo besonders Infektionen mit Pasteurella multocida und Salmonella choleraesuis zu nennen sind, kann es zu Enteritiden, Pneumonien und Hautnekrosen kommen. Bei längerem Krankheitsverlauf magern die Tiere stark ab.

Der atypische Verlauf ist durch Fruchtbarkeitsstörungen, Umrauschen, Aborte, Totgeburten, kongenitalen Tremor, Kümmern, Koordinationsstörungen sowie erhöhte Ferkelsterblichkeit charakterisiert.

Tiere, die eine Infektion überleben, bilden in der Regel einen lebenslangen Immunschutz aus.

Die ASP ist rein von der Klinik nicht von der KSP oder anderen schweren Allgemeinerkrankungen zu unterscheiden. Erst eine Probennahme bringt Gewissheit.

Dr. Sandra Blome vom Friedrich-Loeffler-Institut erklärt in einem Interview, woran Jäger die ASP beim Wildschwein erkennen können: „Wir gehen davon aus, dass das auffälligste Anzeichen eines Eintrages der ASP eine erhöhte Sterblichkeit ist“. Sie sagt auch: „Vermutlich ist es eher eine Frage, wann die Seuche uns erreicht – weniger ob.“

Diagnose
KSP: Der Virusnachweis kann mittels Immunfluoreszenz (IF), Antigen-ELISA und PCR geführt werden.

ASP: Nukleinsäurenachweis mittels RT-PCR oder Virusanzucht auf Makrophagen- oder Leukozytenkultur. Ein ELISA für Antigen und Antikörpernachweis ist zudem vorhanden.

Bekämpfungsmaßnahmen

Die Klassische Schweinepest (KSP) sowie die Afrikanische Schweinepest (ASP) sind in Deutschland und Europa anzeigepflichtige Krankheiten, d.h., dass ein Verdacht eines Ausbruchs unverzüglich der zuständigen Veterinärbehörde gemeldet werden muss.

Bricht eine Schweinepest in einem Stall aus, ist die Keulung des gesamten Schweinebestandes durch die EU vorgeschrieben. In Deutschland sowie in den übrigen EU-Mitgliedsstaaten wird die Bekämpfung der KSP durch Richtlinie 2001/89/EG des Rates vom 23. Oktober 2001 über Maßnahmen zur Bekämpfung der klassischen Schweinepest (ABl. EG Nr. L 316, S. 5) geregelt. Die Richtlinie wird in Deutschland durch die Verordnung zum Schutz gegen die klassische und die afrikanische Schweinepest (Schweinepest-Schutzverordnung) in nationales Recht umgesetzt. Die Maßnahmen wie Keulung oder die Errichtungen von Sperrbezirken in Verbindung mit strengen Handelsrestriktionen sollen dazu beitragen, eine weitere Ausbreitung zu verhindern und die wirtschaftlichen Schäden zu begrenzen.

Die Afrikanische Schweinepest wurde wahrscheinlich durch den Menschen (Reiseverkehr) und nicht durch Tiere über 400 Kilometer aus der Ukraine nach Tschechien gebracht und sorgte so für die zuletzt bekannt gewordenen verendeten Wildschweine nahe der Slowakischen Grenze Ende Juni 2017. Damit ist das Virus nur noch 300 Kilometer von Deutschland entfernt. (Stand: 18. Juli 2017)

Die Afrikanische Schweinepest stellt damit eine akute Gefahr für Schweine haltende Betriebe in Deutschland dar. Christian Meyer, Landwirtschaftsminister von Niedersachsen, sagt in einem Beitrag des NDR: „Dann hätten wir schlimme Zustände sowohl für die Schweine als auch wirtschaftlich, wenn dann ganz viele Schweine getötet werden müssten, wenn sie von dieser hochinfektiösen Krankheit betroffen wären.“ Denn heilbar ist die Krankheit nicht. Norbert Meyer vom Kreislandvolk Vechta ergänzt, dass man das Virus, wenn es einmal in der deutschen Wildschweinpoulation angekommen ist, sehr schwer wieder herausbekommen würde. 

Besonders wichtig, um den Eintrag des Schweinepestvirus zu verhindern, sind daher korrelierend mit dem Niedersächsichen Landesamt für Lebensmittelsicherheit und Verbraucherschutz folgende Verhaltensregeln und Maßnahmen:

  • Keine Küchenabfälle oder Essensreste an Schweine verfüttern! (Ausnahme: Speisereste, die in zugelassenen und amtstierärztlich kontrollierten Anla­gen erhitzt werden)
  • Keine Essensreste im Wald oder an Raststätten liegen lassen!
  • Keine aus dem Ausland eingeführten Wurst- oder Fleischwaren auf einen Schweine haltenden Betrieb bringen
  • Betriebsfremde Fahrzeuge und Fahrzeuge, die auch außerhalb des Betriebes eingesetzt werden, sind vom Betriebsgelände fernzuhalten
  • Tiertransporte auf ein Minimum beschränken
  • Tiere nur aus wenigen, bekannten und gesunden Beständen zukaufen
  • Viehtransporter nach jeder Fahrt reinigen und desinfizieren
  • Jeglichen Kontakt zwischen Haus- und Wildschweinen vermeiden
  • Wildschweine intensiv bejagen. Keine Tierkörper bzw. Tierkörperteile im Revier zurücklassen
  • Vermehrtes Fallwild sofort den zuständigen Behörden melden, die eine unschädliche Beseitigung des Kadavers und eine Beprobung anordnen
  • Jäger (die im Ausland aktiv sind) sollten auf eine gründliche Reinigung und Desinfektion von Messern, Stiefeln etc. achten. Auch das Einführen von nicht vollständig behandelten Trophäen aus dem Ausland kann eine Gefahr für die hiesige Schweinepopulation darstellen
  • Schadnager, wie Mäuse und Ratten, bekämpfen
  • Betriebsfremde Personen dürfen den Betrieb nur mit Schutzkleidung betreten
  • Die allgemeine Hygiene im Betrieb verbessern: Sauberkeit und Desinfektions­mittel in allen Bereichen
Für den Fall eines Ausbruchs der Afrikanischen Schweinepest in der deutschen Wildschweinpopulation, hat das FLI am 14.8. einen Maßnahmenkatalog erstellt.

Obwohl es entsprechende Impfstoffe gibt, ist eine prophylaktische Impfung gegen die KSP in der EU seit 1991 verboten. Ausnahmeregelungen sind jedoch im Einzelfall möglich.

Gegen die Afrikanische Schweinepest gibt es bis dato keinen Impfstoff.

Der Bundesrat hat am 2. März einer Änderung der Schweinepest-Verodnung zugestimmt. Mit dieser wird unter anderem die von 1. Februar bis 15. Juni geltende Jagdruhe für Wildschweine außér Kraft gesetzt. Damit soll die Population der Wildschweine weiter eingedämmt und damit ein Eintrag des ASP-Virus nach Deutschland verhindert werden. Tierschutzrechtlich ist die Maßnahme umstritten.

Aktuelle Meldungen

28.01.2020: Sachsen beschließt Bau eines Schutzzaunes

Nach dem letzten Fund eines mit der Afrikanischen Schweinepest (ASP) infizierten Wildschweins nur 12 Kilometer von der deutschen Grenze entfernt, hat der Freistaat Sachsen beschlossen, einen Schutzzaun zu bauen. Die elektrobetriebenen und mit abschreckenden Duftkomponenten versehenen Wildschweinabwehrnetze sollen entlang der 128 Kilometer langen Grenze zu Polen zeitnah
errichtet werden. Damit sollen potenziell bedrohte Landwirtschaftsbetriebe vor einem wirtschaftlichen Schaden durch einen Eintrag der ASP geschützt werden. Die sächsische Staatsministerin Petra Köpping erklärt: „Wir wollen keine Möglichkeit ungenutzt lassen, das Risiko zu verringern, dass die Afrikanische Schweinepest nach Sachsen kommt.“ Die Kosten für den Zaun betragen 250.000 Euro.

23.01.2020: ASP nur noch 12 km entfernt

Die Bedrohung durch die Afrikanische Schweinepest wird immer größer. Nun wurde in Polen ein mit dem hochansteckenden Virus infiziertes Wildschwein auch im Lausitzer Forst südöstlich von Cottbus gefunden. Der Fundort war nur 12 km von der deutschen Grenze entfernt. Daher wird das Thema ASP als Dringlichkeitspunkt beim Agrarministertreffen in Brüssel am kommenden Montag besprochen werden. Unterdessen hat Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner mit ihrem polnischen Amtskollegen über weitere Schutzmaßnahmen gesprochen. So soll ein gemeinsamer Maßnahmenkatalog erarbeitet werden, der u.a. auch die Einrichtung einer sogenannten weißen Zone entlang der Grenze vorsieht, um das Einwandern infizierter Wildschweine nach Deutschland zu verhindern. Auch die Bundestierärztekammer (BTK) sieht die Bedrohung durch die ASP für Deutschland
immer größer werden. Daher war die ASP auch Thema auf der Pressekonferenz der BTK, die am vergangenen Dienstag auf der Grünen Woche in Berlin stattfand. Zu dem Thema referierten Dr. Iris Fuchs, die 1. Vizepräsidentin der BTK und Prof. Dr. Dr. Thomas Mettenleiter, Präsident des Friedrich-Loeffler-Instituts (FLI). Ihr Anliegen: die hoch ansteckende Tierseuche in das Bewusstsein der Öffentlichkeit zu rücken und jedermann aufzufordern, bei der Früherkennung und somit der erfolgreichen Bekämpfung zu helfen. Außerdem sei es jetzt zwingend notwendig, bestimmte Vorbereitungen zu treffen, um das Ausmaß eines Ausbruchs so gering wie möglich zu halten und auch die Folgen für die Schweinehalter so weit wie möglich zu reduzieren. Eine aktuelle Online-Fortbildung für Tierärztinnen und Tierärzte mit Dr. Sandra Blome vom FLI zur ASP wird unter Myvetlearn.de angeboten.

15.01.2020: Schluckimpfung für Wildschweine zur Bekämpfung der ASP

Die Afrikanische Schweinepest greift immer weiter um sich und auch der Bund hat einen Maßnahmenplan entwickelt, um den Eintrag der Tierseuche nach Deutschland zu vermeiden. An der Entwicklung eines ASP-Lebendimpfstoffes, der den Wildschweinen per Schluckimpfung verabreicht wird, arbeitet das Friedrich-Loeffler- Institut (FLI) momentan
zusammen mit anderen internationalen Instituten. So fördert das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft die Global African Swine Fever Research Alliance (GARA) oder das EU-finanzierte Projekt „DEFEND“. Ein solcher Impfstoff sei aber aufgrund der Komplexität des Virus nur sehr schwer herzustellen.

13.01.2020: Ausgebildete Spürhunde sollen bei ASP-Bekämpfung helfen

Zur Bekämpfung der Afrikanischen Schweinepest (ASP), die sich von Polen aus immer weiter Richtung Deutschland ausbreitet, werden seit dem vergangenen Jahr im Saarland und in Schleswig- Holstein spezielle Spürhunde ausgebildet, die nach toten, mit dem ASP-Virus infizierten Wildschweinen suchen. Das berichtet der NDR. Die Kosten für die sechsmonatige Ausbildung wurden bisher von einer privaten Stiftung bzw. den Hundeführern selbst übernommen. Hundeobfrau Heidi Fitzner, die für den Kreis Segeberg fünf Hunde abgerichtet hat, fordert die Ausbildung weiterer Hunde: „Fünf Hunde sind selbst für den Kreis Segeberg zu wenig. Die Tiere können ja nicht rund
um die Uhr nach Wildschweinen suchen, sie brauchen eine Pause", erklärt die Obfrau, die hofft, dass die Länder die Ausbildung finanzieren werden. Neben Wildschwein-Attrappen und Duftproben ist es aus ihrer Sicht auch notwendig, dass die Spürhunde mit lebendigen Wildschweinen üben. „Wir müssen sehen, ob der Hund die Sauen hetzen oder jagen will. Tut er das, ist das Tier später für die Arbeit nicht geeignet", erklärt Uwe Kemmerich vom Schwarzwildgatter Segeberger Heide, wo die Hunde auf ihre Eignung getestet werden. Neben Schleswig-Holstein will nun auch das Land Niedersachsen Hunde für die Suche nach toten Wildschweinen ausbilden lassen.

10.01.2020: Sachsen errichtet ASP-Schutzzaun entlang der Lausitzer Neiße

Brandenburg und Sachsen haben damit begonnen, zum Schutz gegen die Afrikanische Schweinepest (ASP) Schutzzäune aufzustellen. Dadurch soll die Einwanderung von Wildschweinen aus Polen verhindert werden, wo bereits wenige Kilometer vor der deutschen Grenze mit dem hoch ansteckenden Virus infizierte Wildschweine gefunden worden sind. Sachsen errichtet die Elektronetze als erstes entlang der Lausitzer Neiße zwischen der Landesgrenze zu Brandenburg und dem Beginn der Umzäunung des Fürst-Pückler-Parkes Bad Muskau auf 4,5 km, wie das Sächsische Sozialministerium mitteilte. Die Anordnung der Wildschweinbarrieren erfolgte entlang des Ufers.
Die für Tierseuchenschutz zuständige Sozialministerin Petra Köpping erklärt: „Mit der Errichtung dieser Wildschweinbarrieren unterstützen und flankieren wir die Maßnahmen der Kollegen in Brandenburg und Polen. Ich warne aber vor überzogenen Erwartungen. Wildschweinbarrieren bieten keinen völligen Schutz. Sie ermöglichen es, die Schwarzwildbewegungen zu kontrollieren und stellen damit ein Hilfsmittel dar, um das Risiko eines Eintritts der Afrikanischen Schweinepest durch ein infiziertes Tier zu verringern." Das Sozialministerium hat zudem ein Merkblatt erarbeitet, wie die Bevölkerung die Behörden bei den Vorsorgemaßnahmen unterstützen können.

10.01.2020: Massenkeulung wegen ASP in Bulgarien

Nach dem Ausbruch der Afrikanischen Schweinepest (ASP) in drei Schweine haltenden Betrieben in Bulgarien, haben die zuständigen Behörden die Keulung von mehr als 24.000 Schweinen angeordnet. Dadurch soll die weitere Ausbreitung der hoch ansteckenden Tierseuche,
von der auch Deutschland bedroht ist, verhindert werden. Die drei betroffenen Betriebe liegen in der Provinz Schumen im Osten des Landes. Allerdings handelt es sich nicht um Nachbarbetriebe, sondern sie sind etwa 80 km von einander entfernt.

06.01.2020: Kein Pardon für Wildschweine in Nordrhein-Westfalen

Die Landesregierung Nordrhein-Westfalen plant eine Änderung der Jagdverordnung, um im Falle eines Ausbruchs der Afrikanischen Schweinepest (ASP) die Wildschweine effektiver töten zu können. So sollen Wildschweine -wenn es nach dem Willen der Landesregierung geht- mit Schrot und Bleimunition geschossen, Rotten in Lebendfallen gefangen, an Kirrungen und an Wildquerungshilfen erlegt und Nachtsichtgeräte auf Gewehren montiert werden dürfen. Außerdem sollen auch Bachen getötet werden dürfen, die noch sehr junge, Streifen tragende Frischlinge führen.
In diesem Fall verhungern die Frischlinge elendig. Selbst die Jäger stehen der neuen Verordnung in einigen Punkten kritisch gegenüber und wünschen sich, dass die Verordnung nochmals überdacht wird und die Meinungen von Bauern, Jägern und Tierschützern miteinfließen. „Wir sollten nicht vergessen, dass nicht die Schweine für die Ausbreitung des Virus verantwortlich sind, sondern der Mensch", erklärt Berthold Antpöhler, Vorsitzender der Kreisjägerschaft Paderborn gegenüber dem Westfalen Blatt.

03.01.2020: Afrikanische Schweinepest kommt immer näher

Die Afrikanische Schweinepest (ASP) breitet sich immer weiter in Richtung Deutschland aus. So wurden jüngst tote Wildschweine im Kreis Zary in der Woiwodschaft Lebus gefunden, die mit dem ansteckenden Virus infiziert waren. Die Stadt Zary liegt südöstlich von Cottbus (Brandenburg) und nordöstlich von Bad Muskau (Sachsen). Die Entfernung zur deutschen Grenze: lediglich 21 Kilometer. Indes wird die Situation von
Bundesministerin Julia Klöckner sehr ernst genommen. Klöckner sowie Staatssekretär Dr. Hermann Onko Aeikens a.D. hatten vor Weihnachten in einem Schreiben die zuständigen Minister sowie Staatssekretäre in den Bundesländern gebeten, weiterhin wachsam zu bleiben und ihre Bemühungen zur Verhinderung eines Seucheneintrags durch alle geeigneten Maßnahmen, insbesondere auch jagdliche Maßnahmen, zu intensivieren.

02.01.2020: FLI hat seine Risikobewertung bezüglich ASP aktualisiert

Nachdem Mitte November vergangenen Jahres im Westen Polens das erste mit der Afrikanischen Schweinepest (ASP) infizierte Wildschwein aufgefunden und das Restriktionsgebiet bis zur deutschen Grenze erweitert wurde, hat das Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) noch im Dezember 2019 seine Risikobewertung aktualisiert. Das Institut bewertet das Risiko eines Eintrags der ASP durch mit der Tierseuche infizierte Wildschweine in an Polen und Belgien grenzende Regionen als
hoch. Weiterhin besteht laut FLI ein hohes Risiko, dass die ASP durch illegale Verbringung und Entsorgung von kontaminiertem Material nach Deutschland gelangt. Hoch bewertet wird zudem das Risiko des Eintrags der Seuche durch Erzeugnisse aus Schweinefleisch, die von infizierten Tieren stammen oder kontaminiert sind. Das Risiko einer Einschleppung durch den Jagdtourismus und das Mitbringen von Jagdtrophäen aus betroffenen Regionen wird als mäßig eingeschätzt.

17.12.2019: Zucht von ASP-resistenten Schweinen in Schottland

Das dramatische Näherrücken der Afrikanische Schweinepest (ASP) an Deutschland bereitet seit einigen Monaten Schweinehaltern große Sorgen. Seit bereits 12 Jahren hat sich die Tierseuche immer mehr an die deutsche Grenze vorgearbeitet. Die Folgen eines Ausbruchs bei Hausschweinen wären gewaltig. Noch gibt es keine Gegenmittel oder einen Impfstoff zur Bekämpfung, denn der Erreger der ASP ist ein ungewöhnlich großes und komplexes Virus. Schottischen ForscherInnen ist es nun gelungen, ein Resistenz-Gen aus einem afrikanischen Warzenschwein in Hausschweine „hineinzuschreiben“. Ziel ist es, ASP-resistente Schweine zu züchten. In einem Versuch testen die WissenschaftlerInnen derzeit, ob die Idee funktioniert. Bisher war die Züchtung resistenter oder widerstandsfähiger Schweinerassen mit konventionellen Methoden nicht erfolgreich. Doch inzwischen besteht Hoffnung, dass sich das ändern könnte. Denn das sogenannte Genome-Editing- Verfahren eröffnet viel versprechende Möglichkeiten. Denn einige afrikanische Schweinearten wie das Warzen- und das Buschschwein, sind „von Natur aus“ resistent. Sie unterscheiden sich von anderen Schweinearten
in einem bestimmten Gen, dem sogenannten RELA-Gen. Nach heutigen Erkenntnissen dämpft dieses, bei afrikanischen Schweinen veränderte Gen die Immunreaktion und macht die Tiere so robuster gegen die Virusattacken. Wissenschaftler am Roslin Institute im schottischen Edinburgh haben mit modernen Genome Editing-Methoden (Zinkfinger-Nukleasen) das RELA-Gen der Hausschweine geringfügig verändert, indem sie lediglich fünf DNA- Bausteine ausgetauscht und damit das Gen so umgeschrieben haben, dass es genau der Variante (Allel) entspricht, welche beim Warzenschwein vorkommt. Diese gezielten, punktuellen Veränderungen im RELA-Gen wurden an frisch befruchteten Eizellen durchgeführt. Inzwischen sind daraus mehrere Schweine herangewachsen. In einer abgeschlossenen Station des Instituts prüfen die ForscherInnen derzeit, ob das umgeschriebene RELA-Gen sie tatsächlich widerstandsfähiger gegen das ASP-Virus macht. „Erst wenn wir diese Versuche beendet und ausgewertet haben, wissen wir, ob unsere Hypothese richtig ist oder nicht", erklärt Bruce Whitelaw, Leiter der Abteilung für Entwicklungsbiologie am Roslin Institute.

16.12.2019: Ausbruch der ASP in Deutschland - was dann?

Die sich der deutschen Grenze nähernde Afrikanische Schweinepest (ASP) und deren möglicher Ausbruch bei Hausschweinen beschäftigt derweil die Landwirte in Deutschland. Die verschiedenen Szenarien reichen von ausbleibenden Exporten über drastisch fallende Preise in Deutschland bis zu einem kompletten Zusammenbruch und einer damit einhergehenden Existenzkrise für viele Schweinehalter und Schweinefleisch verarbeitende Unternehmen. „Wenn hier die Afrikanische Schweinepest ausbrechen würde, wäre dieser Markt sofort zu“, erklärt Torsten Staeck, Geschäftsführer der Interessengemeinschaft
der Schweinehalter Deutschlands (ISN). So habe sich die komplette Branche auf den Ernstfall sehr gut vorbereitet. Die Sicherheitsvorkehrungen bei den deutschen Schweinehaltern seien streng, und auch die Behörden bereiteten sich mit Übungen auf einen möglichen ASP-Ausbruch in Deutschland vor, weiß Sabine Ohnesorge, Kreissprecherin des Veterinäramt Minden-Lübbecke. Aber auch ein Ausbruch der ASP bei Wildschweinen bliebe nicht ohne schwerwiegende Folgen für die hiesigen Schweinehalter. In diesem Fall würde der Export in Nicht-EU-Länder wie China nicht mehr möglich sein. Denkbar wäre lediglich ein Handel innerhalb der europäischen Grenzen.

13.12.2019: Bayern verstärkt ASP-Prävention

Angesichts der verstärkten Gefahr der Afrikanischen Schweinepest (ASP) will Bayern die Prävention stärken und hat den entsprechenden Rahmenplan neu aufgelegt, wie das bayerische Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz mitteilt. In dem Rahmenplan werden alle notwendigen Informationen für die Umsetzung von Maßnahmen zur Prävention und Bekämpfung der ASP gebündelt. Als eine wichtige Maßnahme sollen die jagdlichen Maßnahmen zur Reduzierung der Wildschweinepopulation weitergeführt werden. Bayern stellt für ein entsprechendes Anreizprogramm 1,5 Millionen Euro zur Verfügung. Auch werden verendet aufgefundene, verunfallte oder auffällige erlegte Tiere auf das Virus untersucht, um einen möglichen Viruseintrag frühestmöglich zu erkennen. Um die Bevölkerung für die Erkrankung und die Eintragswege
zu sensibilisieren, wurde ein entsprechendes Faltblatt in 18 Sprachen erstellt. Es richtet sich besonders an Reisende, Transporteure, Berufskraftfahrer, Jäger und Saisonarbeitskräfte. Bayerns Umweltminister Thorsten Glauber betonte dazu heute in München: „Das Bayerische Umweltministerium beobachtet die aktuelle Situation genau und steht in engem Austausch mit der EU, dem Bund sowie den Nachbarstaaten. Bayern bereitet sich intensiv vor. Zum Schutz der bayerischen Tierhalter hat die Staatsregierung frühzeitig ein umfassendes Maßnahmenpaket verabschiedet. Wir tun alles, um den Ausbruch der Afrikanischen Schweinepest in Bayern zu verhindern. Um unsere Behörden vor Ort bestmöglich auf alle Szenarien vorzubereiten, haben wir unseren Rahmenplan neu aufgelegt und an die aktuelle Lage angepasst."

11.12.2019: Impfstoff bewirkt sterile Immunität gegen ASP

Wissenschaftler aus den USA ist es angeblich gelungen, mit Hilfe eines Impfstoffs eine sogenannte sterile Immunität gegen die Afrikanische Schweinepest (ASP) zu induzieren. Demnach würde ein geimpftes Schwein die ASP-Viren vollständig eliminieren können und somit wäre es weder Virusträger noch Virusausscheider. Allerdings sei
dies bislang nur experimentell bei einer Infektion mit einem Virusstamm aus Georgien gelungen, wie die Wissenschaftler des Agricultural Research Service (ARS) auf Biorxiv schreiben. Biorxiv ist ein Preprint-Server für Biologie, der auch Artikel enthält, die noch nicht durch unabhängige Wissenschaftler geprüft und zertifiziert wurden.

09.12.2019: Maßnahmen für den Ausbruchsfall der ASP werden verstärkt

Nachdem die Afrikanische Schweinepest (ASP) in der vergangenen Woche bis auf 40 Kilometer an die deutsch-polnische Grenze herangerückt ist, wird die EU-Kommission das in Westpolen eingerichtete Restriktionsgebiet bis zur deutsch-polnischen Grenze ausweiten. Zur Beratung über weitere Maßnahmen und zum Informationsaustausch werden im Laufe der Woche Veterinäre aus Polen und Deutschland zusammenkommen. Weiterhin hat Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner die zuständigen Landesministerien und verschiedene Bundesministerien zur Unterstützung bei der Aufklärung über die ASP aufgerufen. Darunter fällt die Sensibilisierung von Reisenden wie beispielsweise Fernfahrern, Jägern und Landwirten,
aber auch Mitgliedern der Bundeswehr und Pflegekräften, die im betroffenen Gebiet im Einsatz sind. Betriebe werden angemahnt, die Sicherheitsmaßnahmen der Schweinehaltungshygiene-Verordnung strikt einzuhalten. Welche weiteren Maßnahmen ergriffen werden müssen, werden die Bundesländer in Kürze entscheiden. Neben der umfangreichen Präventions- und Aufklärungsarbeit, ist das BMEL auch auf den Ernstfall vorbereitet. Kontinuierlich werden notwendige Anpassungen im Tiergesundheits- und im Jagdrecht geprüft. Sollte die ASP auch in Deutschland ausbrechen, soll beispielsweise zur Eindämmung der Tierseuche sichergestellt werden, dass die Schwarzwildreduzierung zielgerichtet erfolgen kann.

03.12.2019: ASP nur noch 40 Kilometer entfernt

Die Afrikanische Schweinepest (ASP) rückt immer weiter an Deutschland heran. Inzwischen ist nahe Nowogrod Bobrzanski, ca. 40 Kilometern von der deutsch-polnischen Grenze entfernt, ein infiziertes Wildschwein tot aufgefunden worden. Nowogrod Bobrzanski liegt im Westen der Woiwodschaft Lebus, wo bereits vor drei Wochen infizierte und an dem Virus verendete Wildschweine in ca. 80 Kilometer Entfernung von der Grenze zu Deutschland gefunden worden
sind. Außerdem ist das Virus nahe der Kreisstadt Zielona Gora (Grünberg), in rund 60 Kilometer Entfernung zu Deutschland, bei einem Wildschwein nachgewiesen worden. Unterdessen hat Dänemark seinen Wildschweinschutzzaun an der Grenze zu Deutschland fertiggestellt. Damit soll der Eintrag der ASP durch infizierte Wildschweine aus bzw. über Deutschland nach Dänemark verhindert werden.

Medien

Lehrbuch der Schweinekrankheiten
von Waldmann/ Wendt (Hrsg.),
Parey, 2004

Das Lehrbuch der Schweinekrankheiten, ein Klassiker unter den veterinärmedizinischen Standardwerken, liegt jetzt in der 4.Auflage vor. Die Neuauflage berücksichtigt die neuen Vorgaben in der Arzneimittelgesetzgebung, die vor allem veterinärmedizinische Belange in der landwirtschaftlichen Nutzviehpraxis betreffen. Aktualisiert wurden deshalb vor allem die Neuerungen zur Arzneimittelanwendung.

Inhalt & Bestellung


A Color Atlas of Swine Diseases
von Sabec, Drago,
Littera Picta, 2002

Der Schwerpunkt des Buches ist die klinische und morphologische Diagnostik von Schweinekrankheiten. Ein Standardwerk.

Inhalt & Bestellung

Literatur

1 Flaviviridae

  G.R. Carter1, D.J. Wise2 and E. F. Flores3
  n: A Concise Review of Veterinary Virology, Carter G.R., Wise D.J. and Flores E.F. (Eds.). International Veterinary Information Service, Ithaca NY (www.ivis.org)
  Website


2 Tierseucheninfo: Schweinepest

  LAVES
  
  Website


3 Schweinepest

  
  BMELV
  Website


4 Neuropathologic study of experimental classical swine fever.

  Gomez-Villamandos JC et al.
  Vet Pathol. 2006 Jul;43(4):530-40.

Verstöße in der Nutztierhaltung

Immer wieder kommt es zu gravierenden Verstößen in der Nutztierhaltung.

Welche Maßnahmen könnten dies Ihrer Meinung nach verhindern?