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Porcine Reproductive and Respiratory Syndrome

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Einleitung

Das Porcine Reproductive and Respiratory Syndrome (PRRS) ist eine weltweit bei Schweinen vorkommende Viruserkrankung. Schweineproduzenten erleiden jhrlich wirtschaftliche Verluste durch Reproduktionsstrungen bei Sauen und Atemwegserkrankungen bei Ferkeln und Mastschweinen in Milliardenhhe. Allein in den USA werden die jhrlichen Verluste auf 560 bis 760 Millionen Dollar geschtzt.

Das PRRS-Virus (Arterivirus) ruft vor allem persistierende Infektionen und atypische Immunreaktionen hervor. Grundstzlich werden zwei Genotypen des PRRSV unterschieden. Dabei handelt es sich um den ursprnglich nur in Europa zirkulierenden EU-Typ und den in Amerika und Asien verbreiteten US-Typ.

Weitere Einzelheiten ber das Virus, seine Verbreitung und Bekmpfung inkl. Impfempfehlungen finden Sie in diesem Fokusthema von Frau PD Dr. E. groe Beilage, Dipl. ECPHM.

Allgemeines

Die Erkrankung
Das Porcine Reproductive and Respiratory Syndrome (PRRS) verursacht weltweit schwere Schden durch Reproduktionsstrungen bei Sauen und Atemwegserkrankungen bei Ferkeln und Mastschweinen (Rossow 1998). Reproduktionsstrungen sind insbesondere bei Sauen zu erwarten, die sich im letzten Drittel der Trchtigkeit infizieren. Die Infektion mit dem PRRS-Virus (PRRSV) induziert vor allem Sptaborte (> 100. Trchtigkeitstag) sowie die termingerechte Geburt von Wrfen mit einem erhhten Anteil mumifizierter, totgeborener oder lebensschwacher Ferkel. Im Zusammenhang mit PRRS-Ausbrchen kommt es hufig auch zu einem Anstieg der Umrauschrate. Atemwegserkrankungen (Fieber, angestrengte Atmung, Husten) fallen besonders hufig bei 6 bis 10 Wochen alten Absetzferkeln auf, die nicht mehr unter dem Schutz maternaler Antikrper stehen (Benfield et al. 1999). Erkrankungen bei lteren Schweinen entstehen hufig nach dem Mischen von Mastlufern verschiedener Herknfte.

Der wirtschaftliche Schaden
Schtzungen gehen davon aus, dass PRRS der Schweineproduktion in den USA einen jhrlichen Gesamtschaden zwischen 560 und 760 Millionen Dollar verursacht (Mengeling 2005a); bei der Bewertung dieser Zahlen ist zu bercksichtigen, dass der Schweinebestand der USA mit 60 Millionen Tieren, den Deutschlands mit 26 Millionen Schweinen nur um den Faktor 2,3 bersteigt. Fr einzelne Betriebe wird der Schaden bei akuten PRRS-Ausbrchen auf 300 Dollar pro Sau und Jahr geschtzt, whrend chronische Verlaufsformen immerhin noch Verluste in Hhe von 100 Dollar pro Sau und Jahr verursachen sollen (Wetzell 2004).

Das Virus
Das PRRS-Virus gehrt zu den Arteriviren, zu deren Merkmalen persistierende Infektionen und atypische Immunreaktionen gehren (Murtaugh et al. 2004a). Grundstzlich werden zwei Genotypen des PRRSV unterschieden. Dabei handelt es sich um den ursprnglich nur in Europa zirkulierenden EU-Typ und den in Amerika und Asien verbreiteten US-Typ. Vergleichende Untersuchungen der Genomsequenzen ergaben zwischen dem EU- und US-Genotyp lediglich eine mittlere Sequenzhomologie von etwa 60 % (Murtaugh et al. 1998; Nelsen et al. 1999). Die Sequenzhomologie des Genomteils (ORF5), der besondere Bedeutung fr die Induktion einer Immunitt hat, betrgt fr viele Stmme nur 55 % (Meng et al. 1995; Murtaugh et al. 1995). Die - sogar im Vergleich zu den generell mutationsfreudigen RNA-Viren - auffallend hohe Mutationsrate des PRRSV hat inzwischen zu deutlichen Sequenzunterschieden der Stmme innerhalb des EU- und US-Typs gefhrt (Andreyev et al. 1997; Stadejek et al. 2002; Mateu et al. 2003; Pesch et al. 2005).

Diagnostik

Voraussetzung fr eine erfolgreiche Bekmpfung des PRRS ist die Absicherung der klinischen Diagnose durch den direkten oder indirekten Erregernachweis. In der Routinediagnostik werden in Deutschland fr die PRRS-Serologie hauptschlich der ELISA und fr den PRRS-Antigennachweis die PCR verwendet. Die Entscheidung, mit welcher Methode die Untersuchung durchgefhrt werden soll, ist vom Einzelfall abhngig und setzt einige Kenntnisse der Mglichkeiten und Grenzen der jeweiligen Methode voraus.

Serologie
Serologische Untersuchungen zum Nachweis von Antikrpern gegen das PRRSV werden in den meisten Laboren mit dem HerdCheck 2XR-ELISA (Firma Idexx) durchgefhrt. Der Test weist Antikrper (IgG) (Nelson et al. 1994) sowohl gegen den EU-Typ, als auch den US-Typ nach, wobei die serologische Reaktion eine Typdifferenzierung nicht ermglicht. Eine Infektion mit dem US-Typ wird bereits ab 9 Tagen post infectionem (p.i.) angezeigt, whrend die Reaktion auf eine Infektion mit dem EU-Stamm erst ab 15 Tagen p.i. nachweisbar ist (Seuberlich et al. 2002).
Bei Untersuchungen von Tiergruppen, in denen der Infektionszeitpunkt der Einzeltiere nur grob geschtzt werden kann, sollten zwischen der Erkrankung und der Blutprobenentnahme wenigstens 3 Wochen liegen. Die Antikrperkonzentrationen, die mit dem ELISA nachgewiesen werden, erreichen etwa 4 Wochen p.i. ihren Hhepunkt und fallen in der Regel innerhalb von 10 Monaten unter die Nachweisgrenze (Nelson et al. 1994). Es gibt aber auch immer wieder Tiere, die schon nach 4 bis 6 Monaten im ELISA negativ reagieren (Yoon et al. 1995). Die mehrfache Exposition durch den homologen (identischen) Erregerstamm fhrt ? anders als bei sonstigen Infektionen ? hufig nicht zu einem erneuten Anstieg der vom Test detektierten Antikrperfraktion, so dass die Tiere im ELISA negativ bleiben (McCaw 2003, McCaw et al. 2004). Bei der Interpretation der Ergebnisse serologischer Untersuchungen ist auerdem zu bedenken, dass die mit dem ELISA nachgewiesenen Antikrper zwar die Infektion anzeigen, aber keinen Impfschutz vermitteln und damit auch keinen Aufschluss ber die Abwehrlage des Tieres geben (Lopez u. Osorio 2004; Murtaugh 2004). Grundstzlich ist der ELISA-Test jedoch geeignet, den Kontakt des Tieres mit dem PRRSV-Antigen nachzuweisen. In geimpften Herden ist die Interpretation der Ergebnisse aber mit erheblichen Unsicherheiten behaftet.

Eine protektive Immunitt gegen das PRRSV ist dagegen mit dem Nachweis neutralisierender Antikrper korreliert, die ab 3 bis 4 Wochen p.i. auftreten (Meier et al. 2003). Der Verlauf der Konzentration der protektiven neutralisierenden Antikrper ist vllig unabhngig von den mittels ELISA nachweisbaren Antikrpern (McCaw 2003). Der Neutralisationstest ist methodisch aufwendig und wird in Deutschland fr die Routinediagnostik nicht angeboten.

PCR
Die Polymerasekettenreaktion (PCR), die in den vergangenen Jahren breite Anwendung in der Routinediagnostik gefunden hat, detektiert Genomfragmente des Erregers und ist damit quasi ein direkter Nachweis. Da die PCR auch Erreger detektiert, die nicht mehr vermehrungsfhig sind, kann aus einem Nachweis nicht zwangslufig auf eine akute Infektion mit Ausscheidung und potentieller bertragung der Infektion auf andere Tiere geschlossen werden. Untersuchungen mittels PCR knnen an Organmaterial (Lunge, Lymphknoten) aber auch an Serum durchgefhrt werden. Die Untersuchung von Serum bietet sich besonders in Fllen an, in denen grere Stichproben zu untersuchen sind und eine Sektion nicht erforderlich ist. Serumproben haben auerdem den Vorteil, dass eine Untersuchung von Poolproben mglich ist. In einigen Laboren ist die PCR fr die Untersuchung von Poolproben aus bis zu 5 Proben validiert (Strutzberg-Minder 2005, pers. Mitteilung). Entsprechende Informationen sind vorab beim Labor einzuholen.

Der Nachweis von PRRSV aus Serumproben ist whrend der Virmie etwa ab 2 Tage p.i. mglich. Die Dauer der Virmie ist vom Alter und Immunstatus der Tiere abhngig. Nach Erstinfektion junger Tiere, kann die Virmie etwa 3 bis 4 Wochen, bei intrauterin infizierten Ferkeln sogar bis zu 10 Wochen andauern. ltere Schweine haben nach Erstinfektion oft nur ber 2 Wochen eine Virmie (Benfield et al. 1997; Lager 2003). In Lymphknoten, in denen das Virus bis zu 6 Monaten p.i. persistieren kann, ist ein Nachweis entsprechend lnger mglich (Rowland et al. 2003). Bei der Interpretation eines PRRSV Nachweises aus Lymphknoten ist aber zu bedenken, dass der Befund nicht zwingend mit einer akuten Erkrankung korrelieren muss.

Die PCR gilt allgemein als besonders sensible und spezifische Untersuchungsmethode. Im Hinblick auf die PRRS-Diagnostik ist aber zu bercksichtigen, dass ? anders als beim ELISA, fr den die meisten Labore einheitlich den Test eines Herstellers verwenden ? jedes Labor eine eigene PCR etabliert hat. Die PCR der verschiedenen Untersuchungseinrichtungen unterscheiden sich hinsichtlich der verwendeten Primer und damit dem Nachweis der Nukleotidsequenz, die der Erkennung des Erregers dient. Auerdem werden verschiedene PCR-Verfahren, wie one-step-PCR, nested-PCR, multiplex-PCR oder realtime-PCR durchgefhrt, die hinsichtlich ihrer Sensitivitt und Spezifitt voneinander abweichen. Da jedes PCR-Verfahren Vor- und Nachteile hat, deren Auswirkungen von der individuellen diagnostischen Fragestellung abhngen, kann es nicht eine PCR geben, die fr alle Situationen gleichermaen geeignet ist. Die Problematik verdeutlicht aber auch, warum PCR-Untersuchungen in verschiedenen Laboren zu unterschiedlichen Ergebnissen fhren knnen.

Alle bislang verfgbaren Testverfahren zum Nachweis von PRRSV sind ausschlielich geeignet, den Infektionsstatus einer Herde zu bestimmen; der Infektionsstatus von Einzeltieren kann mit keinem Test hinreichend sicher festgestellt werden (Batista et al. 2004).

Impfungen

Immunologische Grundlagen
Die Bekmpfung von Virusinfektionen erfolgt bei Schweinen blicherweise prophylaktisch durch eine spezifische Stimulierung des Immunsystems. Die Induktion einer spezifischen Immunreaktion bereitet das Immunsystem auf einen spteren Erregerkontakt vor und vermittelt damit eine effizientere Abwehrreaktion. Solange keine Medikamente, die eine Virusreplikation sicher verhindern oder wenigstens deutlich reduzieren knnen, fr die Anwendung bei Schweinen verfgbar sind, ist die vorbeugende Impfung das Mittel der Wahl.

Die PRRSV-Infektion induziert eine humorale und zellulre Immunreaktion, wobei besonders die neutralisierenden Antikrper (nAk) eine erhebliche Bedeutung fr die protektive Immunitt haben (Lopez u. Osorio 2004; Murtaugh 2004; Mengeling 2005b). Die protektive Wirkung der nAk lsst sich aus Untersuchungen ableiten, mit denen nachgewiesen werden konnte, dass Ferkel durch nAk sicher vor einer klinischen Erkrankung geschtzt werden knnen (Lopez u. Osorio 2004). In anderen Untersuchungen konnte durch die bertragung hoher Mengen nAk auf hochtragende Sauen eine sterile Immunitt erreicht und Reproduktionsstrungen sicher verhindert werden (Osorio et al. 2002). Die Wirksamkeit von Lebendimpfstoffen gegen das PRRS beruht ebenfalls hauptschlich auf der Induktion von nAk (Lopez u. Osorio 2004). Auch wenn noch nicht alle Details der protektiven Immunitt bekannt sind (Murtaugh 2004), gibt es keine Zweifel an der besonderen Schutzwirkung der nAk, die gegen das Glykoprotein 5 (GP 5) gerichtet sind (Gonin et al. 1999; Weiland et al. 1999). Das GP 5 wird von dem als Open Reading Frame (ORF)( ORF) 5 bezeichneten Teil des Genoms kodiert. Eine Besonderheit des ORF 5 ist seine, durch stndige Mutationen hervorgerufene hohe genetische Variabilitt, die es dem Erreger ermglicht, der Abwehrreaktion zumindest teilweise auszuweichen (Lopez u. Osorio 2004).

Neben den nAk haben offensichtlich auch Interferon-gamma sezernierende T-Lymphozyten, als Teil des zellulren Immunsystems eine Bedeutung fr die Abwehrreaktion. Im Vergleich zu anderen Virusinfektionen (z.B. Aujeszkysche Krankheit) fllt auf, dass die protektive humorale und zellulre Immunreaktion gegen das PRRSV merklich verzgert (3 bis 4 Wochen p.i.) einsetzt und zudem deutlich schwcher ausfllt (Meier et al. 2003; Royaee et al. 2004). Die verzgerte Immunreaktion erklrt auch, warum das PRRSV hufig erst nach Monaten eliminiert wird (Allende et al. 2000; Murtaugh 2004).

Die Impfung mit Lebendimpfstoffen induziert im Prinzip die gleiche immunologische Reaktion wie eine Feldvirusinfektion, da der Impfstamm in gleicher Weise mit dem Immunsystem des Tieres interagiert (Murtaugh 2004; Mengeling 2005b). Lebendimpfstoffe knnen eine vollstndige (sterile) Immunitt gegen den homologen Impfstamm induzieren (Lager et al. 1997; Lager 2003; Lager et al. 2003). Gegen Infektionen mit heterologen PRRSV-Stmmen induziert die Impfung eine partielle Immunitt, die Krankheitsanzeichen mehr oder weniger deutlich reduzieren kann, aber in der Regel nicht ausreicht, um Infektionen sicher zu verhindern (Lager 2003; Lager et al. 2003; Mengeling et al. 2003b). Die Ausprgung der partiellen Immunitt wird deutlich von der Sequenzhomologie und der antigenen bereinstimmung des PRRSV-Feldstamm mit dem Impfstamm beeinflusst. Besondere Bedeutung ist fr die Sequenzhomologie mit ORF5 anzunehmen, da sich protektive nAk gerade gegen die Strukturen (GP5) richten (Gonin et al. 1999; Weiland et al. 1999), fr den der hochvariable ORF 5 kodiert.

Impfstoffe

Nach der grundstzlichen Entscheidung fr eine PRRS-Impfung, folgt die Entscheidung, welcher Impfstoff eingesetzt werden soll. Wichtige Aspekte fr die Auswahl des Impfstoffes sind bei der PRRS-Bekmpfung neben der potentiellen Effektivitt auch die Sicherheit und Vertrglichkeit bei der Anwendung.

Sicherheit und Vertrglichkeit
Untersuchungen an bronchoalveolrer Lavageflssigkeit von Schweinen, die mit Porcilis PRRS geimpft waren, haben gezeigt, dass das Impfvirus innerhalb von 3 bis 4 Wochen post vaccinationem (p.vacc.) auch im Blut und in der Lavageflssigkeit nachzuweisen ist. Im Gegensatz zum Feldstamm, der einen massiven Einstrom von Entzndungszellen in die Lunge und damit auch in die Lavageflssigkeit verursacht, verndert das Impfvirus die zellulre Zusammensetzung der Lavageflssigkeit nicht. Das Fehlen einer Entzndungsreaktion belegt die Sicherheit des Impfstoffes (Labarque et al. 2004).

Einer der wichtigsten generellen Kritikpunkte an der Anwendung von Lebendimpfstoffen ist das potentielle Risiko einer Mutation des Impfstoffes zurck zu einer virulenten Form (Mengeling et al. 2005b). Die mehrjhrige berwachung von Porcilis PRRS in Feldbestnden hat gezeigt, dass zwar einzelne Punktmutationen vorkommen knnen (Pesch u. Ohlinger 2004). Es gibt aber keine Anzeichen, dass diese geringen nderungen das avirulente Verhalten des Impfstammes verndern.

Das potentielle Risiko einer genetischen Vernderung von Lebendimpfstoffen kann zustzlich bei der Anwendung unter Praxisbedingungen reduziert werden, indem eine freie Zirkulation des Impfstammes in einer ungeimpften Schweinepopulation verhindert wird. Das ist am sichersten mit der vollstndigen Impfung von Populationen zu erreichen, in denen zustzlich ein direkter Kontakt von geimpften und ungeimpften Schweine whrend der ersten Wochen nach der Impfung vermieden wird (Mengeling 2005c).

Porcilis PRRS wird offenbar kaum von geimpften Tieren bertragen. In 1.350 Organproben von Schweinefeten und Schweinen die zwischen 10/2003 und 9/2004 aus Sektionsmaterial der Auenstelle der Stiftung Tierrztliche Hochschule zur multiplex-PCR an das Landeslabor Schleswig-Holstein eingesandt wurden, konnte bei lediglich 0,7 % Porcilis PRRS per Sequenzierung identifiziert werden (grosse Beilage et al. 2006). Der Nachweis stand in der Mehrzahl der stichprobenartig geprften Flle in einem engen zeitlichen Zusammenhang mit der Impfung der Tiere (Harder et al. 2004). Der PRRS-US Stamm konnte in demselben Probenmaterial mit 17,7 % festgestellt werden.

Die geringe Ausbreitungstendenz von Porcilis PRRS konnte auch in Felduntersuchungen in 10 Kombibestnden in Frankreich besttigt werden, in denen nur die Absetzferkel mit Porcilis PRRS geimpft wurden. Eine bertragung des Impfvirus auf die ungeimpfte Sauenpopulation konnte nicht nachgewiesen werden und auch in den geimpften Tieren war das Impfvirus nach 6 Wochen nur noch im Blut von 2,5 % der Ferkel nachzuweisen (Pommier et al. 2004).

Die Sicherheit und Vertrglichkeit lsst sich auch aus verschiedenen, wissenschaftlich begleiteten Feldversuchen ersehen, in denen die Anwendung bei Ferkeln verschiedener Altersstufen, wie auch bei Sauen unterschiedlicher Reproduktionsstadien geprft wurde.

EU oder US - Impfstamm
Innerhalb von Europa weisen die PRRS-Stmme 15 Jahre nach den ersten Krankheitsausbrchen deutliche genetische und antigene Differenzen auf. Auffallende Differenzen bestehen zu litauischen Stmmen, aber auch italienische Stmme unterscheiden sich von anderen europischen Stmmen. Im Rahmen einer umfangreichen Untersuchung konnte fr 120 Stmme aus Europa eine mittlere ORF 5-Sequenzhomologie von 90,6 % zu Porcilis PRRS festgestellt werden (Pesch u. Ohlinger 2004). In aktuellen Untersuchungen an PRRSV-EU-Stmmen aus Deutschland wurde fr alle Stmme eine ORF 5-Sequenzhomologie zu Porcilis PRRS nachgewiesen, die immer ber 86 % lag. Die Sequenzhomologie derselben PRRSV-Stmme zum US-Typ Impfstoff lag dagegen unter 64 % (Harder et al. 2004). US-Feldvirus gibt es in Europa bisher nicht. Nachweise des US-Typs wurden bisher immer als Impfstoff oder dem Impfstoff eng verwandte Stmme identifiziert, deren alleiniger Nachweis keine spezifischen Bekmpfungsmanahmen erfordert.

Trotz der inzwischen deutlichen Variation der PRRSV-Stmme innerhalb Europas, bestehen die grten genetischen und antigenen Differenzen weiterhin zwischen dem EU- und US-Genotyp (Labarque et al. 2004). Auch wenn der US-Typ eine Kreuzimmunitt gegen den EU-Typ induziert, ist im Hinblick auf die Effektivitt der Impfstoffe davon auszugehen, dass die genetischen Differenzen zwischen dem EU- und US-Genotyp einen greren Einfluss auf die Effektivitt der Impfstoffe haben, als die genetischen Differenzen innerhalb der europischen Stmme (Labarque et al. 2004). Die Protektion, die ein Impfstoff induzieren kann, ist generell besser, je hnlicher sich Impf- und Feldstamm sind (Martelli 2002).

Untersuchungen zum Einfluss der Sequenzhomologie auf die Wirksamkeit von Porcilis PRRS haben gezeigt, dass der Grad des Impfschutzes von der genetischen und antigenen bereinstimmung zwischen dem Impf- und dem Feldstamm beeinflusst wird. Der Schutz von Porcilis PRRS gegen einen sehr hnlichen Stamm (98 % ORF 5-Sequenzhomologie) war vollstndig (sterile Immunitt), whrend gegen einen deutlich abweichenden italienischen Feldvirusstamm (84 % ORF 5-Sequenzhomologie) eine sehr gute, aber nicht sterile Immunitt erreicht wurde (Labarque et al. 2004).

Lebend- oder Totimpfstoff
Die Entscheidung, zur Bekmpfung des PRRS einen Lebend- oder Totimpfstoff zu verwenden, wird immer wieder kontrovers diskutiert. Totimpfstoffe knnen das Immunsystem nicht so komplex aktivieren wie Lebendimpfstoffe, die eine natrliche Infektion nachahmen knnen. Mengeling (2005a, b) sieht den Schwerpunkt der Anwendung von Totimpfstoffen in der Mglichkeit, das Immunsystem auf einen spteren Erregerkontakt vorzubereiten "priming") und so eine schnelle Immunreaktion des Wirtes zu untersttzen. Dieser Effekt ist nach seiner Meinung aber nur mit Totimpfstoffen zu erreichen, die eine messbare humorale Immunreaktion induzieren.

Impfempfehlungen

Der Erfolg der PRRS-Impfung wird wesentlich davon bestimmt, wie die Impfung auf den Zeitpunkt der Infektion mit dem PRRSV, das grundstzliche Management des Bestandes und andere Impfungen abgestimmt ist. Um den bestmglichen Impferfolg fr eine Herde zu gewhrleisten, empfiehlt es sich, vorab ein Impfprogramm zu erstellen, in dem die in die Impfung einzubeziehenden Tiergruppen, Impfzeitpunkte, Impfintervalle und Zeitabstnde zu anderen Impfungen festgelegt werden. Einmal erstellt, knnen Impfprogramme jedoch nicht zwangslufig als konstant angesehen werden, sondern bedrfen der stndigen Kontrolle und ggf. der Korrektur.

Sauen
PRRS-Impfungen werden in Sauenherden hauptschlich mit dem Ziel durchgefhrt, Reproduktionsstrungen vorzubeugen und eine Stabilisierung der Herde zu erreichen (grosse Beilage 2002). Stabilisierung heit, dass die Zirkulation von Feldvirus unterbunden oder auf ein Minimum reduziert wird. Dieses Ziel kann grundstzlich durch die Boosterung einer bereits bestehenden Immunitt nach einer Feldinfektion , aber auch durch die Induktion einer Immunitt bei Tieren erreicht werden, die bis dato noch keinen Erregerkontakt hatten. Die regelmige Impfung aller Sauen hilft, Immunittslcken ("subpopulations") zu schlieen und die bestehende Immunitt durch Boosterung ber lngere Zeit aufrechtzuerhalten. Die Impfung verhindert die intrauterine Infektion der Feten. Zustzlich untersttzt sie die Stabilitt der Herde durch die bertragung maternaler Antikrper auf die Ferkel. Das Infektionsrisiko fr die Ferkel reduziert sich auerdem durch das geringere Risiko, dass der Erreger von einer immunen Sau ausgeschieden wird. Die Stabilitt einer Sauenherde lsst sich diagnostisch aus dem Infektionsstatus von Absetzferkeln ableiten, der mittels PCR-Untersuchungen von Blutproben zu bestimmen ist. In Herden mit einem stabilen PRRS-Immunstatus sind zum Zeitpunkt des Absetzens keine Infektionen nachweisbar.

In endemisch infizierten Herden mit stndig wiederkehrenden PRRS-Problemen oder Herden, die einen akuten PRRS-Ausbruch berstanden haben, hat sich ein Impfprogramm unter Einbeziehung der gesamten Sauenherde bewhrt. Die Ferkel sollten in diesen Herden unbedingt in die Impfung einbezogen werden, sofern sie am selben Standort gehalten werden.
Der Einstieg in die Impfung der Sauenherde kann durch die sofortige Bestandsimpfung erfolgen, bei der alle Sauen zweimal im Abstand von 4 Wochen geimpft werden (Kmmerlen 2003). In Herden mit einem unklaren oder weitgehend negativen PRRSV-Infektionsstatus empfiehlt sich ein stufenweiser Einstieg in die Impfung, bei der Sauen von der Erstimpfung ausgenommen sind, die lnger als 60 Tage tragend sind (Grosse Beilage u. Grosse Beilage 2004). Die Impfung der hochtragenden Sauen erfolgt dann nach dem Abferkeln. Der stufenweise Einstieg in die Sauenimpfung hat den Vorteil grtmglicher Sicherheit, es dauert aber etwa 12 Wochen, bis die Grundimmunisierung komplett abgeschlossen ist.

Die Bestandsimpfung ist einer Impfung bezogen auf den Reproduktionsstatus in der Regel aus praktischen berlegungen vorzuziehen. Der logistische Aufwand fr die Impfung der Sauen, z.B. whrend jeder Laktation, ist besonders in kleinen und mittleren Betrieben auerordentlich hoch; zudem besteht die Gefahr, dass die Impfintervalle in Herden mit Umrauschproblemen oder Aborten bermig lang werden und damit evtl. Immunittslcken entstehen. Ungeachtet des erhhten Aufwandes, knnen mit dem 5/50 Impfschema, also der Impfung jeweils 5 Tage nach der Geburt und am 50. Tag jeder Trchtigkeit, sehr gute Erfolge erreicht werden (Lopez u. Ortiz 2004).

Jungsauen
Einer der wichtigsten Risikofaktoren im Hinblick auf die Stabilisierung einer Herde ist die Eingliederung zugekaufter Zuchtschweine (Jungsauen, Jungeber) in eine infizierte Herde (grosse Beilage 2002; Martelli 2003). Zukauf und Eingliederung mssen so geplant werden, dass mglichst keine neuen Virusstmme eingeschleppt werden. Eigene Beobachtungen von akuten PRRS-Ausbrchen lassen vermuten, dass klinische Probleme in Sauenherden vor allem im Zusammenhang mit dem Eintrag neuer Feldstmme auftreten. Da das PRRSV zwischen Schweinebestnden hauptschlich mit dem Tierverkehr verbreitet wird, ist der Zukauf von Zuchtschweinen ein potentielles Risiko. Eine Begrenzung des Risikos ist durch die Beschrnkung des Zukaufs auf einen Herkunftsbestand mglich, wobei aber immer zu bedenken ist, dass auch dieser Bestand vom Eintrag neuer PRRS-Stmme betroffen sein kann.

Eine wirksame Minimierung des Risikos ist nur durch den Zukauf PRRS-freier Zuchtschweine zu erreichen. Unabhngig vom Infektionsstatus der zugekauften Schweine empfiehlt es sich, vor der Einstellung in eine infizierte und ggf. auch geimpfte Herde, eine Eingliederungsphase durchzufhren. Die Eingliederungsphase dauert idealerweise etwa 8 Wochen. Nach einer etwa einwchigen Ruhephase werden die jungen Zuchtschweine gegen PRRS geimpft. Die Wiederholungsimpfung kann nach etwa 3 bis 4 Wochen stattfinden. Dieses Impfschema schafft die besten Voraussetzungen, dass die Jungsauen/-eber eine belastbare Immunreaktion gegen das PRRSV aufgebaut haben, wenn sie in die Herde aufgenommen werden.

Whrend akuter PRRS-Ausbrche bei den Altsauen, sollte fr wenigstens 4 Monate auf eine Eingliederung von Jungsauen/-ebern verzichtet werden, um die Viruszirkulation nicht immer wieder durch die Zustallung potentiell empfnglicher Tiere zu untersttzen (Wetzell 2004).

Eber
Die Immunitt von bestandseigenen Deck- und Suchebern gegen das PRRSV, vermeidet die Erregerbertragung, die durch das Sperma aber auch durch den engen Kontakt mit dem Sucheber erfolgen kann. Die derzeit verfgbaren Impfstoffe sind fr die Anwendung bei Ebern nicht ausreichend geprft, um eine Zulassung zu haben. Versuche zur Impfung von Deckebern haben gezeigt, dass vermehrungsfhiges Impfvirus bis etwa 14 Tage p.vacc. ausgeschieden wird. In Einzelfllen ist eine lngere Ausscheidungsdauer zu erwarten, wobei das Impfvirus intermittierend ausgeschieden wird. Die Impfung mit Lebendimpfstoffen konnte nach einer Belastungsinfektion die Ausscheidung von Feldvirus reduzieren (Christopher Hennings et al. 1995, 1997, 1998; Christopher Hennings 2003; Nielsen et al. 1997; Prieto u. Castro 2005). Impfschemata fr Eber sollten unbedingt mit der Grundimmunisierung whrend der Quarantne beginnen.

Eber, die Sperma in PRRS-negative Bestnde liefern, sollten nicht mit PRRS-Lebendimpfstoffen geimpft werden.

Ferkel
Die Impfung der Ferkel muss wenigstens 3 Wochen vor der Infektion erfolgen, um den Aufbau einer belastungsfhigen Immunitt zu erreichen. Die besten Resultate sind zu erreichen, wenn Ferkel nach dem Rckgang maternaler Antikrper (4. bis 6. Lebenswoche) geimpft werden (Mengeling 2005b, c).

Neben der konsequenten Impfung der gesamten Population, sind Managementmanahmen zur Vermeidung von Tierkontakten zwischen unterschiedlichen Alters- und Produktionsgruppen geeignet, das PRRS zu kontrollieren (Rein-Raus-Verfahren, Trennung von Standorte von Sauen, Absetzern und Mastschweinen).

Kontrolle des Impferfolges

In Herden, in denen die Vermeidung klinischer Erkrankungen das Ziel der PRRS-Impfung ist, erfolgt eine sinnvolle und kostengnstige Kontrolle des Impferfolges hauptschlich ber die Bewertung der klinischen Symptomatik sowie die Auswertung von Leistungsdaten (Reproduktion, Mortalitt, Zuwachs). Entsprechen die Ergebnisse dieser Auswertungen den Erwartungen, sind weitere Untersuchungen nicht erforderlich. Bestehen dagegen Zweifel an der Verbesserung der Situation, ist zuerst die Diagnose PRRS zu berprfen und andere Krankheitsursachen differentialdiagnostisch auszuschlieen. Labordiagnostische Untersuchungen zur Absicherung der klinischen Verdachtsdiagnose "PRRS" unterliegen in geimpften Herden aber einigen Einschrnkungen.

Reproduktionsstrungen
In Herden mit andauernden Reproduktionsstrung sollte die Stabilitt der Sauenherde geprft werden, indem Blutproben von etwa 20 bis 25 Ferkeln aus verschiedenen Wrfen beim Absetzen genommen werden. Das Blut wird zu Serum verarbeitet und anschlieend in Poolproben mittels PCR untersucht. Die Anzahl der Proben, die im Pool untersucht werden knnen, wird von den einzelnen Laboren vorgegeben und ist vorab zu erfragen.

Der Nachweis von PRRS-Feldvirus in mindestens zwei Poolproben ist Hinweis auf eine frhe Viruszirkulation, die in stabilen Herden nicht vorkommen sollte. In Porcilis PRRS geimpften Herden kann der Impfstamm durch eine spezifische PCR identifiziert werden.

In Herden mit Aborten und vermehrten Geburten toter und lebensschwacher Ferkel sind unbedingt Blutproben von lebensschwachen Ferkeln innerhalb der ersten 3 Lebenstage zu entnehmen und mittels PCR auf PRRSV zu untersuchen (grosse Beilage et al. 2002). Die Stichprobe sollte wenigstens 5, besser 10 bis 15 Proben von Ferkeln aus verschiedenen Wrfen umfassen; die Untersuchung von Poolproben ist mglich. Der Nachweis von PRRS-Feldvirus in Proben von lebensschwachen Ferkeln belegt die perinatale Infektion, die auf Defizite in der Immunitt der Sauenherde hinweist. Der Nachweis von Impfvirus in Feten kommt vereinzelt vor. Bei experimentellen Sicherheitsstudien konnte eine pathogene Wirkung von Lebendimpfstoffen auf Feten aber nicht festgestellt werden.

Auf die Untersuchung von Feten und totgeborenen Ferkeln sollte, wenn irgend mglich, verzichtet werden, da die PCR an autolytischem Material leicht falsch-negative Resultate liefert. Die Untersuchung von Serumproben der Sauen mittels PCR ist ebenfalls nicht zu empfehlen, da die Virmie bei adulten sowie bei geimpften Tieren oft nur wenige Tage dauert und zum Zeitpunkt des Abortes bzw. der Geburt oft schon vorbei ist.

Nach Feststellung einer Instabilitt der Sauenherde sollte das Impfschema mit dem Herdenmanagement abgeglichen und die Entstehung von Immunittslcken ausgeschlossen werden. Auerdem muss die Jungsaueneingliederung kritisch geprft werden. Die korrekte Lagerung, Aufbereitung und Anwendung des Lebendimpfstoffes sollte ebenfalls kontrolliert werden.

Serologische Untersuchungen sind fr die Kontrolle des Impferfolges in Sauenherden kaum geeignet (Martelli 2003). Auf die Grundimmunisierung mit Porcilis PRRS reagieren die Sauen mit einem deutlichen Anstieg der Antikrper (Kmmerlen 2003). Spter verluft die Antikrperreaktion auf die Impfung wie die Feldvirusinfektion, so dass Wiederholungsimpfungen bei vielen Tieren keinen erneuten Anstieg der Antikrperkonzentrationen mehr induzieren (Thacker et al. 2004). Diese fr das PRRSV typische Reaktion hat zur Folge, dass viele der mehrfach geimpften Sauen mit der Zeit serologisch negativ ? aber trotzdem nicht schutzlos ? sind (Martelli 2002). Der Nachweis von hohen Antikrperkonzentrationen in Herden, die seit lngerem mit demselben Impfstoff vakziniert sind, lsst auf eine Zirkulation von Feldvirus innerhalb der letzten Monate schlieen (Lager 2003). Da die derzeit verfgbaren Impfstoffe so ausgelegt sind, dass sie die klinischen Folgen der Infektion reduzieren, die Infektion selbst aber nicht sicher verhindern knnen, ist die Interpretation des serologischen Nachweises einer Zirkulation von Feldvirus ohne ergnzende Befunde kaum mglich.

Respiratorische Erkrankungen
Das Vorkommen respiratorischer Erkrankungen fhrt auch bei geimpften Tiergruppen immer wieder zu Fragen nach einer mglichen Beteiligung des PRRSV. Der Nachweis von PRRS-Feldvirus mittels PCR stellt den Tierarzt vor das gleiche Problem, wie der Nachweis einer Erregerzirkulation bei Sauen, weil die Impfstoffe die Infektion eben nicht sicher verhindern knnen. Ein Kausalzusammenhang zwischen dem Erregernachweis und einer respiratorischen Erkrankung lsst sich erst dann herstellen, wenn auch PRRS-typische pathologische Befunde (interstitielle Pneumonie) nachweisbar sind und die differentialdiagnostischen Untersuchungen nicht eine andere Ursache nahe legen. Der alleinige Erregernachweis aus Serum oder bronchioalveolrer Lavageflssigkeit kann die Beteiligung des PRRSV nicht klren, sondern muss immer durch pathologische Befunde ergnzt werden.

Serologische Untersuchungen an geimpften Ferkeln und Mastschweinen sind ? wie bei den Sauen ? nur unter grten Schwierigkeiten interpretierbar. Ferkel, die nicht mehr unter dem Einfluss maternaler Antikrper stehen, reagieren auf die Porcilis PRRS-Impfung in der Regel innerhalb von 3 Wochen mit einem deutlich messbaren Anstieg der Antikrperkonzentration. Der Nachweis der Impfreaktion wird dabei vom verwendeten Testverfahren beeinflusst. Vergleichende Untersuchungen ergaben, dass der Chekit PRRS-ELISA (Bommeli - IDEXX) ab drei Wochen nach der Impfung bei 91 % der Schweine eine Impfreaktion nachweist, whrend dieselben Proben im Herd Chek 2x-ELISA (IDEXX) nur zu 45 % eine Impfreaktion erkennen lassen (Gangl u. Bttcher 2004).

Impfreaktionen werden zudem von maternalen Antikrpern beeinflusst, so dass frh geimpfte Ferkel im ELISA verzgert reagieren oder auch negativ bleiben knnen (Martelli 2002; Miesener u. Sanfort 2002). Serologische Untersuchungen sind daher nicht geeignet, Rckschlsse auf die Durchfhrung oder das Fehlen einer Impfung bei Ferkeln zu ziehen.

Die derzeit verfgbaren Methoden zum Erreger- oder Antikrpernachweis sind allein nicht geeignet, einen Impferfolg oder Misserfolg festzustellen, sondern mssen immer durch weitere klinische und pathologische Untersuchungen ergnzt werden.

Frequently Asked Questions

Wie weit verbreitet ist PRRSV in Deutschland und welcher Stamm herrscht vor?

Infektionen mit PRRSV sind in Deutschland nach wie vor sehr weit verbreitet. Besonders in Regionen mit hoher Schweinedichte sind annhernd 100% der Herden infiziert. In Deutschland wurden bisher nur Feldinfektionen mit Stmmen des europischen (EU)-Typs nachgewiesen. Alle bisher nachgewiesenen Stmme des amerikanischen (US)-Typs stehen in unmittelbarem Zusammenhang mit dem in Deutschland eingesetzten US-Impfvirus.

Kann sich ein Schwein trotz erfolgreicher PRRS-Impfung mit PRRSV infizieren?

Infektionen mit PRRSV sind in Deutschland nach wie vor sehr weit verbreitet. Besonders in Regionen mit hoher Schweinedichte sind annhernd 100% der Herden infiziert. In Deutschland wurden bisher nur Feldinfektionen mit Stmmen des europischen (EU)-Typs nachgewiesen. Alle bisher nachgewiesenen Stmme des amerikanischen (US)-Typs stehen in unmittelbarem Zusammenhang mit dem in Deutschland eingesetzten US-Impfvirus.

Wann ist der optimale Zeitpunkt, um Ferkel gegen PRRS zu impfen?

Eine allgemeingltige Empfehlung gibt es nicht. Die Impfung muss auf die Situation im einzelnen Bestand abgestimmt werden. Die Impfung sollte sptestens 2, besser 3 Wochen vor der Infektion erfolgen. Eine optimale Wirksamkeit ist nach Abklingen der maternalen Immunitt im Alter von 6 Wochen zu erwarten. Es sollten nur klinisch gesunde Tiere geimpft werden.

In meinem Bestand treten trotz PRRS-Impfung weiterhin Atemwegsprobleme auf. Wie kann ich feststellen, ob eine Infektion mit PRRSV die Ursache ist?

Der Erregernachweis mittels PCR aus dem Serum oder bronchioalveolrer Lavageflssigkeit erkrankter Tiere ist ein Hinweis, aber alleine nicht aussagekrftig. Auch erfolgreich geimpfte Tiere knnen sich infizieren und trotzdem klinisch geschtzt sein. Ein urschlicher Zusammenhang lsst sich erst dann herstellen, wenn der Erregernachweis durch typische pathologisch-anatomische Vernderungen (interstitielle Pneumonie) ergnzt wird und andere Ursachen (PCV-II, Influenza, Mycoplasma hyopneumoniae, bakterielle Erkrankungen) differentialdiagnostisch ausgeschlossen wurden. Wird PRRSV-Antigen in Porcilis PRRS-geimpften Tieren nachgewiesen, sollte mit der fr den Impfstamm DV spezifischen PCR ausgeschlossen werden, dass es sich um den Impfstamm handelt. Die serologische Untersuchung ist in geimpften Bestnden insgesamt wenig aussagekrftig, da Impfantikrper grundstzlich nicht von Antikrpern gegen das Feldvirus differenziert werden knnen.

Bis vor kurzem war mein Bestand frei von PRRSV, aber jetzt sehe ich vermehrt Atemwegserkrankungen. PRRSV wurde nachgewiesen. Muss ich alle Mastschweine impfen, oder nur die jungen?

Bei einem frischen Ausbruch ist es wahrscheinlich, dass alle im Bestand befindlichen (Mast-)Schweine bereits durchseucht sind. Generell ist es sinnvoll alle lteren Tiere zu impfen, wenn sich die Infektion nur langsam im Bestand ausbreitet. Auerdem kann die Impfung zu einer reduzierten Virusausscheidung fhren oder diese vollstndig stoppen. Es sollten nur gesunde Tiere geimpft werden.

Mein Bestand ist PRRS-positiv, aber die Leistungsparameter meiner Mastschweine sind in Ordnung. Kann mir eine Impfung trotzdem Vorteile bringen?

Das ist davon abhngig, was Sie unter ?in Ordnung? verstehen und wie viel Geld Sie fr Antibiotika und andere Medikationen ausgeben, um diesen Status zu erhalten. Ist PRRSV der einzige lungenpathogene Erreger in ihrem Bestand und die Schweine mssen sich nur mit diesem Erreger auseinandersetzen, werden Sie vermutlich nur wenige oder keine klinischen Symptome beobachten. Eine Impfung wird dann wahrscheinlich nur einen geringen leistungsverbessernden Effekt zeigen. Diese Situation ist in der Praxis jedoch eher selten. In der Regel sind die Masttiere mit einer Reihe von Erregern konfrontiert. Spielt PRRSV dabei eine Rolle ist eine Verbesserung der Leistung nach PRRS-Impfung wahrscheinlich, da PRRSV einer der wichtigsten Wegbereiter fr bakterielle Infektionen ist. Die Impfung kann so auch zu einer Reduzierung des zur Bekmpfung von Atemwegserkrankungen im Bestand notwendigen Antibiotikaverbrauches fhren, und damit zu einer weiteren Kostensenkung.

Vor kurzem trat bei meinen Mastschweinen eine Lungenentzndung (Pneumonie) auf, und es wurden Antikrper gegen PRRS nachgewiesen. Kann die Impfung zuknftigen Lungenentzndungen vorbeugen?

Die Impfung gegen PRRS vermindert die negativen Effekte einer PRRSV-Infektion in Mastbestnden, einschlielich von Lungenentzndungen. Wichtig ist jedoch, dass die Impfung rechtzeitig vor dem mglichen Infektionszeitpunkt erfolgt. Auerdem muss bedacht werden, dass PRRS nicht die einzige Ursache respiratorischer Probleme ist. In aller Regel sind verschiedene Erreger an Atemwegsproblemen in einem Bestand beteiligt. So ist das Auftreten von Pneumonien trotz PRRS-Impfung nicht vllig auszuschlieen. Bei PRRS-bedingten Lungenentzndungen sollten nach der Impfung deutliche Verbesserungen in der durchschnittlichen Tageszunahme, der Futterverwertung und den Mortalittsraten zu sehen sein. Auerdem sollte der Medikamenteneinsatz zur Behandlung respiratorischer Erkrankungen reduziert sein.

Ist eine PRRS-Impfung in einem bereits seit Jahren infizierten Bestand sinnvoll?

Ja, wenn weiterhin klinische Symptome oder eine verminderte Leistung beobachtet werden.

Ein Bestand ist eine dynamische Population, in die stndig neue Tiere eingefhrt werden. Da die Virusausscheidung zudem intermittierend stattfindet, kann sich auch in infizierten Bestnden zwischenzeitlich immer wieder eine empfngliche Subpopulation herausbilden. Dies kann zu wellenfrmig verlaufenden Fruchtbarkeitsstrungen fhren.

Auch in der Aufzucht kann PRRS in jahrelang infizierten Bestnden erhebliche Schden anrichten. Dazu gehren vermindertes Wachstum, erhhte Mortalitt, vermehrten Medikamentenaufwand und das Wiederaufflackern anderer Bestanderkrankungen. Nach dem Abklingen der maternalen Immunitt, im Alter von etwa 6 Wochen, werden die Ferkel voll empfnglich fr eine PRRSV-Infektion. Die Impfung kann helfen, wirtschaftliche Schden zu vermeiden. Der Kosten-Nutzen-Effekt hngt von der individuellen Situation im Bestand ab.

Wann ist eine Sequenzierung von PRRS-Stmmen sinnvoll und wo kann ich diese durchfhren lassen?

Eine Sequenzierung kann beispielsweise zur Differenzierung von Feld- und Impfstmmen durchgefhrt werden. Der in Porcilis PRRS enthaltene Impfstamm kann mittels einfacher PCR nachgewiesen werden, der US-Impfstamm ebenfalls. US-Feldstmme wurden in Deutschland bisher nicht nachgewiesen.

Bei forensischen Fragestellungen sollte das PCR-Ergebnis in jedem Fal mittels Sequenzierung abgesichert werden.

Auch bei epidemiologischen Fragestellungen bietet sich eine Sequenzierung an, um beispielsweise den Eintrag neuer Feldstmme zu untersuchen. Schlielich kann die Sequenzierung auch dazu dienen, die antigenetische bereinstimmung zwischen Feld- und Impfstmmen zu prfen.

Eine Sequenzierung von PRRSV-Stmmen bieten beispielsweise folgende Labore an:

IVD GmbH - Innovative Veterinr Diagnostik
Aninstitut der Tierrztlichen Hochschule Hannover Bischofsholer Damm 15
D-30173 Hannover
Tel. (0511) 856-7521
Fax (0511) 856-7672
mobil (0160) 6844110
e-mail: service@ivd-gmbh.de
Website: www.ivd-gmbh.de

Landeslabor Schleswig-Holstein
Molekularbiologie
Max-Eyth-Str. 5
D ? 24537 Neumnster
Tel.: 04321-904668
Fax: 04321-904619
email: mailto:info@lvua-sh.de
Website http://www.lvua-sh.de

Medien

Schweinekrankheiten
von Heinritzi/ Gindele/ Reiner/ Schnurrbusch,
Ulmer Verlag/ UTB, 2006

Das vorliegende Buch gibt einen berblick ber die wichtigsten Krankheiten der Schweine, u.a. auch ber PRRS.

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Lehrbuch der Schweinekrankheiten
von Waldmann/ Wendt (Hrsg.),
Parey, 2004

Das Lehrbuch der Schweinekrankheiten, ein Klassiker unter den veterinrmedizinischen Standardwerken, liegt jetzt in der 4.Auflage vor. Die Neuauflage bercksichtigt die neuen Vorgaben in der Arzneimittelgesetzgebung, die vor allem veterinrmedizinische Belange in der landwirtschaftlichen Nutzviehpraxis betreffen. Aktualisiert wurden deshalb vor allem die Neuerungen zur Arzneimittelanwendung.

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A Color Atlas of Swine Diseases
von Sabec, Drago,
Littera Picta, 2002

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Literatur

1 Porcine reproductive and respiratory syndrome virus: description of persistence in individual pigs upon experimental infection.

  Allende, R., Laegreid, W.W., Kutish, G.F. et al.
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  Andreyev, V.G., Wesley, R.D., Mengeling, W.L. et al.
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  Benfield, D.A, Christopher Hennings, J., Nelson, E.A. et al.
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  Christopher Hennings, J., Nelson, E.A., Hines, R.J. et al.
  J. Vet. Diagn. Invest. 7, 456-464


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  Christopher Hennings, J., Nelson, E.A., Nelson, J.K. et al.
  Am. J. Vet. Res. 58, 40-45


7 Identification of porcine reproductive and respiratory syndrome virus in semen and tissues from vasectomized and nonvasectomized adult boars.

  Christopher Hennings, J., Nelson, E.A., Nelson, J.K. et al.
  Vet. Pathol. 35, 260-267


8 Update on PRRSV and boars.

  Christopher Hennings, J.
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  Gonin, P., Pirzadeh, B., Gagnon, C.A. et al.
  J. Vet. Diagn. Invest. 11, 20-26


11 Internationale Erfahrungen mit der Bekmpfung des Porcine Reproductive and Respiratory Syndrome.

  Grosse Beilage, E.
  Tierrztl. Prax. 30, 153-163


12 Diagnostik der PRRSV-Infektion bei Sptaborten und der Geburt lebensschwacher Ferkel.

  grosse Beilage, E., Dammann Tamke, K., Khnlein, P.
  Tierrztl. Prax. 30, 153-163


13 Sicherheit und Effektivitt der Bestandsimpfung mit Porcilis PRRS in endemisch PRRSV-infizierten Schweineherden.

  grosse Beilage u. grosse Beilage
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  Harder, T.C., grosse Beilage, E., Pabst, T. et al.
  18th Congr. Int. Pig Vet. Soc., Hamburg, Proc., 74


15 Untersuchungen zur Wirksamkeit und Sicherheit eines PRRSV Lebendimpfstoffes (Porcilis PRRS).

  Kmmerlen, D.
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16 Impact of genetic diversity of European-type porcine reproductive and respiratory syndrome virus strains on vaccine efficacy.

  Labarque, G., van Reeth, K, Nauwynck, H. et al.
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  Lager, K.M.
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19 Strain predominance following exposure of vaccinated and nave pregnant gilts to multiple strains of porcine reproductive and respiratory syndrome virus.

  Lager, K.M., Mengeling, W.L., Wesley, R.D.
  Can. J. Vet. Res. 67, 121-127


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  Lopez, J.V., Ortiz, A.
  18th Congr. Int. Pig Vet. Soc., Hamburg, Proc., 22


21 Role of neutralizing antibodies in PRRSV protective immunity.

  Lopez, O.J., Osorio, F.A.
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22 Experiences with porcine reproductive and respiratory syndrome (PRRS) control programmes in Italy.

  Martelli, P.
  Pig J. 49, 134-154


23 EU perspective of PRRS control.

  Martelli, P.
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  Mateu, E., Martin, M., Vidal, D.
  J. Gen. Virol. 84, 529-534


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  McCaw, M.
  34th Ann. Meeting American Assoc. Swine Vet., Orlando , Proc., 507-509


26 PRRSV rORF specific ELISA antibody responses following repeated homologous wild-type virus challenges.

  McCaw, M., Murtaugh, M., Laster, S. et al.
  18th Congr. Int. Pig Vet. Soc., Hamburg, Proc., 36


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  Meier, W.A., Wheeler, J.G., Husmann, R.J. et al.
  Vet. Res. 31, 41


28 Gradual development of the interferon-gamma response of swine to porcine reproductive and respiratory syndrome virus infection or vaccination.

  Meier, W.A., Galeota, J., Osorio, F.A. et al.
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29 Sequence comparison of open reading frames 2 to 5 of low and high virulence United States isolates of porcine reproductive and respiratory syndrome virus.

  Meng, X.J., Paul, P.S., Halbur, P.G. et al.
  J. Gen. Virol. 76, 3181-3188


30 The porcine reproductive and respiratory syndrome quandary. Part I: Fact versus speculation.

  Mengeling, W.L. (2005a)
  J. Swine Health Prod. 13, 91-95


31 The porcine reproductive and respiratory syndrome quandary. Part II: Vaccines and vaccination strategy.

  Mengeling, W.L. (2005b)
  J. Swine Health Prod. 13, 91-95


32 PRRS vaccinology: Past, present, future.

  Mengeling, W.L. (2005c)
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33 Delayed PRRS Virus seroconversion after vaccinating neonatal pigs.

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34 Comparison of the structural protein coding sequences of the VR-2332 and Leystad virus strains of the PRRS virus.

  Murtaugh, M.P., Elam, M.R., Kakach, L.T.
  Arch. Virol. 140, 1451-1460


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  Murtaugh, M.P., Faaberg, K.S., Laber, J. et al.
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36 PRRS immunology: what are we missing?

  Murtaugh, M.P.
  35th Ann. Meeting American Assoc. Swine Vet., Des Moines , Proc., 359-367


37 Review: Immunity to PRRS Virus is highly atypical.

  Murtaugh, M.P, Xiao, Z., Dee, S.A. et al.
  18th Congr. Int. Pig Vet. Soc., Hamburg, Proc., 21


38 Porcine reproductive and respiratory syndrome virus comparison: divergent evolution on two continents.

  Nelsen, C.J., Murtaugh, M.P., Faaberg, K.S.
  J. Virol. 71, 270-280


39 Serum immune responses to the proteins of porcine reproductive and respiratory syndrome (PRRS) virus.

  Nelson, E.A., Christopher-Hennings, J., Benfield, D.A.
  J. Vet. Diagn. Invest. 6, 410-415


40 Examination of virus shedding in semen from vaccinated and from previously infected boars after experimental challenge with porcine reproductive and respiratory syndrome virus.

  Nielsen, T.L., Nielsen, P., Have, P. et al.
  Vet. Microbiol. 54, 101-112


41 Passive transfer of virus-specific antibodies confer protection against reproductive failure induced by a virulent strain of porcine reproductive and respiratory syndrome virus and establishes sterilizing immunity.

  Osorio, F.A., Galeota, J.A., Nelson, E. et al.
  Virology 302, 9-20


42 Differential diagnosis of PRRS field virus strains and modified live vaccines in Europe.

  Pesch, S., Ohlinger V.
  18th Congr. Int. Pig Vet. Soc., Hamburg, Proc., 35


43 New insights into the genetic diversity of European porcine reproductive and respiratory syndrome virus (PRRSV).

  Pesch, S., Meyer, C., Ohlinger V.
  Vet. Microbiol. 107, 31-48


44 Field study evaluating the safety of Porcilis PRRS on French frams.

  Pommier, P., Keita, A., Pagot, E. et al.
  18th Congr. Int. Pig Vet. Soc., Hamburg, Proc., 157


45 Porcine reproductive and respiratory sindrome virus infection in the boar: a review.

  Prieto, C., Castro, J.M. (
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46 Porcine reproductive and respiratory syndrome.

  Rossow, K.D.
  Vet. Pathol. 35, 1-20


47 Lymphoid tissue tropism of porcine reproductive and respiratory syndrome virus replication during persistent infection of pigs originally exposed to virus in utero.

  Rowland, RR., Lawson, S., Rossow, K. et al.
  Vet. Microbiol. 96, 219-235


48 Deciphering the involvement of innate immune factors in the development of the host response to PRRSV vaccination.

  Royaee, A.R., Husamnn, R.J., Dawson, H.D.
  Vet. Immunol. Immunopathol. 102, 199-216


49 Nucleocapsid protein-based enzyme linked immunosorbent assay for detection and differentiation of antibodies against European and north American porcine reproductive and respiratory syndrome virus.

  Seuberlich, T., Tratschin, J.D., Thr, B.
  Clin. Diagn. Lab. Immunol. 9, 1183- 1191


50 Identification of radically different variants of porcine reproductive and respiratory syndrome virus in Eastern Europe: towards a common anchestor for European and American viruses.

  Stadejek, T., Stancevicius, A., Stoogaard, T. et al.
  J. Gen. Virol. 83, 1861-1873


51 Pers. Mitteilung.

  Strutzberg-Minder, K., IVD GmbH, Hannover
  


52 Effect of repeated vaccination for PRRSV on immune responses in sows.

  Thacker, E., Bassaganya-Riera, J., Baker, R.
  35th Ann. Meeting American Assoc. Swine Vet., Des Moines , Proc., 423-425


53 Monoclonal antibodies to the GP5 of porcine reproductive and respiratory syndrome virus are more effective in virus neutralization than monoclonal antibodies to GP4.

  Weiland, E., Wiezorek-Krohmer, M., Kohl, D. et al.
  Vet. Microbiol. 66, 171-186


54 Field experience using modified live PRRS vaccine in a mass vaccination protocol for the control of PRRS in breeding herds.

  Wetzell, T.L.
  35th Ann. Meeting American Assoc. Swine Vet., Des Moines , Proc., 259-260


55 Characterization of the humoral immune response to porcine reproductive and respiratory syndrome (PRRS) virus infection.

  Yoon, K.J., Zimmerman, J.J., Swenson, S.L. et al.
  J. Vet. Diagn. Invest. 7, 305-312