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Heimtierhaltung

Tiere sind Lebewesen

Tiere sind keine Sachen, sondern Lebewesen. Sie haben ihrer Art entsprechende Bedürfnisse, denen der Mensch als Verantwortlicher in Pflege, Fütterung und Haltung gerecht werden sollte. Und zwar in der Regel bis zum Tod des Tieres.

Daher ist es wichtig, sich vor der Anschaffung eines Heim- oder Haustieres über die Bedürfnisse des Tieres zu informieren. Umso tiergerechter die Tierhaltung ist, desto mehr Freude werden Sie an Ihrem Tier haben. Lassen Sie sich vor der Entscheidung für ein Haustier Zeit.
- Wie sollte ein Meerschwein, ein Kanichen, eine Maus, ein Hamster oder ein Vogel gehalten werden?
- Wieviel Platz braucht das Tier?
- Was frisst es?
- Benötigt das Tier Gesellschaft oder sollte es nur alleine gehalten werden?
- Wie alt wird es?
- Welche Krankheiten können auftreten?

Diese und weitere Fragen sollte jeder vor der Anschaffung eines Heim- oder Haustieres beantworten können. Anderenfalls ist dringend von der Anschaffung eines Tieres abzuraten, da man damit dem Tier sonst in der Regel mehr Leid als Gutes zufügt. Vor allem sollten Tiere nicht als Weihnachtsgeschenke missbraucht werden, die teilweise bereits schon kurz nach den Feiertagen im Tierheim oder auf dem Autobahnparkplatz landen. Den Schenkenden trifft hier die selbe Verantwortung wie den Beschenkten, der das Tier nicht will!

Welche Bedürfnisse die einzelnen Heimtierspezies

  • Meerschwein,
  • Kaninchen,
  • Hamster,
  • Landschildkröte,
  • Schlangen,
  • Echsen,
  • Fische und
  • Wellensittich


an Haltung, Fütterung und Pflege haben, erfahren Sie in diesem Fokusthema.

Welches Tier passt zu wem?

Zur Klärung der Frage Welches Tier passt zu mir bzw. zu uns? sind zahlreiche Aspekte zu berücksichtigen. Dazu gehören nicht nur unsere Anforderungen und Wünsche an das Tier, sondern vor allem auch die Lebensbedingungen, die wir dem Tier bieten können.

Wohnumfeld
Wer zur Miete wohnt, sollte vor der Anschaffung eine Tieres mit dem Vermieter abklären, ob dies erlaubt ist (Mietvertrag). Überlegen Sie, ob Sie genügend Platz in der Wohnung bzw. im Haus für eine artgerechte Haltung des Tieres haben. Für die Haltung von Hunden und Katzen ist ein Garten oder mindestens ein schneller Zugang zur Natur positiv.

Bei der Wahl der richtigen Größe bzw. des richtigen Standortes für einen Heimtierkäfig, ein Aquarium oder ein Terrarium, sind die Bedürfnisse der Tiere zu beachten (siehe Besitzerinformationen). Nachtaktive Heimtiere beispielsweise können im Kinderzimmer stören und stressempfindliche Tiere (z.B. Kaninchen) gehören nicht ins Wohnzimmer neben den Fernseher. Den allermeisten Tieren muss auch innerhalb der Wohnung ausreichend Auslauf bzw. Freiflug angeboten werden, dabei können Tiere auch Schaden und Dreck verursachen. Insbesondere pingelige und ordnungsliebende Menschen sollten sich überlegen, ob sie mit Tierhaaren, Federn oder Hasenköddeln leben können. Katzen können an Möbeln und Tapeten kratzen, junge bzw. kranke Hunde versehentlich ihr Geschäft auf dem Teppich verrichten oder Meerschweinchen bzw. andere Nager Stromkabel ankabbern.

Familie und Kinder
Sind nicht alle Familienmitglieder mit der Anschaffung eines Tieres einverstanden, sind familiäre Konflikte vorprogrammiert! Wichtig ist auch die Frage, ob es eventuell Familienmitglieder gibt, die allergisch auf bestimmte Tierarten oder Heu bzw. Einstreu reagieren. Vor der Anschaffung eines Tieres ist die Frage zu klären, wer für das Tier verantwortlich ist (Fütterung, Reinigung, Erziehung, Kosten).

Sind Kinder im Haus, sollte kritisch abgeschätzt werden, ob diese schon in der Lage sind, verantwortungsvoll mit einem Haustier umzugehen und es dauerhaft zu pflegen.

Zeitaufwand
Überlegen Sie sich, wie viel Zeit Sie regelmäßig und auf Dauer für ein Haustier aufbringen können. Dabei sind die unterschiedlichen Lebenserwartungen der Tiere zu berücksichtigen. Ein Hund muss mehrmals täglich bei jedem Wetter ausgeführt und beschäftigt werden (ca. 1-3 Stunden). Er kann je nach Training nur 4 bis 8 Stunden am Stück alleine gelassen werden. Damit das Zusammenleben funktioniert, sollte auch für die Erziehung eines Hundes ausreichend Zeit eingeplant werden.

Der Zeitaufwand für die Pflege von Katzen, Heimtieren und Vögeln ist mit ca. 30 Minuten pro Tag relativ gering. Aber auch bei diesen Tieren sollte auf ausreichend Beschäftigung, Auslauf bzw. Freiflug unter Aufsicht (ca. 1-2 Stunden pro Tag) geachtet werden. In der Regel können diese Tierarten bei entsprechender Versorgung auch mal einen Tag alleine gelassen werden. Fische sind in der Pflege wenig zeitaufwendig (ca. 10 Minuten pro Tag) und können mit entsprechender Futterhilfe zur Not auch mehrere Tage alleine gelassen werden.

Beachten Sie auch, wann Sie Zeit mit dem Tier verbringen wollen, da die verschiedenen Tierarten einen unterschiedlichen Aktivitätsrhythmus haben. Während Kaninchen und Meerschweine tagsüber und am Abend aktiv sind, werden Chinchillas erst mit Eintritt der Dämmerung und Hamster erst zur Nacht hin „wach“.

Urlaub
Klären Sie vorher, wer sich um Ihr Tier kümmert, wenn Sie in den Urlaub fahren oder krank werden. Hunde können in den Urlaub mitgenommen werden, dabei sind aber die Einreisebestimmungen der jeweiligen Länder zu beachten. Außerdem können sich Hunde in südlichen Ländern zahlreiche Krankheiten einfangen.

Katzen bleiben lieber in ihrer vertrauten Umgebung und sollten besser vor Ort betreut werden. Heimtiere und Vögel können in Pflege gegeben oder zu Hause betreut werden, für Fische bietet sich eine Betreuung vor Ort an.

Kosten
Rechnen Sie sich aus, ob Sie die Kosten tragen können, die ein Haustier nicht nur bei der Anschaffung, sondern auch im Laufe seines Lebens verursacht. Die Anschaffungskosten für ein Tier sind sehr unterschiedlich und abhängig davon, ob Sie ein reinrassiges Tier vom Züchter, ein Tier aus der Zoohandlung, von Bekannten oder aus dem Tierheim übernehmen.

Neben den regelmäßigen Ausgaben (z.B. Futter, Zubehör) muss auch mit unvorhersehbaren Kosten durch Krankheit (Medikamente, Diäten), Unfall oder Operationen gerechnet werden. Diese können den Anschaffungswert des Tieres bei weitem übersteigen. Denken Sie daran, dass Sie auch für die Urlaubsbetreuung Ihres Tieres bezahlen müssen. In der Haltung relativ kostenintensiv sind Hunde, für die neben Futter und Gesundheitsvorsorge (Impfung, Wurmkur u.ä.) auch noch Steuern und Versicherungen bezahlt werden müssen. Die Kosten für einen Hund werden mit ca. 600,- bis deutlich über 1000,- Euro pro Jahr angegeben. Katzen werden auf ca. 400,-bis 900,- Euro pro Jahr geschätzt und Heimtiere liegen schätzungsweise bei 100,- bis 300,- Euro. Vögel und Fische sind im Unterhalt mit ca. 60,- bis 100,- Euro verhältnismäßig günstig. Dafür muss insbesondere für Reptilien und Fische aber auch für Heimtiere und Vögel mit höheren Kosten für Unterbringung und Zubehör gerechnet werden.

Ansprüche an das Tier
Wer ein Familientier sucht und bereit und in der Lage ist, regelmäßig viel Zeit mit dem Tier zu verbringen, ist mit einem Hund wahrscheinlich gut beraten. Hunde können einen sehr engen Kontakt zu ihren Menschen aufbauen und sind daher meist auch zum Kuscheln aber auch für gemeinsame Aktivitäten (Joggen, Hundesport) geeignet.

Katzen sind in der Regel eher eigenständige Lebewesen, die ihre Menschen aber auch weniger zeitlich beanspruchen. Sie können sehr kontaktfreudig, aber auch sehr distanziert sein. Weniger zeit-, platz- und pflegeaufwendige Hausgenossen sind Heimtiere und Vögel. Sie eignen sich zum Teil auch für kleinere Haushalte mit Kindern. Auch für ältere Menschen können diese Tiere ebenso wie Katzen sinnvoll sein, da sie nicht regelmäßig raus müssen. Nacht- bzw. dämmerungsaktive Tiere sind für Kinder wenig geeignet, da sie tagsüber ihre Ruhe brauchen.

Bedürfnisse des Tieres
Bedenken Sie, dass ein Tier mehrere Jahre alt wird und entsprechend lange mit der Familie lebt und Tag für Tag seine Pflege und Zuwendung braucht. Informieren Sie sich deshalb vor der Anschaffung eines Tieres auf jeden Fall ausführlich über dessen Bedürfnisse (siehe Besitzerinformationen). Vor allem beim Hund gibt es erhebliche Unterschiede zwischen den Bedürfnissen der einzelnen Rassen (z.B. Jagdhunde, Hütehunde, Schoßhunde). Überlegen Sie, welche Anschaffungen (Unterbringung, Zubehör, Beschäftigung) für das Tier notwendig sind. Viele Tiere (z.B. Kaninchen, Meerschweinchen) sollten nicht einzeln gehalten werden. Auch Katzen, denen kein Freigang ermöglicht werden kann, fühlen sich in Gesellschaft wohler.

Frettchen, Chinchillas, Papageien, Waldvögel und Exoten sowie Reptilien stellen sehr hohe Ansprüche an ihren Lebensraum. Sie sollten deshalb möglichst nicht in Privathaushalten und schon gar nicht ohne das dafür notwendigen Fachwissen gehalten werden.

Tierhaltung ist umso problemloser und gewinnbringender, je mehr Zeit und Geduld man in das Haustier investiert. Angaben über die Haltungsbedingungen werden deshalb in der Regel als Mindestanforderungen formuliert, die, wenn möglich, immer überschritten werden sollten.

Umso tiergerechter die Tierhaltung ist, desto mehr Freude werden Sie an Ihrem Tier haben. Lassen Sie sich vor der Entscheidung für ein Haustier Zeit. Informieren Sie sich ausführlich, denn dann kann ein Tier zu einer echten Bereicherung Ihres Lebens werden.

Kaninchenhaltung

Hauskaninchen

Kaninchen stammen ursprünglich aus Südwesteuropa. Sie sind dämmerungs- bis tagaktive Fluchttiere, die unter natürlichen Bedingungen im Rudel in Erdbauen leben. Typisch für ein Fluchttier ist der enorme Bewegungsdrang und das explosionsartige Durchstarten und Hakenschlagen bei der Flucht. Die Lebenserwartung eines Kaninchens beträgt 8-12 Jahre. Der Darmtrakt von Kaninchen ist auf die Verwertung von Rohfaser ausgerichtet.

Gruppenhaltung
Kaninchen sind von Natur aus gesellige Tiere, daher sollten sie auch als Heimtier nicht alleine, sondern in der Gruppe gehalten werden. Geeignet sind Gruppen aus mehreren kastrierten Böcken bzw. einem oder mehreren miteinander vertrauten Weibchen (Wurfgeschwister) zusammen mit einem kastrierten Bock. Niemals sollten 2 unkastrierte Böcke zusammen gehalten werden, da sich diese nicht in einem Revier dulden. Auch die Vergesellschaftung mit Meerschweinchen stellt keine Alternative dar, da sich diese beiden Tierarten zu fremd in Körpersprache und Verhalten sind. Dies führt zur sozialen Verarmung der Tiere und häufig auch zu Aggressionen untereinander mit schwerwiegenden Verletzungen. Als Ausnahme ist die Haltung mehrerer Meerschweinchen zusammen mit mehreren Kaninchen in einem großen Gehege möglich.

Käfig
Der Käfig sollte eine Mindestgröße von 150 (B) x 80 (T) x 60 (H) cm haben, der den Tieren 3 Hoppelsprünge und das vollständige Aufrichten ermöglicht. Der Käfig sollte zwei Ebenen besitzen, um den Bewegungsraum zu vergrößern. Als Einstreu sollten staub- und schimmelfreies Stroh, unbehandelte staubarme Holzspäne (nicht von Spanplatten!), Strohpellets oder Materialen aus Hanf- o.a. Fasern dienen. Die Tiere bevorzugen erhöhte Ruheplätze. Draht- oder Gitterböden ohne Einstreu sind tierschutzwidrig und sollten nicht verwendet werden.
Der Käfig sollte mit einem Schlafhaus (40 x 25 x 25 cm/Tier), Trinkflasche, Fressnapf und Heuraufe ausgestattet sein.
Kotecke und Futternapf sollten täglich, der Käfig einmal pro Woche komplett gereinigt werden.

Standort
Kaninchen brauchen einen ruhigen, zugfreien, kühlen Ort, wo sie Tageslicht, jedoch keine direkte Sonneneinstrahlung abbekommen. Lärm bedeutet Stress. Deshalb sollte der Käfig nicht neben der Stereoanlage o.ä. stehen. Außerdem ist ein Platz, an dem bis in die Nacht das Licht brennt oder der Fernseher flimmert, nicht geeignet. Da Kaninchen dämmerungsaktiv sind, ist das Kinderzimmer nicht wirklich der richtige Ort für den Kaninchenkäfig.

Damit die Tiere ihren Erkundungs- und Bewegungsbedarf ausleben können, sollte ihnen täglich beaufsichtigter Auslauf (Vorsicht: Benagen von Stromkabeln, Zimmerpflanzen bzw. Absturzgefahr) ermöglicht werden.

Die ideale Kaninchen-Haltung ist die Gruppenhaltung in einer Außenanlage mit Auslauf und Grabmöglichkeiten, mit Sicherung gegen Untergraben und vollständiger Abdeckung gegen Feinde (Vögel, Marder). Eine Überwinterung im Freien ist möglich, wenn Sie einen zugfreien und trocken Käfig mit einem geeigneten Unterschlupf anbieten.

Ein ständiger, kurzfristiger Wechsel zwischen drinnen und draußen sollte dagegen vermieden werden, da Kaninchen sowohl auf Temperaturveränderungen als auch auf plötzliche Futterumstellung empfindlich reagieren.

Fütterung
Kaninchen müssen täglich Futter aufnehmen, da sonst schwerwiegende Verdauungsstörungen auftreten können. Ein zu hoher Energiegehalt im Futter führt zur Verfettung, zu geringer Rohfasergehalt führt zu Verdauungsstörungen und Zahnproblemen. Zu viel Calcium kann zu Harnsteinen führen. Deshalb ist bei der Fütterung folgendes zu beachten:

  • Heu als Hauptfutter zur freien Verfügung aus der Raufe (Hygiene) ist wichtig für die Darmflora, zum Abrieb der Zähne und zur Beschäftigung
  • Nehmen Kaninchen nicht ausreichend Rohfaser auf, kann es zum Fellfressen kommen.
  • Ein- bis Zweimal täglich Frischfutter (Obst, Gemüse), Vorsicht mit blähendem Futter (z.B: Klee, Kohl); Auf Hygiene achten, sauber, trocken, nicht schimmlig!
  • Kaninchen vertragen keine plötzliche Futterumstellung!!
  • Täglich frisches Trinkwasser (Bedarf ca. 0,5 Liter pro Tier und Tag)
  • Von fertigen Futtermischungen nur ein bis zwei Esslöffel pro Tier und Tag füttern, weil diese zu viel Stärke und zu wenig Rohfaser enthalten
  • Zur Befriedigung des Nagetriebs können ungespritzte Äste (Kernobst, Weide, Buche) angeboten werden. Brot enthält viele Kalorien und kann leicht schimmeln, deshalb nur in Maßen und mit Vorsicht.
  • Grünrollis, Milch- oder Joghurtdrops enthalten zu viel Calcium, als Leckerlies sind Gemüsestücke wesentlich besser geeignet.
  • Das Fressen von Kot ist bei Kaninchen normal. Über den Kot nehmen sie u.a. Vitamine und Aminosäuren auf.



Pflege
Eine gute Pflege ist für die Gesundheit wichtig

    Kontrollieren Sie die Tiere mindestens einmal täglich. Beachten Sie dabei, ob der Kot fest und geformt ist, Augen, Ohren, Nase und der Analbereich sollten frei von Verschmutzungen sein. Fell, Haut und Krallen sollten unverletzt und sauber sein.
  • Insbesondere bei der Haltung mehrerer Kaninchen empfiehlt es sich, die Tiere einmal in der Woche zu wiegen, da die Gewichtsabnahme oft das erste und einzige deutliche Anzeichen für eine Erkrankung ist.
  • Auch Kaninchen, die im Haus gehalten werden, sollten gegen Myxomatose und RHD geimpft werden, da diese Krankheiten über stechende Insekten und durch Futter übertragen werden können.
  • Die Krallen sollten ungefähr zweimal im Jahr gekürzt werden. Wenn Ihnen das Risiko einer Verletzung zu groß ist, hilft Ihnen Ihre Tierartzpraxis.
  • Langhaarige Rassen sind besonders pflegebedürftig (z.B. Angorakaninchen müssen regelmäßig gekämmt und ca. 4x jährlich geschoren werden.



Krankheiten Natürlich können Kaninchen an einer Vielzahl von Erkrankungen leiden. Hier sind zum Beispiel Erkrankungen des Verdauungsapparates zu nennen. Das fängt bei den Zähnen an und endet bei Erkrankungen des Blinddarms. In der Regel sind die Ursachen fütterungsbedingt.
Weiterhin sollen hier zwei unheilbare und damit immer tödlich verlaufende Viruskrankheiten genannte werden: Myxomatose und die sogenannte Chinaseuche, auch als Rabbit Haemorrhagic Disease (RHD) bezeichnet. In beiden Fällen werden die Viren sowohl durch direkten Kontakt, als auch indirekt durch Futter, Kleidung, Zubehör sowie durch Stechmücken und Kaninchenflöhe übertragen. Die einzige Möglichkeit, Kaninchen zuverlässig vor diesen Erkrankungen zu schützen, ist die Impfung. Gegen beide Viren steht ein Impfstoff zur Verfügung, der je nach Hersteller (MSD) sogar 12 Monate lang eine wirksame Immunität nach nur einer Impfung hervorruft.
Mehr Informationen dazu unter www.impfung-kaninchen.de.

Zucht
Kaninchen züchten sollte nur, wer die erforderlichen Kenntnisse hat, und nur, wenn die Haltungsbedingungen dafür geeignet und Abnehmer vorhanden sind!

Mit der Anschaffung eines Haustieres haben Sie eine große Verantwortung übernommen, bitte infomieren Sie sich deshalb ausführlich über die Bedürfnisse Ihres Haustieres. Für alle Tierarten gibt es zu diesem Zweck umfangreiche Literatur.

Eignung als Heimtier
Kaninchen sind Fluchtiere, und nicht zum Spiel- und Streicheltier geeignet. Man muss man ruhig und besonnen mit ihnen umgehen. Um ein Kaninchen hoch zu heben, fasst eine Hand ruhig Ohren und Nackenfell, mit der anderen Hand wird der Körper von unten unterstützt. Sie sollten nicht hastig von oben gegriffen werden, da dies einen Fluchtreflex auslösen kann. Es sollte darauf geachtet werden, dass insbesondere Kinder dies beachten und Ruhezeiten für die Tiere einhalten, da Kaninchen sonst aggressiv werden können.

Worauf beim Kauf geachtet werden sollte

  • Damit Sie ein gesundes Tier kaufen, achten Sie darauf, dass Haut, Haare und Krallen sauber und unverletzt sind. Augen, Ohren, Nase und Anus sollen frei von Verschmutzungen sein, die Tiere sollten nicht niesen. Wenn möglich, achten Sie auch auf eine korrekte Stellung der Zähne.
  • Vermeiden Sie den Kauf von Extremzüchtungen, wie z.B. extremen Zwergen oder „Löwenköpfen“ (Zahnfehlstellungen) oder Albinos (Lichtempfindlichkeit).
  • Und denken Sie bitte auch daran, dass in den Tierheimen meist zahllose Kaninchen auf neue Besitzer warten.

Meerschweinchen

Meerschweinchen

Unsere Meerschweinchen, die zu den ältesten Haustieren der Neuen Welt gehören, stammen von den in den grasreichen Hochebenen und Buschsteppen der Anden lebenden Gebirgsmeerschweinchen ab. Es sind gesellige und sehr kommunikationsfreudige Tiere, die in Familienverbänden leben. Ihre Lebenserwartung beträgt ca. 6-8 Jahre.

Haltung
Meerschweinchen leben unter natürlichen Umstanden in Familienbanden. Daher sollten sie nicht einzeln gehalten werden, sondern am besten zusammen mit Wurfgeschwistern. Werden mehrere Männchen zusammen gehalten, kann es zu Rangordnungskämpfen kommen. Mehrere Weibchen vertragen sich in der Regel gut miteinander. Auf keinen Fall sollte ein Weibchen mit zwei Männchen zusammen gehalten werden.

Meerschweinchen und Kaninchen sollten nicht zusammen gehalten werden, sie sind sich zu fremd in Körpersprache und Verhalten. Dies führt zur sozialen Verarmung der Tiere und häufig auch zu Aggressionen untereinander mit schwerwiegenden Verletzungen. Eine Ausnahme ist die Haltung mehrerer Meerschweinchen zusammen mit mehreren Kaninchen in einem großen Gehege.

Käfig & Auslauf
Der Käfig sollte mindestens 120 (B) x 60 (T) x 50 (H) cm groß sein. Als Einstreu können Kleintierstreu, staub- und schimmelfreies Stroh, Heu oder Strohpresspellets verwendet werden. Der Käfig sollte mit einem Schlafhaus, Trinkflasche, Fressnapf, Heuraufe und Klettergelegenheiten ausgestattet sein. Zwei Ebenen schaffen mehr Bewegungsraum.

Futterreste sowie Kot- und urinverschmutzte Einstreu müssen täglich entfernt werden. Futter- und Trinkgefäße täglich, den Käfig einmal in der Woche komplett reinigen.

Der Käfig sollte an einem ruhigen, zugfreien, kühlen Ort auf Tischhöhe stehen. Die Tiere sollten Tageslicht, aber keine direkte Sonneneinstrahlung abbekommen. Damit Meerschweinchen nicht verfetten, sollte ihnen täglich Auslauf unter Aufsicht (Vorsicht: Benagen von Stromkabeln, Zimmerpflanzen bzw. Absturzgefahr) ermöglicht werden. Den Tieren sollte beim Auslauf die Rückkehr in ihren Käfig möglich sein.

Fütterung
Bei Meerschweinchen ist falsche Fütterung die häufigste Krankheitsursache. Ein zu hoher Energiegehalt im Futter führt zur Verfettung, zu geringer Rohfasergehalt führt zu Verdauungsstörungen und Zahnproblemen. Zu viel Calcium kann zu Harnsteinen führen. Aber auch plötzliche Futterumstellungen schaden den Tieren. Bei der Fütterung ist folgendes zu beachten:

  • Täglich frisches Trinkwasser
  • Heu als Hauptfutter zur freien Verfügung aus der Raufe (Hygiene) ist wichtig für die Darmflora, zum Abrieb der Zähne und zur Beschäftigung.
  • 1-2x täglich Frischfutter (Obst, Gemüse), aber Vorsicht mit blähendem Futter (z.B: Klee, Kohl); Auf Hygiene achten, sauber, trocken, nicht schimmlig!
  • Handelsübliches Fertigfutter nur in geringen Mengen (1-2 Esslöffel pro Tier und Tag) verfüttern, weil dies zu viel Stärke und zu wenig Rohfaser enthält.
  • Zur Befriedigung des Nagetriebs können ungespritzte Äste (Kernobst, Weide, Buche) angeboten werden. Brot enthält viele Kalorien und kann leicht schimmeln, deshalb nur in Maßen und mit Vorsicht.
  • Joghurtdrops, Grünrollis aber auch Kohlrabi, Broccoli und Petersilie enthalten viel Calcium und sollten deshalb nur in Maßen gefüttert werden.
  • Frisches, junges Gras in größeren Mengen kann zu gefährlichen Aufgasungen führen. Achten Sie deshalb darauf, dass es nur in kleinen Mengen gefressen wird.



Pflege

  • Kontollieren Sie die Tiere mindestens einmal täglich. Beachten Sie dabei, ob der Kot fest und geformt ist. Augen, Ohren, Nase und der Analbereich sollten frei von Verschmutzungen sein. Fell, Haut und Krallen sollten unverletzt und sauber sein.
  • Wenn Meerschweinchen nicht täglich Futter aufnehmen, können schwerwiegende Verdauungsstörungen auftreten. Deshalb sollten Sie innerhalb eines Tages Ihre Tierarztpraxis aufsuchen, wenn Ihr Meerschweinchen nicht mehr frisst.
  • Insbesondere bei der Haltung mehrerer Meerschweinchen empfiehlt es sich, die Tiere einmal in der Woche zu wiegen, da die Gewichtsabnahme oft das erste und einzige deutliche Anzeichen für eine Erkrankung ist.
  • Die Krallen sollten regelmäßig kontrolliert und wenn notwendig gekürzt werden. Wenn Ihnen das Risiko einer Verletzung zu groß ist, wird Ihnen in Ihrer Tierarztpraxis geholfen.
  • Langhaarige Meerschweinchen sollten regelmäßig gekämmt werden, verfilzte Fellknoten werden heraus geschnitten und Verschmutzungen mit einem feuchten Tuch entfernt.



Zucht
Grundsätzlich sollte nur züchten, wer die erforderlichen Kenntnisse hat, und nur, wenn die Haltungsbedingungen dafür geeignet und Abnehmer vorhanden sind! Keine Verpaarung von „Dalmatiner“- und „Schimmel“-Meerschweinchen, da dies zu Missbildungen und Totgeburten führen kann.

Eignung als Heimtier
Meerschweinchen sind tagaktive, freundliche Tiere. Daher eignen sie sich gut als Heimtiere, auch für Kinder, wenn ihnen ein vernünftiger Umgang mit den Tieren gezeigt wird. Meerschweinchen werden meist nicht stubenrein.

Beim Kauf beachten

  • Am besten, Sie schauen als erstes in einem Tierheim nach einem geeigneten Tier. Befragen Sie den Pfleger zum Verhalten, Eigenarten und Verhalten des Tieres.
  • Achten Sie darauf, dass das Tier munter und aufmerksam ist. Augen, Nase, Ohren und After sollten sauber und nicht verklebt sein. Das Fell sollte glänzen, dicht und frei von Schuppen und Schorf sein.

Chinchilla

Chinchilla

Chinchillas sind Nagetiere und gehören zur Familie der Hasenmäuse (Chinchillidae). Man unterscheidet zwischen den Kurzschwanz- und Langschwanzchinchillas. Ihr ursprünglicher Lebensraum sind die kargen südamerikanischen Anden, wo ihnen die natürlichen Höhlen und Felsspalten in rund 5.000 Metern Höhe als Unterschlupf dienen. Sie sind entsprechend gute Kletterer, obwohl sie keine Krallen haben. Chinchillas können darüber hinaus hervorragend springen, selbst in der Dämmerung und nachts, wo sie vorwiegend aktiv sind. Ihre Lebenserwartung liegt zwischen 15 und 20 Jahren. Unter natürlichen Bedingungen leben sie in Rudeln.

Haltung
Da die Tiere unter natürlichen Bedingungen in Rudeln leben, sollten sie auch in Gefangenschaft paarweise oder in Kleingruppen gehalten werden. Am besten vertragen sich Tiere, die miteinander aufgewachsen sind. Die Haltung zusammen mit anderen Heimtieren ist nicht zu empfehlen. Bei Käfighaltung muss den Tieren in den Abendstunden Auslauf unter Aufsicht (Vorsicht: Benagen von Möbeln und Stromkabeln) ermöglicht werden.

Käfig
Chinchillas können entweder in einem rechteckigen Gitter- oder Kistenkäfig (120cm Höhe x 60cm Tiefe x 100cm Breite) oder besser in einer Zimmer- oder Außenvoliere gehalten werden. Dabei ist auf eine dreidimensionale Raumaufteilung mit Sitzbrettern aus Hartholz in unterschiedlicher Höhe, flachen Steinen, Schlupfhöhlen, Kletterästen und einem Sandbad zur Fellpflege (Spezialsand für Chinchillas, kein Vogelsand) zu achten. Als Einstreu sollten Kleintierstreu verwendet werden. Als Ausstattung gehören außerdem in den Käfig: Trinkflasche, Heunapf, standfeste Futternäpfe und ein Schlafhaus.

Futterreste sowie Kot- und urinverschmutzte Einstreu müssen täglich entfernt werden. Futter- und Trinkgefäße täglich, den Käfig und das Sandbad einmal in der Woche komplett mit heißem Wasser reinigen. Einmal im Monat sollten die Kletteräste ausgetauscht oder mit heißem Wasser gereinigt werden.

Standort
Der Käfig oder die Voliere sollte sich an einem ruhigen Standort befinden, an dem die Tier weder hohen Temperaturen noch Zugluft ausgesetzt sind. Die Idealtemperatur für Chinchillas liegt bei 15°C. Da die Tiere relativ anfällig für Infektionen sind, sollte unbedingt auf Hygiene und Trockenheit im Gehege geachtet werden.

Fütterung

  • Frisches Wasser zur freien Verfügung
  • Gutes frisches Heu zur beliebigen Aufnahme
  • Spezial-Pellets oder Mischfutter für Chinchillas
  • Gelegentlich Mohrrüben, Löwenzahn, Apfel als Grünfutter
  • Vereinzelt Rosinen oder Hagebutten als Leckerbissen
  • Ungespritzte Zweige oder Gasbetonsteine zur Zahnpflege



Häufige Erkrankungen
Im Allgemeinen sind Chinchillas sehr anfällig für Darmerkrankungen, die meist durch ungeeignetes Futter (zu fett, kalt oder verdorben) oder plötzliche Futterumstellung verursacht werden. Aber auch Zahnfehlstellung und Erkrankungen der Maulhöhle kommen häufiger vor. Durch Zugluft oder zu hohe Luftfeuchtigkeit werden Erkältungs- und Atemwegserkrankungen verursacht.

Frisst das Chinchilla nicht, sollte innerhalb von einem Tag der Tierarzt aufgesucht werden. Auch bei Anzeichen von Durchfall oder Verstopfung sollte das Tier umgehend einem Tierarzt vorgestellt werden.

Eignung als Heimtier
Chinchillas sind Rudeltiere und dürfen auf keinen Fall alleine gehalten werden. Außerdem brauchen sie viel Auslauf und Bewegungsmöglichkeiten. Chinchillas können ohne Probleme draußen gehalten werden. Allerdings benötigen sie unbedingt eine Möglichkeit zum Sandbaden, um ihr Fell ausreichend zu pflegen. Chinchillas werden schnell zutraulich und handzahm. Da es sich jedoch um dämmerungs- und nachtaktive Tiere handelt, sollte man sich entsprechend abends mit den Tieren beschäftigen wollen. Weiterhin ist vor der Anschaffung die hohe Lebenserwartung der Tiere zu berücksichtigen sowie ihren Nagedrang. Chinchillas eignen sich nicht als „Kuscheltiere“ und sind deshalb als Spielkameraden für Kinder nicht geeignet.

Hamster

Hamster

Der Syrische Goldhamster stammt ursprünglich aus der syrischen Steppe. Er ist ein Einzelgänger und reagiert aggressiv auf Artgenossen, ausgenommen in der Paarungszeit. Etwa sechs Mal pro Jahr dulden die Weibchen daher kurzfristig ein Männchen in ihrer unmittelbaren Nähe. Ihre Lebenserwartung beträgt 1-2 Jahre. Goldhamster sind nachtaktive Tiere. Zwerghamster sind auch am Tag aktiv. Beide haben ein großes Bewegungsbedürfnis. Unter natürlichen Bedingungen legen Hamster bei der Nahrungssuche weite Strecken zurück. Tagsüber schläft der Goldhamster in einem unterirdischen Bau, der wie ein Röhrensystem angelegt ist. Beginnt der Winter, verstopft er seinen Bau und fällt bis zum Frühjahr in einen Winterschlaf.

Haltung
Goldhamster sind absolute Einzelgänger, die einander schwere Verletzungen zufügen können, wenn sie zusammen in einen Käfig gesperrt werden. Zwerghamster können auch in Gruppen gehalten werden.

Hamster sollten in ausreichend großen Käfigen (Mindestmaße: 100 x 50 x 50 cm) gehalten werden, die Schlafhäuschen, Vorratshäuschen, Futternäpfe, eine Trinkflasche, Klettergeräte und ein verletzungssicheres Laufrad beinhalten. Ein Käfig mit mehreren Etagen bietet dem Hamster eine größere Auslauffläche. Die Gitterstäbe sollten unlackiert und waagrecht angelegt sein, da Hamster gerne klettern. Der Käfig sollte an einem ruhigen Ort stehen, in der die Temperatur nicht unter 18°C sinkt. Als Einstreu sollten Heimtierstreu (möglichst tief, ca. 10 cm), Stroh und Heu dienen. In keinem Fall sollten unverdauliche Kunststoffe verwendet werden. Dagegen sind vollverdauliche Hamsterwatte oder Heu als Nestbaumaterial unverzichtbar. Zur Beschäftigung könne z.B. Stroh oder Papprollen angeboten werden. Der beste Standort für den Hamsterkäfig ist 50-100 cm über dem Fußboden in einer ruhigen, vor Zugluft geschützten Ecke. Hamster haben ein sehr empfindliches Gehör und eine sehr empfindliche Nase. Lärm (z.B. vom Fernseher) und Zigarettenrauch sind daher zu vermeiden.

Futter- und Trinkgefäße müssen täglich gereinigt, Futterreste, Kot- und urinverschmutzte Einstreu mindestens alle zwei Tage entfernt werden. Einmal in der Woche muss der komplette Käfig mit heißem Wasser gesäubert werden. Auch die Schlaf- und Vorratshäuschen sollten regelmäßig auf verdorbene Futtervorräte kontrolliert werden (abnehmbares Dach).

Fütterung
Es sollte immer Heu zur Verfügung stehen. Hamster sollten abends mit speziellen Körnermischungen für Hamster und verschiedenen Salat-, Gemüse- und Obstsorten gefüttert werden. Gelegentlich sollte man den Tieren als Quelle tierischen Eiweiß auch hartgekochte Eier, Milchprodukte, Hundetrockenfutter, Mehlwürmer oder Grillen anbieten. Nüsse und Sonnenblumenkerne sollten nicht täglich gefüttert werden, da diese viel Fett enthalten. Weiterhin sollte man sie zur „Zahnpflege“ und zur Beschäftigung mit ungeschälten Nüssen, Heu, Mohrrüben, Hirsekolben, getrocknetem Brot und Zweigen von ungespritzten Bäumen mit Knospen versorgen.
Plötzlicher Futterwechsel oder verdorbenes Futter können Durchfallerkrankungen und Darmentzündungen hervorrufen.

Häufige Erkrankungen

  • Durchfall, Darminfektionen
  • Verstopfung der Backentaschen


Beobachten Sie bei Ihrem Hamster Krankheitsanzeichen wie Durchfall, Apathie, starkes Speicheln oder starken Juckreiz, dann sollten Sie den Hamster ihrem Tierarzt vorstellen.

Insbesondere für Hamster gibt es viel tierschutzwidriges Zubehör. Bitte kaufen Sie keine Laufräder mit offener Rückwand und keine „Spielgeräte“ (z.B. Hamsterkugeln) in denen Hamster eingeschlossen werden.

Ber Zentralverband Zoologischer Fachbetriebe e.V. (ZZF) hat eine Checkliste über tierschutzwidriges Zubehör
herausgegeben, in der zweifelhafte Heimtierprodukte aufgeführt werden.

Eignung als Heimtier
Auf Grund ihrer Nachtaktivität sind Hamster nur bedingt als Heimtier geeignet, insbesondere nicht für Kleinst- und Kleinkinder. Auf Störungen am Tage reagieren sie aggressiv (Abwehrbisse) oder mit Verhaltensstörungen. Außerdem sind es keine Kuscheltiere, obgleich sie schnell recht zahm werden. Darüber hinaus besitzen Hamster ein großes Bewegungsbedürfnis und sind sehr neugierig. Daher benötigen sie viel Auslauf und Abwechslung, und zwar nachts! Außerdem nagen sie gerne.

Hinweis zur Gesundheitsvorsorge von dem Merkblatt der TK Berlin:
„Junge Hamster können in seltenen Fällen mit dem Virus der ansteckenden Hirnhautentzündung infiziert sein und dieses auch auf den Menschen übertragen; Schwangere sollten keine Hamster unter 6 Monaten neu erwerben, da das Virus Schäden bei Ungeborenen hervorrufen kann.“

Wellensittich

Wellensittich

Wellensittiche (lat. Melopsittacus undulatus) stammen ursprünglich aus Australien, wo sie in riesigen Schwärmen eine Art Nomadenleben führen. Auf der Suche nach Nahrung legen sie enorme Distanzen zurück. Die Lebenserwartung von Wellensittichen beträgt 10-15 Jahre.

Haltung
Wellensittiche sind Schwarmvögel, daher sollten sie mindestens paarweise gehalten werden, am besten Männchen und Weibchen oder auch 2 Männchen. Wenn man sich ausreichend mit den Tieren beschäftigt, werden sie auch als Pärchen zahm. Einzelhaltung ist Tierquälerei und führt zu Verhaltensstörungen.

Käfig
Der Käfig sollte den Vögeln die Möglichkeit bieten, kurze Strecken zu fliegen, ohne mit den Flügel die Wände zu berühren. Außerdem sollten die Tiere für ihre Fitness regelmäßig unter Aufsicht frei fliegen gelassen werden. Der Käfig sollte mit unbeschichteten Sitzstangen oder besser noch mit unbehandelten Zweigen ausgestattet sein. Zweige fördern auf Grund ihres unterschiedlichen Durchmessers die Fußgymnastik und schonen die Gelenke, da sie optimalerweise dem Gewicht des Vogels nachgeben. Zweige (Weide, Birke, Ahorn, Eiche, Linde, Kastanie und ungespritzte Obstbäume) dienen außer als Sitzstangen auch als Knabbergelegenheit und zur Beschäftigung.

Des Weiteren sollte der Käfig mit mehreren Futter- bzw. Wassernäpfen sowie einer Badegelegenheit ausgestattet werden, die regelmäßig und gründlich ebenso wie der Käfigboden zu reinigen sind. Spielzeug wie Spiegel oder ein Plastikvogel können einen Partner nicht ersetzen, sondern führen häufig sogar zu Verhaltensstörungen.

Standort
Der Standplatz des Käfigs sollte in einem ruhigen Raum, am besten in Fensternähe sein. Der ausgesuchte Standplatz sollte erhöht sein, damit die Vögel Blickkontakt haben. Die Tiere müssen vor Zugluft, Zigarettenrauch, Kochdunst und Lärm geschützt sein. Die Zugfreiheit sollte vorher mit einer Kerzenflamme überprüft werden. Beim Lüften sollte der Käfig ggf. abgedeckt werden. Die unmittelbare Nähe eines Fernsehgerätes ist zu vermeiden. Nachts sollte der Käfig für etwa 8-10 Stunden abgedunkelt werden, damit die Tiere ungestört ruhen können.

Wenn die Tiere ausschließlich in der Wohnung gehalten werden, sollten spezielle Tageslichtlampen installiert werden, die das komplette Spektrum des natürlichen Sonnenlichts herstellen.

Achtung Raclette: Wird Polytetrafluorethylen (Raclette, Pfannen, Waffeleisen, Sandwichmaker u.ä.) erhitzt, entstehen für Wellensittiche tödliche Dämpfe.

Fütterung
Wellensittiche sind Bodenfresser. Daher sollte man den Tieren das Futter auch dort auf einer sauberen Unterlage anbieten, die täglich wie der Wassernapf gereinigt werden muss.

  • Körnerfutter (1 gehäufter Teelöffel/Tag)
  • Obst und Gemüse (keine Avocado), am besten mit dem Obsthalter anbieten.
  • Futterpflanzen (Vogelmiere, Löwenzahn, Salat, Spinat, Petersilie, Rispengräser)
  • Mineralstoffe (Sepia, Muschelgrit, Gritstein)
  • Magengrit (Quarzkies zur Zerkleinerung der Körner im Magen)
  • Gelegentlich tierisches Eiweiß (gekochtes Ei, Eifutter, Hüttenkäse)
  • Täglich frisches Wasser zur freien Verfügung



Häufige Krankheiten
Wellensittiche sind sehr empfindlich gegenüber Zugluft und mangelhafter Hygiene. Infektionen der Atemwege und des Magen-Darm-Traktes kommen häufig im Zusammenhang mit Unachtsamkeit und schlechter Pflege vor.

  • Verdauungsstörungen
  • Pilzerkrankungen (Aspergillose, Candida)
  • Psittakose
  • Augenerkrankungen
  • Atemwegserkrankungen



Achtung: Wellensittiche sind sehr empfindlich gegenüber Teflon-Dämpfen. Daher dürfen die Tiere auf keinen Fall in einem Raum sein, in dem ein Raclette-Grill, ein Sandwichmaker, Waffeleisen oder Teflon-Pfannen benutzt werden.

Tipp: Um eine Einschleppung von Krankheiten zu verhindern, sollten Zukäufe vor der Integration in die Gruppe einige Zeit in einem Einzelkäfig gehalten und beobachtet werden.

Zucht
Zum Züchten von Wellensittichen brauchen Sie in Deutschland eine offizielle Zuchtgenehmigung.

Eignung als Heimtier
Wellensittiche sollten immer als Pärchen, besser in der Gruppe gehalten werden. Sie brauchen viel Zuwendung und Pflege, wenn sie zahm werden und gesund bleiben sollen. Außerdem benötigen Sie täglich die Möglichkeit zum Freiflug, wobei sie zum einen Schmutz verursachen und zum anderen Einrichtungsgegenstände anknabbern. Wellensittiche eignen sich nicht für Kinder unter 10 Jahren. Jüngere Kinder sind aufgrund mangelnder Reife oftmals noch nicht in der Lage, die täglich notwendige Pflege gewissenhaft durchzuführen. Darüber hinaus sind kleinere Kinder häufig noch nicht in der Lage, ihre Muskelkraft zu kontrollieren.

Landschildkröten

Schildkröte

Die Haltung Europäischer Landschildkröten erfreut sich seit Jahrzehnten in Mitteleuropa größter Beliebtheit. Leider steht das Angebot an fundierter Information zum Thema artgerechter Haltung und Ernährung in keinem Verhältnis zur Verfügbarkeit der Tiere. Die Mindestanforderungen an die Haltung von Reptilien finden Sie in einem Gutachten des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) von 1997.

Unterbringung

Europäische Landschildkröten sollten im Sommer möglichst im Freien gehalten werden. Für die Wahl des Geheges ist der richtige Standort wichtig: dieser sollte windgeschützt und sonnig sein, denn die Tiere sind sehr wärmebedürftig. Die Morgensonne ist für die Aufwärmphase der Schildkröten am wichtigsten. Grundsätzlich sollten die Tiere erst bei konstanten Temperaturen über 15 Grad ins Freilandgehege gesetzt werden.

Die Größe des Freilandgeheges sollte mindestens 2m² betragen, für jedes weitere Tier ist ein zusätzlicher halber Quadratmeter notwendig. Zu groß kann eine Anlage nie sein. Berücksichtigen sollte man definitiv die Anzahl der gehaltenen Tiere und die Endgröße, die die jeweilige Art erreichen könnte.

Bei der Einrichtung des Freilandgeheges sollte bedacht werden, dass Europäische Landschildkröten gerne mal buddeln und/oder klettern, daher sollte die Umrandung circa 40 Zentimeter hoch und ungefähr 25 Zentimeter tief im Erdreich verankert sein. Dafür sind Betonplatten oder Holzpalisaden gut geeignet. Da sich die Tiere an Drahtgittern oder -geflechtzäunen verletzen könnten, sollte dieses Material nicht verwendet werden. Als Abdeckung für die Ecken eignen sich Dreieckbretter. Als Schutz vor Vögeln und Ratten sollte das Gehege zusätzlich oben mit Maschendraht gesichert werden. 

Damit sich die Tiere gut eingraben können, sollte ein Teil des Bodengrundes aus Walderde oder Rindenhumus bestehen. Auf sonnenwarmen Sand oder Kies kann die Schildkröte ihr Sonnenbad genießen. Das Freigehege kann zudem mit Wurzeln, großen Steinen und Futterpflanzen wie zum Beispiel Löwenzahn und Wilderdbeeren, aber auch Gewürzkräutern wie Sauerampfer oder Rosmarin bestückt werden. Für einen eventuellen Rückzug in den Schatten eignen sich Zwergföhren oder Koniferen. 

Auch bei schlechtem Wetter benötigt die Europäische Landschildkröte einen Rückzugsort. Dafür eignet sich ein luftiges Häuschen, welches mit Stroh gefüllt ist.

In der Übergangszeit zwischen Sommer und Winterschlaf sollten Schildkröten in einem Terrarium gehalten werden. Das Terrarium sollte mindestens 8 mal 4 Panzerlängen lang und halb so breit sein. Für jede weitere Schildkröte muss die Fläche um 10% vergrößert werden. Schildkröten sollten ab dem ersten Lebensjahr jährlich mindestens 8 Wochen Winterruhe halten (siehe: Besitzerinfo zur richtigen Überwinterung von Schildkröten). 


Ausstattung

  • Isolierter Boden (z.B. Korkplatte), lokal eine elektrische Heizplatte oder eine beheizte Steinfläche
  • Bodenbelag: Erde, Sand und Kies sollten nicht verwendet werden.
  • Verstecke, Trink- und Badegefäß, eventuell Heizmatte und Feuchtecke
  • Ausstattung des Freilandgeheges: ein Schutzhaus, ein Sonnenplatz, Trink- und Badegefäß, schattenspendende Gewächse und eventuell ein Eiablagehügel
  • Eine Bepflanzung im Terrarium ist nicht erforderlich und wird häufig aufgefressen, deshalb niemals Giftpflanzen ins Terrarium!

Klima

  • Verschiedene Temperaturbereiche im Terrarium einrichten
  • Tag-Nacht-Absenkung: Tag 23-26°C, Nacht 15-18°C, lokale Strahlungswärme (Spottstrahler mit hohen Luxzahlen (60-100 Watt)) bis 45°C (siehe Gutachten des BMVEL)
  • UV-Licht: Bewährt hat sich die Osram Ultra Vita Lux-Lampe mit 300 W (20 min. täglich mit 80-100 cm Abstand) und die Leuchtstoffröhre „Reptisun® UVB 5.0“ (12 Stunden pro Tag). Leuchtstoffröhren müssen alle 6 Monate ausgetauscht werden, da der UV-Anteil dann praktisch gegen Null geht.
  • Schildkröten können einmal pro Woche für 20 Minuten in flachem, warmem Wasser baden


Fütterung

  • Rein vegetarisch, ausreichend Grünfutter wie Löwenzahn oder Klee, aber auch Pellets und Heu (Rohfaser) 
  • Tierisches Eiweiß (Katzenfutter, Fleisch) darf Europäischen Landschildkröten nicht gefüttert werden, da sie zu eiweißreich sind und zu Gicht führen können.
  • Obst und Gemüse nur maximal 1x pro Woche als Leckerbissen füttern, da es sonst zu Verdauungsstörungen kommt.
  • Frischfutter ist empfehlenswerter als Fertigfutter für Landschildkröten (Pellets)
  • Viele Schildkrötensticks (Rohprotein bis 40%) sind für Schildkröten ungeeignet, wenn Pellets, dann reine Grünfutterpellets (z.B. Agrobs, Reptosan) füttern.
  • Mineralstoffzusätze alle 2 (Terrarium) bis 4 (Freigehege) Tage anbieten. Sepiaschalen können als Kalklieferant und zur Abnutzung der Hornschneiden angeboten werden.
  • Vitamine nur bei reiner Terrarienhaltung oder schlechter Ernährungslage.
  • Schildkröten sollten ständig Zugang zu Wasser in einer flachen Trinkschale und/oder einem kleinen Badebassin haben.
  • Bananen, Tomaten und Salate vertragen Schildkröten nicht gut.


Beim Kauf beachten
Neu zugekaufte Tiere müssen für 3-4 Monate von den anderen Tieren getrennt werden. Schildkröten sind Stresstiere, vor allem neue Tiere brauchen dringend Rückzugsmöglichkeiten und Ruhephasen. Neu gekaufte Tiere unbedingt auf Herpesviren untersuchen lassen! Auch gesund erscheinende Tiere können Herpesviren übertragen.

Häufige Erkrankungen

  • Mindestens einmal im Jahr sollte der Kot der Schildkröte vom Tierarzt auf Parasiten untersucht werden.
  • Treten Appetitlosigkeit, Apathie, geschwollenen Augen, Panzerschäden oder -verfärbungen auf, muss sofort der Tierarzt aufgesucht werden.
  • Mangelhafte Haltungsbedingungen können zu Erkrankungen wie Lungenentzündung (Kälte und Zugluft), Panzererweichung (UV-Licht-Mangel) oder Austrocknung (zu warm / trocken) führen.
  • Eine unsachgemäße Überwinterung kann für Schildkröten tödlich enden.

Eignung als Heimtier
Europäische Landschildkröten sollten nur gehalten werden, wenn eine artgerechte und über viele Jahre dauernde Haltung gewährleistet werden kann. Schildkröten können Krankheiten übertragen und sind daher nicht als „Schmusetiere“ für Kinder geeignet. Von allen Schildkrötenarten sind Europäische Landschildkröten wohl die am einfachsten zu haltenden Schildkröten. Da europäische Landschildkröten unter das Artenschutzgesetz fallen, dürfen sie nur mit den entsprechenden Papieren (CITES-Bescheinigung) gehalten werden. Sie müssen entweder mit einem Mikrochip gekennzeichnet oder mit Hilfe von Fotos eindeutig dokumentiert werden.

Echsen

Echse

Bei den Echsen der Unterordnung Sauria, Ordnung Squamata, sind ca. 3000 rezente Arten bekannt. In der Heimtierhaltung von Echsen spielen tropische, subtropische und mediterrane Arten eine Rolle. Dementsprechend variieren auch die Anforderungen an die Haltung der Tiere im Terrarium. Die Mindestanforderungen an die Haltung von Reptilien finden Sie in einem Gutachten
des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) von 1997.

Vergesellschaftung
Da Echsen ausgeprägte Sozialstrukturen entwickeln, ist meist nur die Haltung von Paaren oder von einem Männchen mit mehreren Weibchen möglich. Teilweise müssen die Tiere außerhalb der Paarungszeit getrennt gehalten werden (z.B. Chamäleons). Werden Jungtiere vergesellschaftet, bei denen das Geschlecht noch nicht eindeutig festzustellen ist, kann es bei Eintritt der Geschlechtsreife unter den Männchen zu tödlichen Rivalitätskämpfen kommen.

Unterbringung
Die Gestaltung des Terrariums muss sich an dem natürlichen Lebensraum der Echsenart orientieren. Der Raumanspruch im Terrarium variiert sehr stark in Abhängigkeit von der erreichbaren Größe der Tiere (siehe Gutachten vom BMVEL).

Ausstattung

  • Versteckmöglichkeiten, Klettervorrichtungen
  • Adäquater Bodengrund mit Grabmöglichkeiten und Eiablageplätzen



Klima

  • Unterschiedliche Temperaturbereiche, gegebenenfalls Tag- und Nacht-Absenkung und jahreszeitliche Varianzen (siehe Gutachten vom BMEL)
  • Luftfeuchtigkeit ist wichtig, aride Arten benötigen eine geringe Luftfeuchtigkeit, Tiere aus dem tropischen Regenwald dagegen eine hohe Luftfeuchtigkeit u.U. mit „Gewittergüssen“.
  • Ein regelmäßiger Luftaustausch ist wichtig, Zugluft muss dabei vermieden werden
  • Tagsüber ist eine sehr hohe Beleuchtung notwendig mit Rückzugszonen für die Tiere. Die meisten Tiere brauchen ausreichend UV-Licht. Bewährt hat sich die Osram Ultra Vita Lux-Lampe mit 300 W (20 min. täglich mit 80-100 cm Abstand) und die Leuchtstoffröhre „Reptisun® UVB 5.0“ (12 Stunden pro Tag). Leuchtstoffröhren müssen alle 6 Monate ausgetauscht werden, da der UV-Anteil dann praktisch gegen Null geht.
  • Bei Arten aus mediterranen oder gemäßigten Zonen u.U. auch Überwinterung an einem kühlen Ort außerhalb des Terrariums.



Fütterung
Auch das Futterangebot muss an den natürlichen Lebensraum der Tiere angepasst werden. Die meisten Echsen sind Alles- oder Fleischfresser, viele davon sind Insektenfresser. Nur wenige, aber dafür sehr beliebte Arten, zu denen der Grüne Leguan gehört, sind Pflanzenfresser. Diese Tiere akzeptieren zwar auch eine Gemischtkost, allerdings können sie davon krank werden (Stoffwechselstörungen, Gicht).

    • Grundsätzlich möglichst abwechslungsreiches und qualitativ hochwertiges Futter verwenden.
    • Auf eine ausreichende Zufuhr von Mineralstoffen und Vitaminen achten.
    • Bei Insekten- und Fleischfressern muss auch auf die Ernährung der Futtertiere geachtet werden. Diese können durch eine vitamin- und mineralstoffreiche Fütterung als Futtertiere aufgewertet werden.
    • Im Handel erhältliche Fertigfutter in Pelletform für herbivore Leguane sollten nicht als Alleinfutter verwendet werden.



Häufige Erkrankungen

      Die meisten Erkrankungen sind primär haltungsbedingt, wenn auch sekundär meist Krankheitserreger festzustellen sind. Mangelhafte oder fehlerhafte Fütterung kann u.a. zu Mangelzuständen führen, die sich in fehlerhafter Häutung oder Skelettdeformationen äußern können.



Beim Kauf beachten

      Beachten Sie bitte unbedingt die Artenschutzbestimmungen (CITES)!!

 

      Wird ein neues Tiere in einen bestehenden Bestand zugekauft, muss dieses zunächst immer in Quarantäne. Sonst können sich Krankheiten unter dem Einfluss des Sozialstresses beim Eingewöhnen rasch ausbreiten.



      Da es gerade bei den Reptilien sehr wichtig ist, dass sich die Haltungsbedingungen an den natürlichen Lebensbedingungen der Tiere orientiert, sollten Sie sich vor dem Kauf ausführlich über die gewünschte Reptilienart und ihre Lebensansprüche informieren.



Eignung als Heimtier

      Echsen sollte nur halten, wer sich ausreichend über die Bedürfnisse dieser Tiere informiert hat und bereit ist, diese zu berücksichtigen. Beschränkungen in der Haltung von Echsen ergeben sich aus der erreichbaren Größe der Tiere, aus deren Gefährlichkeit und natürlich aus deren Schutzstatus entsprechend des Arten- und Naturschutzgesetzes.

 

    Chamäleons sollten nur von Spezialisten gehalten werden!

Schlangen

Schlange

Zur Zeit sind ungefähr 2.500 Schlangenarten in etwa 430 Gattungen bekannt, die sich in ihren Lebensräumen und Lebensweisen stark unterscheiden. Aus diesem Grund sind Kenntnisse über die Herkunftsbiotope und die artspezifische Verhaltensweise für die Schlangenhaltung im Terrarium unbedingt notwendig (terraristische Spezialliteratur). Die Mindestanforderungen an die Haltung von Reptilien finden Sie in einem Gutachten des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) von 1997.

Vergesellschaftung
Die meisten Schlangen (Ausnahmen: Corallus, Chrondropython) können mit gleich großen Artgenossen in einem Terrarium zusammen gehalten werden. Eine weitere Ausnahme sind schlangenfressende Schlangen (z.B. Königsnattern), die unbedingt einzeln gehalten werden sollten. Für die Fütterung sollten auch friedliche Schlangen getrennt werden, da das gleichzeitigen Erfassen eines Futtertieres versehentlich zum Verschlingen einer anderen Schlange führen kann. Von einer Vergesellschaftung mit anderen Reptilien sollte abgesehen werden, da diese für Schlangen tödliche Krankheitserreger (Amöben) übertragen können.

Unterbringung
Die Terrariengröße hängt von der Bewegungsaktivität der Schlangenart ab. Schlangen mit einer geringen Bewegungsaktivität (z.B. Riesenschlangen) können in Terrarien untergebracht werden, die im Verhältnis zu ihrer Körpergröße relativ klein sind. Sehr bewegungsfreudige Schlangen (z.B. viele tagaktive Nattern) haben als aktive Jäger einen größeren Raumbedarf. Allgemein gilt, dass baumbewohnende Schlangen ein hohes Terrarium mit geringer Grundfläche und bodenbewohnende Arten eine große Grundfläche bei geringer Höhe benötigen. Terrarien können aus verschiedenen Materialien hergestellt werden. Für die Haltung von Schlangen, die eine hohe Luftfeuchtigkeit brauchen, haben sich Glasterrarien bewährt. Die Mindestgrößen werden in dem Gutachten des BMEL aufgelistet. Zur Sicherheit sollten Terrarien insbesondere von großen Schlangen mit einem Stangenschloss gegen das Entweichen der Tiere gesichert werden.

Ausstattung
Durch eine gute Strukturierung des Terrariums, kann u.U. eine relativ kleine Grundfläche ausgeglichen werden.

  • Bodenbelag, je nach Schlangenart und -–größe: Kleintierstreu (bei Schlangen aus ariden Gebieten, nicht bei Tieren aus Feuchtgebieten), Kunstrasen (Baumschlangen, die selten auf den Boden kommen z.B. Chondropythons), Kokosfasern, Rindenmulch, Buchenholzstückchen (Vorsicht: schimmelt bei hoher Luftfeuchtigkeit), Erde bzw. Sand (bei subterrestrisch lebenden Schlangen z.B. Erdboas); Keinen Vogelsand (scharfkantige Quarzstückchen, zu fein) verwenden. Die Wahl des richtigen Bodenbelags ist allgemein ein umstrittenes Thema. Es gilt zu vermeiden, dass Bodenbelag an den Schleimhäuten kleben kann oder versehentlich gefressen wird. Letzteres kann auch durch Fütterung in einem separaten Terrarium ohne Bodengrund vermieden werden.
  • Unterschlüpfe, Versteckmöglichkeiten (z.B. Tonröhren, Korkrinde), je nach Art und Größe der Schlange sehr vielgestaltig.
  • Klettermöglichkeiten (Ausnahme: ausschließlich subterrestrisch lebende Arten).



Temperatur

  • Temperaturgefälle im Terrarium, damit die Schlangen je nach Bedarf wärmere oder kühlere Plätze aufsuchen können.
  • Viele Schlangen benötigen eine Tag-Nacht-Absenkung, die über eine Zeitschaltuhr und Thermostate geregelt werden kann.
  • Die Temperaturen im Terrarium sollten sich nach denen im natürlichen Lebensraum richten. Hohe Temperaturen (z.B. 40°C für Wüstenbewohner) können mit HQL-Strahlern erreicht werden. Diese Temperaturen sind u.a. für die Verdauungsvorgänge der Tiere wichtig.
  • Heizvorrichtungen müssen unbedingt so angebracht werden, dass die Tiere keinen unmittelbaren Kontakt dazu haben können. Heizstrahler sollten mit einem Schutzkorb versehen und Heizmatten sowie –Kabel unter dem Terrarium verlegt werden.



Beleuchtung

  • Beleuchtung täglich etwa 12 Stunden
  • Überwiegend dämmerungs- bzw. nachtaktive Schlangen benötigen kein UV-Licht
  • Für bestimmte tagaktive Schlangen (z.B. Strumpfbandnattern) wird eine Beleuchtung mit einem gewissen UV-Anteil empfohlen.
  • Bewährt hat sich die Osram Ultra Vita Lux-Lampe mit 300 W (20 min. täglich mit 80-100 cm Abstand) und die Leuchtstoffröhre „Reptisun® UVB 5.0“ (12 Stunden pro Tag). Leuchtstoffröhren müssen alle 6 Monate ausgetauscht werden, da der UV-Anteil dann praktisch gegen Null geht.
  • Zwischen UV-Strahler und Schlange darf sich kein Glas befinden, da dies die UV-Strahlung absorbiert.



Luftfeuchtigkeit
Die Luftfeuchtigkeit muss der im natürlichen Lebensraum der Schlangen angepasst werden. Regenwaldbewohner brauchen eine hohe Luftfeuchtigkeit (über 80%), Bewohner von Wüsten und Steppen dagegen ein entsprechend trockenes Terrarium. Eine hohe Luftfeuchtigkeit können Sie mit einem Ultraschallvernebler, regelmäßigem Sprühen oder einem großen beheizten Wasserbecken im Terrarium erzielen. Aber auch in trockenen Terrarien (Wüstenbewohner) sollte morgens regelmäßig Wasser versprüht werden, sowie ein feuchter Platz (z.B. Plastikbox mit feuchtem Moos) und ein Trinkgefäß, das auch als Bad genutzt werden kann, angeboten werden. Schlangen suchen gelegentlich, insbesondere vor der Häutung, gerne solche Plätze auf.

Fütterung
Schlangen sind ausschließlich fleischfressend und jagen meist lebende Beutetiere. Da das Jagdverhalten häufig erst durch die Bewegung des Beutetieres ausgelöst wird, gelingt es oft nicht, Schlangen an tote Futtertiere zu gewöhnen. In solchen Fällen gehört die Verfütterung von artspezifischen lebenden Futtertieren zur artgemäßen Haltung von Schlangen. Eine zu reichliche Fütterung ist zu vermeiden, da dies in Verbindung mit der mangelnden Bewegung im Terrarium rasch zu einer Fettleber führt. Ansonsten ist die Fütterung von Schlangen relativ unproblematisch, wenn diese ganze Futtertiere erhalten. Bei Fischfressenden Schlangen (Strumpfband- und Wassernattern) sollte den Fischstückchen ein Vitaminpräparat mit Thiamin zugesetzt werden. Bei Riesenschlangen (v.a. Königpython) sollte auf eine ausreichende Versorgung mit Vitamin C über die Futtertiere (Fütterung mit frischem Grünfutter unmittelbar vor der Verfütterung) geachtet werden. Die Verfütterung von lebenden Tieren sollte nur unter Beobachtung erfolgen. Wird das Futtertier nicht innerhalb kurzer Zeit gefressen, sollte es wieder aus dem Terrarium entfernt werden, da diese sonst zu Verletzungen bei der Schlange führen können.

Häufige Erkrankungen

  • Verbrennungen kommen bei Schlangen sehr häufig vor, deshalb ist unbedingt darauf zu achten, dass sie nicht mit Heizvorrichtungen oder Lampen in Kontakt kommen können.
  • Zu niedrige Temperaturen oder Zugluft sind häufige Ursache für Lungenentzündungen und manchmal auch für Erbrechen.
  • Zu niedrige aber auch zu hohe Luftfeuchtigkeit kann zu Hautproblemen führen.



Beim Kauf beachten
Beachten Sie bitte unbedingt die Artenschutzbestimmungen (CITES)!!
Wird ein neues Tiere in einen bestehenden Bestand zugekauft, muss dieses zunächst immer in Quarantäne. Sonst können sich Krankheiten unter dem Einfluss des Sozialstresses beim Eingewöhnen rasch ausbreiten.
Da es gerade bei den Reptilien sehr wichtig ist, dass sich die Haltungsbedingungen an den natürlichen Lebensbedingungen der Tiere orientiert, sollten Sie sich vor dem Kauf ausführlich über die gewünschte Reptilienart und ihre Lebensansprüche informieren.

Eignung als Heimtier
Schlangen sollte nur halten, wer sich ausreichend über die Bedürfnisse dieser Tiere informiert hat und bereit ist, diese zu berücksichtigen. Die Giftschlangenhaltung von Privatleuten ist äußerst kritisch zu betrachten oder gar abzulehnen. Wenn, jedoch nur mit der notwendigen Genehmigung, Sachkunde, Erfahrung, Zuverlässigkeit und entsprechenden Sicherheitsvorkehrungen (Räumliche Sicherheitsmaßnahmen, Antiserum und Notrufnummern vor Ort...)

Zierfische (Süßwasser)

Zierfische

Es sollten nur Fische aus einem Lebensraum in einem speziell für sie eingerichtetem Aquarium zusammengehalten werden, z.B. lebendgebärende Zahnkarpfen wie Guppy, Platy, Schwertträger und Black Molly. Sollen verschiedene Arten miteinander in einem Aquarium gehalten werden, ist unbedingt darauf zu achten, dass die Fische hinsichtlich des Sozialverhaltens sowie ihrer Ansprüche an die Wassertemperatur und -qualität zueinander passen. Außerdem muss die Einrichtung des Aquariums den Bedürfnissen aller Arten gerecht werden. Wählen Sie die Fischpopulation so aus, dass jeder Art genug Fläche bleibt, um sich zu entfalten. Die Mindestanforderungen an die Haltung von Zierfischen (Süßwasser) finden Sie in einem Gutachten
des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) von 1997.

Vergesellschaftung
Allgemeine Aussagen über die Besatzdichte erscheinen nicht sinnvoll, da sie von zu vielen Variablen (z.B. Fischart, Alter, biologische Aktivitätsphase, Ausstattung, Zahlenverhältnis der Geschlechter, Größe des Aquariums) abhängen und deshalb zu stark vereinfacht werden müssten. Als Richtwert kann dem Anfänger die Formel "1 cm Fisch auf 1 Liter Wasser" zunächst als Orientierungshilfe für die mögliche Anzahl der Fische im Aquarium dienen.
Jede Fischart sollte im Aquarium entsprechend ihrer natürlichen Sozialstruktur gehalten werden, d.h. in Schwärmen lebende Fische in Gruppen von mindestens 10, gesellige Fische in Gruppen von mindestens 5 Fischen, paarweise lebende Fische entsprechend paarweise und Einzelgänger einzeln.

Aquarium / Standort

  • Die Aquariengröße ist unbedingt dem Platzbedarf der Fische anzupassen (genaue Angaben s. Gutachten). Da die Wasserqualität umso stabiler ist, je größer das Wasservolumen eines Aquariums ist, sollte das Aquarienvolumen für die dauerhafte Haltung 60 l nicht unterschreiten. Als absolutes Mindestmaß für die dauerhafte Haltung wird ein Aquariumvolumen von 54 l angegeben.
  • Bei Fischen, die springen (z.B. lebendgebärende Zahnkarpfen) muss das Aquarium abgedeckt werden.
  • Standort: auf einem stabilen Tisch am besten auf einer 0,5-1cm dicke Styroporplatte (Isolation), geschützt vor direkter Sonneneinstrahlung, Deckentraglast beachten.
  • Der Boden des Aquariums sollte nicht durchsichtig sein.
  • Die Mindestanforderungen an die Haltungsbedingungen in Bezug auf Wassertemperatur, Wasserhärte, pH-Wert und Schadstoffgehalt für die am häufigsten gekauften Fischarten werden in dem Gutachten des BMEL tabellarisch aufgelistet.
  • Haltungsbedingungen jenseits der in diesem Gutachten angegebenen Grenzen sind nicht akzeptabel.



Ausstattung
Die Ausstattung eines Aquariums muss sich nach den Bedürfnissen der Fische richten, dazu gehören:

  • Versteck- und Deckungsmöglichkeiten (Steine, Wurzeln, Pflanzen)
  • Technische Einrichtung zur Sicherung der Wasserqualität (Filter, Heizung, Lüftung, Wasseraufbereiter).
  • Bodengrund: Kies (hell) oder Blähton, Basalt- oder Lavasplit mit abgerundeten Kanten (dunkel).
  • Die Größe des Schwimmraumes muss den artspezifischen Bewegungsbedürfnissen entsprechen.
  • Beleuchtung (Leuchtstoffröhre) mit Zeitschaltuhr über 12-14 Stunden täglich.



Fütterung

  • Die meisten der häufig gekauften Fischarten sind Allesfresser, für die im Handel zahlreiche Fertigfutter und Frostfuttersorten, verschiedenstes gefriergetrocknetes Futter und zahlreiche Lebendfutterorganismen erhältlich sind.
  • Für eine ausgewogen Ernährung verfüttern Sie am besten abwechselnd verschiedene Futtersorten.
  • In der Regel werden Fische im Aquarium eher überfüttert, was zur Verfettung führen kann.



Reinigung / Kontrolle

  • Täglich: Kontrolle der Fische, der Wassertemperatur und der Geräte sowie Entfernung von abgestorbenen Pflanzenteilen und toter Fische.
  • Alle 1-3 Wochen: Wasserwechsel (1/4 bis 1/3 des Wassers) und zeitlich versetzt dazu Filterreinigung.
  • Mindestens alle 14 Tage sollten die Wasserparameter Nitrit- und Nitratgehalt sowie der pH-Wert kontrolliert werden.
  • Nicht alles (Becken, Filter und die Einrichtung) gleichzeitig reinigen!
  • Fische dürfen keinen plötzlichen Veränderungen der Wasserwerte ausgesetzt werden.



Häufige Erkrankungen
Vergesellschaftung ungeeigneter Arten, zu dichter Besatz, Verfettung, die falsche (komplette) Reinigung, die zu späte Entfernung toter Fische und eine mangelnde Quarantäne könne zu Krankheiten und Verlusten im Aquarium führen.

Beim Kauf beachten: Bevor Sie ein neues Aquarium mit Fischen besetzen, planen Sie unbedingt 4-6 Wochen "Leerlauf" ohne Fische ein. Diese Zeit ist empfehlenswert, damit sich das sensible Zusammenspiel der verschiedenen Faktoren in einem Aquarium (z.B. Wassertemperatur, Wasserhärte, Mineralstoffe, Nitratbelastung, Bakteriengehalt) einpendeln kann. Überprüfen Sie während dieser Zeit regelmäßig die Wassereigenschaften und berücksichtigen Sie diese am besten auch bei der Auswahl der Fische.
Bitte kaufen Sie keine extremen Zuchtformen (z.B. „Teleskopaugen“)!
Wenn Sie neue Fisch zukaufen, müssen diese unbedingt in Quarantäne, d.h. mind. 4 Wochen in ein 2. Aquarium mit gesonderten Geräten und Hilfsmittel, weil Neuzugänge sehr krankheitsanfällig sind.

Sonstiges
Aus Gründen des Tierschutzes sind Säulenaquarien, Wandbildaquarien und Goldfischgläser abzulehnen! In Goldfischkugeln und Säulenaquarien fehlen Rückzugsmöglichkeiten und der Gasaustausch an der Wasseroberfläche.

Aktuelle Meldungen

09.12.2019: Tiere gehören nicht unter den Weihnachtsbaum

In gut zwei Wochen ist Heiligabend und die heiße Phase der Weihnachtseinkäufe hat begonnen. Aus diesem Anlass weist das Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen (BLV) der Schweiz erneut darauf hin, dass keine Tiere verschenkt werden sollten. Sie können nicht, wie andere Geschenke, bei Nichtgefallen einfach wieder umgetauscht werden und sollten daher auf keinen Fall leichtfertig angeschafft werden. Viele Punkte gibt es zudem zu bedenken, bevor ein Tier einziehen kann. Denn ein Heimtier bedeutet, dass sich jemand dauerhaft um das neue Familienmitglied kümmern kann.
Die hektische Vorweihnachtszeit eignet sich nicht für eine wohlüberlegte und verantwortungsbewusste Kaufentscheidung. Viele Fragen müssen zuvor durchdacht und beantwortet werden, z.B. wer passt während der Urlaubszeit auf das Haustier auf? Auch sollten sich die neuen Besitzer bewusst machen, dass auch der finanzielle Aufwand für Futter und Tierarztbesuche mit einkalkuliert werden muss. Gerade wenn Kinder beschenkt werden sollen, sind es doch meist die Eltern, die letztendlich die Verantwortung für das Tier tragen müssen.

04.12.2019: Juristen fordern Freigängerverbot für Katzen

Hauskatzen töten jedes Jahr Millionen von Vögeln, Reptilien und kleinen Säugetieren. Das wollen zwei Juraprofessoren der Universität Tilburg in den Niederlanden nun beenden, indem der Freigang für Katzen untersagt werden soll. Wie die Professoren in der Fachzeitschrift Journal of Environmental Law schreiben, könnte die korrekte Auslegung der Vogelschutzrichtlinie der Europäischen Union sowie deren sogenannte Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie alle Katzen künftig zu einem Dasein als Stubentiger degradieren. Dies sei mit den Zahlen der Tiere, die jedes Jahr Katzen zum Opfer fielen, vertretbar. Allein in Deutschland sollen jedes Jahr bis zu 200 Millionen Vögel betroffen sein.
In Großbritannien sind es schätzungsweise 27 Millionen Vögel und 248 Millionen andere Wildtiere. In den USA wird die Zahl sogar mit 1,4 bis 3,7 Milliarden Vögel und 6,9 bis 20,7 Milliarden Kleinsäuger angegeben. Vor allem in Siedlungsbereichen führe dies dazu, dass sich bodenbrütende Singvögel und Reptilien kaum noch ansiedeln können. Daher sollten Katzen zumindest während der Brutzeit von April bis Juli nicht frei herumstreunen dürfen. Eine Glocke am Halsband schaffe hingegen keine Abhilfe, da immobile Jungtiere nicht die Flucht ergreifen können. Zudem könne sie dem sensiblen Gehör der Katze nicht zugemutet werden.

29.11.2019: Weihnachtsdeko birgt Gefahren für Haustiere

Die Vorweihnachtszeit hat begonnen und wird begleitet von festlich dekorierten Häusern und Wohnungen. Kurz vor dem ersten Advent warnt der Zentralverband Zoologischer Fachbetriebe Deutschlands e.V. (ZZF) Tierhalter jedoch vor Weihnachtsdeko in Form von Kerzen, Kugeln und Lametta, die besonders für Hunde und Katzen eine Gefahrenquelle darstellen. „Die Tiere können sich beispielsweise an zerbrochenen Kugeln verletzen oder kleine Teile verschlucken,“ erklärt Norbert Holthenrich, der Präsident des ZZF. Denn neugierige Vierbeiner klettern gerne an Weihnachtsbäumen hoch – dieser sollte daher auf jeden Fall vor einem Umkippen gesichert werden. Brennende Kerzen stellen für Katzen ein Risiko dar, denn sie können sich an der Flamme die Schnurrbarthaare ansengen. Geeignet sind hier LED-Kerzen und -Teelichter. Vor allem sollten Tierhalter darauf achten, dass keine Süßigkeiten im Raum stehen, denn der Verzehr von einer Tafel Schokolade kann zu lebensgefährlichen Vergiftungen bei Hund und Katze führen. Auch bei Geschenken für die
Haustiere ist Vorsicht geboten: Zu kleine Teile könnten verschluckt werden. „Wer seinen tierischen Gefährten etwas zum Spielen schenken möchte, findet im Zoofachhandel eine große Auswahl an weihnachtlichem Spielzeug wie Nikoläuse und Rentiere aus Plüsch oder Latex“, weiß Norbert Holthenrich. Grundsätzlich sollten Katzen und Hunde beim Spielen mit dem neuen Spielzeug stets beaufsichtigt werden. Der ZZF appelliert zudem an die Schenkenden, keine Heimtiere als Überraschungsweihnachtsgeschenk zu wählen. „Tierhalter müssen die Bedürfnisse des Heimtieres kennen, und es muss zum Alltagsleben der Familie passen“, betont Norbert Holthenrich. Daher sollte vor der Anschaffung gut und gemeinsam überlegt werden, ob die Familie einem Haustier gerecht werden kann. „Manche Kinder sind mit der Versorgung überfordert und verlieren schnell die Lust. Im schlimmsten Fall landen die Tiere dann sogar im Tierheim“, warnt der Tierexperte. Besser sei es, zunächst einen Gutschein aus dem Zoofachhandel oder Ratgeber-Literatur zu verschenken.

22.11.2019: Katzen in kleinen Schritten auf Tierarztbesuch vorbereiten

Um ihren Katzen einen stressarmen Besuch beim Tierarzt zu ermöglichen, sollten Tierhalter ihre Vierbeiner behutsam auf diesen vorbereiten. Denn für die sensiblen Stubentiger bedeutet jede Veränderung großen Stress. Das Tier kann dann auch schnell gereizt und aggressiv reagieren und erschwert dem behandelnden Tierarzt zudem seine Arbeit. Dieser Stress kann auch körperliche Reaktionen auslösen, die die Untersuchungsergebnisse sogar verfälschen können. Auch wenn sich junge Kätzchen leichter ablenken lassen und eher ein neugieriges Verhalten an den Tag legen, sollten die Tierhalter diese schon früh an den Transport im Katzenkorb gewöhnen. Dieser sollte, am besten mit Kuscheldecke und Leckerli ausgestattet, schon zeitig und stets frei zugänglich im Haushalt stehen, sodass die Katzen diese regelmäßig zum Eingewöhnen aufsuchen können.
Fühlt sich der Stubentiger wohl in seiner „Höhle“, kann der Halter die Box zuerst ein Weilchen in der Wohnung herumtragen, denn es ist wichtig, dass die Gewöhnung an einen Transport in kleinen Schritten erfolgt. Bei ganz ängstlichen Katzen empfiehlt es sich, für den ersten Transport nicht unbedingt direkt den Tierarztbesuch zu wählen, damit die Transportbox mit möglichst positiven Erfahrungen verknüpft wird. Das mindert nicht nur den Stress für die Katze, sondern auch für Tierarzt und Katzenhalter. Außerdem gibt es speziell katzenfreundlich eingerichtete und organisierte Praxen. Was das genau bedeutet und wie Tierarztpraxen mit einfachen Mitteln katzenfreundlicher gestaltet werden können, erfahren Tierarzthelferinnen und Tiermedizinische Fachangestellte in einem Webinar von PetCampus mit Katzenexpertin Dr. Angelika Drensler.

22.11.2019: Tierärzte empfehlen jährliche Vorsorgeuntersuchung

Ebenso wie Menschen werden auch unsere Haustiere mit zunehmendem Alter gemütlicher und entwickeln ein größeres Schlaf- und Ruhebedürfnis. Außerdem steigt im Alter das Risiko, dass die Tiere Krankheiten entwickeln, häufig auch chronische Leiden. Bei der Katze kommen im Alter zunehmend chronische Nierenerkrankungen vor. Hunde leiden im Alter häufiger an Arthrose. Hinzukommen Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes mellitus, Tumore, Zahnprobleme sowie Leber- und Schilddrüsenerkrankungen. "Wenn das Tier schlecht läuft, wenig frisst oder immer wieder hustet, dann ist ein Besuch beim Tierarzt angezeigt", erklärt Dr. Karl-Heinz Schulte, zweiter Vizepräsident des Bundesverbandes Praktizierender Tierärzte, gegenüber der
Apotheken Umschau. Er rät Tierhaltern, mindestens einmal im Jahr zur Vorsorgeuntersuchung zum Tierarzt zu gehen, damit Erkrankungen möglichst früh erkannt und behandelt werden können. Meist gibt es verschiedene Therapieoptionen, die häufig auch miteinander kombiniert werden können und sollten, um den größtmöglichen Therapieerfolg zu erzielen. Dies ist Ziel der Integrativen Tiermedizin, die multimodale Behandlungsmethoden einbezieht. Mit diesen multimodalen Therapieoptionen beschäftigt sich auch die gleichnamige E-Learning-Reihe für Tierärztinnen und Tierärzte von Myvetlearn.de, die sich mit dem Thema Arthrose, Nieren- und Lebererkrankungen sowie mit den verschiedenen Behandlungsansätzen bei Gesäugeerkrankungen befasst.

21.11.2019: Reptilien auf die Winterruhe vorbereiten

Mit weiter fallenden Temperaturen müssen sich auch Halter von Reptilien Gedanken um die vier- bis achtwöchige Winterruhe ihrer Tiere machen. Abhängig von Tierart und natürlichem Herkunftsort des Reptils muss der jeweilig beste Ort zum Überwintern ausgesucht werden, wie im Nordkurier zu lesen ist. Bartagamen beispielsweise fühlen sich am wohlsten in feuchteren Ecken ihres Terrariums, dessen Temperatur auf 15 bis 18 Grad abgesenkt werden sollte. Während Europäische Landschildkröten durchaus eine Temperatur von 2 bis 6 Grad vertragen und in einem speziell eingerichteten Freilandterrarium überwintern können,
sollten Leopardgeckos und Halsbandleguane in unbeheizte Kellerräume oder in, mit Thermostat ausgestattete Kühlschränke verlegt werden, da diese Tiere am liebsten bei Temperaturen von 8 bis 12 Grad ihre Winterruhe halten. Zur Umgewöhnung sollten die Reptilien vor ihrem Umzug für einige Tage in ein unbeheiztes Zimmer gesetzt werden. Um das Wohlbefinden der Tiere regelmäßig prüfen zu können, empfiehlt der Bundesverband für fachgerechten Natur-, Tier- und Artenschutz (BNA) eine transparente Plastikbox mit Luftlöchern, die mit Küchenpapier, feuchtem Sphagnum-Moos und einer kleinen Wasserschale ausgestattet sein sollte.

20.11.2019: Österreicher sind große Katzenfans

In Österreich werden immer mehr Heimtiere gehalten. Besonders beliebt ist -ebenso wie in Deutschland- mit 2.034.000 die Katze. Im Jahr 2018 lebten knapp vier Millionen Heimtiere in Österreich. „Heimtiere sind aus österreichischen Haushalten nicht wegzudenken und dadurch stellen diese auch einen wichtigen wirtschaftlichen Faktor dar“, stellt Kurt Essmann, Obmann des Zoofachhandels in der Wirtschaftskammer Wien, klar. Allein der Umsatz mit Futtermittel beträgt in Österreich mehr als eine halbe Milliarde Euro, wobei der Markt ebenfalls mit rund 300 Millionen Euro deutlich von den Katzen beherrscht wird. Doch obwohl die österreichische Hundepopulation mit 827.000 nicht einmal halb so groß ist wie die der Katzen, sind die Besitzer häufig besonders
spendierfreudig und auch der größere Futterbedarf ist ein wichtiger Umsatzfaktor. So wurde 2018 rund 215 Millionen Euro mit Hundenahrung umgesetzt. Ein weiterer Eckpfeiler der Branche sind der Verkauf von Zubehör- und Pflegeprodukten, wobei hier für den Markt im Vergleich zu den Nachbarländern in der DACH-Region noch Steigerungspotenzial besteht. 2018 wurden in Österreich knapp 117 Millionen Euro in diesem Bereich umgesetzt. Insgesamt wurden im europäischen Zoofachhandel 2018 5,19 Milliarden Euro umgesetzt. Vergleicht man die Anzahl der gehaltenen Heimtiere miteinander, steht Russland mit knapp 50 Millionen, gefolgt von Deutschland mit 34 Millionen und Frankreich mit knapp 30 Millionen Heimtieren an der Spitze.

01.11.2019: Experten sprechen sich gegen vegane Ernährung von Tieren aus

Am 1. November ist Weltvegantag. Dies nimmt die Augsburger Allgemeine zum Anlass, zwei Experten für Tierernährung zur veganen Ernährung von Hund und Katze zu fragen. Professor Dr. Jürgen Zentek vom Institut für Tierernährung der Freien Universität Berlin warnt, dass eine vegane Ernährung bei Hund und vor allem bei der Katze früher oder später zu einem Nährstoffmangel führen kann. Zudem hält er sie auch nicht für artgerecht, da die Tiere sich freiwillig nicht vegan ernähren würden. Für Professor Dr. Wilhelm Windisch vom Lehrstuhl für Tiernährung an der
TU München sind fleischliche Eiweiße für die Ernährung von Katzen essentiell. Ohne die Aufnahme von tierischem Eiweiß würden die Tiere über kurz oder lang sterben und rät entschieden davon ab, Katzen vegan zu ernähren. „Das ist über kurz oder lang Tierquälerei und in diesem Sinne müssen wir die Bedürfnisse der Tiere respektieren. Sie sind obligate carnivore, also Fleischfresser", sagt Windisch. Hunde könnten in seinen Augen zwar möglicherweise vegan ernährt werden, hält dies langfristig jedoch ebensowenig wie sein Kollege Zentek für ratsam.

23.10.2019: Verstärkter Fortbildungsbedarf der Tierärzte zu Kaninchen

Das Kaninchen ist der in Deutschland beliebteste Kleinsäuger. Insgesamt werden 2,7 Millionen Heimtier-Kaninchen in Deutschland gehalten. Deshalb standen die Kaninchen und ihre Haltung auch im Fokus des 24. ZZF-Symposiums in Kassel am 19. und 20. Oktober 2019, an dem auch der Bundesverband praktizierender Tierärzte (bpt) und der Bundesverband der beamteten Tierärzte (BbT) sowie die Tierärztliche Vereinigung für Tierschutz (TVT) beteiligt war. 130 Tierärzte und Zoofachhändler nahmen an dem ausgebuchten Fachsymposium teil. So auch Tierärztin und Vorsitzende FG Kleintierpraxis des bpt, Dr. Stefanie Schmidtke: „Es ist ein Trugschluss, dass sie bequem zu halten sind. Daher gibt es einen verstärkten Fortbildungsbedarf der Tierärzte.“ Fachtierärztin für Kleintiere, Dr. Jutta Hein, eröffnete dann auch die Fachvorträge und ging u.a. auf die Besonderheiten der Anatomie und Physiologie von Kaninchen ein. Die Vorsitzende der Arbeitsgruppe Kleinsäuger der Deutschen Veterinärmedizinischen Gesellschaft machte auch auf problematische Zuchtformen aufmerksam: „Angorakaninchen benötigen viel Pflege, weil es sonst zu Hauterkrankungen und Störungen der Thermoregulation kommen kann.
Außerdem sind bei Zuchtformen mit kurzem Kopf Zahn- und Kieferprobleme vorprogrammiert.“ Zudem hält Dr. Hein Studien für notwendig, die prüfen, inwieweit die hängenden Ohren bei Widderkaninchen die Entstehung von aufsteigenden Infektionen begünstigen und zudem deren Heilung verhindern. Prof. Dr. Petra Wolf, Fachtierärztin für Tierernährung und Diätetik an der Universität Rostock, referierte über die „Fütterung des Kaninchens – zwischen Sinn und Unsinn“. Dabei ging sie auf das Angebot von Heu, den Einsatz von Getreide, den Zusatz von Additiven zum Futter zur Prophylaxe von Blasensteinen sowie auf ein separates Wasserangebot ein. Die Referentin betonte, die Halter müssten qualitativ hochwertiges Heu füttern und dieses täglich erneuern. Das gelte auch für Frischfutter. Diese beiden Komponenten empfiehlt Prof. Dr. Wolf durch Mischfutter zu ergänzen, um eine ausreichende Mineralstoffversorgung zu gewährleisten. Weitere Vortragsthemen waren die Einzel- und Gruppenhaltung der Tiere, wozu verschiedene Studien vorgestellt wurden. Eine rege Podiumsdiskussion, in die neben den Referenten auch die Teilnehmer der Fachtagung einbezogen waren, schloss das Symposium ab.

16.10.2019: Züricher Tierärzte warnen vor Barfen

In jedem zweiten Hundefutter, in dem rohes Fleisch enthalten ist (Barf-Menus), finden sich multiresistente Bakterien. Das ist das Ergebnis einer Untersuchung von Rohfutter-Proben, die an der Vetsuisse-Fakultät der Universität Zürich durchgeführt wurde. Die WissenschaftlerInnen hatten zuvor häufiger resistente Bakterienstämme (ESBL) bei Hunden und Katzen nachgewiesen, das hatte sie alarmiert. Als einen möglichen Übertragungsweg wurde die Verfütterung von rohem Fleisch vermutet. Sie untersuchten 51 Rohfutter-Proben von verschiedenen Anbietern in der Schweiz auf die Gesamtkeimzahl, auf normale und antibiotikaresistente Enterobakterien sowie auf Salmonellen. Bei 73 Prozent der Futterproben wurde der Richtwert für Enterobakterien überschritten. Bei 61 Prozent der Proben wurden ESBL-bildende Bakterien gefunden. Zweimal wurden Salmonellen, zweimal Escherichia coli mit dem Colistin-Resistenzgen mcr-1 entdeckt.
Letzteres ist ein übertragbarer Resistenzmechanismus gegen das Reserveantibiotikum Colistin, der vor kurzer Zeit erstmals in China nachgewiesen wurde. „Dass wir bei über 60 Prozent der Proben ESBL-bildende Bakterien gefunden haben, ist wirklich erschreckend", erklärt Magdalena Nüesch-Inderbinen, Erstautorin der Studie. "Barfen" ist deshalb aus Sicht der Forschenden ein bedeutender Risikofaktor für die Übertragung von antibiotikaresistenten Bakterien. Zum einen kommen Tierbesitzer bei der Zubereitung des Futters mit den multiresistenten Bakterien in Berührung. Zum anderen haben die Haustiere engen Kontakt zu Menschen, wodurch das Risiko einer Übertragung vom Tier auf den Menschen steigt. „Wir raten daher allen Hunde- und Katzenbesitzern, die ihre Tiere mit Barf ernähren wollen, vorsichtig mit dem Futter umzugehen und strikte Hygiene bei der Fütterung einzuhalten", sagt Nüesch-Inderbinen.

Medien

Basisversorgung von Vogelpatienten
Das breitgefächerte Universalstudium Veterinärmedizin ist eng gefasst und das zu absolvierende Programm voll. Den Schwerpunkt bilden die Nutztiere, gefolgt von Pferd, Hund und Katze. Heimtiere und Ziervögel sowie ihre Erkrankungen und Behandlungen werden dagegen nur am Rand besprochen. Entsprechend lückenhaft sind die Kenntnisse in diesem Bereich nach de ...


Zahnheilkunde bei Kaninchen und Nagern
Wieder mal erscheint ein einzigartiges Lehrbuch aus der LMU München. Frau Dr. Estella Böhmer hat ihren beruflichen Schwerpunkt nun in dem Lehrbuch "Zahnheilkunde bei Kaninchen und Nagern", erschienen im Schattauer Verlag (ISBN: 978-3-7945-2751-9) für Studenten und Praktiker in Wort und Schrift gefasst.

Auf 272 Seiten entführt Dr. Böhmer in die ...


Atlas der bildgebenden Diagnostik bei Heimtieren
In diesem Atlas wird die inzwischen zur Verfügung stehende, bildgebende Diagnostik bei Vögeln, Kleinsäugern und Reptilien zusammengefasst. Kaum ein anderer Bereich der Tiermedizin hat sich in den letzten Jahren so verändert und weiterentwickelt wie das Gebiet der Heimtiere und Reptilien.

Jedoch werden die diagnostischen Möglichkeiten auf diese ...


Heimtierkrankheiten
von Göbel/ Ewringmann,
UTB, 2005

Dieses Buch gibt einen Überblick über Erkrankungen der Heimtiere (Chinchillas, Degus, Gerbile, Hamster, Hörnchen, Igel, Kaninchen, Meerschweinchen, Ratten, Amphibien, Reptilien u.a.). Es erleichtert Tierärzten und Studierenden der Veterinärmedizin die Diagnose und Therapie der wichtigsten Krankheiten von Kleinsäugern, Reptilien und Amphibien. Die Autoren vermitteln in jedem Kapitel zunächst die Grundlagen zu Anatomie, Physiologie, Haltung, Fütterung und der aktuellen Gesetzgebung. Anschließend beschreiben sie die Erkrankungen der einzelnen Organe sowie mögliche Infektionskrankheiten.

Inhalt & Bestellung


Liebenswerte Chinchillas
von Kürschner, Michael;,
Cosmos, 2004

Ratgeber für die Haltung von Chinchillas

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Meine Zwergkaninchen
von Warrlich, Anne;,
Cosmos, 2004

Ratgeber über die Haltung von Zwergkaninchen.

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Mein Hamster
von Toll, Claudia;,
Cosmos, 2004

Ratgeber über die Haltung von Hamstern.

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