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Forschungs- und Tierschutzpreise im Überblick

Einleitung

In Deutschland wird viel Forschung im Bereich Veterinärmedizin, Tiergesundheit und Tierwohl betrieben. Außerdem engagieren sich das Land und seine Bürger stark für den Tierschutz.

In diesem Fokusthema haben wir eine Übersicht über dotierte Forschungspreise für wissenschaftliche Arbeiten sowie über dotierte Tierschutz-Preise inkl. des jeweiligen Bewerbungsschlusses zusammengestellt.

Forschungspreise und –förderungen

Tierschutzpreise

Aktuelle Meldungen

24.11.2020: Nutztierhalter mit dem Hessischen Tierschutzpreis ausgezeichnet

Das Land Hessen hat erneut landwirtschaftliche Betriebe für ihre nachhaltigen, vorbildlichen und praxisnahen Verbesserungen ausgezeichnet. Der Hessische Tierschutzpreis in der Landwirtschaft 2020 wurde in diesem Jahr an zweit Gewinner vergeben. Gleichzeitig wurde das Preisgeld noch einmal aufgestockt. Zum einen hat der Betrieb Schneider - Meat by Nature - gewonnen, der Qualitätsfleisch von Schweinen und Rindern direkt für die Verbraucherin und für den Verbraucher anbietet. Außerdem erhält den 1. Preis Milchbauer Christian Zimmermann, der ökologische Landwirtschaft betreibt und dabei auf die Zugabe von Kraftfutter verzichtet. Mit dem zweiten Platz wurden Rinderzüchter David Reller
seinen hydraulischen Viehwagen sowie Marcel und Lisa Emrich für ihre gemeinsame Aufzucht von Kälbern und Mutterkühen belohnt. „Ich freue mich, heute die besondere Leistung von vier landwirtschaftlichen Betrieben in Hessen für nachhaltige und artgerechte Nutztierhaltung auszeichnen zu dürfen. Um die Bedeutung von Tierschutz in der landwirtschaftlichen Nutztierhaltung zu würdigen, haben wir beschlossen den diesjährigen Preis von 7.000 auf 10.000 Euro zu erhöhen“, erklärte Landwirtschaftsministerin Hinz. Dementsprechend erhalten die beiden Erstplatzierten jeweils 4.000 Euro, der zweite Platz ist mit jeweils 1.000 Euro dotiert.

23.10.2020: TierschützerInnen mit dem Deutschen Tierschutzpreis ausgezeichnet

Am vergangenen Wochenende sind die diesjährigen Preisträger des Deutschen Tierschutzpreises ausgezeichnet worden. Vor dem Verein Eichhörnchen Notruf e.V. aus Dresden sowie der Greifvogelauffangstation Fürth belegte das Projekt „Düsseldorfer Streetdogs“ den ersten Platz. Zudem erhielt die Tierschützerin Andrea Rücker aus dem thüringischen Altenburg einen Sonderpreis für ihren über 30-jährigen Einsatz im Tierschutz. Der Leserpreis der Kooperationspartner FUNK UHR und Super TV ging in diesem Jahr an Merwel Otto-Link und ihren Verein Igelpflege Rotenburg / Wümme e.V.. Die Ehrung der Preisträger fand digital statt. „Die Preisträgerinnen und Preisträger leisten herausragende, vorbildliche Tierschutzarbeit. Es macht jedes Jahr aufs Neue Mut und Hoffnung, zu sehen, wie sich Menschen voller Herzblut und mit Verstand für die Tiere
einsetzen“, sagt Thomas Schröder, Präsident des Deutschen Tierschutzbundes. „Wir hoffen, dass andere sich davon inspiriert fühlen – auch als Einzelner oder mit einem kleinen Team kann man so viel Gutes für unzählige Mitgeschöpfe bewirken.“ Das Unternehmen Heel Vet präsentierte darüber hinaus in der vergangenen Woche die Gewinner der diesjährigen Helping Vets Initiative. Mit diesem Preis werden jährlich gesellschaftliches Engagement für den Tierschutz ausgezeichnet. Bei dieser Runde gab es 30 Bewerbungen, von denen die drei Gewinner-Projekte sich nun über eine finanzielle Unterstützung des Unternehmens freuen können. Gewonnen haben 2020 die Tierhilfe Fünfseenland e.V. aus München, die Fürther Greifvogelauffang- und Pflegestation des Tierarztes Dr. Rainer Hussong und seines Vaters Hans Kurt Hussong sowie der Tierschutzverein Speyer und Umgebung e.V..

22.10.2020: Juristin zeigt Weg für nationale Verbote von Lebendtierexporten auf

Für ihre Forschungsarbeit zum Tierschutz über die Landesgrenzen hinaus ist die Juristin Charlotte Blattner mit dem diesjährigen Marie Heim-Vögtlin-Preis des Schweizerischen Nationalfonds (SNF) ausgezeichnet worden. In ihrer Dissertation widmete sich Blattner dem grenzüberschreitenden Schutz von Tieren in einer globalisierten Welt. „Staaten befinden sich in einem Standortwettbewerb", erklärt die Juristin. „Sie passen ihre Gesetze den Interessen von Investoren und Produzenten an und weigern sich, wirksame Normen zum Schutz der Tiere zu erlassen oder bestehendes Recht durchzusetzen." Durch die Abwanderung der Industrie wird meist der nationale Tierschutz
umgangen, weil die Tiere wirtschaftlichen Interessen untergeordnet werden. Die Basis ihrer Arbeit ist das völkerrechtliche Konzept der extraterritorialen Jurisdiktion, welches Staaten erlaubt, ihr Recht auf Sachverhalte im Ausland anzuwenden. So konnte Blattner mit ihrer Dissertation dazu beitragen, dass eine Regelungshoheit indirekt genutzt werden kann, etwa durch Investmentstandards oder Import- und Exportverbote. Zudem könnte Blattners Ansatz das internationale Tierrecht revolutionieren, da dadurch die systematische Umgehung von nationalem Tierschutzrecht und damit die globale Deregulierung verhindert werden könnte.

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