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Bienenschutz-Bienensterben

Die Zeit rennt!

Honigbienen sind für die Bestäubung von gut 80 Prozent unserer heimischen Nutz- und Wildpflanzen unentbehrlich. Den Bienen, insbesondere den Wildbienen, geht es jedoch zunehmend schlechter. In Deutschland sind 31 Wildbienenarten vom Aussterben bedroht. Als Hauptgründe wurde der Verlust von Lebensraum durch intensivierte, monokulturlastige Landwirtschaft und die zunehmende Urbanisierung erkannt. Außerdem stehen Pestizide, insbesondere Neonicotinoide, im Verdacht, das Insektensterben voran zu treiben. Sie werden als Nervengift gegen Schädlinge auf die Äcker ausgebracht, locken jedoch auch Bienen und andere nützliche Insekten an und schädigen diese.

Tiermedizin Inside

Nützlinge anstelle von Pestiziden - Zukunftsdialog Agrar und Ernährung in Berlin

von Sophia Neukirchner >>>

Aktuelle Meldungen

19.12.2019: Experten prognostizieren hohe Verlustrate von Bienenvölkern

Die Wissenschaftler des Fachzentrums Bienen und Imkerei in Mayen haben am vergangenen Dienstag eine erste Verlustprognose für Bienenvölker für den kommenden Winter abgegeben. Diesem Bericht zufolge wird die Verlustrate höher liegen als in den Vorjahren. Dr. Christoph Otten, Leiter des Institutes, sagt: „Nur wenige Bienenvölker sterben im Sommer. Im Spätsommer und Herbst gehen aber jedes Jahr bereits mehr Bienenvölker ein. Unsere Untersuchungen in den letzten Jahren führten zu der Erkenntnis, dass sich daraus bereits die zu erwartenden Winterverluste abschätzen lassen. Die Zahlen der jetzt aktuell abgeschlossenen Erhebung 2019 zu den Spätsommer- und Herbstverlusten bestätigen auch die mittlerweile bekannte Gesetzmäßigkeit, dass ein früher Trachtbeginn wie in 2019 zu erhöhten Verlusten führt." Die Pressesprecherin des Deutschen Imkerbundes e.V. (D.I.B.), Petra Friedrich, führt weiter aus: „Jedes Jahr ist für uns Imker speziell. Der Witterungsverlauf in 2019, der nicht beeinflussbar ist, ließ schon erahnen, dass wir höhere Verluste haben werden. Treffen die Prognosen ein, wovon auszugehen ist, würde eine Verlustrate von rund 20 %
bedeuten, dass ca. 20.000 Bienenvölker den Winter 2019/2020 nicht überstehen. Neben dem immensen wirtschaftlichen Schaden für die Imkereien bedeuten die Winterverluste aber vor allem Ausfälle bei Ernten und Artenvielfalt durch fehlende Bestäubungsdienste im kommenden Jahr. In dieser Situation kommt es jetzt auf die gute imkerliche Praxis an. Das bedeutet: Es ist wichtig, die Bedingungen im Bienenvolk genau zu beobachten und der Nahrungsversorgung und der Behandlung des Varroa-Befalls besondere Aufmerksamkeit zu widmen, um die Gefahr des Zusammenbrechens der Völker zu reduzieren. Dazu gehört z. B. früher bzw. mehr Nahrung zuzufüttern, um geringere Honigreserven zu kompensieren, die Völker sachgemäß in den vorgeschriebenen Zeitfenstern gegen die Varroamilbe zu behandeln sowie die Wirksamkeit der Behandlung zu überprüfen." Auf myvetlearn.de können TierärztInnen noch bis zum 31.12.2019 den Grundkurs Bienen, der zur Weiterbildung für den Erwerb der Zusatzbezeichnung Bienen / den Fachtierarzt für Bienen geeignet ist, buchen. Ab dem 1.5.2020 wird der Aufbaukurs Bienen zur Verfügung stehen.

03.12.2019: Agrargipfel mit guten ersten Ergebnissen

Joachim Rukwied, Präsident des Deutschen Bauernverbandes (DBV), zeigte sich zufrieden mit den bisherigen Ergebnissen des Agrargipfels im Berliner Kanzleramt. „Es ist ein guter Auftakt für einen notwendigen Dialog, den wir jetzt intensivieren und fortsetzen müssen“, beschrieb Rukwied den Auftakt der Gespräche über die Zukunft der Landwirtschaft. Die Themen
Insektenschutz und kooperativer Naturschutz anstatt pauschaler Verbote sollen bei dem Dialogprozess zwischen Landwirtschaft und Gesellschaft im Fokus stehen. Zudem hat sich Bundeskanzlerin Angela Merkel für ein Aktionsprogramm Insektenschutz, ein nationales Dialogforum und eine Wertschätzungs-Kampagne für Landwirtschaft und Lebensmittel stark gemacht.

Verstöße in der Nutztierhaltung

Immer wieder kommt es zu gravierenden Verstößen in der Nutztierhaltung.

Welche Maßnahmen könnten dies Ihrer Meinung nach verhindern?