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ChatGPT in der Tierarztpraxis oder: Warum ich aufgehört habe, jede Nachsorge-E-Mail neu zu erfinden

30.04.2026

Herzlich willkommen!

In dieser monatlichen Kolumne gehen wir gemeinsamen mit Dr. Björn Becker und Magnus Kirschstein von Petleo mit klaren Worten, unbequemen Fragen und konkreten Lösungsansätzen für einen gesünderen Praxisalltag auf die Fragen ein, wie Prozesse, Organisation und Kommunikation neu gedacht werden können und müssen und welche Lösungen verfügbar sind. Seien Sie gespannt auf das, was alles schon geht!


ChatGPT in der Tierarztpraxis oder: Warum ich aufgehört habe, jede Nachsorge-E-Mail neu zu erfinden

Ich war früh dabei – noch bevor der große Hype losging und ChatGPT plötzlich in jeder Talkshow auftauchte. Was ich hiermit offiziell als Kompliment an mich selbst verstehe 😉.

Hab’s ausprobiert, fand’s interessant und hab’s dann erstmal wieder beiseitegelegt. Nicht weil es schlecht war, sondern weil mir der konkrete Nutzen für den Praxisalltag fehlte. Und was keinen direkten Nutzen hat, überlebt zwischen Sprechstunde und OP-Vorbereitung eben nicht lange.

Doch dann kam ein langer Dienstag…

Dritte Nachsorge-Nachricht an eine Hundemama nach Pyometra-OP. Drittes Mal, dass ich die gleichen Sätze tippte, nur leicht umformuliert, weil sich Copy-Paste irgendwie faul anfühlte. In diesem Moment dachte ich: Da muss doch anders gehen, effizienter.

Und siehe da, es ging besser – und zwar deutlich. Ich durfte nur nicht mehr das Tool bitten, etwas zu tun, was es nicht kann, sondern musste mich seiner für die Dinge im Praxisalltag bedienen, die es kann: ChatGPT ist eben kein Tiermediziner, dafür aber ein sehr fleißiger und gefälliger Texter.

Genau das ist der Knackpunkt. Wer erwartet, dass ChatGPT medizinisch denkt, wird enttäuscht. Wer es als Formulierungsassistenten einsetzt, wird überrascht.

Der Unterschied liegt im Prompt

Ein schlechter Prompt (Handlungsaufforderung für KI-Sprachmodelle, Anm. d. Red.) klingt so: „Schreib was zu Durchfall beim Hund.“ Das Ergebnis liest sich wie ein Wikipedia-Artikel, den niemand braucht und auch nicht lesen möchte.

Ein guter Prompt hingegen klingt beispielsweise so:

„Formuliere eine kurze, verständliche Nachricht an eine Hundehalterin nach Pyometra-OP. Die Hündin ist noch etwas schlapp, die Besitzerin ist verunsichert. Ton ruhig, keine Fachbegriffe, maximal 150 Wörter.“

Zwar ist auch das, was dabei herauskommt, selten druckreif, aber es ist in aller Regel ein guter Entwurf – und zwar nach wenigen Sekunden. Und dieser Entwurf lässt sich dann in kurzer Zeit überarbeiten, denn Überarbeiten ist zehnmal schneller als bei null anfangen.

Überschlägt man nur mal kurz, wie viele Emails dieser und ähnlicher Art zum täglichen Praxisalltag gehören, summiert sich eine Menge Arbeitszeit; aber auch die Zeit, die man dank des Formulierungsassistenten einspart. Danke dafür!

ChatGPT kann auch Checklisten

Wir alle haben diese Liste im Kopf. Die, die mal jemand aufschreiben sollte. Für die Aufnahme eines Hundes mit akutem Abdomen, den Standardablauf bei Kastrationen, die To-dos vor und nach einer OP oder die einzelnen Schritte, die nach der Diagnose einer anzeigepflichtigen Erkrankung erfolgen müssen. Die Liste ist beliebig erweiterbar.

Irgendwann hab ich gedacht: Ok, jetzt probiere ich das mal aus – und zwar mit ChatGPT. Mein Prompt lautete: „Erstelle eine strukturierte Checkliste für die Aufnahme eines Hundes mit akutem Durchfall. Mit Anamnese, Diagnostik, Erstmaßnahmen.“

Zwei Minuten später hatte ich ein Gerüst, das ich in weiteren acht Minuten praxistauglich gemacht habe. Diese Checkliste existiert jetzt tatsächlich in meiner Praxis und wird auch verwendet – und sie hat mir ein Lob meiner Mitarbeiter eingebracht. Aber auch ich freu‘ mich über „fertig“, anstatt über Jahre „fast fertig“.

ChatGPT unterstützt beim Marketing

Marketing –  ein Thema, bei dem alle innerlich die Augen verdrehen.
Ich versteh‘ das. Nicht, weil ich selbst keinen Plan hätte – aber ich weiß aus vielen Gesprächen mit Praxisinhabenden: Nach einem 10-Stunden-Tag mit drei Notfällen, zwei schwierigen Gesprächen und einer Katze, die sich mit allen Krallen gegen die Eingabe einer Tablette gewehrt hat, ist „jetzt noch schnell den Instagram-Post schreiben“ ungefähr so realistisch wie ein freier Parkplatz am Montagmorgen vor dem Gebäude der Stadtverwaltung – zumindest hier bei uns in Bad Bentheim.

Aber auch hier hilft ChatGPT erstaunlich gut. Ein kurzer Prompt, zwei Minuten, und es gibt einen soliden Entwurf für den Zeckenschutz-Post, den Praxis-Newsletter oder den Text, der seit Wochen auf der To-do-Liste steht. Drüberlesen, zwei Sätze anpassen, fertig. Nicht perfekt – aber draußen. Und „regelmäßig draußen“ schlägt „perfekt-aber-nie“ fast immer –  zumal „perfekt“ ja auch immer ein wenig Ansichtssache ist.

Es gibt aber auch Dinge, die man nicht tun sollte…

…Inhalte blind und unreflektiert übernehmen, zum Beispiel. ChatGPT schreibt überzeugend, auch wenn’s medizinisch „daneben“ ist. Daher ist Gegenlesen ein unbedingtes Muss. Und zwar IMMER! Und mindestens ebenso wichtig: keine echten Patientendaten verwenden. Aus „Labrador Bruno von Familie Schröder“ wird einfach „ein fünfjähriger Rüde post-OP“. Reicht völlig. Alles andere ist ein grober Verstoß gegen den Datenschutz!

Und jetzt kommst Du

Such Dir einen Bereich. Kommunikation mit Tierhaltenden, interne Abläufe, oder dieser eine Post, der seit Wochen nicht geschrieben wurde. Teste einen Prompt. Schau, was rauskommt. Mach einen neuen Chat auf. Prompte das gleiche Ziel, aber eben anders. Vergleiche die Ergebnisse. So lernst Du effektives und zielführendes prompten.

Und achte nebenbei auf die Zeit, die Du für ein gutes Ergebnis inkl. Überarbeitung benötigst und mach Dir bewusst, wie viel Zeit Du jetzt schon gespart hast – denn es wird noch mehr mit ein wenig Übung!

Also, worauf wartest Du noch? Mein Tipp: Ins Machen kommen. Mein Startschuss war die dritte Nachsorge-Nachricht an eine Hundemama nach Pyometra-OP an einem langen Dienstag.

Für Dich ist es möglicherweise die Lektüre meiner Kolumne


Dr. Björn Becker  

Tierarzt, Unternehmer und Brückenbauer zwischen Praxis und Zukunft – ich bringe Digitalisierung, KI und Telemedizin dahin, wo sie wirklich wirken: in den Alltag und die Köpfe von Tierärzt:innen.
Mein Antrieb: bessere Medizin, bessere Arbeitsbedingungen und eine Branche, die endlich mutig nach vorne denkt.

Bild mit KI erstellt


Mit der neuen, monatlichen Kolumne von Vetion.de und Petleo helfen wir Ihnen beim Einsteigen! Ab jetzt jeden Monat exklusiv vorab eine neue Folge für Abonnent:innen des Vetion.de-Newsletters!

Nehmt die Brille aus dem Schrank. Zur Not mit dem Breitschwert.

01.04.2026

Herzlich willkommen!

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Dr. Björn Becker  

Tierarzt, Unternehmer und Brückenbauer zwischen Praxis und Zukunft – ich bringe Digitalisierung, KI und Telemedizin dahin, wo sie wirklich wirken: in den Alltag und die Köpfe von Tierärzt:innen.
Mein Antrieb: bessere Medizin, bessere Arbeitsbedingungen und eine Branche, die endlich mutig nach vorne denkt.

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Magnus Kirschstein

Kommunikator, Branchen-Quereinsteiger und getrieben vom Wunsch nach Veränderung.
Mit viel Liebe für Tiere und für passionierte Menschen, die keinen Bock mehr auf den Status quo haben.
Diese Menschen auf eine Linie zu bringen und gemeinsam Ziele zu verfolgen – das ist meine Leidenschaft.
Synergien schaden nur dem, der keine hat.


Nehmt die Brille aus dem Schrank. Zur Not mit dem Breitschwert.

Magnus: Ich bin kein Tierarzt. Ich gebe auch nicht vor, einer zu sein. Es sei denn, es ist eine Demo für Petleo und ich tue so, als wüsste ich, was ich tue.

Trotzdem hatte ich mein Leben lang mit Tierärzt:innen zu tun. Als langjähriger Tierhalter war der Besuch beim Tierarzt nie etwas, worauf ich mich gefreut habe. Nicht, weil die Tierärzt:innen schlecht waren. Ganz im Gegenteil. Sondern weil man immer hofft, dass alles in Ordnung ist und man am liebsten gar nicht hinmüsste.

Vor anderthalb Jahren ergab sich dann die Möglichkeit, in der Tiermedizinbranche zu arbeiten. Und relativ schnell wurde mir klar, dass das mehr ist als ein Job. Mehr als eine Beschäftigung. Es ist eine Aufgabe.

Und wenige Monate später kam dann mein Partner in Crime dazu. Dr. Björn Becker. Und ja, wichtig, Doktor Björn Becker. Nicht nur eine Koryphäe in der Branche, sondern Tierarzt durch und durch, Praxisinhaber, Unternehmer und jemand, der wirklich etwas verändern will.

Björn: Was viele nicht sehen: Tierarzt zu sein ist ein großartiger Beruf, aber auch ein sehr harter Beruf. Man arbeitet viel, man trägt jeden Tag Verantwortung, man trifft Entscheidungen, die nicht immer leicht sind, man hat emotionale Gespräche mit Tierhalter:innen, wirtschaftlichen Druck, Personalmangel und gleichzeitig den Anspruch, medizinisch immer besser zu werden. Viele Tierärzt:innen machen diesen Job aus Leidenschaft und genau diese Leidenschaft wird oft ausgenutzt, weil man eben nicht einfach sagt: „Dann mache ich halt um fünf Feierabend“.

Und genau darin liegt das eigentliche Problem: Wir haben ein System gebaut, das davon lebt, dass Menschen dauerhaft über ihre eigenen Grenzen gehen. Das funktioniert eine Zeit lang. Aber nicht auf Dauer.

Wir haben uns daran gewöhnt, Symptome zu behandeln. Mehr arbeiten, noch einen Termin reinquetschen, irgendwie den Tag überstehen. Aber wir gehen viel zu selten an die Ursachen. Und die liegen oft nicht in der Medizin, sondern in der Struktur dahinter.

Magnus: Und genau an der Stelle haben wir relativ schnell gemerkt, dass wir beide aus unterschiedlichen Richtungen kommen, aber eigentlich das Gleiche wollen.

Björn: Ja, das stimmt. Unsere Vergangenheiten passen erstaunlich gut zusammen. Ich komme aus der Praxis, aus dem echten Alltag mit Patient:innen, Mitarbeiter:innen, Notdiensten und wirtschaftlicher Verantwortung. Magnus kommt nicht aus der Tiermedizin, aber aus Marketing, Vertrieb, Aufbau von Strukturen und Unternehmen. Und ziemlich schnell haben wir gemerkt, dass genau diese Kombination gut funktioniert.

Was Magnus an tierärztlichem Know-how fehlt, gleicht er durch Wahnsinn und Antrieb aus. Und das meine ich wirklich positiv. Manchmal braucht eine Branche auch Jemanden von außen, der fragt, warum Dinge eigentlich so gemacht werden, wie sie gemacht werden.

Und manchmal braucht es genau diesen Blick von außen, um zu erkennen, dass wir viele Dinge nicht deshalb so machen, weil sie gut sind, sondern weil wir sie schon immer so gemacht haben.

Magnus: Und genau da ist unser Match. Wir haben beide keine Lust mehr und – ehrlich gesagt – auch keine Zeit mehr, darauf zu warten, dass sich Dinge irgendwann von alleine verändern. Also ziehen wir sinnbildlich das Breitschwert und gehen die Themen an.

Björn: Wobei das Breitschwert nicht bedeutet, dass wir alles kaputt machen wollen. Aber manchmal muss man Dinge klar aussprechen. Die Tiermedizinbranche hat strukturelle Probleme: Personalmangel, zu viel Arbeit, zu wenig Zeit für den einzelnen Patienten, wirtschaftlicher Druck und gleichzeitig steigende Erwartungen von Tierhalter:innen. Viele Praxen funktionieren nur noch, weil die Menschen darin unglaublich engagiert sind und ständig über ihre Grenzen gehen.

Und das Gefährliche ist: Von außen sieht das oft noch wie ein funktionierendes System aus. Termine werden abgearbeitet, Tiere werden behandelt, der Laden läuft. Aber innen drin brennt es an vielen Stellen längst.

Wenn wir ehrlich sind, dann stehen wir nicht vor kleinen Optimierungen. Wir stehen vor der Frage, wie wir diesen Beruf langfristig gesund halten. Für die Tiere. Aber vor allem für die Menschen, die ihn jeden Tag ausüben.

Magnus: Und genau das hat mich von Anfang an beeindruckt. Diese Branche funktioniert, weil dort Menschen arbeiten, die ihren Job nicht nur als Job sehen. Tierärzt:innen und ihre Mitarbeiter:innen, die länger bleiben, die noch einen Termin dazwischen schieben, die ans Telefon gehen, obwohl der Tag eigentlich schon vorbei ist.

Aber hinter dieser Strahlkraft steckt eben auch eine andere Seite: Burnout, psychischer Druck, unterbezahlte Mitarbeitende, Frust im Alltag.

Was viele außerhalb der Branche nicht wissen: Der tierärztliche Beruf gehört zu den Berufen mit besonders hoher psychischer Belastung. In vielen Veröffentlichungen wird seit Jahren darauf hingewiesen, dass Burnout und auch Suizid in dieser Berufsgruppe ein ernstes Thema sind. Das sind keine Einzelfälle. Das sind strukturelle Probleme.

Björn: Und viele Tierärzt:innen glauben, dass das einfach dazugehört. Dass man halt viel arbeitet, dass man immer unter Druck ist, dass man wirtschaftlich kämpfen muss. Aber so muss es nicht sein. Viele Probleme entstehen nicht, weil Tierärzt:innen schlecht arbeiten, sondern weil Organisation, Prozesse und Kommunikation nicht mehr zu dem passen, was heute in Praxen passiert.

Wir arbeiten in einem hochmodernen medizinischen Umfeld, aber oft mit Strukturen, die aus einer anderen Zeit stammen. Und genau diese Lücke sorgt dafür, dass so viel Energie verloren geht.

Magnus: Und genau deswegen stellen wir uns immer wieder die gleiche Frage: Wie können wir diese Branche gesund machen. Nicht nur die Tiere, sondern auch die Menschen, die in dieser Branche arbeiten.

Wir möchten, dass Tierärzt:innen das sein können, was sie eigentlich sein wollen. Helfende für Tiere in Not. Und wir wollen, dass Tiergesundheit im Vordergrund steht und nicht erst das kranke Tier, das in die Praxis kommt.

Björn und ich werden von außen manchmal als Wikinger bezeichnet, die mit dem Breitschwert durch die Branche laufen und alte Konstrukte einreißen. Und vielleicht passt dieses Bild tatsächlich ganz gut.

Björn: Wenn man die Wikinger-Analogie weiterführt, dann passt eigentlich etwas anderes noch besser: Wir stehen nicht mehr am Anfang. Wir haben lange genug analysiert, diskutiert und erklärt. Jetzt geht es ums Umsetzen.

Das Boot liegt nicht mehr irgendwo am Horizont. Es liegt direkt vor uns. Bereit.

Und wir werden losfahren.

Nicht, weil alles perfekt ist, sondern weil es nie perfekt sein wird, wenn man immer nur wartet.

Wir haben Platz auf diesem Boot. Für alle, die nicht länger zuschauen wollen. Für alle, die bereit sind, Dinge anders zu machen: Klarer. Strukturierter. Gesünder.

Magnus: Und damit sind wir bei der Brille.
Die Brille liegt im Schrank.

Sehr viele Menschen brauchen eine Brille. Sehr viele Menschen besitzen eine Brille. Aber die beste Lesebrille bringt nichts, wenn sie im Schrank liegt. Und auch das Argument, dass man sich nicht an eine Brille gewöhnen kann, lässt sich nur durch Eines lösen: Man setzt sie auf und trägt sie.

Und genau so ist es in unserer Branche.
Die Lösungen für viele Probleme sind längst da.

Die Brille liegt im Schrank.
Die Software liegt im Schrank.

Die Unternehmen, die Tierarztpraxen bei Organisation, Kommunikation, Terminmanagement und vielen anderen Dingen unterstützen können, sind da und warten nur darauf, eingesetzt zu werden.

Björn: Digitalisierung, bessere Organisation, klare Prozesse, Kommunikation mit Tierhalter:innen, Terminmanagement. Das sind keine Zukunftsthemen mehr. Das sind Themen von heute. Und sie entscheiden am Ende darüber, ob eine Praxis dauerhaft gesund arbeiten kann oder nicht.

Die Brille ist da. Man muss sie nur aufsetzen. Und wenn ihr nicht wisst, wo sie liegt, sprecht uns an. Das sage ich als Tierarzt und als CEO von Petleo.

Und wenn wir wieder bei den Wikingern sind: Wir sind unterwegs mit dem Breitschwert und den lauten Hörnern, die Veränderung verheißen: Es gibt nicht noch eine weitere Diskussion am Strand, sondern jetzt den Moment, in dem man einsteigt und loslegt.

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Erfolgreiches Klassentreffen

22.01.2026

Auch der 13. Leipziger Tierärztekongress (LTK), der vom 15.-17. Januar auf dem Gelände der Messe Leipzig stattfand, war wieder ein großer Erfolg. Der LTK ist einfach ein Besuchermagnet. Das hat verschiedene Gründe: der tolle Standort Leipzig mit seiner modernen Messe, das vielfältige und fachlich großartige Programm, die perfekte Organisation und die rauschenden Partys – um nur einige zu nennen. Die Zufriedenheit der Besucher:innen spiegelt sich auch in der Teilnehmerbefragung wider: 93 Prozent der Teilnehmer:innen empfehlen den Kongress weiter.

In diesem Jahr pilgerten rund 7.400 Tierärzt:innen, TFAs und Studierende mit 580 Referierenden zur größten deutschsprachigen veterinärmedizinischen Fortbildungsveranstaltung. Parallel zu den Vortragsveranstaltungen präsentierten 352 Aussteller aus 20 Ländern in der ausverkauften Industrieausstellung vetexpo europe ihre Produkte, Services und Technologien für den tierärztlichen Alltag – in diesem Jahr waren neben Glücksrädern, VR-Brillen an den Ständen en vogue und KI-Assistenten für den tierärztlichen Alltag wurden vorgestellt. Es gab eine Sonderschau zum Thema „One Health“ sowie eine Start-up Corner. Und nicht zu vergessen auch die Jobmesse vetjobs24 CAREER CORNER mit angeschlossenen Workshops und dem Berufsorientierungstag am Samstag.

Das Besondere an Leipzig ist vor allem die gute Stimmung unter allen Beteiligten. Der häufig für den LTK verwendete Begriff „größtes Klassentreffen der Tiermedizin“ im DACH-Raum ist hier durchaus passend. In der Regel hat man selbst am dritten Tag noch nicht alle Aussteller auf der vetexpo wahrgenommen und auch nur sehr ausgewählt Vorträge besuchen können, da das ganze Drumherum und die vielen Kolleg:innen, die man trifft, die Tage einfach wie im Flug vergehen lassen.

Prof. Dr. Uwe Truyen von der Veterinärmedizinischen Fakultät Leipzig sagte über seinen letzten Kongress als Kongresspräsident: „Die vergangenen drei Tage haben eindrucksvoll gezeigt, wie innovativ, lebendig und facettenreich die Tiermedizin ist. Die große Beteiligung, die hohe Qualität der Beiträge und die intensiven Diskussionen haben den Leipziger Tierärztekongress erneut zu einem Ort gemacht, an dem Wissen vermittelt und gemeinsam weitergedacht wird.“

 „Der Leipziger Tierärztekongress hat unsere Erwartungen übertroffen. Er ist das zentrale Forum unserer Branche – ein Ort, an dem Leidenschaft für Tiergesundheit sichtbar wird. In diesem Jahr wurde deutlich: Tiergesundheit lebt von einem starken Ökosystem – getragen von der veterinärmedizinischen Community, Wissenschaft, Politik und Industrie. Nur gemeinsam können wir Herausforderungen wirklich gestalten“, betont Sandra Quintero, Geschäftsführerin der Boehringer Ingelheim Vetmedica GmbH.

Besonderes Highlight in diesem Jahr war European Conference on Veterinary and Medical Education zu Gast in Leipzig. Expertinnen und Experten aus neun Ländern, darunter Brasilien, Großbritannien, Irland, Israel, Italien, Slowenien und Ungarn, beleuchteten aktuelle Herausforderungen der veterinärmedizinischen Ausbildung. Im Fokus standen der internationale Vergleich von Ausbildungsmodellen, der Einsatz von Künstlicher Intelligenz in Lehr- und Lernprozessen sowie die Frage, inwieweit Tiere in der Ausbildung notwendig sind. Ziel der Konferenz war es, neue didaktische Ansätze zu diskutieren, erprobte Konzepte weiterzuentwickeln und den internationalen Dialog zu stärken, auch im Sinne einer engeren Vernetzung europäischer Ausbildungsstandorte.

Wie zukunftsgerichtet Tiermedizin und Agrartechnologie zusammenspielen können, machte die Sonderschau in Halle 2 erfahrbar. Blickfang war der LKW der Veterinärmedizinischen Fakultät der Universität Leipzig, der als mobile Großtierklinik dient. Zahlreiche Besucherinnen und Besucher informierten sich vor Ort über Ausstattung und Einsatzmöglichkeiten. Mit an Bord: unter anderem telemedizinische Technik, die tiermedizinische Daten in Echtzeit über eine VR-Brille direkt aus dem Fahrzeug in die Klinik überträgt.

Daher empfehlen wir, sich den 20. bis 22. Januar 2028 jetzt schon frei zu halten, wenn sich erneut die Türen der Glashalle der Leipziger Messe öffnen für den 14. Leipziger Tierärztekongress.

Und für alle, die nicht zwei Jahre warten wollen, gibt es am 5./6.2.2027 erstmals in Stuttgart die vedmed – Tiermedizintage Baden-Württemberg. Die Veranstaltung ist eine Kooperation der Tierärztekammer Baden-Württemberg und der Leipziger Messe.

Dr. Julia Henning

Das Team von Vetion.de hat diesen Tierärztekongress einmal anders als in den letzten Jahren erlebt: Wir unterstützten die Social Media-Aktivitäten der Leipziger Messe. Wir bedanken uns für das entgegengebrachte Vertrauen und für die angenehme Zusammenarbeit. Es hat uns viel Spaß gemacht, die Besucher:innen, Ausstellenden und Oranisator:innen auf diesem Wege vor und hinter der Kamera kennenzulernen/wiederzusehen. Das Ergebnis der Zusammenarbeit können Sie auf dem Instagram-Kanal des Leipziger Tierärztekongress oder auf dem von Vetion.de sehen.

Hier eine kleine Rückschau:

Adventskalenderspiel für Tierärzt:innen

26.11.2025

Wissenschaftliche Erkenntnisse aus über vier Jahren Anwendung von Bedinvetmab (Librela) bei Hunden mit Osteoarthrose

01.09.2025

Diese Information steht nur Tierärztinnen und Tierärzten zur Verfügung.

Bitte registrieren Sie sich entsprechend, wenn Sie noch keinen VETS-Account bei Vetion.de besitzen, oder loggen Sie sich ein.

Zur Registrierung Login

Zoetis präsentiert die Zukunft der Diagnostik

25.06.2025

Zoetis Deutschland hat am 17. Juni 2025 in Berlin einer kleinen Runde von internationalen Journalist:innen seine innovative Inhouse-Diagnostik vorgestellt.

Abhay Nayak, President of Global Diagnostics bei Zoetis, führte die Gäste zunächst in die Welt der Diagnostik ein, die Zoetis im Jahr 2018 als völliger Neuling erstmals betreten hat. Dem selbst gesetzten langfristigen Ziel, das Wohlbefindens der Tiere in jeder Lebensphase zu verbessern, kommt das Pharmaunternehmen auch damit Schritt für Schritt näher. Mit dem Vetscan Imagyst® wurde eine vielseitig einsetzbare Plattform für Veterinärmediziner:innen geschaffen. Eine KI- und Digitalmikroskopie-Lösung verkürzt die medizinischen Dienstleistungen und stellt Ergebnisse in Echtzeit bereit.  

Bereits in wenigen Wochen wird das Unternehmen den Vetscan OpticellTM auf den deutschen Markt bringen. Das kassettenbasierte, KI-gesteuerte Hämatologie-Analysegerät unterstützt die Veterinär:innen bei der Blutuntersuchung ihrer Patienten. Dabei werden durch die Kombination von fachmännisch geschulten KI-Algorithmen mit der VEF-Technologie bei jedem OptiCell-Probendurchlauf Hunderttausende von Zellen gezählt und ein vollständiges Blutbild (CBC) nach 22 Parametern erstellt. Dazu gehören neben Neutrophilen, Lympho- und Monozyten sowie Eosino- und Basophilen auch Hämoglobin, Hämatokrit und Blutplättchen.

Für ein vollständiges hämatologisches Bild können die CBC-Ergebnisse des Vetscan OptiCell mit dem Vetscan Imagyst® AI Blutausstrich kombiniert werden.

Eine Besonderheit des Gerätes sind die Einwegkartuschen, in dem sich sowohl die Blutprobe, als auch alle Reagenzien und Abfall sammeln. Dies bietet einen bedeutenden Vorteil gegenüber der herkömmlichen, auf Reagenzienpackungen basierenden Technologie, die eine einfache Anwendung und minimale Wartung gewährleistet, ohne Kalibrierung auskommt und eine Kreuzkontamination der Proben verhindert.

Künstliche Intelligenz für bessere Diagnosen

Mit KI-gestützten Diagnosen und einem virtuellen Labor transformiert Zoetis die Veterinärdiagnostik. Der Vetscan Imagyst® mit seiner modernen Technologie unterstützt die behandelnden Tierärzt:innen dabei, die Wartezeit der Tierhalter:innen massiv zu verkürzen. Die innovative Technologie spart Zeit, Kosten und Platz.

Nach den vielen spannenden Informationen und einer praktischen Vorführung durch Dr. Martin Schröder, Veterinary Specialist Diagnostic, juckt es allen Anwesenden in den Fingern, sie möchten gern selber Hand anlegen. Dr. Julia Gerdes, Tierärztin und Fachredakteurin bei der Schlüterschen, traut sich als Erste, die Blutanalyse mit Hilfe der innovativen Kartusche und dem Gerät in Gang zu setzen. Rasch ist sie von der leichten Bedienung überzeugt. Innerhalb von nur wenigen Minuten erscheinen Bilder und Werte auf dem Monitor.

Dr. Richard Goldstein, Global Chief Medical Officer bei Zoetis, betont auf Nachfragen, dass die eingesetzte KI selber keine Diagnose stellt, sondern lediglich Hinweise gibt. Dank Deep Learning anhand von tausenden Bildern kann die KI innerhalb kürzester Zeit Probleme aufzeigen und Berichte erstellen. Auf diese Weise können schnell präzise Entscheidungen getroffen sowie Krankheiten erkannt werden. Anhand der hochaufgelösten Bilder auf dem Monitor kann der behandelnde Tierarzt den Tierbesitzer:innen direkt vor Ort die Diagnose erklären und die Notwendigkeit der Therapie nachvollziehbar vermitteln.

Die Daten jeder Analyse werden ohne notwendige extra große Speicherkapazität in einer Cloud gesammelt. Ein weiterer wichtiger Faktor ist die einzigartige Kartusche mit dem Tube-System, wodurch das Innere des Gerätes frei von Verunreinigungen bleibt.

Fazit

KI-gestützte diagnostische Bildgebung in der Praxis bietet Gesundheitsteams die Möglichkeit, den Zugang zur Versorgung zu verbessern und den Patienten eine zeitnahe, individualisierte Versorgung zu bieten. Der von Zoetis präsentierte Ausblick in die Praxis der Zukunft war sehr spannend und gibt einen Vorgeschmack, wie KI und innovative Technologie die Tiermedizin und die tierärztliche Arbeit in Zukunft verändern werden.  

Gaby DeMuirier für Vetion.de

In Chemnitz auf die Haut geschaut

25.03.2025

Ob auf, in oder unter der Haut – in Chemnitz drehte sich auf der vom Fachzentrum für Kleintiermedizin Chemnitz organisierten DGVD-Tagung fachlich beinahe alles um die Dermatologie. Eine Ausnahme machten die Vorträge des Dessauer Zukunftskreis (DZK) zum Thema ChatGPT & Co – KI und Digitalisierung in der Tiermedizin und Telemedizin in der Dermatologie.

Vom 21.-23. März 2025 trafen sich in der Europäischen Kulturhauptstadt Chemnitz 2025 mehr als 400 interessierte Tierärzte, TFAs, Referenten und Aussteller, um sich über Hautprobleme und deren Behandlungsoptionen auszutauschen. Dies geschah im Rahmen von Seminaren, Workshops und Vortragsveranstaltungen.

In den Pausen traf Mann/Frau sich auf der angeschlossenen Industrie-Ausstellung. Die Liste der Aussteller ging hier von Amamus Vet, über Boehringer-Ingelheim, Ceva, Hill’s, Ideex, Neoplas, Royal Canin und VetConcept bis zu Zoetis, um nur einige zu nennen.

Natürlich gab es neben dem fachlichen Fokus auch noch ein zum Austauschen und Networken angelegtes Rahmenprogramm. So fand das Get Togehter am Freitagabend bei Häppchen und Drinks sehr stylisch im Smac (Staatliches Museum für Archäologie Chemnitz) statt. Zum Gesellschaftsabend am Samstag wurde dann gleich ins Pentagon geladen. Beiden Einladungen wurde zahlreich gefolgt, die Atmosphäre war relaxed und ausgelassen. Das hat nicht zuletzt auch an der herausragenden Organisation der Veranstalter und der Leitung von Doreen Meyer und Dr. Jessica Gold gelegen, die alles perfekt im Griff hatten und trotz allem einen sehr entspannten Eindruck machten und für jedermann ein wenig Zeit für einen zumindest kurzen Plausch aufgebracht haben – und dies neben der Teilnehmerbegrüßung, der Eröffnungsrede, dem Programmvorsitz und der Überwachung der Abläufe, um nur einiges zu nennen.

Fazit
Eine fachlich wie organisatorisch hervorragende Veranstaltung mit viel Flair und Raum für Gespräche. Tolle Leistung – vielen Dank an alle Beteiligten.

Warum man sich die DGVD-Jahrestagung in Chemnitz nicht entgehen lassen sollte

26.02.2025

Doreen Meyer ist Tierärztin und leitet das Fachzentrum für Kleintiermedizin am Chemnitz Center. In diesem Jahr richtet sie außerdem gemeinsam mit Dr. Jessica Gold als Tagungspräsidentinnen die Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Veterinärdermatologie in Chemnitz – der Kulturhauptstadt Europa 2025 – aus. Die Tagung findet vom 21. bis 23. März 2025 im Carlowitz Congresscenter statt. Im Interview mit Dr. Julia Henning von Vetion.de erzählt sie, warum man die Tagung nicht verpassen sollte.

Dr. Julia Henning (Vetion.de): Warum sollte man diese Tagung als Dermatologie interessierte:r Tierärzt:in unbedingt besuchen?

Doreen Meyer: Die DGVD-Tagung 2025 bietet eine einzigartige Gelegenheit, sich über die neuesten Entwicklungen in der Veterinärdermatologie zu informieren. Unter dem Motto „Eine Reise durch die Dermatologie – vom Hautproblem zur Lösung“ werden aktuelle diagnostische und therapeutische Ansätze präsentiert. Neben klassischen Themen wie Dermatopathologie oder Allergiemanagement stehen auch zukunftsweisende Themen wie Telemedizin und künstliche Intelligenz in der Tiermedizin im Fokus. Zudem gibt es zahlreiche Möglichkeiten, sich mit Fachkollegen und renommierten Experten auszutauschen – und das in der inspirierenden Atmosphäre der Kulturhauptstadt Europas 2025, Chemnitz.

Henning: Welches sind die fachlichen Highlights des Programms und was sollte man drum rum nicht verpassen?

Meyer: Zu den Highlights zählen interdisziplinäre Sessions wie „Dermatologie meets Chirurgie in der modernen Wundheilung“ sowie die spannende Podiumsdiskussion zur „Telemedizin in der Dermatologie“. Besonders interessant ist auch der Themenblock „HNO meets Dermatologie“, der die Verbindung zwischen beiden Fachbereichen beleuchtet. Neben Vorträgen zur Kleintier- und Pferdedermatologie gibt es auch spezielle Sessions zur Dermatologie von Heimtieren.

Neben dem fachlichen Programm sollten die Teilnehmer:innen unbedingt das Get-Together im Staatlichen Museum für Archäologie Chemnitz (SMAC) am Freitagabend sowie den legendären Gesellschaftsabend im Pentagon³ mit Live-Musik nicht verpassen. Chemnitz selbst bietet zudem viele kulturelle Highlights – von Museen bis hin zu Ausflügen ins Erzgebirge.

Henning: Wie ist Deine Verbindung zur Dermatologie?

Meyer: Als Mitgründerin des Fachzentrums für Kleintiermedizin am Chemnitz Center habe ich mich intensiv mit der dermatologischen Versorgung von Kleintieren auseinandergesetzt. Dermatologische Fälle erfordern oft detektivisches Gespür, interdisziplinäres Denken und enge Zusammenarbeit mit den Tierbesitzer:innen – Aspekte, die mich besonders faszinieren. Die Möglichkeit, durch gezielte Diagnostik und moderne Therapien eine deutliche Verbesserung der Lebensqualität für die Tiere zu erzielen, macht die Dermatologie für mich zu einem besonders spannenden Fachgebiet.

Henning: Mit wie vielen Kolleg:innen rechnest Du?

Meyer: Wir erwarten über 350 Teilnehmer, darunter Tierärzt:innen, Tiermedizinische Fachangestellte sowie Expert:innen aus Industrie und Forschung. Die stetig wachsende Bedeutung der Dermatologie in der Tiermedizin zeigt sich auch an der hohen Nachfrage nach Fortbildungen – und genau hier bietet die DGVD-Tagung die perfekte Plattform zum Wissensaustausch.

Ich freue mich sehr auf die Tagung und darauf, viele bekannte und neue Gesichter in Chemnitz zu begrüßen! 😊

Henning: Ich bin jetzt schon sehr gespannt und freue mich, in Chemnitz als „Beobachterin“ dabei sein zu dürfen!

Mehr Informationen zur Tagung, das Programm sowie zur Anmeldung unter www.dgvd.org





Verbändetreffen auf der Grünen Woche in Berlin

24.01.2025

Am Donnerstagabend (23.1.25) fand im Rahmen der Internationalen Grünen Woche in Berlin auf der Bühne des Erlebnis Bauernhofs der gemeinsame Netzwerkabend vom Bundesverband praktizierender Tierärzte (bpt), Bund für Tiergesundheit (BfT) und dem Deutschen Verband Tiernahrung (DVT) statt. Nach den Grußworten des bpt-Präsindenten Dr. Siegfried Moder, der Geschäftsführerin des BfT, Dr. Sabine Schüller, und Dr. Hermann-Josef Baaken, dem Sprecher der Geschäftsführung, hielt MdB Herrmann Färber, der Vorsitzende des Bundestagsausschusses für Ernährung und Landwirtschaft, einen Impulsvortrag um Nahrungsmittelproduktion und -sicherheit und die damit nicht selten verbundenen Probleme und Auflagen.

Anschließend fand eine Podiumsdiskussion über „Gesunde Tiere, Gesundes Klima, Gesunde Lebensmittel“ statt, an der neben Färber noch Tierärztin Dr. Johanna Sieverding sowie Dagmar Klingelhöller, die Geschäftsführerin der AHG Schweineservice, und Diana Wicht als Supply Chain Lead von McDonalds Deutschland teilnahmen. Moderiert wurde die Veranstaltung von Tanja Samrotzki.

Nach dem offiziellen Teil startetet ein nettes Get-Together, bei dem sich intensiv ausgetauscht wurde.

Das war der bpt-Kongress 2024

21.11.2024

Der bpt-Kongress in Hannover – eine Erfolgsgeschichte. In diesem Jahr nahmen vom 14. bis 16. November 2024 knapp 3.000 Tierärzt:innen, Praxismanager:innen und TFAs teil. Hinzu kamen noch rund 200 Referierende und zahlreiche Gäste. Dennoch kehrt der bpt dem Konzept, den bpt-Jahreskongress parallel zur EuroTier stattfinden zu lassen, ab 2026 den Rücken. Die Gründe für diese strategische Neuausrichtung nach sechzehn Jahren seien die generell sinkenden Zahlen an Nutztier- und Gemischtpraktiker:innen und die zu befürchtenden Besucherrückgänge im Bereich der Kleintier- und Pferdepraktiker, den traditionell stärksten Teilnehmergruppen beim bpt-Kongress, durch die deutlich gestiegenen Hotelkosten während der EuroTier.

Von den meisten Teilnehmenden sowie von den 162 vertretenen Ausstellerfirmen auf der Fachmesse wurde diese Nachricht positiv aufgenommen. Der nächste bpt-Kongress in Hannover findet vom 18. bis 21. November 2026 statt.

In diesem Jahr gab es im Fachprogramm verschiedene Beiträge zu Künstlicher Intelligenz (KI) – wo sie in der Tiermedizin sinnvoll eingesetzt werden kann und was dabei beachtet werden muss. Ebenfalls fanden sich einige Programmpunkte zur Digitalisierung der Veterinärmedizin bzw. zur notwendigen digitalen Transformation, die in den kommenden Jahren in den Praxen umgesetzt werden sollte, um Personalressourcen zu sparen und zukunftsfähig zu werden. Denn mithilfe von geeigneten Praxismanagementprogrammen, Online-Terminbuchungen und smarten Programmen zum Berichteschreiben und zur Diagnostik lassen sich viele Abläufe sowohl in der Nutztier- als auch in der Pferde- und Kleintierpraxis effektiver gestalten. In der gewonnenen Zeit können mehr Patienten behandelt werden. In jedem Fall in der Theorie eine Win-Win-Situation. Allerdings muss sich die Mehrzahl der Tierärzt:innen dafür noch einiges an digitalen Kompetenzen aneignen.

Neben den Fachvorträgen standen aber auch die berufspolitischen Veranstaltungen und Round Tables auf dem Programm, wie z.B. die Vorstellung des Tierärzte Atlas Deutschland 2024 durch Jörg Held vom Dessauer Zukunftskreis mit anschließender Diskussion (Anke Zankl, Kim Usko, Heiko Färber, Hubertus Keimer), welches denn nun die aus den Fahlen, Daten und Fakten ableitbaren nächsten Schritte sind, um dem Fachkräftemangel in der Tiermedizin entgegen zu wirken. Dazu gehört die Förderung der Selbständigkeit (von Frauen), gute und professionelle Angebote für Wiedereinsteiger:innen und die zügige berufliche wie gesellschaftliche Integration ausländischer Tierärzt:innen.

Selbstverständlich mangelte es auf dem bpt-Kongress auch nicht an Seminaren und Workshops (u.a. Existenzgründung, Ökonomie/ GOT, mentale Gesundheit, Praxisführung, Gewaltprävention).

 „Ich bin stolz, dass wir der Tierärzteschaft jedes Jahr so eine breite Palette an spannenden Vorträgen, Seminaren und eine innovative Fachmesse anbieten können“, freute sich der gerade zum 3. Mal wiedergewählte bpt-Präsident Dr. Siegfried Moder.

Dr. Julia Henning

DVG-Vet-Congress in Berlin gut besucht

04.11.2024

Rund 2.900 Tierärzt:innen und TFAs besuchten in diesem Jahr den DVG-Vet-Congress im Berliner Hotel Estrel.

Gleichzeitig feierte der DVG-Congress in diesem Jahr damit auch sein 70-jähriges Jubiläum, was mit einem kleinen Umtrunk am Freitag am  DVG-Stand gefeiert wurde. Los ging es am Donnerstagabend im Vorfeld der Berliner Sause mit Bier und Currywurst mit der Begrüßung durch den DVG-Präsidenten Prof. Martin Kramer und den Kongresspräsidenten Dr. Ingmar Kiefer. Dieser ging in seiner Rede auf die Notwendigkeit von Wissenschaft und wissenschaftlicher Arbeit ein, wobei er bei den anwesenden Studierenden für eine wissenschaftliche Karriere warb. Um dies zu unterstreichen, gab es nach dem Vortrag von Prof. Tim Landgraf (FU Berlin) zum Thema „Wie kann KI uns dabei helfen, Tiere besser zu verstehen und vielleicht sogar mit ihnen zu kommunizieren?“ auch die alljährlichen Preisverleihung.

Allen voran die Richard-Völker Medaille, die in diesem Jahr an Prof. Michaele Alef (Universität Leipzig) und Prof. Andrea Meyer-Lindenberg (LMU München) verliehen wurde. Der Martin-Lerche-Wissenschaftspreis ging in diesem Jahr an Prof. Johann Schäffer, der einmal mehr in seiner Dankesrede mit viel Scharfsinn und Humor überzeugte. Der Anton-Mayer Preis wurde  an Dr. Jasmin Neßler verliehen und Henrike Krüger-Haker wurde mit dem Preis der Höhner-Stiftung ausgezeichnet. Der Preis der Bruns-Stiftung ging an Dr. Christiane Schnabel. Zudem gab es noch mehrere Preise für Nachwuchswissenschaftler:innen.

Das dreitägige Vortragsprogramm wurde am Freitag und am Samstag von einer Industrieausstellung begleitet, in der sich die Besucher:innen gut auf die Stände verteilt haben, so dass es kaum Gedränge gab, aber regen Austausch. Unter anderem hat der Dessauer Zukunftskreis (DZK) hier an einem Stand den Tierärzte Atlas Deutschland der Presse sowie den interessierten Kolleg:innen vorgestellt.

Außerdem gab es am Freitagabend eine vom DVG organisierte Feier im Hotel Estrel.

Fazit:
Alles in allem ein guter Kongress, der sicherlich auch im kommenden Herbst wieder auf unserer Agenda stehen wird.

Dr. Julia Henning

Unsere Empfehlung

29.02.2024

BRAVECTO® Injektion für 1 Jahr Floh- und Zeckenschutz

Innovative Fluralaner-Formulierung erhält EU-Zulassung

Zweiter Austausch zum Tierarztmangel in Wörlitz

05.10.2023

Sieben Maßnahmen wider den Tierärztemangel haben rd. 60 Vertreter:innen der Veterinärbranche aus Kammern, Verbänden, Praxis und Industrie Ende September auf Einladung des Dessauer Zukunftskreises (DZK) in Wörlitz diskutiert – und konkrete Schritte auf den Weg gebracht. Keine Maßnahme wird allein den Tierarztmangel und damit eine angemessene tierärztliche Rund-um-die-Uhr-Versorgung der Haus- und Nutztiere sicherstellen können. Aber in der Addition könnten sie zügig umgesetzt bereits kurzfristig Verbesserungen bringen. Ein Überblick:

Notdienstberuf braucht Arbeitszeitflexibilisierung

Für den Notdienstberuf Tierarzt ist das enge Korsett des Arbeitszeitgesetzes mit acht bzw. in Ausnahmen max. zehn Stunden Arbeitszeit gefolgt von mindestens elf Stunden Ruhezeit absolut ungeeignet. Darüber herrscht Einigkeit. Doch der Weg zu einer Arbeitszeitflexibilisierung wird in der Branche – und so auch in Wörlitz – intensiv diskutiert. Aktuell haben der Bundesverband praktizierender Tierärzte (bpt), die Bundestierärztekammer und 16 Landestierärztekammern einen gemeinsamen Appell an die Politik gerichtet, das Arbeitszeitgesetz anzupassen (Lockerung der Tages-Höchstarbeitszeit bei unveränderter Wochenhöchstarbeitszeit).

Arbeitsbedingungen und Tarifvertrag – angestellte Tierärzte in den Praxen bald in der Mehrheit

Der andere, branchenintern zu gehende Weg wäre ein Tarifvertrag. In diesem kann man flexible Arbeitszeiten vereinbaren. Er regelt dann auch weitere Arbeitsbedingungen, zum Beispiel Gehalt und Überstundenvergütung, Urlaubstage und Teilzeitfragen. Viele Praxisinhaber:innen fremdeln noch mit diesem Weg.

In der Realität gibt bereits jetzt in sechs von 17 Landestierärztekammern weniger Praxisinhaber:innen als in den Praxen angestellte Tierärzt:innen. Darunter in großen Bundesländern wie Niedersachsen und NRW. Spätestens 2024 wird sich das bundesweite Zahlenverhältnis umgekehrt haben und dann durch den Demographischen Wandel (Stichwort Baybboomer-Rente der Praxisinhaber:innen) rasant zu Gunsten der Angestellten Tierärzt:innen verändern. Parallel wächst die Zahl der nichttierärztlichen Arbeitgeber (Corporates). Die steigende Nachfrage in Tierarztpraxen, kann momentan nur durch die stetig steigende Zahl angestellter Tierärzt:innen bedient werden

Die Branche muss also eine Balance finden zwischen selbständiger Berufsausübung in Freier Praxis und verlässlich attraktiven Rahmenbedingungen für die angestellten Tierärzt:innen. Es gilt sie sie möglichst in Vollzeit im Beruf zu halten. Das umfasst Vergütung, (Arbeitszeit)Flexibilität, Kompetenzen, Wertschätzung und vieles mehr.

Die DZK-Arbeitsgruppe „Arbeitsbedingungen“ hat hierzu eine Übersicht an Umsetzungstips für Praxisalltag und eine „Checkliste“ entwickelt, die demnächst auf tierarztmangel.de veröffentlicht wird.

Die Stille Reserve – Wiedereinsteiger:innen gezielt fördern

Wie groß die Zahl potentieller Wiedereinsteiger:innen tatsächlich ist, weiß niemand genau. Je nach Datenlesart gibt es ein Potential von 2.000 bis 4.000 approbierten Tierärzt:innen, die zumindest zeitweise dem Beruf den Rücken gekehrt haben. Möglichst viele zurückzugewinnen und künftig im Beruf zu halten, ist ein vergleichsweise „einfacher“ Weg, den Tierärztemangel zu bremsen – und zugleich eine kontinuierliche Aufgabe. Denn bei einem Frauenanteil unter den Tiermedizinstudierenden von rd. 88 Prozent waren in den vergangenen zehn Jahren jährlich zwischen 800 und 900 Tierärztinnen in Elternzeit. Ihnen können und sollten die Arbeitgebenden bedarfsgerechte Rückkehrangebote nach/in der Familienphase machen.

Stichworte sind: Attraktives Einkommen als Grundlage für die Entscheidung weiter im Beruf zu bleiben; die Vereinbarkeit von Beruf und Familie durch verlässliche, kompatible Arbeitszeiten sowie eine verfügbare Kinderbetreuung und eine generelle Wertschätzung von Care Arbeit. Auch ein Tarifvertrag könnte die nötige Motivation und Sicherheit geben, wieder in den Beruf einzusteigen.

Im ersten Schritt sollte die Branche das Informationsangebot für „Wiedereinsteigerinnen“ und ihre Arbeitgebenden verbessern, indem sie Informationen über bestehende Angebote (z.B. Wiedereinsteigerkurse / FAQ „Wie gelingt der Wiedereinstieg“) zentral bereitstellt. Außerdem gilt es die Datenlage über die Zielgruppe zu verbessern und ggf. direkte Ansprachemöglichkeiten über die Kammern zu schaffen. Genauso wichtig ist es, dass der Kontakt der Arbeitgebenden zu den Mitarbeiterinnen während der Elternpause gar nicht erst verloren geht.

Ausländische Tierärzt:innen schneller integrieren

Eine weitere, unmittelbar für den Arbeitsmarkt verfügbare Gruppe, sind Tierärzt:innen aus dem (europäischen) Ausland. Im neuen Fachkräfteeinwanderungsgesetz ist die Tiermedizin jetzt offiziell als „Mangelberuf“ eingestuft. Als solcher soll sie von schnelleren Zulassungsverfahren profitieren können. Doch in der Realität ist selbst für EU-Tierärzte, die eigentlich Niederlassungsfreiheit genießen, der Weg zur Berufsausübung in Deutschland keineswegs einfach: Unterschiedliche Anlaufstellen in 16 Bundesländern, intransparente und zum Teil unnötig lange Verfahren, schrecken Interessenten ab.

Die DZK-Arbeitsgruppe „Fachkräfteintegration“ hat diese Missstände benannt und empfiehlt dringend eine zentrale Anlaufstelle einzurichten, die mehrsprachig(!) Wege durch den Behördendschungel aufzeigt. Notwendig ist auch ein bundeseinheitliches Verfahren für die Kenntnisprüfungen, die von Nicht-EU-Tierärzt:innen zur Erlangung der Approbation abzulegen sind.

Die Sprachhürde ist dabei ein große Hindernis für ausländische Tierärzt:innen. Momentan ist zur Kenntnisprüfung und Berufsausübung das Sprachniveau ‚Deutsch B2‘ verpflichtend. Hier sollte ‚Englisch B2’ als gleichwertig anerkannt werden. Das würde Deutschland auch im Wettbewerb mit anderen Ländern gleichsetzen.

Die Webseite VetWorkGermany.com stellt entsprechende Informationen in Deutsch und Englisch zur Verfügung. Mitglieder des DZK haben außerdem bereits die Projekte support4vetmed.de (Vorbereitung auf die Approbationsprüfungen für Tierärzt:innen aus Drittländern) und deutschkurs-tieraerzte.com mitentwickelt.

Aktueller Bericht zum Thema im Praktischen Tierarzt – Ausgabe 9/2023

Kompetenzen für Tiermedizinische Fachangestellte (TFA) erweitern

Gleich zwei zwei Berufsgruppen können von erweiterten TFA-Kompetenzen profitieren: Die Tiermedizinischen Fachangestellten selbst, weil es ihnen neue Möglichkeiten der beruflichen Weiterentwicklung eröffnet. Auch dort gibt es einen Fachkräftemangel, zu viele TFA verlassen Beruf. Für Tierärzt:innen in den Praxen wird Arbeitszeit frei, wenn TFA mehr Aufgaben übernehmen (dürfen).

Deshalb gilt es kurzfristig die (bestehenden) Aufstiegsfortbildungen und Weiterbildungen bekannter zu machen. Außerdem sollten die Anbieter vernetzt werden und an gemeinsamen Curricula und Standards arbeiten.

Auch der zwischen bpt und dem Verband der Medizinischen Fachangestellten erarbeitet neue „Delegationsrahmen“ muss bekannter und eingesetzt werden.

Für die berufliche Weiterentwicklung bieten sich zwei Wege an: Einer zielt auf breitere medizinische Einsatzgebiete für TFA. Der andere eröffnet Wege ins Praxismanagement. Beides wird aktuell besonders in Großbritannien und den USA aktive vorangetrieben.

Außerdem sollte die zuletzt 2006 überarbeitete Ausbildungsordnung der TFA modernisiert und an die aktuellen Berufsanforderungen angepasst werden.

Der Tierärzte-Atlas – erster Schritt zu „besseren“ Daten

Mit den vorhandenen tierärztlichen Strukturdaten (u.a. Deutsche Tierärztestatistik) lässt sich tatsächliche „Versorgungslage“ in Deutschland nicht abbilden. Um den entsprechenden Bedarf an Tierärzt:innen in Zukunft zu kennen bzw. besser abschätzen zu können, müssen mehr Daten zur Verfügung stehen. Hier sind die Tierärztekammern gefordert, bei ihnen vorhandene Daten (z.B. Alterstruktur der Tierärzteschaft) genauer auszuwerten und ggf. neue Daten zu erheben (z.B. Umfang der Teilzeitarbeit / regionale Abdeckung nach Tierart).

Parallel wird der DZK ein Konzept für einen „Tierärzteatlas“ vorlegen, in dem mit Unterstützung aus der Branche die bereits jetzt verfügbaren Daten attraktiver und aussagekräftiger aufbereitet werden. Das Projekt orientiert sich am französischen „Atlas Demographique de la Profession Vétérinaire“ (Link).

Öffentlichkeitsarbeit – einen schönen Beruf realistisch beschreiben

Es gibt viele Interessenten für das Tiermedizinstudium. Dennoch ist eine verstärkte Öffentlichkeitsarbeit nötig, die ein realistisches Bild des tierärztlichen Berufs mit all seinen Höhen und auch Tiefen abbildet, um die „richtigen“ Bewerber:innen für das Studium anzusprechen. Dazu wurde die Webseite www.beruftierarzt.de eingerichtet. Ein gleichnamiger Instagram-Kanal ist in Vorbereitung.

Der DZK lädt Kolleginnen und Kollegen aus allen tierärztlichen Berufsfeldern ein, beide Formate mit Leben zu füllen, in dem sie Situationen und Eindrücke aus dem Berufsalltag beisteuern (Texte, Videos, Audio-Snipets kontakt@dessauer-zukunftskreis.de).

Für die professionelle Betreuung der Kanäle ist jedoch perspektivisch die Einbindung eines professionellen Dienstleisters notwendig. Dies müsste entsprechend finanziert werden.

Tagungsbilanz

Ausgezeichnet haben das Treffen nicht nur die gut vorbereiteten und aufgearbeiteten Inhalte und die fruchtbaren Diskussionen, sondern auch die freundlich-konstruktive Stimmung, mit der sich alle Beteiligten begegnet sind. Einmal mehr wurde deutlich, wie ernst die Lage und wie groß bereits teilweise die Versorgungslücken durch Tierärzt:innen in Deutschland sind und in absehbarer Zeit noch werden.

Klar ist: Es müssen Lösungen her und zwar möglichst rasch, um auch weiterhin dem Staatsziel Tierschutz durch eine angemessene tierärztliche Versorgung der Haus- und Nutztiere und zwar bei Tag und bei Nacht, gewährleisten zu können. Aber nicht nur im kurativen Bereich besteht ein Mangel an Tierärzt:innen. Dies betrifft auch den Öffentlichen Dienst mit der Lebensmittelsicherheit und dem Tierschutz sowie den Bereich Lehre und Forschung.