Schon bald könnte wieder Geflügelfleisch aus Brasilien in die EU importiert werden. Laut einem Prüfbericht der Behörde der EU-Kommission könne das südamerikanische Land sicherstellen, dass bei der Produktion keine Antibiotika zur Leistungssteigerung eingesetzt werden. Die Kontrollsysteme, die erst vor Kurzem eingerichtet worden seien, funktionierten in den Sektoren Ausbildung und amtlicher Überwachung effektiv, heißt es in dem Bericht.
Ob und wann brasilianisches Geflügelfleisch und Honig in europäische Länder verkauft werden dürfen, entscheiden die Mitgliedstaaten im Ständigen Ausschuss für Pflanzen, Tiere, Lebens- und Futtermittel (SCoPAFF) voraussichtlich am 20. und 21. Oktober 2026.
Anders sieht es bei Rindfleisch aus Brasilien aus. Hier hat die EU-Kommission aktuell offenbar nicht vor, die dortigen Kontrollsysteme zeitnah zu überprüfen, wie Eric Thevenard, Direktor der zuständigen Abteilung in der Generaldirektion Gesundheit (DG SANTE), erklärte. Er verwies auf den etwa zweijährigen Produktionszyklus bei Rindfleisch. Innerhalb der nächsten beiden Jahre sollte es keine Lieferungen geben, so Thevenards Einschätzung.




