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Parasitenprophylaxe: Bessere Aufklärung von Tierhaltenden notwendig

20.03.2026

Am heutigen Freitag (20.3.2026) wird der World Parasite Awareness Day gefeiert. Die von verschiedenen Tiergesundheitsorganisationen und der Veterinärindustrie im vergangenen Jahr ins Leben gerufene Initiative soll das Bewusstsein für die Gesundheitsrisiken schärfen, die Parasiten für Haustiere und Menschen darstellen. Dabei können die Risiken durch konsequenten Schutz einfach verhindert werden. 

Eine aktuelle Umfrage unter 6.500 Besitzer:innen von Katzen und Hunden auf der ganzen Welt ergab jedoch, dass mehr als ein Viertel der Befragten wenig oder gar nicht mit Parasitenrisiken vertraut ist. Hier scheint es einen erheblichen Bedarf für bessere Aufklärung und konsequentere Präventionsgewohnheiten zu geben. Drei Viertel der befragten Tierhaltenden wünschen sich klarere Empfehlungen zur Prävention.

Denn Flöhe, Zecken, Würmer und andere Parasiten können im schlimmsten Fall zu schweren und sogar lebensbedrohlichen Erkrankungen führen. Zecken gehören weltweit zu den am weitesten verbreiteten Ektoparasiten. Die Blutsauger können unter anderem Lyme-Borreliose, Babesiose oder Ehrlichiose übertragen.

Gemäß einer aktuellen Feldstudie von Boehringer Ingelheim wurden in 73 % der untersuchten Parks in deutschen Städten Zecken nachgewiesen, wobei im Frühjahr/Frühsommer deutlich mehr Zecken gefunden wurden als im Herbst. Der Gemeine Holzbock war die dominierende Art unter den identifizierten Zecken, die besonders häufig in Bereichen mit Büschen und Laubstreu gefunden wurden. Tierärzt:innen sind bei einem Großteil der Tierhaltenden die erste Anlaufstelle bei der Risikobewertung sowie der Empfehlung geeigneter Schutzmaßnahmen. Da Parasitenrisiken je nach Region, Saison und Lebensstil variieren, gewinnen individuelle Beratung, regelmäßige Kontrollen und der verantwortungsvolle Einsatz präventiver Lösungen durch Tierärzt:innen an Bedeutung.

ESCCAP

Parasiteawarenessday