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Sachsen ist offiziell ASP-frei

09.02.2026

Seit dem 5. Februar 2026 ist der Freistaat Sachsen offiziell frei von Afrikanischer Schweinepest (ASP). Wie die für Tierseuchenbekämpfung zuständige Sozialministerin Petra Köpping in der vergangenen Woche erklärte, liege der letzte offiziell bestätigte ASP-Fall genau ein Jahr zurück.

„Von uns fällt eine große Last ab. Fünfeinhalb Jahre ASP-Bekämpfung waren für die Beteiligten ein unglaublicher Kraftakt, den wir erfolgreich gemeistert haben. In den ersten drei Jahren haben wir diese Krise noch parallel zur Corona-Pandemie gemanagt. Ich danke allen Beteiligten bei mir im Haus, in der Landesuntersuchungsanstalt, in der Landesdirektion, den Veterinärämtern vor Ort, der Jägerschaft, den Land- und Forstwirten. Es war eine sehr kollegiale und fachlich fundierte Zusammenarbeit. Dank dieser können wir heute das Ende dieser Tierseuche im Freistaat erklären“, so die Ministerin.

Seit dem ersten Ausbruch der Tierseuche im Herbst 2020 wurden in Sachsen insgesamt rund 2.400 ASP-Fälle nachgewiesen. Neben der Errichtung von mehr als 830 Kilometer Schutzzäune, von denen inzwischen rund 480 Kilometer Zäunung zurückgebaut werden konnten, hat der vielfache Einsatz von Kadaversuchhunden und Drohnen sowie hunderte Ernte- und Drückjagden zu einer massiven Reduzierung der Wildschwein-Bestände geführt, so Köpping weiter. Insgesamt hat der Freistaat rund 60 Millionen Euro für die ASP-Bekämpfung aufgebracht.

„Besonders froh bin ich über die Tatsache, dass ein Eindringen des Virus in Hausschweinbestände erfolgreich verhindert wurde. Die Landwirte haben in ihren Betrieben sehr akkurat auf Biosicherheit und Hygiene geachtet. Das wird auch in Zukunft nötig sein, damit das Virus nicht doch einen Weg in diese Bestände findet. Denn nicht nur in Ost- und Südeuropa, sondern auch in den westlichen Bundesländern Hessen und Nordrhein-Westfalen gibt es aktuell ASP-Ausbrüche. Deshalb gilt weiter: Essensreste dürfen nicht wahllos weggeworfen werden, sondern gehören in geschlossene Behälter. Tote Wildschweine sollten sofort dem örtlichen Veterinäramt gemeldet werden“, betonte die Ministerin abschließend.

Medienservice Sachsen