Das Canine Cognitive Dysfunction Syndrome (CCDS) ist eine chronische, altersbedingte Hirnerkrankung bei älteren Hunden. Von dieser Demenzerkrankung betroffene Tiere zeigen ein desorientiertes und ängstliches Verhalten, die sozialen Interaktionen sowie das Schlafmuster verändern sich zunehmend und die erkrankten Hunde werden unsauber. Diese Verhaltensmuster gehen über normale altersbedingte Veränderungen hinaus. Da Studien belegen konnten, dass etwa jeder dritte Hund mit 12 Jahren und sogar jeder zweite Hund mit 15 Jahren an CCDS erkrankt, ist eine Früherkennung von großer Bedeutung.
Für eine bessere Diagnose und zum Monitoring des CCDS hat ein internationales Expertengremium unter der Leitung von Prof. Natasha J. Olby (North Carolina State University) nun die ersten internationalen Leitlinien veröffentlicht.
„Die Leitlinien sind ein Startpunkt, um kognitive Veränderungen bei Hunden früh zu erkennen und klinische wie wissenschaftliche Arbeit zu vereinheitlichen“, erklärt Professor Holger Volk von der Stiftung Tierärztliche Hochschule Hannover (TiHo), der Teil des Expertengremiums war. „Sie sind bewusst praxisnah gestaltet – für Tierärztinnen und Tierärzte in der Primärversorgung und für Tierhalterinnen und Tierhalter – und sollen eine systematische Abklärung ermöglichen.“
„Die Leitlinien sind ein Startpunkt, um kognitive Veränderungen bei Hunden früh zu erkennen und klinische wie wissenschaftliche Arbeit zu vereinheitlichen“, erklärt Professor Holger Volk, PhD, Leiter der Klinik für Kleintiere der Stiftung Tierärztliche Hochschule Hannover (TiHo). „Sie sind bewusst praxisnah gestaltet – für Tierärztinnen und Tierärzte in der Primärversorgung und für Tierhalterinnen und Tierhalter – und sollen eine systematische Abklärung ermöglichen.“
Die Leitlinien, die im Journal of the American Veterinary Medical Association (JAVMA) veröffentlicht wurden, liefern einen wichtigen Beitrag, um CCDS frühestmöglich zu erkennen:
„Für die Praxis ist entscheidend, dass wir jetzt standardisierte Kriterien haben, die frühere und konsistentere Diagnosen ermöglichen – mit direktem Nutzen für das Tierwohl und die Beratung der Halterinnen und Halter“, betont Volk. „Gleichzeitig schaffen wir die Grundlage für robuste Studien, inklusive künftiger Blut-Biomarker und kognitiver Testbatterien. So stärken wir auch die translationale Brücke zur Humanmedizin.“




