Der Igel ist in der Schweiz zum Tier des Jahres 2026 ernannt worden. Die Naturschutzorganisation Pro Natura hat den Wildsäuger gewählt, um mehr Aufmerksamkeit für die in Europa als „potenziell gefährdet“ eingestuften Tiere zu wecken und um für mehr Umwelt- und Igelschutz zu werben.
Der Bestand des westeuropäischen Igels (Erinaceus europaeus), der in Deutschland und der Schweiz sowie in den Benelux-Ländern, Skandinavien, Österreich und Großbritannien angesiedelt ist, ist im vergangenen Jahrzehnt nach Schätzungen je nach Land um 16 bis 33 Prozent zurückgegangen. Die Gründe dafür sind vielfältig.
Neben dem schwindenden Nahrungsangebot, der intensiven Bearbeitung von landwirtschaftlichen Kulturen sowie dem Rückgang der Lebensräume machen dem Insektenfresser auch die Verdichtungen der Siedlungen und die zunehmende Zahl der Mähroboter zu schaffen. Deshalb ruft Pro Natura mit dem Tier des Jahres 2026 dazu auf, Gärten, Grünanlagen, Friedhöfe und Parks igelfreundlich zu gestalten und zu pflegen. Zudem fehle es dem auf Insekten spezialisierten Igel während des Jahres und vor allem im Winter an Futter, erklärt Pro Natura.
Da Igel auch immer häufiger in den Tierarztpraxen vorgestellt werden, können sich Tierärzt:innen mit dem Einsteigerkurs Igel auf Myvetlearn.de online fortbilden und damit auch einen Beitrag zur Arterhaltung leisten. In dem Kurs gehen die Referenten Dr. Florian Brandes, Karolin Schütte und Dana Ströse unter anderem auf die Besonderheiten des Wildsäugers ein, um ihm in Behandlung und Diagnostik gerecht werden zu können.




