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Kreativ-Wettbewerb zur Milchkrise

Weniger Milchleistung, bessere Gesundheit

Viele gute Ideen sind beim Kreativwettbewerb zur Milchkrise eingereicht worden, aber nur eine konnte gewinnen. Es ist die von Jessika Lakemann von der Stiftung Tierärztliche Hochschule Hannover. Sie erhielt in der anschließenden Online-Abstimmung die meisten Stimmen.

Hier finden Sie ihre Idee sowie die anderen Ideen, die zur Online-Abstimmung eingestellt waren. Jede Idee können Sie weiterhin kommentieren. Wir freuen uns auf einen regen, aber fairen Austausch!

Idee von Jessika L.

Weniger Milchleistung, höhere Tierzahl
Zurückzüchten der Hochleistungskühe zu weniger Milchleistung bei besserer Gesundheit, bei gleichzeitigen Prämien für die Landwirte für ein gutes Verhältnis von Milchmenge zu Tierbestand (höhere Tierzahl bei adäquater Milchleistung).
Parallel mehr Aufklärung in der Gesellschaft, sodass der Milchpreis im Verkauf höher ist und die Discountereinstellung reduziert wird.

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Idee von Katrin W.

Einführung eines gerechten Mindestauszahlpreises
Den Landwirten einen gerechten Mindestauszahlpreis zu garantieren, sodass zumindest Fixkosten, wie z.B. Futtermittel gedeckt werden können. Gleichzeitig eine am Markt orientierte Mengenproduktion. Anhand der letzten Jahre kann man hinreichend errechnen, was an Milch- und Milchprodukten verbraucht / verkauft wurde und sich dementsprechend für das nächste Jahr daran orientieren. Überschüssige Milch wird in Form von Milchpulver in großen Bunkern gelagert, sodass im Falle einer Minderproduktion schnell reagiert werden kann.

Deutschland hat so strenge Richtlinien und Maßstäbe bei der Produktion von Milch und -produkten, dass wir nicht noch den Weltmarkt mit unserer teuren Milch bereichern müssen. Wir können niemals mit Neuseeland oder Brasilien mithalten, die mit ganz wenig Aufwand viel Milch billig produzieren können. Wir könnten so viel mehr aus unsere Milch machen unter dem Qualitätssiegel Made in Germany. Nicht umsonst sind wir Exportschlager. Aber das heißt nicht, dass wir unsere Milch unter Wert verkaufen müssen.

Bei dem Mindestauszahlpreis für den Liter Milch könnte man dann auch wunderbar Anforderung hinsichtlich Tierwohl machen. Je höher das Tierwohl, desto höher die Auszahlung. Nicht nur dem Verbraucher muss die Milch schmackhaft gemacht werden, auch der Landwirt braucht ein Anreiz. Er ist schließlich auch nur ein Mensch.

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Idee von Luca J.

An der Kasse wird der Verbraucher beim Kauf von „Billigmilch“ gefragt, ob er 20 Cent zur Unterstützung der krisengebeutelten Milchbauern an einen Milchbauernverband spenden möchte.

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Idee von Marion H.

Kuh braucht Kohle
Eine Webseite sammelt Erfahrungsberichte von Landwirts-Familien.

  • Was bedeutet der niedrige Milchpreis für den Alltag und die Zukunft der Betriebe?
  • Wie wird das Leben der Familien durch das fehlende Einkommen beeinflusst?
  • Was bedeutet das für die Kinder der Landwirte?
  • Welche Folgen hat der Einkommensverlust für Milchkühe und deren Tierschutz?

Eine anschauliche Geschichte, die zu Herzen geht, sagt mehr als tausend Zahlen.
Das Ziel
Bereitschaft der Verbraucher, mehr Geld für da weiße Gold auszugeben.
Das Vorgehen

  • Bekanntmachen der Initiative Kuh braucht Kohle bei Landwirten durch Inserate, Newsletter, Postings.
  • Sammeln von Augenzeugenberichten, Geschichten, die das Leben schreibt und einstellen auf der Webseite.
  • Bereitstellen von Wissenswertem zur Milcherzeugung.
  • Verlinken der Seite mit den Erzeugerhöfen.

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Idee von Gaby D.

Lob für Preiserhöhung
Ich würde an Aldi einen Brief/Mail schreiben und mich für die Entscheidung zur Preiserhöhung bedanken, etwa so:

Sehr geehrte Damen und Herren der Geschäftsführung,
ich möchte mich persönlich im Namen der Milchbauern bedanken, dass Sie sich für die längst überfällige Preiserhöhung bei Milch und Milchprodukte entschieden haben.
Mit den 40% mehr, die die Verbraucher jetzt mehr zahlen, ist die Milchkrise für die Milch produzierenden Bauern zwar noch lange nicht beendet, doch kommen sie damit, sofern sich die anderen Supermarktketten Ihrer Erhöhung anschließen, langsam in den Bereich, dass sie zumindest rentabel arbeiten. Um nicht weiter unter dem noch immer sehr niedrigen Preisniveau leiden zu müssen und sich teilweise in einer Existenznot zu befinden, müsste aber noch mehr geschehen.
Ich würde mir zusätzlich wünschen, dass Sie Ihren Einfluss geltend machen und die Verbraucher umfassend über die Situation der Milchbauern informieren, damit auch den Milchverbrauchern klar wird, dass es um die Existenz geht.


Dann würde ich im Netzt dazu aufrufen, dass diesen Brief/Email möglichst viele Verbraucher mit Ihrer Unterschrift unterstützen, um den Discounter-Inhabern die Solidarität der Verbraucher zu versichern.

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Idee von Daria D.

Einblicke in den Landwirtsberuf - Praktikum auf dem Bauernhof
Man müsste die Menschen vom Sofa in die Ställe bekommen... warum das FSJ immer im Kindergarten oder Altenheim? Warum nicht auf dem Bauernhof, sehen wo das Essen herkommt, erleben wie der Milchbauer (noch) lebt...
Für viele Bauern ist der Beruf Berufung, den sie mit großer Leidenschaft ausüben. Dies müsste man den Verbrauchern vermitteln und so ein Umdenken bei vielen Verbrauchern bewirken, weshalb sie künftig nur noch Biofleisch oder Fleisch von Tieren kaufen, deren Lebensweise sie zuvor sehen konnten und dies weiterzuempfehlen. 
Man könnte bundesweit organisieren, dass Schulklassen von der 1. bis zur 10. immer mal wieder in die Landwirtschaft hineinschnuppern müssen, als Exkursionen, Projektwochen etc.
Seitens der Landwirte gäbe es sicher genügend, die gerne an Schüler und auch Erwachsene weitergeben, wo und wie die Lebensmittel herkommen. Und für die Verbraucher würden die Erzeuger zum Menschen, zum netten Bauer Thomas und seiner herzlichen Frau Ina und ihrem lieben und liebenswerten Vieh.

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Idee von Lucia Janina L.

Schulkinder als Multiplikatoren des Problems
Meine Idee ist, die Milchkrise in deutschen Schulen (diejenigen Schulen, die mitmachen wollen) bekannt zu machen. Über die Kinder wird das Problem weiter an die Eltern verbreitet, die wiederum Spender sein können und auf lange Zeit gesehen, auch durch das "Nichtkaufen" von "Discountermilch" eine Verbesserung bewirken könnte. 

 Das Projekt bezieht sich auf Jahrgangsstufen 1-6. Den Kindern soll in den Fächern Erdkunde, Biologie und Heimatkunde das Thema "Informationen rund um die Kuh" näher gebracht werden. Bauern, die sich dazu bereit erklären, können eine Führung für eine kleine Gruppe von Kindern anbieten (diese Kinder werden vorher ausgewählt, damit es nicht zu viele werden, und damit auch nur Kinder dabei sind, die interessiert sind).

Um Geld zu gewinnen:

  • Spendenaufruf an die Eltern im Rahmen des Schulprojekts
  • Wettbewerb zwischen den Schulen, die bei der "Rettungsaktion" mitmachen: es soll einen Preis geben für die Schule, die mittels Spendengeldern und eigenen Tombolas/ AKs/ Sammeln in der Nachbarschaft, am meisten Geld sammelt: Der Preis könnte sein: ein Sachpreis für verantwortliche Schüler, Praktika bei betroffenen Milchbauern, Landschulaufenthalt

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Idee von Traute J.

In den Einkaufsläden werden Spendenboxen für die Milchbauern aufgestellt, in die die Verbraucher beim Einkauf an der Kasse ihr Kleingeld stecken können (so wie bei McDonalds). Das Geld bekommt ein Milchbauernverband zur Unterstützung seiner Mitglieder.

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Idee von Kristina M.

Discounter-Boykott

Discounter Boykott und direkt Vermarktung bzw. nur über z.B. EDEKA, Sky etc. Es gibt ja schon einige Zusammenschlüsse bzw. regionale Anbieter. Ich glaube schon, dass die Menschen/Verbraucher bereit sind, mehr zu bezahlen. Aufklärung/Aufrufe  über die Social Media Kanäle, beim Discounter keine Milch zu kaufen.

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Idee von Thorsten K.

Züchtung auf besondere Milchproteinvarianten (A2-Beta-Casein-Variante)

  • Zucht ist durch einfachen und preisgünstigen Test der Tiere und ausgewählte Bullenväter sehr gut realisierbar, jedes Tier muss nur 1x im Leben getestet werden.
  • in anderen Ländern bereits umgesetzt und A2-Milch ist deutlich teurer zu verkaufen
  • das Mitgehen von Trends erhöht den Umsatz
  • Eingehen auf die Bedürfnisse der Verbraucher stärkt die Landwirtschaft allgemein

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Idee von Christian S.

Bei der PET-Flaschenrücknahme wird der Verbraucher gefragt, ob er das Pfandgeld an einen Milchbauernverband zur Unterstützung der krisengebeutelten Landwirte

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Schnupperpraktikaberichte 2014