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Praktikumsberichte

Schnupperpraktikum in der Geflügelpraxis Windhaus & Hemme (04/2014)

Als ich im September 2013 eine e-mail bekommen habe mit der Mitteilung, dass ich eines der sieben Schnupperpraktika bei vets4vieh.de gewonnen habe, war ich ganz begeistert:
Die Gemeinschaftspraxis für Geflügel Windhaus & Hemme wird mir ein zweiwöchiges Praktikum bei ihnen in der Praxis ermöglichen. Mein Pate wird MSD Tiergesundheit sein.

Ein Praktikum in einer Geflügelpraxis wird für mich genau das Richtige sein, das wusste ich. Zwar werden im Rahmen des Studiums erst im kommenden Semester Vorlesungen zum Thema Geflügelkrankheiten gelesen. Dennoch ist mein Interesse an dieser Fachrichtung groß. Zuhause halte ich selbst sechs Legehennen und eine Hahn. Auch befinden sich jährlich ein paar Gänse oder Broiler in meinem Garten. Zwar ist das kaum vergleichbar mit der kommerziellen, wirtschaftlichen Haltung von Geflügel, jedoch fundiert sich hieraus mein Interesse an der Geflügelpraxis.

Während meines Studiums belegte ich schon einen Wahlpflichtkurs zum Thema Anatomie des Vogels und in den Fächern Parasitologie, Mikrobiologie und Virologie wurden schon einige für das Wirtschaftsgeflügel relevante Erreger besprochen.

Ich war gespannt, ob und wie fern ich mit diesen Erregern im Praktikum konfrontiert werde. Des weiteren erfuhr ich, während meines ersten Telefonates mit Dr. Heinrich Windhaus, dass die Praxis Windhaus und Hemme Legehennen- , Broiler- , Puten- und Wassergeflügelbestände betreut. Darüber hinaus besitzt die Praxis eigene Labor- und Sektionsräume. Das lies meine Begeisterung nur noch wachsen. Wie genau kombinieren sich diese Bereiche im Praxisalltag?

Bevor es allerdings für mich nach Vechta los ging, musste sich auf einen Zeitraum geeinigt werden. Schnell stellten sich die zwei Wochen vor Ostern 2014 als geeignet heraus. So fuhr ich voller Erwartungen an den Aufbau und das Konzept einer Geflügelpraxis am Sonntag, dem 6. April 2014, mit einem Fernbus von Berlin nach Bremen und von dort aus mit dem Zug nach Vechta.

Für die zwei Praktikumswochen wurde mir ein Dachgeschosszimmer mit eigenem Bad im Einfamilienhaus der Familie Windhaus zur Verfügung gestellt.

Das Praxisteam der Gemeinschaftspraxis Windhaus und Hemme hieß mich am Montag herzlichst willkommen. Es ist ein sehr junges und dynamisches Team, das aus sieben Tierärzten, vier Laboranten, zwei Bürokräften und einem Servicemitarbeiter besteht. Der Umgangston untereinander ist sehr nett und zuvorkommend.

Während meiner zwei Wochen in der Praxis erlebt ich folgenden Praxisalltag:

Um 8 Uhr fanden sich alle Mitarbeiter in den Praxisräumen ein.
Ich ging zunächst mit ins Labor, wo die zum Teil vom Vortag ausgestrichenen und auf Nährböden bebrüteten Tupferproben ausgewertet wurden. Es wurde bestimmt, welche biochemischen Tests zur weiteren Differenzierung der Bakterienkulturen angefertigt werden müssen. Außerdem betrachteten wir länger bebrütete Platten, um das spät wachsenden Ornithobacterium rhinotracheale gegebenenfalls festzustellen. Auch die Resistenztests bestimmter Kolonien wurden ausgewertet.

Wenig später führte mich mein Weg in die Sektion. Hier wurden meist Tiere vom Vortag seziert.

Die Sektion erfolgt nach einem bestimmten Schema, das je nach Indikation und Geflügelart angepasst und modifiziert wird. Während der Sektion legt man das Tier auf den Rücken vor sich hin, zieht die Haut über Bauch und Brust, eröffnet und inspiziert die Gelenke der Ständer und beurteilt die Festigkeit der Knochen, indem der Tarso metatarsus durchgebrochen wird. Die Unterhaut wird auf mögliche Unterhautvereiterung inspiziert, die in Folge von Verletzungen der äußeren Haut entstanden sein könnten. Bei jungen Legehennen kann die Brustmuskulatur mehrfach an beiden Seiten angeritzt werden, um die Impfstellen der Nadelimpfung nachzuweisen. Genau wie im Brust-Bauchbereich wird die Epidermis vom Hals abgestreift. Nachfolgend wird die Trachea freigelegt und von außen und innen beurteilt. Dann eröffnet man die Bauchhöhle, indem man am caudalen Ende des Brustbeines einen kleinen Schnitt durchführt. Dieser kann dann seitlich nach cranioventral verlängert werden. Hierbei werden die Rippen durchtrennt.

Ist dies getan, ist es möglich, die Brustmuskulatur nach cranial hochzuklappen. Nun können die Leber, das Herz und die vorderen Luftsäcke inspiziert werden. Die Leber sollte nicht zu fest aber auch nicht brüchig sein und von einer homogenen lebertypischen Farbe.

Schließlich wird das Darmkonvolut auf die rechte Seite des Tieres geklappt. So wird eine Beurteilung der Bauchluftsäcke ermöglicht. Die Luftsackmembranen sollten klar und durchscheinend sein. Schaum oder auch eventuelle Auflagerungen könnten den Verdacht einer Coli-Infektion ebnen.

Jegliche Veränderung sowohl der Gelenke als auch der Luftsäcke werden mit Tupfern beprobt und können später im Labor auf Nährböden ausgestrichen werden. Ebenso häufig werden bei festgestellten Veränderungen Pericard-, Leber- oder Trachealtupfer genommen.

Anschließend wird der Magen-Darm-Trakt herausgenommen, indem proximal des Drüsenmagens und proximal der Kloake abgetrennt wird. Schließlich können die Nieren und die Lungen beurteilt werden. Bei Legehennen wird der Legeapparat erfasst. Die Anzahl der Tertiärfolikel und mögliche Eier im Legedarm werden notiert. Dies ermöglicht Rückschlüsse auf die Legeleistung der Henne. Der zuvor herausgenommene Magen-Darmkanal wird auf dem Sektionstisch der Länge nach in drei Schlaufen gelegt und längs aufgeschnitten.

Dann werden bei Endoparasitenverdacht Schleimhautproben für die mikroskopische Untersuchung genommen. Man beprobt grundsätzlich die Schleimhaut von Duodenum, Jejunum und Caecum. Mit einem Deckgläschen kann man die Schleimhaut abkratzen und dann auf einen Objektträger bringen. Bevorzugt bei der Beprobungs in den Zottenatrophien, (stellen sich als helle, weißliche Bereiche dar) denn hier können oft unterm Mikroskop sehr viele Coccidien in allen Entwicklungstufen entdeckt werden. Auch stark gerötete Darmschleimhaut wird gerne beprobt.

Bei Freilandlegehennen können des weitern Spulwurmeier in der mikroskopischen Untersuchung befundet werden. Hier handelt es sich bei Dünndarmwürmern oft um Ascaris oder Heterakis gallinae und bei Blinddarmwürmern um Trichostrongylus tenui. Auch Capillaria Eier konnte ich in einer Probe entdecken.

Über alle Befunde wird schließlich ein kurzer tabellarischer Sektionsbericht geschrieben.

Frischblut kann in den Praxisräumen mittels des Agglutinationstestes auf eine mögliche Mykoplasma gallisepticum (MG) Infektion untersucht werden und ebenso kann der Impfstatus von Newcastle Disease (ND) in dieser Form beurteilt werden.

Ab 10 Uhr und 11 Uhr durfte ich einen von den sieben in der Praxis angestellten Tierärzten auf seiner Tagestour begleiten. Zwischen vier und sechs Betriebe wurden pro Tierarzt und Tag angefahren. Die Anfahrtswege können hierzu zum Teil relativ lang sein.

Gründe für die Besuche eines Bestandes können unter anderem Erkrankungen, Neueinstallungen, Impfungen oder die bei Legehennen vorgeschriebene Salmonellenproben sein.

Bevor eine Stallanlage betreten wird, wird Schutzkleidung angelegt. Sie besteht aus einem Overall, Überziehschuhen, Atemmasken und Handschuhen. Diese wurden mir von der Praxis gestellt.

Im Krankheitsfall des Bestandes unterscheidet sich der generelle Ablauf eines Tierarztbesuches zwischen den einzelnen Geflügelarten kaum. Zunächst wird mit dem Landwirt ein kurzes Gespräch über seinen Bestand geführt. Hier werden anamnestische Fragen gestellt und das Bestandsbuch angeschaut und ausgewertet. In diesem sind Wasseraufnahme, Futteraufnahme und Anzahl der Verluste (verstorbene Tiere) dokumentiert. Bei Legehennen wird zudem die Legeleistung und Eiqualität beurteilt.

In der Regel wird in einem nächsten Schritt die Gesamtheit der Tiere vom Tierarzt betrachtet, indem er aufmerksam durch den Stall geht.

Er achtet auf die Tierverteilung im Stall. Von den Tieren gemiedene Bereiche im Stall können beispielsweise für zu nasses Einstreu, Zugluft andere falsche Lichtverhältnisse stehen. Die Tiere sollten sich erheben beim Betreten des Stalles. Geduckte Tiere mit zum Teil hängenden Flügeln können Hinweise für Bauchschmerzen der Tiere geben. Liegenbleibende Tiere könnten Erkrankungen des Bewegungsapparates aufweisen.

Genaues Hören ist wichtig, um eventuelles Schnupfen der Herde in Broiler- und Putenbeständen wahrzunehmen. Helfen kann hier ein langer, unaufgeregter Pfiff einer Person oder ein festes Händeklatschen, um die Herde kurz zur Ruhe zu bringen. In der resultierenden Stille lassen sich eindeutige Schnupfer, wenn vorhanden, heraushören. Idealerweise wird dies bei Dunkelheit im Stall durchgeführt.

Während meiner Praktikumszeit spielte in den Putenbeständen Influenza H9 eine große Rolle. Um diese zu diagnostizieren, wurden Trachealtupfer genommen und in einem externen Labor mit Hilfe der PCR ausgewertet.

Die Herde solle eine in Bezug auf das Gewicht und der Größe gute Uniformität aufweisen. Das gewährleistet eine gute und altersgerechte Legeleistung insbesondere bei Legehennen. Beim Durchgehen sollten die Fütterungs- und Wassereinrichtung inspiziert werden. Die Funktion aller sollte sichergestellt sein.

In Legehennenbeständen wird, um einen möglichen Befall von Milben (Rote Vogelmilbe) auszuschließen, mit der behandschuhten Hand in Ritzen und dunklen Ecken oder unter Brettern entlanggefahren. Beim anschließenden Betrachten seiner Handschuhe kann man, im Falle eines Befalls, die Milben auf ihr entdecken. Man solltet sich dunkle Schlupflöcher suchen, da sich die Milben bei Licht zurückziehen. Sie befallen erst in der Dunkelheit die Tiere und können hier zur Schwächung der Legehennen führen. Die Milben haben also durchaus eine negative wirtschaftliche Bedeutung. Da es leider kaum möglich ist, die Milben vollständig nach einer Bekämpfungsmaßnahme zu reduzieren, gilt ein einmal infizierter Stall als immer infiziert. Dennoch versucht der Landwirt durch das Aussprühen von Silicaten im beheizten Stall den Infektionsdruck für die Hennen zu minimieren. Hinweise auf Erkrankungen jeglicher Art können auch blasse Kopfanhangsorgane geben.

Wenn der Tierarzt durch den Bestand geht, schaut er sich einzelne Tiere stichprobenartig genauer an. Bei Legehennen werden beispielsweise die Fülle des Kropfes, die Gradlinigkeit des Brustbeines und der Abstand der Legebeine beurteilt. Ein zwei bis drei fingerstarker Abstand zwischen letzterem bedeutet, dass die Henne Eier legt.

Bei Puten und Broilern sollten besonders auf die Fußballengeachtet werden. Zu nasses Einstreu kann Ursache für Läsionen sein.

Aus einem Stall werden immer zwei oder drei Tiere getötet, um sie zur Sektion mit in die Praxis zu nehmen. Die Tiere bis 5 kg werden mit einem gezielten Schlag auf den Hinterkopf betäubt und anschließend mit einem Genickbruch getötet. Auch frisch verstorbene Tiere werden mit zur Sektion genommen.

Schließlich führen die Bestandsbesichtigungen zusammen mit den Sektions- und Laborergebnissen zu einer Diagnose und zur Auswahl einer Therapie.

Während meines Praktikums erlebte ich eine für mich sehr interessante Neueinstallung von Legehennen. Im Zuge der Inspektion geht der Tierarzt wiederum durch den Stall und erfasst das durchschnittliche Gewicht der Herde, indem er je 10 Tiere aus einem Abteil wiegt. Hier wird eine Uniformität von 80 % angestrebt. Zudem werden Kotproben genommen, die später auf Endoparasiten und Salmonellen untersucht werden. Blutproben werden aus der V. ulnaris im Flügelspann genommen. Diese dienen dazu, den Impfstatus der Tiere beurteilen zu können und ebenfalls mögliche MG- oder Salmonelleninfektionen auszuschließen.

Wiederum werden getötete Tiere mit zur Sektion genommen. Von ihnen werden Proben vom Blinddarminhalt, von der Gallenflüssigkeit und vom Herz-und Lebergewebe genommen und untersucht.

Impfungen spielen in der Geflügelpraxis eine große Rolle. Hierzu werden verschiedene Impfstoffe eingesetzt. Auch spielt die bestandsspezifische Impfung eine große Rolle. Es wird sowohl gegen Viren (Bsp.: ND, ILT, MD, IBD, ART) als auch gegen Bakterielle Erkrankungen (Bsp.: ORT, Mykoplasmen, E.-coli, Salmonella) geimpft. Auch gegen Coccidiose gibt es eine Impfung. Für die Impfungen gibt es spezielle Impfschemata, die eingehalten werden sollten.

Im Rahmen der Salmonellenuntersuchung des Bestandes werden die sogenannte Sockenprobe durchgeführt. Der Tierarzt streift sich hierfür feine Haarnetze über die Füße und geht damit einmal die Stallgasse entlang. Bei Legehennen erfolgt dies alle 15 Wochen und zusätzlich einmal im Jahr eine amtliche Prüfung des Bestandes.

Zwischen 17 und 19 Uhr führte die Fahrt zurück in die Praxis. Die Proben vom Tag wurden abgegeben und der Feierabend wurde ausgesprochen. Selten wurde es später. Dann lag es an den doch recht vielen Kilometer, die zum Teil an einigen Tagen zurückgelegt wurden.

Ich durfte jeden Tag einen anderen Tierarzt begleiten und jeder berichtete bereitwillig über seine Arbeit und beantwortet meine Fragen. Vieles erzählten sie auch von sich aus. Ich fühlte mich sehr gut aufgenommen.

Ich konnte und durfte viele Dinge selbst ausprobieren. Unteranderem führte ich Probenausstriche im Labor und Sektion von Tieren einschließlich der Probennahme durch. Auch in den Beständen konnte ich zusammen mit dem Tierarzt die Herdenbeurteilung der besuchten Bestände erarbeiten. Beispiele für Aufgaben, die ich im Bestand mit erfüllen durfte, waren: das Wiegen von Tiere, Blutentnahmen, Salmonellen-Sockenprobenanfertigen und die Beprobung von schnupfenden Tieren mit Trachealtupfer.

Des Weiteren lernte ich eine richtige Tierbeurteilung zu tätigen und das fachgerechte Töten von Tieren wurde mit ebenso beigebracht.

Zwei Sätze, die ich aus meinem Praktikumsplatz insbesondere mitgenommen habe, lauten wie folgt: Seltene Krankheiten sind selten und häufige Krankheiten sind häufig! und - Tiere machen nie was ohne Grund! (Zitat: Dr. Andreas Hemme).

Fazit

Dieses Praktikum zeigte mir, dass Studenten sich nicht scheuen sollten vor dem Gebiet der Groß- und Nutztierpraxis.
Gerade was den Geflügelbereich angeht, sollte sich jeder die Option offenhalten. Für mich besteht sie ganz klar, denn ich sehe das Konzept, gerade einer Geflügelpraxis, als sehr gelungen an.
Im Gegensatz zur Kleintierpraxis bei der eine Einzeltierbehandlung stattfindet, erfolgt hier eine herdenspezifische Diagnose und Therapie. Hierzu sind Kenntnisse des Stallbaus, des Stallklimas und der Fütterung genauso wichtig wie das Wissen um Krankheiten und Erreger. Hierin liegt der Reiz für mich. Gerade diese Komplexität beeindruckte mich und bestätigte mein Interesse an der Geflügelpraxis.

Besonders ist die direkte Zusammenarbeit mit dem hauseigenen Labor und der gezielten Sektion bestimmter Tiere. Eine im Bestand gestellte Verdachtsdiagnose wird mit den Sektionsbefunden und Laborergebnissen untermauert. Eine mögliche Antibiotikatherapie erfolgt, wenn nötig, gemäß dem Ergebnis des Resistenztests. Somit vereint die Geflügelpraxis die Studienfächer Tierhaltung, Virologie, Parasitologie, Mikrobiologie und Pathologie.

Insgesamt ist die Arbeit sehr abwechslungsreich. Zudem kommen geregelte Arbeitszeiten. Natürlich gibt es an den Wochenenden und Feiertagen Bereitschaftsdienste, diese können allerdings in einer Gemeinschaftspraxis untereinander aufgeteilt werden.

Man sollte aber, genau wie in anderen Nutz- und Großtierpraxis, damit rechnen, dass an einem Tag mehrere Kilometer mit dem Auto gefahren werden. Davor sollte man sich nicht scheuen.

Die Landwirte, mit denen ich zutun hatte, waren ebenfalls sehr entgegenkommend und hilfsbereit. Außerdem respektieren sie Tierärztinnen, was vielleicht in der Großtierpraxis noch etwas schwieriger ist.

Doch wie kann man Studierende oder gar Schüler für die Arbeit in der Groß- und Nutztierpraxis begeistern? Diese Frage ist nicht ganz leicht zu beantworten. Für Studenten muss die Arbeit attraktiv gemacht werden. Der Praktikumsplatz sollte ein Platz sein, bei dem man freundlich aufgenommen wird und bei dem einemviel gezeigt wird. Das Schwierige für Schüler und Studenten sind allerdings gute Praktikumsplätze zu finden. Denn es gibt wenig gesammelte Informationen.

Studenten suchen nach Praktikumsorte, die ihnen etwas bieten. Sie möchten vieles erklärt bekommen aber noch mehr wünschen sie sich das theoretisch gelernte Wissen selbst in der Praxis umzusetzen. Sie wünschen sich Tierärzte, die sie herzlich willkommen heißen und ihnen dies ermöglichen. Es ist begrüßenswert, wenn die Tierarztpraxen eine Unterkunft stellen können.

Praxen sollten den Dienst von vets4vieh.de mehr nutzen. So können Studenten und Schüler motivierte Groß- und Nutztierpraxen finden. Auch unter Studenten könnte eine interne, allen bekannte Datenbank eröffnet werden, in der Studenten eine kurze Einschätzung ihres bereits absolvierten Praktikums hinterlassen könnten.

Als Schüler habe ich mich damals auf Bildungsmessen über mögliche Arbeitsbereiche informiert. Auch hier könnten sich vets4vieh.de oder Tierärzte von Groß- und Nutztierpraxen präsentieren. Im Gymnasium gab es in der Oberstufe sogenannte Zukunftstage, an denen Personen aus unterschiedlichen Fachbereichen ihre Arbeit vorstellten. Tierärzte könnten an die Schulen herantreten und im Rahmen dieser Veranstaltungstage ihren Beruf präsentieren.

Denn die Groß- und Nutztierpraxis kann eine Zukunft haben, das wurde mir durch mein Praktikumsplatz gezeigt. Die Zukunft sind Gemeinschaftspraxen mit mehreren angestellten Tierärzten. Somit wird Spezialisierung möglich und gute Erfolge können gezeigt werden. Fortbildungen können besucht werden und die Tierärzte bleiben auf dem neusten Stand. Ein Austausch von Erfahrungen und Kenntnissen innerhalb des Teams ist möglich. Zudem ermöglichen geregelte Arbeitszeiten neben dem Beruf, Familie und Freizeit.

Am Ende meines Berichtes möchte ich mich noch einmal sehr herzlich bei vets4vieh und MSD Tiergesundheit bedanken. Durch sie wurde mit dieser Praktikumsplatz ermöglicht.

Ein ganz besonderer Dank geht an die Gemeinschaftspraxis Windhaus und Hemme, die mir zwei unvergessliche, höchst motivierende Wochen erleben ließen!

Luise Hänicke



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Praktikant:

Luise Hänicke

FU Berlin

Praxis:


Tierärztliche Gemeinschaftspraxis Dres. Windhaus & Hemme
Oldenburger Str. 246
49377 Vechta
T: +49 4441 914747
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Pate:


MSD Tiergesundheit
Feldstraße 1a
85716 Unterschleißheim
Telefon: +49 (0)89 31006 0

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