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Gericht verurteilt Hundehalterin zu Schadensersatzzahlung
21.10.2019
In einem Urteil vom 10.10.2019 hat das Oberlandesgericht (OLG) Karlsruhe einem Hundehalter nach einem Biss durch einen nicht angeleinten Hund Schadensersatz in Höhe von 5.100 Euro zugesprochen. Der Kläger war im November 2015 von einem freilaufenden Terrier in den Kopf gebissen worden, als er versuchte, seinen angeleinten Hund vor dem angreifenden Hund zu schützen und dabei zu Fall kam. Die Klage des freiberuflich tätigen Hundehalters, der fünf Tage arbeitsunfähig war und eine Narbe davon getragen hat, war zunächst vom Landgericht Mannheim abgewiesen worden, da für den Richter
nicht ersichtlich war, ob der Kläger von seinem eigenen Hund oder dem Hund der Beklagten gebissen worden war. Im Berufungsverfahren hat der klagende Hundehalter nun Recht bekommen. Das OLG Karlsruhe hat entschieden, dass es nicht darauf ankäme, welcher Hund den Kläger gebissen hat. Das Gericht konnte ein Mitverschulden des Klägers, der sich zwischen die beiden Hunde gestellt hatte, nicht feststellen. Die Beklagte haftet damit für den vollen Schaden, der dem Kläger entstanden ist, nämlich Verdienstausfall in Höhe von 3.100 Euro und des zugesprochenen Schmerzensgeldes von 2.000 Euro.
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