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Fachkräftemangel erschwert tierischen Notdienst
19.09.2019
Während die Zahl der Haustiere in Haushalten in Deutschland stetig steigt, kämpfen die Tierarztpraxen und -kliniken gegen den Fachkräftemangel. Aus diesem Grund und auch, weil das deutsche Arbeitszeitgesetz unnachgiebig ist, mussten viele Kliniken ihren Klinikstatus abgeben und bieten daher keine tierärztliche Versorgung außerhalb der Sprechstundenzeiten an. Doch bei lebensbedrohlichen Erkrankungen, Verletzungen, Geburtsproblemen und Unfällen beispielsweise können die Tierbesitzer nicht warten und sind gezwungen, den tierärztlichen Notdienst in Anspruch zu nehmen. In diesem Fall sollten die Patientenbesitzer gegebenenfalls längere Wartezeiten einplanen, denn das diensthabende Personal schätzt die Dringlichkeit individuell ein. Zudem sollten die Tierhalter Verständnis dafür haben, dass für diesen Notdienst eine zusätzliche Gebühr nach der
Gebührenordnung für Tierärzte (GOT) erhoben wird. „Die Bereitstellung von Fachpersonal zur 24-Stunden-Versorgung von tierischen Notfällen an 365 Tagen im Jahr ist teuer. Tierhaltern wird daher geraten, für Notfallbehandlungen ihrer Lieblinge rechtzeitig ein Sparkonto anzulegen oder eine Tierkrankenversicherung abzuschließen, die auch Notfälle und Operationen einschließt“, sagt Dr. Monika Hildebrand, Präsidentin der Landestierärztekammer Rheinland-Pfalz. So wird Tierbesitzern empfohlen, sich bereits im Vorfeld über die tierärztliche Versorgung in ihrer Region zu informieren, damit im Notfall die bestmögliche Versorgung ihres Haustieres gewährleistet ist. Auf ihrer Internetseite hat die Landestierärztekammer eine Broschüre der Bundestierärztekammer (BTK) zum Download bereitgestellt, die häufige Fragen beantwortet und Tipps gibt, wie der Tierhalter einen Notfall erkennt und richtig damit umgeht.
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