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FU Berlin sucht Katzen und Hunde als Blutspender
06.08.2019
Auch Hunde und Katzen benötigen in einzelnen Fällen Bluttransfusionen, wie der "Mannheimer Morgen" mitteilt. Nicht nur nach Unfällen können diese notwendig sein, um einen hohen Blutverlust auszugleichen, auch bei Immunerkrankungen und Gerinnungsstörungen kann eine Bluttransfusion helfen, weiß Barbara Kohn, Tierärztin und Universitätsprofessorin an der Freien Universität Berlin (FU), die vor mehr als zwanzig Jahren eine eigene Blutbank für Hunde und Katzen ins Leben gerufen hat. Hier erhalten mehr als 300 Hunde und 180 Katzen pro Jahr eine Bluttransfusion. Spender auf Pfötchen seien immer gesucht, so Kohn, die die Idee einer Blutbank aus den USA mitbrachte. Katzen benötigen eine kleine Narkose zur Blutabnahme „Mehr als zweimal im Jahr lassen wir Katzen aber nicht spenden“,
betont die Tierärztin. Für die Blutspende seien Freigänger allerdings nicht geeignet, da diese mehr Risiken für Infektionskrankheiten in sich tragen. Pro Kilo Gewicht werden den Spendern maximal sieben Milliliter Blut abgenommen. Bei Hunden ist der Prozess leichter - bei eher gutmütigen Tieren sei keine Betäubung notwendig. Bei Hunden gibt es über zwölf Blutgruppen. „Die Erwartungshaltung an die Tiermedizin ist enorm gewachsen“, berichtet Achim Gruber vom FU-Institut für Tierpathologie. „Tierhalter erwarten von Tierärzten heute, was sie aus der Humanmedizin kennen.“ Das gelte auch für Bluttransfusionen. „Städter lassen das aber eher machen als ein Landwirt mit Hofhund“, berichtet Kohn. „Es kommt auch darauf an, ob ein Tier ein Familienmitglied ist. Dann haben Halter einen engeren Bezug.“
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