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Haustiere als Begleiter für Senioren
06.08.2019
Den Lebensabend zusammen mit einem Haustier zu verbringen, das wünschen sich viele ältere Menschen. Doch welche Tiere dafür am besten geeignet sind, hat mit der jeweiligen Situation und den Ansprüchen zu tun, weiß die Neue Osnabrücker Zeitung (NOZ) zu berichten. Astrid Behr, Sprecherin des Bundesverbands Praktizierender Tierärzte, gibt zu bedenken, dass Wohnungskatzen nicht nur „super zum Spielen oder Schmusen“ seien, sondern auch eine intensive Betreuung benötigen, da diese sonst dick und träge werden. Zudem können Katzen auch ein hohes Alter erlangen. Hunde sorgen besonders dafür, dass Senioren gezwungen sind, rauszugehen, was gleichzeitig auch die sozialen Kontakte fördert. „Die Kommunikation wird gefördert, man kommt schnell mit anderen Hundehaltern ins Gespräch", erklärt Behr. Zudem können Hunde den Stresspegel und das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen senken. Die tägliche Bewegung draußen reicht aus, um körperlich wie geistig fit zu bleiben und länger selbstständig in den
eigenen vier Wänden wohnen zu können. Bei der Wahl des Hundes sollte bedacht werden, dass Welpen noch erzogen werden müssen und nicht so gemütlich und ruhig wie Hundesenioren sind. „Wichtig ist, dass man sich selbst richtig einschätzt", so Behr weiter. Experten raten, auf jeden Fall zu regeln, wer sich im Krankheitsfall, im Urlaub oder falls das Laufen mit der Zeit schwerfällt, um das Tier kümmern kann. Zudem sind finanzielle Rücklagen für den Tierarztbesuch und Futter notwendig. Wer besonders weit planen will, kann eine Haustier- Betreuungsvollmacht ausstellen. Wer noch unsicher im Umgang mit Haustieren ist, kann die Hilfe verschiedener Organisationen in Anspruch nehmen, die Hunde bewusst an ältere Menschen vermitteln. Dafür übernehmen sie die Kosten, etwa von Medikamenten. Sie regeln die Betreuung des Hundes im Krankheitsfall oder im Urlaub. Sollte das Herrchen oder Frauchen sterben, fällt der Hund wieder an die Organisation zurück.
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