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Rettung von Jungvögeln häufig unnötig
05.08.2019
Eine Flut von scheinbar in Not geratenen Jungvögeln bereitet den Tierheimen und Auffangstationen momentan große Sorgen. Daher rät der Deutsche Tierschutzbund Tierfreunden, Jungvögel nur in absoluten Notfällen aufzunehmen. „Sehr junge Vögel, die kaum oder gar keine Federn haben und hilflos am Boden liegen, sind meist aus dem elterlichen Nest gefallen. Um sie dorthin zurückzusetzen, darf man die Tiere auch berühren – die Altvögel stören sich nicht am menschlichen Geruch“, erklärt James Brückner, Leiter des Artenschutzreferats beim Deutschen Tierschutzbund. „Nur wenn die Vögelchen verletzt sind oder es nicht möglich ist,
sie zurückzusetzen, sollte man das Tier in Obhut nehmen und schnellstmöglich in fachkundige Hände übergeben bzw. einem Tierarzt vorstellen.“ Denn in einigen Einrichtungen musste die Aufnahme neuer Tiere wegen fehlender Kapazitäten bereits gestoppt werden. Sollte ein Jungvogel sich doch in einer Notfallsituation befinden, reiche für die vorübergehende Unterbringung ein Pappkarton, der mit einem Handtuch ausgelegt und idealerweise im Haus untergestellt wird, da die Tiere häufig unterkühlt sind. Dem Tier sollte Waser angeboten werden, welches aber wegen der Erstickungsgefahr keinesfalls direkt in den Rachen geträufelt werden sollte.
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