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Zecken: Projekt NorthTick soll Wissenslücken schließen
01.08.2019
Nachdem immer mehr Menschen und Tiere entlang der Nordsee nach Zeckenstichen erkranken, werden ab September die Kompetenzen der Anrainerstaaten mit dem Kooperationsprojekt NorthTick gebündelt. Mit diesem Projekt, an dem von deutscher Seite das Institut für Parasitologie der Stiftung Tierärztliche Hochschule Hannover (TiHo) beteiligt ist, soll ein besserer Schutz vor den Blutsaugern und den von ihnen übertragenen Krankheitserregern für Mensch und Tier erreicht werden. Neben der Zusammenarbeit und dem Informationsfluss zwischen akademischen Einrichtungen, nationalen und regionalen Gesundheitsbehörden, Nichtregierungsorganisationen, Patientenorganisationen, Industrie und politischen Entscheidern, sollen Werkzeuge zur Information der Bevölkerung entwickelt sowie Wissenslücken oder andere Schwachstellen geschlossen werden. Professorin Dr. Christina Strube, Leiterin des Instituts für Parasitologie der TiHo, erklärt: „Wir benötigen eine
effiziente Risikoeinschätzung und effektive Prophylaxemaßnahmen sowie optimale Tests, um Krankheitserreger, die durch Zecken übertragen werden können, noch schneller oder präziser nachzuweisen. Und wir brauchen ein optimales Management für durch Zecken übertragene Erkrankungen. Dies wollen wir in diesem transnationalen Kompetenznetzwerk gemeinsam erreichen. Indem wir Daten und Informationen aus den verschiedenen Disziplinen austauschen und bündeln, können wir im Sinne des One-Health-Konzeptes bestmöglich zum Schutz der Gesundheit von Mensch und Tier beitragen. Da wir die einzigen tiermedizinischen Partner dieses Netzwerkes sind, werden wir federführend Informationen zur Tiergesundheit und sinnvollen Vorsorgemaßnahmen aufbereiten.“ Das Vorhaben läuft dreieinhalb Jahre und wird mit einem Budget von 5,7 Millionen Euro vom Interreg Nordseeprogramm, einem EU- Programm für transnationale Zusammenarbeit, gefördert.
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