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Staatliches Tierwohllabel weiter ohne klar verlässliche Zieldefinition und konkrete Aussagen
07.06.2019
Das Agrar- und Ernährungsforum Oldenburger Münsterland (aef) hat die Präsentataion der Ergebnisse des Projektes „Stall der Zukunft“ in der vergangenen Woche durch Bundeslandwirtschftsministerin Julia Klöckner zum Anlass genommen, die Bedingungen des staatlichen Tierwohllabels erneut zu kritisieren. „Für das staatliche Tierwohllabel fehlt noch immer eine klar verlässliche Zieldefinition mit konkreten Aussagen, wie diese Ziele unter den herrschenden Marktbedingungen - aber auch vor dem Hintergrund rechtlicher Hindernisse - überhaupt umgesetzt werden können“, sagte der Vorsitzende Uwe Bartels. Gleichzeitig forderte der Verband die verpflichtende Einbeziehung jeglichen Fleisches, welches in den Verzehr geht. Das Agrar- und Ernährungsforum Oldenburger Münsterland aktualisierte zudem seine Forderungen zu einem staatlichen Tierwohllabel in einem Positionspapier,
das es an die Agrarministerien der Länder und an das Bundesministerium geschickt hat. Denn exakt diese Problematik sowie die erheblichen Kosten der Um- und Neubauten für tierwohlgerechte Ställe und die noch fehlende Bereitschaft der Verbraucherinnen und Verbraucher, dafür zu zahlen, sei eine zentrale Aussage der Projektbeteiligten gewesen. Die Bundesministerin blendet diese klaren Erkenntnisse bei ihren Überlegungen zum staatlichen Tierwohllabel aus und unternimmt keinerlei Bemühungen, die schweren Mängel abzustellen. Für einen echten Mehrwert bei der Verbraucherorientierung müsse analog zur Eierkennzeichnung auch der nationale gesetzliche Standard als Basis gekennzeichnet werden. Zusätzlich zur Kennzeichnung der Haltungsform müsse – ebenfalls analog zur Eierkennzeichnung – auch die Herkunft gekennzeichnet werden.
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