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Tierärztin wegen Verstoßes gegen Tierschutzgesetz zu Haftstrafe verurteilt
15.05.2019
Eine Tierärztin aus der Südpfalz ist auch in einem Berufungsverfahren wegen Verstößen gegen das Tierschutzgesetz verurteilt worden. Die Tierärztin wurde vom Landgericht Landau zu einer Haftstrafe von neun Monaten ohne Bewährung wegen "quälerischer Misshandlung von Wirbeltieren" sowie wegen Betruges in zwei Fällen verurteilt. Zudem wurde ein Verbot des Haltens und Betreuens von Wirbeltieren für die Dauer von vier Jahren angeordnet. In der Erstinstanz vor dem Amtgericht Landau betrug die verhängte Freiheitsstrafe noch zwei Jahre und sechs Monate. Zudem war das Haltungsverbot für fünf Jahre sowie ein dreijähriges Berufsverbot verhängt worden. Es hatte die Angeklagte wegen zweier Verstöße gegen das Tierschutzgesetz, davon einmal wegen der Haltung von Hunden und Katzen in ihren beiden Hausanwesen, einmal wegen der Haltung zweier Kängurus in ihrer Tierarztpraxis sowie zweier Betrugstaten betreffend Beträge im unteren
dreistelligen Euro-Bereich für schuldig befunden. Mit der Berufung waren nur der Schuldspruch betreffend der beiden Kängurus, die Betrugsvorwürfe und insbesondere der Strafausspruch im Ganzen angegriffen worden. Die Kammer hat die Verurteilung wegen Tierquälerei von Hunden und Katzen sowie Betruges aufrechterhalten, die Angeklagte jedoch wegen des Vorwurfes der Tierquälerei im Hinblick auf die beiden Kängurus freigesprochen. Auf die Tierärztin war die Tierschutzorganisation Vier Pfoten aufmerksam geworden, nachdem sich eine Hundekäuferin an die Organisation gewandt hatte. Die Käuferin hatte einen Hund bei der Tierärztin gekauft, der nach kurzer Zeit an einer Parvovirose verstarb. Bei der nachfolgend durchgeführten Razzia konnten 44 Hunde, 18 Katzen und drei Kängurus aus sehr schlechten Haltungsbedingungen befreit werden.
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