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Tierärzte fordern Gemeindezuschuss für Sicherung des tierärztlichen Notdienstes
07.02.2019
Nicht nur in Deutschland, sondern auch in Österreich gibt es Probleme mit dem tierärztlichen Notdienst. Dies verdeutlicht der Fall einer Schwergeburt einer Kuh in Kainach bei Voitsberg. Da am Wochenende keine tierärztliche Hilfe zu bekommen war, musste schließlich auch die Mutterkuh notgeschlachtet werden. „Hier müssen rasch die notwendigen gesetzlichen Vorgaben geschaffen werden. Man stelle sich nur vor, dass an einem Wochenende oder feiertags die Rindergrippe ausbricht und kein Tierarzt verfügbar ist. Das wäre für einen Betrieb existenzbedrohend“, so der Appell des Bürgermeisters Viktor Schriebl. „Auf der einen Seite wird von Landwirten gefordert, dass sie sich an den
Tierschutz halten, auf der anderen Seite ist aber die veterinärmedizinische Versorgung nicht gesichert“, kritisiert er. Es ist unverständlich, warum nicht auch Tierärzte eine finanzielle Unterstützung durch die Gemeinden bekämen, wie das beispielsweise in der Humanmedizin der Fall ist, um die notdienstliche Versorgung aufrecht zu erhalten. Nicht zuletzt durch die Änderung des Arbeitszeitgesetzes sei das zusätzlich benötigte Personal nicht mehr zu finanzieren. Die Auswirkungen des fehlenden Notdienstes und ein zunehmender Landtierarztmangel sind inzwischen auch in vielen ländlichen Regionen Deutschlands deutlich zu spüren.
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