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Drohnen zählen Tiere in Afrika
11.07.2018
In Zusammenarbeit mit einem Naturschutzgebiet in Namibia haben Forscher mit Unterstützung des Schweizerischen Nationalfonds (SNF) ein System entwickelt, bei dem Tiere mittels Drohnen und Software gezählt werden. Die Drohen überfliegen dabei das entsprechende Gebiet und machen 150 Bilder pro Quadratkilometer. Anschließend übernimmt eine Bilderkennungssoftware die Zählung der Tiere und abschließend werden die Ergebnisse noch vom Menschen kontrolliert. Mit dieser Methode lassen sich Wildtiere wie Gnus, Oryxantilopen und Nashörner schnell und präzise zählen. "Die Herausforderung ist beachtlich: Gewisse afrikanische Nationalparks erstrecken sich über Flächen, die halb so groß sind wie die Schweiz", erklärt Devis Tuia,
SNF- Förderungsprofessor, seit Kurzem an der Universität Wageningen (Niederlande) und Mitglied des Teams, das 2014 an der EPFL das Projekt namens Savmap initiierte. "Indem wir einen Teil des Zählprozesses automatisieren, wollen wir das Sammeln von genaueren und aktuelleren Daten erleichtern." Mittlerweile ist das System so ausgereift, dass eine einzige Person innerhalb einer Woche eine vollständige Zählung der Fauna in dem beteiligten Reservat in Namibia durchführen kann. Dieses Reservat hat eine Größe von 100 Quadratkilometern. Das Verfahren ist dabei auch erheblich günstiger als herkömmliche Verfahren, bei denen ganze Teams das Gebiet mit einem Helikopter überfliegen müssen.
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