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Kritik an Novelle des österreichischen Tierschutzgesetzes
06.10.2017
Das im Juli diesen Jahres in Kraft getretene österreichische Tierschutzgesetz sollte eigentlich den illegalen Welpenhandel massiv einschränken. Allerdings waren die Regelungen so strikt, dass auch für Tierheime und Privatpersonen die Vermittlung ihrer Tiere fast unmöglich gemacht wurde. Noch vor der Nationalratswahl, die am 15. Oktober stattfindet, wollte die Regierung diese Probleme beheben. Der von der SPÖ eingebrachte Initiativantrag wird vom Wiener Tierschutzverein (WTV) allerdings massiv kritisiert. „Von einer Verbesserung kann absolut keine Rede sein“, sagt WTV-Präsidentin Madeleine Petrovic. Mit der jetzigen Änderung wird versucht, den Welpenhandel durch die
individuelle Bestimmtheit des Tieres, ein Mindestalter von sechs Monaten und die bleibenden Eckzähne einzuschränken. Grundsätzlich könnte dies eine Möglichkeit sein, den Handel zu kontrollieren. Allerdings müsste dies auch umsetzbar sein. Petrovic verweist darauf, dass die Amtstierärztinnen und Amtstierärzte bereits überlastet sind und keine Kapazitäten für diese Kontrollen bestehen würden. Auch kritisiert der WTV, dass die Änderung keine Liberalisierung bezüglich der Vermittlungsmöglichkeiten von Vereinen ohne eigene Betriebsstätte in Österreich enthält, die totgeweihte (vor allem erwachsene) Hunde aus dem benachbarten Ausland retten und vermitteln.
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