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West-Nil-Virus

WNV beim Menschen

Meist verläuft eine Infektion mit dem West-Nil-Virus beim Menschen ähnlich einer Grippe mit Fieber, Kopf- und Gliederschmerzen sowie allgemeiner Angeschlagenheit. In etwa 80% der Fälle bleibt eine Infektion mit dem Virus sogar ohne klinische Symptomatik. Nur in seltenen Fällen (1-2 %) gelangt das Virus ins zentrale Nervensystem (ZNS) und erzeugt in erster Linie bei Menschen mit schlechter Konstitution eine Enzephalitis/Meningitis  mit hoher Letalität.

Die Inzidenz von WNV-Enzephalitis und die damit verbundene Letalität steigt mit dem Alter des Patienten.

Prophylaktischen Schutz bietet vor allem die Mückenbekämpfung. So sollten in gefährdeten Gebieten Feuchtstellen, die den Insekten als Brutplätze dienen, nach Möglichkeit trockengelegt und Repellentien sowie, besonders in den Morgen- und Abendstunden, protektive Kleidung verwendet werden.

An einem experimentellen Impfstoff gegen das West-Nil-Virus für den Menschen wird derzeit in den USA gearbeitet. Das als HydroVax-001WNV bezeichnete Vakzin erbrachte in vorklinischen Versuchen einen Schutz bei Mäusen, muss jedoch noch in klinischen Studien am Menschen erprobt werden.