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Weihnachtsgeschichte 2018

Sie haben mit uns unsere Weihnachtsgeschichte 2018 geschrieben. Vielen Dank dafür.

Die Gewinner werden unter allen veröffentlichten Ko-Autoren jetzt ausgelost und bekanntgegeben.

Der seltsame Patient

Es war der mein letzter Arbeitstag, bevor ich über die Weihnachtsfeiertage in den Urlaub fahren würde. Als ich früh morgens bei unserer Tierarztpraxis ankam, wartete dort bereits ein älterer Herr mit seinem Hund vor der Tür. Er wollte in die Sprechstunde. Ich kann kaum sagen, wer von den beiden zotteliger war, der Hund oder sein Herrchen. (Vetion.de - Redaktion)

Ich führte die Beiden in unsere Praxis und bat sie, noch einen Moment im Wartezimmer Platz zu nehmen. Vier tiefblaue Augen strahlten mich dankbar an und für einen kurzen Augenblick verspürte ich einen goldenen Glanz in unserer Tierarztpraxis. (Vetion.de - Redaktion)

Doch nach einem Augenblick sah ich es. Das Bild voller Glanz trat nach hinten und ein angsterfüllter Blick entwich dem Mann. Sorgenvoll legte er die Hand auf den Kopf des Hundes und streichelte liebevoll über dessen Rücken. (Stephanie)

Ich war neugierig, was mir der zottelige Herr über seinen treuen Begleiter berichten würde, also bat ich sie in das Sprechzimmer. Der Mann stand mit Mühe auf und sagte zu seinem Hund: „komm mein Lieber“. Beide schlurften in das Sprechzimmer und ich verwies auf den Behandlungstisch. Der alte Herr hob mit einem leichten stöhnen seinen Hund hoch und setzte ihn auf den aluminiumfarbenen Tisch ab. Ehe ich ihn fragen konnte, wie ich behilflich sein kann, sah ich etwas Merkwürdiges am Bauch des Hundes! (Sabine)

Meine Hände begannen an zu zittern. Beim genauen Hinsehen sah ich es leuchten und blinken. Meine Augen konnten von diesem Anblick nicht abweichen. (Michelle)

Da kam endlich Dr. Felix in den Behandlungsraum. Nach einer kurzen Begrüßung begann er, den kleinen Hund abzutasten. Er hielt inne und schaute das Herrchen unseres neuen Patienten intensiv an. Nach einem halbminütigen Schweigen sah der Doktor mich plötzlich an und sagte: „Würden Sie uns bitte allein lassen? (Toni)

Ich tat, worum ich gebeten wurde, auch wenn es mir schon allein aus Neugier sehr schwer fiel. Ich begriff jedoch schnell, dass das nicht gegen mich gerichtet war, sondern Dr. Felix damit nur erreichen wollte, das Herrchen des Patienten zum Reden zu bringen. Angelegentlich machte ich mich am Schrank neben der Tür zu schaffen und sortierte sinnlos Akten, während aus dem Behandlungszimmer gedämpfte, aber unverständliche Stimmen drangen. Ich hörte, wie Dr. Felix erst sanft und dann eindringlich redete, der ältere Herr stockend antwortete, in einem Schluchzen endend - und dann nach einer kurzen Pause zu meiner Verblüffung, Dr. Felix in schallendes Gelächter ausbrach. (Nora)

Moment, außer dem Lachen war da noch ein Geräusch. Es klang wie eine Melodie. Ich drücke mein Ohr fest an die Behandlungstür. Aber woran erinnerte es mich nur? (Ilona)

Während ich noch überlege, geht plötzlich die Tür des Behandlungszimmers nach innen auf und ich falle in die Hände meines überraschten Chefs: "Huch, da war aber jemand neugierig!", sagt dieser lachend. "Dir hat die Weihnachtsmelodie wohl gefallen? Eigentlich wollte ich dich nur bitten, etwas aus meiner Werkzeugkiste zu holen." (Sophia)

Verdattert schaute ich ihn an. Als er die Behandlungstür schloss, zwinkerte er mir noch zu und aus meiner Ahnungslosigkeit wurde schnell Begeisterung. Ich erinnerte mich an unsere Unterhaltung vor einer Woche. Zielsicher ging ich in den Keller und beim Zurückgehen in das Behandlungszimmer konnte ich nur Ratlosigkeit in den Gesichtern der anderen Patientenbesitzer sehen, die im Wartezimmer saßen. Sie konnten einfach nicht glauben, was ich in meinen Händen hielt. (Angélique)

Ein Mann stellte sich neben mich und fragte leicht zögerlich: “Was werden Sie denn damit anstellen?” Ich musste mich kurz räuspern und wollte gerade antworten, als ein lauter Knall hinter der geschlossenen Tür zu hören war. (Vetion.de-Redaktion)

 Nach dem Knall blitzte unter dem Türspalt des Behandlungszimmers ein grelles Licht hindurch. Ich besann mich und lief schnell in das Sprechzimmer hinein. Nachdem  ich die Tür geöffnet habe, kamen mir dicke weiße Nebelschwaden entgegen. Ich hustete und wedelte den Nebel mit meiner Hand aus dem Gesicht. Als ich die Umrisse meines Chefs endlich wiedererkennen konnte, traute ich meinen Augen nicht! (Sabine)

 Der einstmals zottelige Hund stand nun neben dem Behandlungstisch und war zu einem wunderschönen und stattlichen Rentier geworden! Nur die bunt leuchtende Nase erinnerte noch an die Erscheinung von vorhin. Dem kleinen, 4 jährigen Jungen, der aus dem Wartezimmer ganz vorsichtig ins Behandlungszimmer spionierte, fiel die Kinnlade runter. Im nächsten Moment rief er ganz verzückt: (Anke)

 "Mama, Mama kuck mal, der Hund hat sich einfach in Rudolf verwandelt. Bitte mach, dass sich unsere Katze auch verzaubern wird, ich möchte auch so ein Rentier. Oh schau mal, er hebt sogar vom Boden ab und schwebt, ob ...." (Stefanie)
 Der Wecker riss mich mit einem Ruck aus dem Schlaf. Stöhnend rieb ich mir die Augen. Was hatte ich da nur zusammengeträumt? Den ganzen Morgen lang dachte ich über den Hund, der sich in ein Rentier verwandelte nach und musste über meine Fantasien schmunzeln. Doch als ich bei unserer Tierarztpraxis ankam, wartete dort bereits ein älterer Herr mit seinem Hund vor der Tür... (Maria)