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Impfquote gegen BTV unzureichend

Das Landesuntersuchungsamt Rheinland-Pfalz weist darauf hin, dass die Immunität der Wiederkäuerbestände gegen die Blauzungenkrankheit vom Serotyp 8 (BTV-8) derzeit unzureichend ist. Aktuelle Auswertungen zeigen, dass nur ein kleiner Teil der Tiere geimpft ist: Bis Anfang März waren rund 18,8 % der Rinder geimpft, bei Schafen etwa 7 % und bei Ziegen lediglich rund 3 %. Diese Impfquoten reichen nach Einschätzung der Behörden nicht aus, um eine weitere Ausbreitung der Krankheit wirksam zu begrenzen. Hierfür müsste der Immunisierungsgrad mindestens bei 50 % liegen.

Vor dem Hintergrund der derzeit niedrigen Impfquote appellieren die Behörden an Tierhalterinnen und Tierhalter sowie betreuende Tierärzte, empfängliche Tiere möglichst zeitnah gegen BTV-8 zu immunisieren, um die Bestände besser zu schützen und die Ausbreitung der Seuche zu begrenzen.

LUA

BTV-8 in Baden-Württemberg nachgewiesen

Erstmal seit 2019 ist in Baden-Württemberg wieder der Serotyp 8 des Blauzungenvirus (BTV-8) nachgewiesen worden. Betroffen ist ein Betrieb im Ortenaukreis. Landwirtschaftsminister Peter Hauk empfiehlt den Landwirt:innen daher dringend, ihre Wiederkäuer impfen zu lassen. „Durch die Entwicklung der Seuchensituation in den vergangenen Wochen bestand insbesondere entlang der Grenze zu Frankreich ein hohes Eintragsrisiko für Blauzungenvirus (BTV) der Subtypen 4 und 8 nach Baden-Württemberg. Daher rufe ich alle viehhaltenden Landwirtschaftsbetriebe im Land dazu auf, das Impfangebot des Landes und der Tierseuchenkasse zu nutzen und ihre Rinder, Schafe und Ziegen gegen alle Blauzungenvirusvarianten zu impfen“, sagte der Minister.

Bislang haben sich die Impfungen in der Bundesrepublik auf den Serotyp 3 konzentriert. Nun sollte zumindest in Baden-Württemberg auch gegen BTV-8 geimpft werden, da die BT-Impfungen nur zu einer Serotyp-spezifischen Immunität führen. Entsprechend ist eine Impfung gegen jeden einzelnen Serotyp erforderlich.

Landwirtschaftsministerium Baden-Württemberg