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Mehr Kontrollen der Biosicherheitsmaßnahmen wegen ASP gefordert

23.07.2021

Anlässlich der jüngsten, bedrohlichen Entwicklungen hinsichtlich der grassierenden Afrikanischen Schweinepest (ASP) hat der Zentrale Krisenstab „Tierseuchen“ zusammen mit Vertretern von Bund und Ländern sowie dem Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) als nationales Referenzlabor am vergangenen Donnerstag getagt. Die Staatssekretärin im Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft, Beate Kasch, forderte die Ländervertreter in der Runde dringend auf, die Einhaltung der erforderlichen Biosicherheitsmaßnahmen verstärkt zu kontrollieren, um weitere ASP-Einträge in Schweine haltende Betriebe zu vermeiden. Da wohl diese Maßnahmen gerade in Kleinstbetrieben häufiger nicht eingehalten würden, müsse durch mehr Kontrollen Abhilfe geschafft werde, so Kasch. „Eine bessere Kontrolle der Biosicherheitsmaßnahmen zur Verhinderung des Eintrags der ASP in den
Hausschweinbestand ist zwingend erforderlich - auch in den Kleinstbetrieben. Die Länder sind hier zuständig und stehen in der Pflicht. Ich habe die klare Erwartung, dass sie dieser Aufgabe auch nachkommen. Dass die ASP in Brandenburg nun in zwei solcher Kleinsthaltungen nachgewiesen wurde, verdeutlicht die Dringlichkeit“, erklärte die Staatssekretärin weiter. Kasch informierte die Teilnehmenden auch, dass der Handel innerhalb des EU-Binnenmarkts auch bei ASP-Fällen in der Hausschweinpopulation weiterhin möglich bleibe, da das Regionalisierungsprinzip Anwendung findet. Während einige Drittländer deutschlandweite Sperren ausgesprochen hätten, konnte jedoch unter anderem mit Vietnam, Singapur und Kanada eine Regionalisierung erreicht werden. Aufgrund der Bedeutung von Biosicherheitsmaßnahmen ist auf Myvetlearn.de ein mehrteiliger E-Learning-Kurs geplant, bestehend aus einem Grundlagenmodul und mehreren Tierartenmodulen.

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Politisches Versagen bei vielen Tierschutzvorhaben

28.09.2021

Im Rahmen der Bundestagswahl am 26. September 2021 und der anstehenden Regierungsbildung hat der Deutsche Tierschutzbund mal zusammengefasst, was hinsichtlich der Tierschutzvorhaben in der vergangenen Regierungsperiode versprochen, aber nicht eingehalten wurde. Unter den Beispielen des politischen Versagens werden neben dem bisherigen Scheitern des Tierwohllabels auch das um zwei weitere Jahre verschobene Ausstiegsdatum aus der betäubungslosen Ferkelkastration aufgeführt. Trotz der tierschutzgerechten Alternativen war die Übergangsfrist von über fünf Jahren zu kurz für die Branche. Auch bei der geplanten und versprochenen Verkürzung der Transportzeiten bei Tiertransporten wurde auf Bundesebene keine einheitliche
Regelung gefunden, sondern jedem Bundesland selber die Entscheidung überlassen. Bis heute gibt es keine Verkürzung der Transportzeiten auf EU-Ebene, obwohl der Bund sich dafür stark machen wollte. Neben nicht-kurativen Eingriffen an Tieren in der Landwirtschaft wie das Kupieren der Ringelschwänze bei Ferkeln ist die Regierung auch hinsichtlich des Kükentötens klar gescheitert. Das Kükentöten sollte bis September 2019 verboten werden, ist aber immer noch legal. Das Thema illegaler Welpenhandel wird nicht zuletzt seit der Corona- Pandemie stark diskutiert. Doch trotz angekündigter Vorschläge für konkrete Maßnahmen oder sogar Verbote ist auch in diesem Bereich nichts geschehen. Es gibt viele Aufgaben, denen sich die neue Regierung wird stellen müssen, was von der letzten versäumt wurde.

28.09.2021: Heute ist Welt-Tollwut-Tag

Der 28. September ist der Welt-Tollwut-Tag, der in diesem Jahr bereits zum 15. Mal begangen wird. Die Tollwut ist eine tödlich verlaufende Viruserkrankung. Infizierte Tiere sowie der Mensch zeigen Verhaltensveränderungen, Muskelkrämpfe und Lähmungserscheinungen. Da die Infektionskrankheit auf den Menschen übertragbar ist, handelt es sich um eine Zoonose. Die Ansteckung erfolgt über den Kontakt der Schleimhäute oder Verletztungen der Haut mit Speichel von tollwütigen Tieren wie Füchsen, Hunden oder Fledermäusen. Am häufigsten sind Biss- oder Kratzverletzungen. Auch wenn die meisten Länder in Westeuropa heute tollwutfrei sind, kann die Krankheit jederzeit eingeschleppt werden. In der letzten Zeit kam es häufiger vor, dass durch den massiven illegalen Welpenhandel Tiere eingeführt wurden, die noch keinen ausreichenden Impfschutz
hatten oder bereits erkrankt waren, was für andere Menschen und Tiere eine große Gefahr darstellt. Allein im laufenden Monat mussten sich in Deutschland über vierzig Menschen behandeln lassen, weil ein illegal importierter Welpe an Tollwut gestorben ist. ExpertInnen sprechen von weltweit mehr als 59.000 Tollwutopfern jährlich. Zum Schutz vor der tödlichen Krankheit sind wirksame Impfstoffe auf dem Markt, die Grundimmunisierung muss jedoch vor einer Infektion abgeschlossen sein. Auch geimpfte Personen müssen nach dem Kontakt mit einem erkrankten Tier eine "Not-Immunisierung" vornehmen lassen. Bei Nicht-Geimpften muss diese in der ersten Stunde nach dem Biss erfolgen. Daher wird dringend empfohlen, sich von zahm wirkenden Wildtieren fernzuhalten, da diese bei einer Tollwuterkrankung häufig die natürliche Scheu vor dem Menschen verlieren, bei Berührung aber mit Beißen reagieren.

28.09.2021: Mehr Schweineschlachtungen in der EU trotz niedriger Preise

EU-weit sind in den ersten sechs Monaten des laufenden Jahres 3,6 Prozent mehr Schweine als im ersten Halbjahr des Vorjahres geschlachtet worden. In den Mitgliedsstaaten sind insgesamt 124,17 Mio. Schweine geschlachtet worden, gut 4,3 Millionen Tiere mehr als im Vorjahreszeitraum, wie das Statistische Amt der Europäischen Union (Eurostat) berichtet. Während beispielsweise Spanien seinen Platz als wichtigstes Erzeugerland in der Gemeinschaft ausbauen konnte, ist die Zahl der Schlachtungen in Deutschland rückläufig. Verglichen mit der ersten Jahreshälfte 2020 wurden hier 685.000 Tiere bzw. 2,6 Prozent weniger
Schweine geschlachtet, da weniger Ferkel und Mastschweine aus dem Ausland ins Bundesgebiet geliefert wurden. Österreich konnte die Schlachtungen um 3,4 Prozent auf 2,57 Mio. Schweine erhöhen. Unter anderem der durch die Corona- Pandemie entstandene Schweinestau führte in fast allen Ländern zu einer Zunahme der Schlachtgewichte. Zudem sind Schlachtschweinepreise in der gesamten EU auf das niedrigste Niveau seit vielen Jahren gesunken. Hauptgrund dafür ist, dass ein größeres Schweinefleischangebot auf eine schwächere Nachfrage im Binnenmarkt und zuletzt auch in China und Japan trifft.

27.09.2021: Niedersachsen erleichtert mobile Schlachtung

Der niedersächsische Landtag hat mit einer neuen Regelung die mobile Schlachtung von Nutztieren direkt auf dem landwirtschaftlichen Hof erleichtert. Ab sofort dürfen bis zu drei Rinder, sechs Schweine oder drei Pferde direkt auf dem landwirtschaftlichen Herkunftsbetrieb geschlachtet werden. Der Landesbauernverband, das Landvolk Niedersachsen, zeigte sich erfreut über den Beschluss, da das mobile Schlachten den Tieren Stress durch Lebendtransporte zum Schlachthof erspare, wie Anita Lucassen, Vorstandsmitglied des Landvolk- Kreisverbandes Cloppenburg, erklärt. Auch
wenn EU-Fördergelder für die Anschaffung mobiler Schlachteinheiten bereit stünden, müssten zusätzlich praktikable Regelungen für das mobile Schlachten gefunden werden. „Um das hohe Interesse der Tierhalter nicht zu schmälern, müssen jedoch bürokratische Hürden für die Tierhalter möglichst niedrig gehalten werden“, betonte Lucassen. Dazu müssten die Kontrollen während der Schlachtung durch einen amtlich beauftragten Tierarzt erfolgen können und nicht die Anwesenheit des hauptamtlichen Personals des Veterinäramtes vorausgesetzt werden, so Lucassen.

27.09.2021: Wissenschaftler und Konsumenten uneinig über Fischkonsum

Am 12. September 2021 sind auf den Färöer-Inseln im Rahmen einer groß angelegten Treibjagd über 1.400 Weißseiten-Delphine brutal getötet worden. Trotz massiver internationaler Proteste fand in der vergangenen Woche erneut eine Treibjagd statt, bei der 52 Grindwale abgeschlachtet wurden. Seitens der EU-Artenschutzgesetzgebung sind Grindwale streng geschützt, jedoch sind die zu Dänemark gehörenden Färöer-Inseln kein Mitglied der Europäischen Union. Die Meeresschutzorganisation OceanCare richtet sich nun mit einer Online-Petition an die EU-Kommission und Regierungen der EU- Mitgliedsstaaten, um konkrete Schritte gegenüber den Färöer-Inseln einzuleiten. Der Frage, ob man überhaupt noch Fisch essen darf, sind die Umweltorganisationen MSC (Marine Stewardship Council) und ASC (Aquaculture Stewardship Council) nachgegangen. Eine repräsentative Online-Befragung ergab, dass WissenschaftlerInnen und
KonsumentInnen durchaus unterschiedliche Sichtweisen auf dieses Thema haben. Während sich vier von fünf VerbraucherInnen in Deutschland um den Zustand der weltweiten Gewässer sorgen und 43 Prozent den Konsum von Fisch für unnötig erachten, sind sich alle befragten WissenschaftlerInnen einig, dass ein vollständiger Verzicht auf Fisch nicht notwendig sei. Drei Viertel der ExpertInnen sind außerdem der Meinung, dass Wildfisch hinsichtlich seiner gesamten Ökobilanz ein ökologisch sinnvolles Nahrungsmittel ist. Bei dem Thema der weltweiten Überfischung herrscht unter den KonsumentInnen offensichtlich noch große Unkenntnis: nicht mal einer von zehn Verbrauchern schätzt die aktuelle Situation richtig ein. Während nach wissenschaftlichen Daten derzeit 34,2 Prozent aller Fischbestände überfischt sind (FAO), ist mehr als ein Drittel der VerbraucherInnen überzeugt, dass 60 bis 80 Prozent oder mehr der weltweiten Fischbestände überfischt seien.

27.09.2021: DBV fordert zügige Regierungsbildung

Die Bundestagswahl 2021, die am 26.09.2021 stattfand, hat keinen klaren Sieger hervorgebracht. Nach dem engen Wahlausgang starten nun die ersten Sondierungsgespräche. Der Präsident des Deutschen Bauernverbandes (DBV), Joachim Rukwied, fordert die Parteien auf, diesen Vorgang zu beschleunigen: „Wir Landwirte brauchen politische Klarheit und Perspektiven. Sowohl die Zukunftskommission Landwirtschaft
als auch die Borchert-Kommission haben Lösungen vorgeschlagen. Dies muss zwingend von den Parteien aufgegriffen werden. Es geht vor allem darum, die Zukunft der Landwirtschaft und des ländlichen Raums zu sichern. Oberstes Ziel muss dabei sein, einen Strukturbruch zu verhindern und sicher zu stellen, dass landwirtschaftliche Betriebe Zukunftsperspektiven haben und mehr Wertschätzung erfahren“, so der DBV-Präsident.

27.09.2021: Förderprogramm zum Schutz gefährdeter Nutztierrassen erfolgreich

Das Land Bayern hat sich zum Ziel gesetzt, gefährdete Nutztierrassen zu erhalten. Dafür werden seit Jahren zahlreiche Zuchtprogramme gezielt gefördert, was erfreulicherweise zu einer deutlichen Bestandserholung geführt hat. „Unsere bayerischen Züchter betreiben enormen Aufwand und zeigen großes Engagement, um die heimischen, vom Aussterben bedrohten Nutztierrassen zu erhalten. Das ist zuallererst ein wertvoller Beitrag zum Schutz der genetischen Ressourcen und zur Artenvielfalt, aber auch enorm wichtig für künftige Zuchterfolge. Beides liegt im Interesse der Gesellschaft und deshalb unterstützen wir das“, erklärte Bayerns Landwirtschaftsministerin
Michaela Kaniber. Die finanzielle Unterstützung der Züchter in dem Land hat dazu geführt, dass sich die Anzahl geförderter Schafe und Ziegen verdoppelt, die der geförderten Rinder sogar fast verdreifacht hat. Aktuell werde die Zucht von 21 verschiedenen bedrohten Nutztierrassen gefördert, so Kaniber. Allein im Jahr 2020 erhielten 827 Zuchtbetriebe für den Erhalt dieser Rassen rund 910.000 Euro. Um das Förderverfahren zu beschleunigen, wurde es jetzt für alle Tierarten auf digital umgestellt. Bis zum 15. November 2021 können die Landwirte und Züchter nun für dieses Jahr ihre Förder- und Auszahlungsanträge online stellen.

24.09.2021: Deutschland stellt Konzept zur Bekämpfung der ASP vor

Bei einem Treffen mit der EU-Kommission sowie mit den Vertretern Polens und Tschechiens zum weiteren Vorgehen gegen die Afrikanische Schweinepest (ASP), hat Deutschland sein Schutzkorridorkonzept vorgestellt. Dieses sieht die Unterbrechung der Infektionsausbreitung nach Westen vor, indem der Korridor von zwei festen Zäunen begrenzt wird. Innerhalb dieser „weißen Zone“ soll die Wildschweinpopulation gegen Null reduziert werden. Die geplanten Maßnahmen umfassen neben einer regelmäßiger Fallwildsuche auch verstärkte Bejagung mit Untersuchung und Entfernung der Kadaver. Laut Aussagen des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) hat die EU-Kommission das Konzept begrüßt. Bei dem Treffen wurde zudem das zögerliche Mitwirken Polens, von wo die ASP nach Deutschland eingeschleppt worden war, kritisiert. Die EU-Kommission hat Polen daher zur Beteiligung an grenzüberschreitenden Maßnahmen aufgefordert.
„Eine Erweiterung unseres Schutzkorridorkonzeptes auf polnischer Seite wäre ein effektives Mittel, um die Ausbreitung der ASP nach Westen aufzuhalten. Leider ist Polen auch weiterhin nicht bereit, sich hier zu bewegen. Und das, obwohl Deutschland personelle, organisatorische und finanzielle Unterstützung zugesagt hatte. Wir werden hier weiter Gespräche führen und Überzeugungsarbeit leisten, denn eine grenzüberschreitende Zusammenarbeit im Kampf gegen die ASP ist wichtig – auch in Verantwortung für ganz Europa. Als Bundesregierung engagieren wir uns deshalb massiv, damit die ASP in Deutschland getilgt wird und unterstützen die zuständigen Bundesländer mit allen uns zur Verfügung stehenden Mitteln", erklärte Staatssekretärin Beate Kasch als deutsche Vertreterin abschließend. In Polen ist die Afrikanische Schweinepest bereits seit 2014 vertreten, in Deutschland ist die Tierseuche erstmals im September 2020 in Brandenburg, nahe der polnischen Grenze, ausgebrochen.

24.09.2021: Seehunde mit HPAIV infiziert

Im Rahmen routinemäßiger Untersuchungen von an der Küste aufgefundenen Seehunden auf Influenza-, Staupe- und Herpesviren ist bei zwei Proben das hochpathogene aviäre Influenzavirus (HPAIV) vom Typ H5 nachgewiesen worden. Das Institut für Virologie der Stiftung Tierärztliche Hochschule Hannover (TiHo) konnte die höchsten Virusgenomlasten im Gehirn der Tiere ausmachen. „In anderen Geweben, einschließlich der Lunge, konnten wir keine oder nur sehr geringe Viruslasten von H5N8 nachweisen“, berichtet Professor Dr. Paul Becher, Leiter des Instituts. „Zudem konnten wir in ersten Untersuchungen zeigen, dass die genetischen
Sequenzen der bei den Seehunden nachgewiesenen Influenzaviren große Ähnlichkeiten haben mit Geflügelpestviren, die in diesem Jahr bei Wildvögeln in Europa gefunden wurden.“ Während in zahlreichen anderen Seehundproben Antigene gegen das Herpesvirus nachgewiesen werden konnten, gelang glücklicherweise in keiner der Proben der Nachweis des Erregers der Seehundstaupe. Die Seehundstaupe hat in den letzten Jahren zu einem Massensterben bei Seehunden geführt. Im August diesen Jahres war bei den Tieren eine leicht erhöhte Sterblichkeit festgestellt worden, deren Ursache noch genauer erforscht werden muss.

24.09.2021: Neuartiger Fleischersatz aus fermentiertem Okara

WissenschaftlerInnen in Litauen und Finnland arbeiten derzeit an einem neuartigen Fleischersatzprodukt. Die ForscherInnen verwenden dafür fermentiertes Okara, ein bei der Herstellung von Sojamilch bzw. Tofu anfallendes Nebenprodukt, sowie pflanzlicher Rohstoffe. Nach ersten Geschmackstests soll der Fleischersatz besser schmecken als das Original und zudem weniger gesättigte Fettsäuren enthalten. „Fleischersatz ist das Lebensmittel der Zukunft", sagt Alvija Salasevicien, Direktorin des Nahrungsmittelinstituts der Technischen Universität Kaunas (KTU). „Sowohl Wirtschaft als auch Wissenschaft werden die Auswirkungen der Verwendung von Sekundärrohstoffen überdenken müssen und es wird allen zugutekommen, indem Kosten sinken und Ressourcen eingespart werden." Wichtig sei, dass ein Fleischersatzprodukt die klaren Geschmackserwartungen der KonsumentInnen
erfüllt. „Die Menschen haben klare Erwartungen daran, wie ein Burger, eine Wurst oder ein anderes Fleischprodukt aussehen, riechen, schmecken und sich anfühlen sollte. Das müssen wir bei der Modellierung eines Fleischersatzes berücksichtigen", so Salasevicien. Es gebe viele Gründe für eine Reduzierung des Konsums von Fleisch. Es sei schwer zu verdauen und die gesättigten Fettsäuren erhöhten den Gehalt an LDL-Cholesterin im Blut, das auch als "schlechtes" Cholesterin bekannt ist, so die Forscherin weiter. Das Fokusthema „Fleischlos glücklich“ von Vetion.de befasst sich ebenfalls mit den inzwischen in hoher Zahl verfügbaren Fleischersatzprodukten. Hier finden Sie umfassende Informationen über die verschiedenen Grundbestandteile der pflanzlichen Fleischalternativen sowie zu der Herstellung von sogenanntem künstlichen Fleisch.

bpt veröffentlich Antworten der Parteien zu Fragen des Tierarztberufes

23.09.2021

Der Bundesverband praktizierender Tierärzte (bpt) hat anlässlich der Bundestagswahl am 26. September 2021 den fünf Parteien CDU/CSU, SPD, FDP, Bündnis 90/Grüne und die Linke verschiedene Fragen gestellt und die Antworten jetzt veröffentlicht. Die Fragen betreffen u.a. eine Reform der Tierärztlichen Approbationsverordnung, das Auswahlverfahren für Studienanfänger, die Flexibilisierung des Arbeitszeitgesetzes (AZG), eine Entbürokratisierung bei den tierärztlichen
Dokumentationspflichten, die Verankerung der tierärztlichen Bestandsbetreuung im nationalen Recht sowie Förderung der Selbständigkeit von TierärztenInnen und die Kategorisierung von Antibiotika. Antworten und Vergleiche zu weiteren Bereichen wie Tierschutz, Landwirtschaft sowie Umwelt- und Klimaschutz finden Sie im Fokusthema Bundestagswahl 2021 von Vetion.de. Wir wünschen Ihnen einen schönen Wahlsonntag und sagen danke, dass Sie wählen gehen!

23.09.2021: Verpflichtende Schutzfunktionen von Mährobotern gefordert

Immer mehr GartenbesitzerInnen entscheiden sich für den Kauf eines Mähroboters, der automatisch das Rasenmähen übernimmt. Doch viele Menschen wissen nicht, dass diese für kleinere Wildtiere wie Igel und Bodenbrüter eine tödliche Gefahr darstellen. Gerade preiswertere Geräte erkennen die sich am Boden befindenden Tiere nicht. Da Igel beispielsweise bei drohender Gefahr nicht fliehen, sondern sich zusammenrollen, sind diese besonders gefährdet und werden häufig durch die scharfen Messer schwer verletzt. Der baden-württembergische Landesbeirat für Tierschutz fordert daher, dass Rasenroboter verpflichtend mit Sensoren zur Hindernis-Erkennung, Stopp-Automatik, Ausweich-Mechanismen und einer tiefen
Apfelschürze ausgestattet sein müssen. „Der Tierschutzbeirat hat sich in seiner letzten Sitzung intensiv mit der Tierschutzproblematik bei Rasenrobotern auseinandergesetzt. "Aus Sicht des Tierschutzes besteht hier dringender Handlungsbedarf. Wir werden uns daher für verpflichtende Qualitätsstandards und Sicherheitsprüfungen durch die Hersteller vor dem Verkauf der Geräte einsetzen“, sagte Baden-Württembergs Minister für Ernährung, Ländlichen Raum und Verbraucherschutz, Peter Hauk MdL. Mehr über den Patient Igel in der Kleintierpraxis erfahren Tierärztinnen und Tierärzte in der geichnamigen Online- Fortbildung auf Myvetlearn.de. Der E-Learningkurs ist mit 5 ATF- Stunden anerkannt, ein Einstieg ist jederzeit möglich.

23.09.2021: Neue Corona-Ursprungstheorie in der Prüfung

Auch knapp zwei Jahren nach dem ersten Ausbruch ist der Ursprung der Corona-Pandemie nicht abschließend geklärt. Möglich wäre, dass die Pandemie durch einen Laborunfall entstanden ist oder durch eine Übertragung von Wildtieren auf den Menschen in Gang gesetzt wurde. Ein internationales Forscherteam hat nun eine weitere Ursprungstheorie aufgestellt, nachdem sie eine Genomanalyse durchgeführt haben. Demnach könnte das Coronavirus zweimal vom Tier auf den Menschen übergesprungen sein, wie das Fachmagazin "Nature" schreibt. Auf der Grundlage von frühen Virussequenzen von Personen, die sich in verschiedenen Regionen zu Beginn der Pandemie infiziert hatten, haben die ForscherInnen zwei Unterteilungen von großen Linien vorgenommen und die Verwandtschaft der beiden Virusstämme analysiert. „Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass es mindestens zwei Einschleppungen von SARS-CoV-2 in die menschliche Bevölkerung gibt", wird David Robertson,
Virologe an der Universität Glasgow, in "Nature" zitiert. Dies könnte beweisen, dass SARS-CoV-2 nicht aus einem Labor "entkommen" ist. Wenn man A und B als zwei getrennte Linien beschreiben könne und das Virus zweimal auf den Menschen gesprungen ist, dann sei so gut wie ausgeschlossen, dass die Pandemie aus dem Labor stammt, erklärt Robert Garry, Virologe an der Tulane University in New Orleans. In diesem Fall ist laut Studie folgendes Szenario denkbar: die Viruslinien A und B finden sich in Menschen, die sich auf verschiedenen Märkten in Wuhan infiziert haben könnten. Das könnte bedeuten, dass mehrere Tiere unterschiedlicher Arten mit einem SARS-CoV-2-Vorläufer als Infektionsquelle in Frage kommen, die dann durch Wuhan transportiert worden sein könnten und Menschen an mindestens zwei Orten infiziert haben. Die Ergebnisse sind vorläufig und müssen in jedem Fall noch von unabhängigen Experten begutachtet werden. Nach Prüfung müssen sie zudem noch durch weitere Analysen bestätigt werden.

23.09.2021: ASP-Ausbrüche in mehreren polnischen Schweinehaltungen

Polen kommt hinsichtlich der Afrikanischen Schweinepest (ASP) nicht zur Ruhe. Während bereits in den ersten sechs Monaten des Jahres mehr als 100 ASP-Ausbrüche bei Hausschweinen festgestellt worden sind, vermeldet das Land nun allein innerhalb einer Woche etliche neue Fälle in Schweinehaltungen. Mehrere hundert Hausschweine sind betroffen. Nach Aussagen der Obersten Veterinärbehörde mussten bisher knapp 37.000 Schweine gekeult werden. Tiere, die im Umkreis von einem Kilometer um Seuchenherde aufgestallt waren, sind dabei nicht mitgezählt. Zum gleichen Zeitpunkt des Vorjahres lag die Zahl der gekeulten Schweine bereits bei
über 50.000 Tieren. Dies liegt hauptsächlich daran, dass im Unterschied zu 2020 in diesem Jahr bislang vor allem kleine und mittlere Tierhaltungen von der ASP betroffen waren. Unterdessen hat die Landesregierung von Mecklenburg-Vorpommern weitere 5,8 Millionen Euro Haushaltsmittel für den Erwerb, Bau und die Unterhaltung eines zweiten ASP-Schutzzaunes freigegeben. Dieser soll parallel zum ersten ASP-Schutzzaun auf rund 100 Kilometern Länge entlang der deutsch-polnischen Grenze gebaut werden, wodurch ein Schutzkorridor möglichst ohne Wildschweine entstehen soll, um Mecklenburg-Vorpommern weiter ASP-frei zu halten.

22.09.2021: Fettige Muskelerkrankungen bei Schweinen in Österreich

Die sogenannte Fettige Muskeldystrophie ist eine häufige Erkrankung von Mastschweinen. Das Leitsymptom dieser Erkrankung ist eine krankhafte Muskelveränderung, bei der Muskelgewebe durch Fett ersetzt wird. Die Ursache für die Fettige Muskeldystrophie ist noch unklar. Eine Studie der Vetmeduni Wien hat ergeben, dass auch Schweine in Österreich von der Krankheit betroffen sind. Die Studie beinhaltet die histopathologischen Untersuchungen des Muskelgewebes zweier Schweine in der Steiermark, bei denen die Gesäßmuskulatur massiv mit Fett infiltriert und zum Teil durch Fett ersetzt war. Zudem gaben zahlreiche fleischbeschauende TierärztInnen Auskunft über ihre Beobachtungen. „Die Erhebung über das Auftreten von fettigen Muskelerkrankungen bei Mastschweinen ergab, dass dieses Phänomen in der Steiermark am häufigsten, aber auch in Oberösterreich und Niederösterreich zu beobachten ist. Betroffen waren vor allem Gesäß- und Lendenmuskeln, wobei ca. 20 bis 40 % der
betroffenen Muskeln durch Fett ersetzt waren. Fettige Muskeldystrophie ist damit bei Schweinen weder ungewöhnlich noch selten“, erklärt Studienerstautor Lukas Schwarz von der Universitätsklinik für Schweine der Vetmeduni. Die WissenschaftlerInnen ziehen verschiedene Ursache in Betracht. Bei den beiden untersuchten Schweine aus der Steiermark konnte eine gestörte Bildung von Dystrophin, einem für die ordnungsgemäße Funktion von Muskeln notwendigem Struktureiweiß, diagnostiziert werden. Da über den ursächlichen Mechanismus der sogenannten fettigen Muskeldystrophie nur spekuliert werden kann, halten die WissenschafterInnen eine eingehende Analyse für angezeigt, um die Prävalenz der fettigen Muskeldystrophie in der österreichischen Schweinepopulation, aber auch in der Schweinepopulation weltweit aufzuklären. Auch um abzuklären, ob die Ursache umwelt- oder genetisch bedingt ist, seien weitere Studien dringend erforderlich, lautet das Fazit der ForscherInnen.

22.09.2021: Jahrtausendealter Fernhandel prägte modernen sibirischen Hund

Ein internationales Forscherteam um Laurent Frantz, Paläogenomiker an der Ludwig-Maximilians-Universität München (LMU), hat in einer aktuellen Studie belegen können, dass sich moderne sibirische Hundelinien durch Jahrtausende alte Handelsbeziehungen entwickelt haben. Grundlage für die Studie waren archäologische Funde, die auf einen Fernhandel der Menschen Nordwestsibiriens bereits vor 2.000 Jahren hindeuteten. Die WissenschaftlerInnen haben für ihre Studien die Genome von 49 bis zu 11.000 Jahre alten Hunden aus Sibirien und Eurasien analysiert. Sie fanden heraus, dass sich die arktischen Hundepopulationen ab der Eisenzeit vor 2000 Jahren bis ins Mittelalter hinein immer wieder mit Hundespezies aus der eurasischen Steppe und aus Europa vermischt haben. „Es müssen also Hunde aus diesen Regionen importiert worden sein, was darauf schließen lässt, dass es Fernhandelsbeziehungen gab", sagt Erstautorin Dr. Tatiana Feuerborn von der Universität
Kopenhagen. „Die ursprünglichen arktischen Hunde waren wahrscheinlich vor allem Schlittenhunde", sagt Frantz. „Als die Menschen begannen, größere Rentierherden zu halten, erwarben sie vermutlich Hunde, die besser für das Hüten von Herden geeignet waren. Aus der Vermischung der Populationen entstanden möglicherweise Hunderassen, die sowohl für die Hütearbeit geeignet, als auch an die rauen klimatischen Bedingungen angepasst waren." Diese Vermischung führte schließlich zur Entstehung moderner sibirischer Hundelinien wie den heutigen Samojeden. Das Portal Tierhalter- Wissen.de bietet HundzüchterInnen und interessierten HundehalterInnen verschiedene Online-Fortbildungen, die von der Schweizerischen Kynologischen Gesellschaft (SKG) als Züchterfortbildung anerkannt sind. Das Angebot umfasst Kurse zu Andrologie & Zuchtplanung, Trächtigkeit & Geburt der Hündin, Gynäkologie & Bedeckung der Hündin sowie der Welpenaufzucht.

22.09.2021: FBN bietet Kindern Unterricht im Stall

Um auch den Jüngsten in der Bevölkerung die Haltung von Nutztieren nahezubringen, bietet das Forschungsinstitut für Nutztierbiologie (FBN) in Dummerstorf im Rahmen des Projektes ‚Stadt-Land-Stall‘ Kitakindern und Schulklassen ab sofort einen außerschulischen Unterricht an. „Heute haben die Kinder kaum noch einen Bezug zur Landwirtschaft und kennen den Ursprung der Lebensmittel nur aus den Medien“, sagte Projektkoordinatorin Marianne Zenk. „Darum sollen die Schülerinnen und Schüler und Kindergartenkinder ihre gewohnte Lernumgebung verlassen und einen echten Stall besuchen. Hier vor Ort können wir am besten erklären, wie die Tierhaltung funktioniert und auf alle Fragen der Jüngsten eingehen“, so die Agraringenieurin. „Dabei geht es auch um die Wertschätzung der Tiere und der Arbeit in der Landwirtschaft sowie um Aspekte der Nachhaltigkeit und des Klimaschutzes.“ Bei dem Besuch können die Kinder hautnah Schweine im Stall beobachten und im Kuhstall die Rinderhaltung mit allen Sinnen erfahren. Ab sofort können sich Träger
von Kindertagesstätten und -gruppen oder Schulen auf der Homepage der Forschungseinrichtung über den Unterricht im Schweine- oder Rinderstall informieren und sich bei Interesse anmelden. „Als neuer außerschulischer Lernort in Mecklenburg- Vorpommern möchten wir über die Tierhaltung und die Herkunft unserer Lebensmittel aufklären“, erklärt FBN-Vorstand Professor Dr. Klaus Wimmers. „Im Rahmen des Projektes ‚Stadt-Land-Stall‘ werden wir Kindern reale Einblicke ermöglichen, wie Schweine und Kühe leben und welche Rolle dabei das Tierwohl sowie der Umwelt- und Klimaschutz spielen. Zugleich wollen wir zeigen, wie unsere Forschenden arbeiten.“ Altersgerechte Informations- und Lernmaterialien begleiten den Stallbesuch der Kinder. „Unser Projekt werden wir schrittweise ausbauen, um künftig auch Jugendlichen der höheren Klassenstufen, Studierenden, Lehrerinnen und Lehrern sowie Erzieherinnen und Erziehern Informationen und Aktionen im Forschungsinstitut anbieten zu können“, kündigte Marianne Zenk an.

22.09.2021: EPRUMA begrüßt Entscheidung des EU-Parlaments

Der Zusammenschluss im Tiergesundheitssektor zum verantwortungsvollen Umgang mit Arzneimitteln, kurz EPRUMA, hat die Entscheidung des Europaparlaments, den ENVI-Antrag abzulehnen, ebenfalls sehr begrüßt. Nur so seien der Schutz der Gesundheit von Haus- und Nutztieren sowie der Tierschutz gewährleistet, wie in einer Pressemeldung des Bundesverbands für Tiergesundheit (BfT) zu lesen ist. Die Abstimmung bedeutet auch ein klares Votum für den One-Health-Ansatz zur Bekämpfung von Antibiotikaresistenzen. In den vergangenen zehn Jahren wurden zahlreiche Maßnahmen in Angriff genommen, den Einsatz von Antibiotika in der Tiermedizin zu kontrollieren und zu verringern. Diese reichen von der Erfassung der in der Veterinärmedizin
verbrauchten Antibiotikamengen über Einschränkungen und Leitlinien zu deren Abgabe und Anwendung bis hin zum Resistenzmonitoring und der Erfassung von Resistenzdaten bei der Zulassung von Tierarzneimitteln. Allein in Deutschland führte das Maßnahmenpaket zu einem Rückgang von an Tiere verabreichten Antibiotika um mehr als 60 Prozent. Durch das neue europäische Tierarzneimittelrecht, in dem der delegierte Rechtsakt der Kommission ein Teil ist, werden die Bestrebungen europaweit intensiviert und harmonisiert. Auch VetMAB hat die Antibiotikaminimierung im Stall zum Ziel, wofür mehrere E-Learning-Module für NutztierärztInnen entwickelt wurden, die außerdem eine ATF-Anerkennung als tierärztliche Fortbildung besitzen.

21.09.2021: Baden-Württemberg zeichnet besonderes Engagement im Tierschutz aus

In der vergangenen Woche ist der Tierschutzpreis Baden- Württemberg 2021 verliehen worden. Neben der Letzgus-Schwarz- Gruppe des Tierschutzvereins Rottweil, dem Eselheim Merlin, dem Stuttgarter Projekt Silberpfoten und der Kälbermast Franz-Josef Benz sind auch die Heumilchbauern für ihr Projekt Kuh plus Kalb sowie der Neuland-Betrieb Österle für seine nachhaltige und tiergerechte Schweineaufzucht ausgezeichnet worden. „Mit dem
Tierschutzpreis Baden-Württemberg zeichnen wir Bürgerinnen und Bürger aus, die sich couragiert zum Wohl der Tiere eingesetzt haben. Mit der Auszeichnung wollen wir dieses besondere Engagement einer breiten Öffentlichkeit vorstellen und entsprechend honorieren“, sagte der Minister für Ernährung, Ländlichen Raum und Verbraucherschutz, Peter Hauk MdL, bei der Verleihung. Die sechs PreisträgerInnen dürfen sich über ein Preisgeld in Höhe von 7.500 Euro freuen.

BTK erweitert Entscheidungshilfen für Qualzuchtmerkmale

21.09.2021

Die Bundestierärztekammer (BTK) kämpft schon seit einiger Zeit engagiert gegen sogenannte Qualzuchtrassen bei Hunden und Katzen. Qualzuchten entstehen, weil die Tiere auf bestimmte körperliche Merkmale oder extreme Ausprägungen wie Faltohren oder verkürzte Gesichtsschädel, einseitig gezüchtet werden. Um die Arbeit von AmtstierärztInnen zu erleichtern, hat die BTK auf ihrer Internetseite aktualisierte Entscheidunghilfen bereitgestellt. Die im Jahr 2018 nur für den brachyzephalen Hund erstellte Entscheidungshilfe
wurde hinsichtlich des erfassten Spektrums an Qualzuchtmerkmalen über die Brachyzephalie hinaus erweitert und ist zudem nun auch für die Katze verfügbar. Auch praktizierende TierärztInnen finden dort hilfreiche Dokumente zu Qualzuchten für ihren Praxisalltag. Die Online-Fortbildung „Qualzucht: Aufgaben und Pflichten für Tierärzt/innen“ auf Myvetlearn.de richtet sich mit zwei Online-Seminaren sowohl an AmtstierärztInnen als auch praktizierende TierärztInnen. Beide Seminare sind noch bis zum 17. November 2021 buchbar.

21.09.2021: WNV-Infektionen mit Impfung begegnen

Nachdem im laufenden Jahr erneut zahlreiche Infektionen mit dem West-Nil- Virus (WNV) nachgewiesen worden sind, rechnet das Friedrich-Loeffler- Institut (FLI) auch für die verbleibenden Monate mit weiteren Fällen. Neben 26 bestätigten WNV-Infektionen bei Wild- und Zoovögeln sowie einem Habicht in falknerischer Haltung hat das FLI als Nationales Referenzlabor bis Mitte September 2021 zudem bei neun Pferden eine Infektion mit dem WNV festgestellt. Eines der betroffenen Pferde hatte nach der Erkrankung schwere neurologische Symptome
gezeigt, so dass es euthanasiert werden musste. Nachgewiesen wurde das Virus in den Bundesländern Berlin, Brandenburg, Sachsen-Anhalt und Sachsen. Auch wenn die Fallzahlen in diesem Jahr geringer sind als in den Vorjahren, empfiehlt die Ständige Impfkommission Veterinärmedizin (StIKo Vet) Pferdehaltern in den betroffenen Regionen, ihre Tiere gegen das Virus impfen zu lassen. Sollte eine Immunisierung jetzt im Herbst erfolgen, raten die Experten, das Impfintervall einmalig zu verkürzen, um dann im Frühjahr einen jährlichen Impfrhythmus aufzunehmen.

20.09.2021: Warnung vor illegal importierten Welpen

Anlässlich des in der vergangenen Woche bekanntgewordenen Tollwut-Falls bei einem sehr wahrscheinlich illegal eingeführten Hundewelpen, appelliert die Bundestierärztekammer (BTK) erneut an alle zukünftigen HundebesitzerInnen, Hundewelpen nicht über das Internet zu kaufen. Die Gefahr ist groß, dass die dort gehandelten Tiere krank sind und auch lebensnotwendige Impfungen nicht erhalten haben. „Dass die Möglichkeit besteht, durch einen ungeimpften Welpen aus dem Ausland, eine schwere Krankheit wie z.B. Parvovirose, Staupe oder auch Tollwut mit nach Deutschland zu bringen, ist nicht überraschend oder neu“, erklärt BTK-Präsident Dr. Uwe Tiedemann. „Die zukünftigen TierbesitzerInnen lassen sich aber leider immer wieder von den günstigen Preisen locken, auch wenn sie danach oftmals viel Geld in der Tierarztpraxis lassen müssen, um das neue Familienmitglied noch retten zu können. Sinn macht so ein vermeintlich billiger Welpenkauf also nicht“, warnt Tiedemann. Diese Krankheiten haben ihren Ursprung in der nicht artgerechten Haltung und Aufzucht der Hunde, denn die meist
aus Osteuropa stammenden Welpen sind weder geimpft noch entwurmt und werden viel zu früh von der Mutter und ihren Geschwistern getrennt. „Falls Papiere vorgelegt werden, sind diese oft gefälscht und die Herkunft der Tiere ist kaum zu verfolgen", erklärt Tiedemann, der unbedingt zu einen Kauf bei einem seriösen Züchter bzw. zu einem vorherigen Besuch eines Tierheims empfiehlt. Österreich versucht das Problem durch strengere Gesetze zu lösen. Per Verordnung dürfen Welpen künftig erst ab der 16. Woche in die Alpenrepublik importiert werden. „Durch eine aktuelle Gesetzesänderung wollen wir diesen Machenschaften einen weiteren Riegel vorschieben“, erklärt Tierschutzminister Wolfgang Mückstein. Die Novellierung sieht zudem eine gültige Tollwutimpfung der Welpen vor, damit neben anderen Tieren besonders die Bevölkerung geschützt wird. „Unser Verordnungsentwurf reduziert das Leid der Tiere, die ohnehin schon enormen Stress erleiden und schützt uns zeitgleich vor der Rückkehr der bereits als ausgerottet gegoltenen Tollwut“, bilanziert Mückstein.

20.09.2021: Bundesrat drängt zur Eile beim Umbau der Nutztierhaltung

Am vergangenen Freitag hat der Bundesrat die Bundesregierung zu mehr Eile beim Umbau der Nutztierhaltung hin zu mehr Tierwohl, Umwelt- und Klimaschutz gedrängt. Zudem sei dringend noch die Finanzierungsfrage zu klären, der anhand der Machbarkeitsstudie auszuarbeiten sei. Mit Blick auf die teilweise dramatische wirtschaftliche Lage der landwirtschaftlichen Betriebe drängt der Bundesrat aber auch auf
kurzfristige Lösungen und betonte noch einmal die zwingende Notwendigkeit einer Planungssicherheit für die Tierhalter. „Die Krise am Schweinemarkt führt uns vor Augen, wie dringend und richtig unser Antrag gewesen ist“, erklärte Niedersachsens Landwirtschaftsministerin Barbara Otte-Kinast. Die Grünen bezeichneten die abgelaufene Legislaturperiode als eine verlorene für den Umbau der Tierhaltung.

20.09.2021: ÖTK erfreut über Ablehnung des ENVI- Entschließungsantrags

Auch die Österreichische Tierärztekammer (ÖTK) zeigte sich erleichtert hinsichtlich der Ablehnung des ENVI- Entschließungsantrags durch die Abgeordneten des Europäischen Parlaments am vergangenen Mittwoch. „Das Europäische Parlament hat sich gegen ein Antibiotikaverbot bei Nutz- und Heimtieren ausgesprochen, somit wurde dem ursprünglichen Vorschlag der EU-Kommission, dem Delegierten Rechtsakt (DR) Folge geleistet, der letztendlich auch durch wissenschaftliche Expertisen gestützt war. Wir befürworten die getroffene Entscheidung, diese halten wir für eine vernünftige Lösung. Eine gegenteilige Abstimmung hätte für Mensch und Tier fatale und weitreichende Folgen gehabt“, betont Tierärztekammerpräsident Mag. Kurt Frühwirth. „Wir zeigen uns damit äußerst zufrieden, dass eine deutliche Mehrheit der Gegen-Stimmen einmal mehr beweist, dass die Aufklärungsarbeit
sowie unsere Argumente erhört wurden bzw. überzeugt haben. Dabei ist aber auch zu betonen, dass die Verbrauchs- und Resistenzproblematik seitens der Tiermedizin niemals verharmlost oder gar in Frage gestellt wurde. Beweis dafür sind die bereits seit Jahren laufenden Antibiotikaverbrauchs- und Resistenz-Monitoring- Programme. Bereits durch diese Maßnahmen konnte der Antibiotikaverbrauch deutlich gesenkt werden“, erklärt der ÖTK- Präsident. In Umsetzung der EU-Tierarzneimittel-Verordnung und dem dazu ausgearbeiteten delegierten Rechtsakt könne man nun die weiteren Schritte setzen. „Eine gegenteilige Entscheidung im Europäischen Parlament wäre einem abrupten Abbremsen auf dem bereits vorgezeichneten Weg gleichzusetzen gewesen und hätte in der Tat einen schmerzvollen Rückschritt bedeutet“, betont Frühwirth abschließend.

20.09.2021: EU-Parlament stimmt für den Ausstieg aus dem Tierversuch

Jährlich werden in Europa knapp zehn Millionen Tiere, meist Mäuse, Ratten, Affen sowie Hunde und Katzen als Versuchstiere eingesetzt. Eine noch höhere Anzahl an Tieren wird als sogenannter Überschuss getötet, meist, weil sie nicht die gewünschte gentechnische Veränderung aufweisen. Ein aktiver, koordinierter Ansatz zur Reduzierung und letztendlich vollständigen Abschaffung von Tierversuchen fehlte bisher. Am 15. September 2021 hat nun das Europäische Parlament mit einer überwältigenden Mehrheit von 667 Stimmen für einen Ausstiegsplan aus Tierversuchen gestimmt. Die verabschiedete Resolution fordert die EU-Kommission auf, einen entsprechenden Aktionsplan vorzulegen. Zudem soll eine hochrangige Taskforce aus verschiedenen Generaldirektionen der Kommission, EU-Agenturen sowie den Mitgliedstaaten und relevanten Interessenvertreter gebildet werden. Eine
gezielte Förderung tierversuchsfreier Methoden und die Schulung an diesen sind ebenfalls Bestandteil der Forderung. Der Verein Ärzte gegen Tierversuche e.V. zeigte sich hocherfreut und wertete die Abstimmung als historischen Erfolg für die Tiere. „Die Abstimmung ist ein historischer Moment für die Tierversuchsgegnerbewegung“, freut sich Dr. med. vet. Corina Gericke, Vize-Vorsitzende von Ärzte gegen Tierversuche. „Die Forderung der europäischen Bürger nach einem Ausstieg aus Tierversuchen und einem Übergang zu humanrelevanter Forschung wurde gehört. Neue fortschrittliche Forschungssysteme dienen nicht nur dem Schutz der Tiere, sondern sind vor allem auch von grundlegender Bedeutung, um die Ziele der Union in Bezug auf den Umweltschutz und die menschliche Gesundheit zu erreichen. Mit der heutigen Abstimmung des Parlaments kommen wir an allen drei Fronten voran“, kommentiert Gericke abschließend.

20.09.2021: Igeln in den Winterschlaf helfen

In wenigen Wochen begeben sich wieder viele Igel in den Winterschlaf. Bis Anfang November müssen die Tiere jedoch noch einiges an Gewicht zulegen, um den Winter zu überstehen. Dafür sollte ein Igel mindestens 500 Gramm wiegen, weiß Ulrike Kolar aus Moosburg. Die Igel-Expertin päppelt bereits seit mehr als 30 Jahren kranke und schwache Igel auf und ist eine der ersten Anlaufstellen in ihrem Landkreis. Kolar empfiehlt dringend, unterkühlte Igel-Findlinge warm zu halten, sie mit Baby-Katzenfutter (ohne Gelee und Soße) bzw. Welpen-Aufzuchtmilch zu füttern sowie auf Fliegeneier bzw. Maden zu untersuchen. Fliegeneier am Körper können mit Salatöl gelöst werden, rät die Igel-Expertin. Sollten jedoch Maden in Körperöffnungen gefunden werden, aber auch bei Erkrankungen wie Hautpilzen, eitrigen Gliedmaßen oder Rückenverletzungen, ist der Besuch eines Tierarztes bzw. einer Igelstation umgehend notwendig. Um Igeln einen geeigneten Platz für den Winterschalf zu bereiten, reichen Laubhügel im Garten aus. Gleichzeitig sollten Gartenbesitzer beim Gebrauch von Mährobotern vorsichtig sein, da diese bei den Igeln nicht selten schwerwiegende Verletzungen verursachen. Die Stadt Wien appelliert an die
Bevölkerung, scheinbar allein gelassene Jungigel nicht einfach mitzunehmen. Denn die Igelmütter lassen ihre Jungen für die Futtersuche häufig für eine kurze Weile allein. So wurden alleine im August 59 Jungigel in der österreichischen Hauptstadt abgegeben, die meist unverletzt waren und gar nicht erst aus ihrer gewohnten Umgebung entfernt werden sollten. Die Stadt Wien stellt auf ihrer Internetseite eine kostenlose Broschüre mit Informationen über Igel in Wien zum Download zur Verfügung. Wer Interesse hat, mehr über die unter Naturschutz stehenden Tiere zu erfahren, kann am 4. November an einem Aktionstag rund um den Igel für Familien mit kleinen Kindern teilnehmen. Das kindgerechte Waldseminar startet an der Wiehler Tropfsteinhöhle und führt durch den Winterwald. Zahlreiche nützliche Informationen zur Behandlung und Untersuchung von Igeln finden sich zudem im Vetion.de-Fokusthema „Igel - Patient in der Tierarztpraxis“. Das tierärztliche Fortbildungsportal Myvetlearn.de bietet Tierärztinnen und Tierärzten zudem einen E-Learning-Grundkurs zum Thema Igel an. Für den erfolgreichen Abschluss der ATF-anerkannten Online-Fortbildung erhalten die KursteilnehmerInnen 5 Fortbildungspunkte. Ein Einstieg ist jederzeit möglich.

20.09.2021: Beispiele bescheinigen Pferden abstraktes Denkvermögen

Obgleich das Gehirn von Pferden im Verhältnis zu ihrer Körpergröße eher klein ist, sind Pferde generell keinesfalls dumm, im Gegenteil. Pferdewissenschaftlerin Vivian Gabor aus dem niedersächsischen Greene sagt: „Pferde sind hoch entwickelte Wesen, die auch Abstraktes lernen können und eine sehr feine Wahrnehmung haben." Zudem verfügen sie über ein sehr gutes Gedächtnis, wie wissenschaftliche Langzeituntersuchungen zeigten. Aufgrund ihrer Intelligenz wollen die Tiere aber auch beschäftigt
und gefordert werden. Ein Leben nur auf der Koppel ist für viele Tiere zu langweilig, weiß Gabor. Pferde sind aber auch in der Lage, Körpersprache zu interpretieren und entsprechend darauf zu reagieren. Ist der Mensch angespannt, ist es auch das Pferd und wittert Gefahr. Daher sollte die eigene Körpersprache bewusst im Umgang mit Pferden eingesetzt werden. Mehr Beispiele für abstraktes Lernen und die Intelligenz von Pferden hat Redaktionsnetzwerk Deutschland zusammengestellt.

17.09.2021: Professionelles Praxismanagement immer bedeutender für Tierarztpraxen

Das Gesundheitswesen in Deutschland hat sich in den vergangenen Jahren sehr verändert. Neben den gestiegenen Erwartungen der PatientInnen macht den ÄrztInnen auch ein hoher Konkurrenzdruck zu schaffen. Ein professionelles Praxismanagement sorgt für reibungslose Abläufe, ein kosteneffizientes Arbeiten und Leistungsfähigkeit sowie für die Entlastung des Praxispersonals. Kaum eine Arztpraxis kann inzwischen auf die Dienste einer/eines PraxismanagerIn verzichten. PraxismanagerInnen verwalten, organisieren und dokumentieren Patientendaten und stellen die Datenschutzbestimmungen sicher, managen den Einkauf vonbenötigten Materialien und erarbeiten mit den
KollegInnen die Arbeitseinsatzpläne. Auch in Tierarztpraxen trifft man immer öfter auf PraxismanagerInnen. Deshalb befasst sich auch der nächste Vets Talk am 5. Oktober 2021 mit dem Thema PraxismanagerIn. Ab 19.30 Uhr können Sie online im kleinen Kreis mit Ihren KollegInnen diskutieren, was genau zum Aufgabenspektrum einer/s PraxismanagerIn gehört und welche Praxis überhaupt eine/n PraxismanagerIn braucht bzw. wirklich von einem professionellen Praxismanagement profitiert. Mit dabei sind u.a. die KollegInnen Dr. Felix von Hardenberg, Dr. Schulte-Bahrenberg, Kathrin Siemer, eines der Gründungsmitglieder des Berufsverbandes Praxismanager, und Tierarzt Björn Becker.

17.09.2021: Ausbildung angehender TierärztInnen in Tirol bewährt sich

Nach einem Jahr Lehr- und Forschungskooperation für die Tiergesundheit haben die Vetmeduni Vienna und das AGES ein gemeinsames Fazit gezogen: der gemeinsame Schwerpunkt auf Infektionskrankheiten bei Rindern und kleinen Wiederkäuern im Alpenraum bei Lehre, Ausbildung und Forschungsprojekten hat sich bewährt. Seit Sommer 2020 gibt es eine enge Kooperation zwischen der Vetmeduni und der AGES hinsichtlich Lehre, Ausbildung und Forschung mit dem Schwerpunkt Infektionskrankheiten bei Rindern und kleinen Wiederkäuern im Alpenraum. „Durch unsere Außenstelle in Tirol nehmen wir unsere Verantwortung wahr, unseren Beitrag zur Sicherung der veterinärmedizinischen Versorgung im alpinen Raum zu leisten“, betonte Petra Winter, Rektorin der Vetmeduni Vienna am AGES Standort Innsbruck. Dort wurde im Rahmen ihrer Regionalisierungsinitiative „VetmedRegio“ eine Vetmeduni-Außenstelle zum Thema „Der Wiederkäuer im Alpenraum“ gegründet, um einen Knotenpunkt zwischen praktizierenden Tierärztinnen und Tierärzten im Westen Österreichs mit der AGES sowie den Tiergesundheitsbehörden (Landesveterinärdirektion, Tiergesundheitsdienst) zu schaffen. Ziel ist es, den „Beruf des Großtierpraktikers direkt mit Profis in der Praxis zu erleben und diagnostisches sowie
wissenschaftliches Arbeiten der Pathologie- und Labordiagnostikexpertinnen und -experten der AGES begleiten zu können“, betonte Michael Dünser, Leiter des Tiergesundheitsstandortes Innsbruck. Konkret verbringen Studierende, die sich im letzten Studienjahr für das Vertiefungsmodul „Wiederkäuermedizin“ entschieden haben, einen Teil ihrer Ausbildung in Tirol. In einem vielfältigen, praktischen Programm werden die Besonderheiten der alpinen Viehwirtschaft beleuchtet, es gibt Exkursionen zu umliegenden Betrieben mit intensivem Kontakt zu niedergelassenen Tierärztinnen und Tierärzten sowie Fachvorträge von den Veterinär-Expertinnen und -Experten der AGES. Die „Attraktivierung von Standort und Lehre im Westen“ Österreichs sei eine „Win-Win-Situation“ für Studierende und Tiergesundheitseinrichtungen wie die AGES, so die AGES Geschäftsführer Thomas Kickinger und Anton Reinl unisono. Neben Vortragstätigkeiten und fachlichem Austausch bekämen die angehenden Tierärztinnen und Tierärzte bereits einen Einblick in die Zusammenarbeit von Wissenschaft und Behörden. „Damit wollen wir den Trend, dass zwei Drittel unserer Absolventinnen und Absolventen von Wien wieder in ihre Heimatbundesländer zurückkehren, verstärken“, betonte Rektorin Winter.

17.09.2021: Schweinegipfel macht Schweinehaltern vor allem Hoffnung für Zukunft

Auf Initiative der Bundesministerin für Ernährung und Landwirtschaft sind am vergangenen Mittwoch Vertreter der Erzeuger, der verarbeitenden Branche sowie des Lebensmittelhandels zusammengekommen, um über die aktuelle Lage für Schweineproduzenten zu beraten, denn diese ist prekär: Niedrige Preise für Schweine und Ferkel, gestiegene Futtermittelkosten, eine kritische Absatzsituation und erhöhte Verbrauchererwartungen an Umwelt- und Tierschutz stellen die Betriebe vor große Herausforderungen. Die Lösungsansätze des Gipfels, den der Landwirtschaftsminister von Mecklenburg-Vorpommern als Hügel denn als Gipfel kritisierte und zudem monierte, dass die von der Afrikanischen Schweinepest (ASP) betroffenen Ländern Brandenburg, Sachsen und Mecklenburg-Vorpommern
nicht zu diesem Treffen eingeladen worden sind, sind Überbrückungshilfen und Steuerstundungen. Außerdem soll eine Branchenorganisation Schwein, die eine gemeinsame Sektorstrategie aufstellen soll, gebildet werden. Den Modellen für eine Ausstiegsprämie für Schweinehalter wurde hingegen von den anwesenden Ministerinnen Klöckner (BMEL), Heinen-Esser (NRW) und Otte-Kinast (Niedersachsen) eine Absage erteilt. Heinen-Esser und Otte-Kinast drängten auf der Pressekonferenz nach dem Gipfel erneut auf die schnellstmögliche Umsetzung der Borchert-Pläne für den Umbau der Tierhaltung nach der Bundestagswahl. „Wir benötigen langfristige Leitplanken für die nächste Legislaturperiode, die zeitnah umgesetzt werden müssen“, sagte Heinen-Esser.

17.09.2021: Backhaus wirbt für den Erhalt der Nutztierhaltung

Der Landwirtschaftsminister von Mecklenburg-Vorpommern, Dr. Till Backhaus, hat am vergangenen Donnerstag einen 10-Punkte-Plan zur Zukunft der Nutztierhaltung vorgestellt. Dieser zielt ganz klar auf den Erhalt der Nutztierhaltung in Deutschland und MV als fundamentalen Zweig der Landwirtschaft ab. Das Konzept enthält Lösungsansätze für ein nachhaltiges Wirtschaften im Stall und auf dem Feld. „Der Rückgang der Tierbestände bei Schwein und Rind im Vergleich zu Vorwende-Zeiten ist dramatisch. Von ehemals 2,7 Millionen Schweine und 1,3 Millionen Rinder sind heute noch rund 762.000 Schweine und 485.000 Rinder übrig. Für den Klimaschutz ist das sicherlich eine positive Botschaft. Seit der Wiedervereinigung wurden die Methanemissionen aus der Tierhaltung in MV um 45 Prozent, also fast um die Hälfte, gesenkt.
Für das Agrarland MV mit über 23.500 Arbeitskräften allein in der Landwirtschaft, ist diese Entwicklung fatal. Wir haben inzwischen die geringste Viehdichte in Deutschland; einen weiteren Abbau der Viehbestände möchte ich verhindern. Andernfalls, – das muss man deutlich so sagen – geht die Branche den Bach runter“, sagte Backhaus. Er plädierte für eine flächenbezogene Tierhaltung, wobei der Tierbesatz von 2 GV je ha landwirtschaftliche Nutzfläche nicht überschritten werden sollte, so Backhaus. Gleichwohl müssten die gesellschaftlichen Forderungen nach mehr Tierwohl konsequent umgesetzt werden. „Das Konzept der Borchert-Kommission weist einen richtigen Weg, bis jetzt wurde er aber nur beschrieben nicht begangen." Der 10-Punkte-Plan ist auf der Webseite des Ministeriums veröffentlicht.

17.09.2021: Hunde am Arbeitsplatz verbessern Leistungsfähigkeit

Seit Beginn der Corona-Pandemie arbeiten viele Menschen im Home-Office. Gerade HundebesitzerInnen und ihre Vierbeiner haben diese zusätzliche gemeinsame Zeit genossen. Doch so nach und nach wird der Arbeitsalltag wieder ins Büro zurückverlegt. Einer aktuellen Pets at Work Umfrage zufolge würden mehr als zwei Drittel aller HalterInnen ihren Hund gern mit an ihren Arbeitsplatz nehmen. Nur knapp die Hälfte von ihnen habe jedoch dafür die Erlaubnis des Arbeitgebers. 33 Prozent aller Befragten haben sogar angegeben, ihren Arbeitsplatz
wechseln zu wollen, wenn dann die Möglichkeit, den eigenen Hund mitzunehmen, bestehe. Nachweislich trägt ein Hund zur Verbesserung des Arbeitsklimas sowie der Leistungsfähigkeit bei, erklärt der Futtermittelhersteller Purina, der sich sehr für die Initiative Pets at Work stark macht. Zudem förderten Hunde im Büro Stressreduktion und Work-Life-Balance, denn die Pausen werden für ausgiebige Spaziergänge und Kuscheleinheiten mit dem Hund genutzt. Die Pets at Work Allianz unterstützt Unternehmen auf dem Weg zum hundefreundlichen Büro.

17.09.2021: BVL verbietet Ausstellen überzüchteter Tiere

Nach dem Ende des Lockdowns finden regional auch wieder Märkte und Ausstellungen mit Tieren statt. Das Schweizer Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen (BLV) weist darauf hin, dass ausschließlich gesunde Tiere auf Märkten und Ausstellungen gezeigt werden dürfen. Da solche Veranstaltungen an sich schon einen großen Stress für die Tiere bedeuten, ist der Umgang mit diesen auf Veranstaltungen gesondert geregelt. So ist es den Ausstellern u.a. untersagt, überzüchtete Tiere und Qualzuchten zu zeigen. Darunter fallen neben
Kanarienvögeln mit durchgedrückten Fersengelenken, Meerschweinchen ohne bzw. mit umgestalteten Tasthaaren und Katzen mit verkürzten Vorderbeinen auch Warzentauben mit Wucherungen am Kopf. Grundsätzlich haben die HalterInnen dafür zu sorgen, dass es ihren Tiere gut geht, jedoch muss der Veranstalter bei Missachtung der Vorgaben eingreifen. Im Falle, dass Tiere Stressreaktionen zeigen, sind die HalterInnen verpflichtet, diese in ruhigere Bereiche zu bringen. In den Fachinformationen hat der BVL die gesetzlichen Vorgaben für Veranstaltungen mit Heimtieren aufgeführt.

EU-Parlament lehnt Antibiotikaverbot für Tiere ab

16.09.2021

In den vergangenen Wochen stand zu befürchten, dass künftig zur Behandlung von Infektionen bei Tieren nur wenige alte und nur gegen ein geringes Erregerspektrum wirksame Antibiotika eingesetzt werden dürfen. Der Grund war ein vom Ausschuss für Umweltfragen, öffentliche Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (ENVI) vorgelegter Antrag, bestimmte Wirkstoffklassen künftig ausschließlich der Behandlung des Menschen vorzubehalten. Dagegen ist die Tierärzteschaft, allen voran der Bundesverband praktizierender Tierärzte (bpt), sowie die Tierhalter in nahezu allen europäischen Ländern Sturm gelauf. Das scheint gewirkt zu haben, da der eingebrachte Antrag mit 450 zu 204 Stimmen bei 32 Enthaltungen abgelehnt worden ist. So kann nun der wissenschaftlich fundierte und mit allen großen europäischen Gesundheitsorganisationen abgestimmte Delegierte Rechtsaktin Kraft umgesetzt werden. Sehr zur Erleichterung der Tierärzteschaft und auch im Sinne von Tiergesundheit und Tierschutz stimmten die Mitglieder des Europäischen Parlamentes für den Entwurf der delegierten Verordnung der Kommission (DEA 2021/2718) über "Kriterien zur Identifizierung von antimikrobiellen Arzneimitteln, die für die Behandlung von Menschen vorbehalten sind".
Damit wird auch dem One-Health-Ansatz, zumindest von Seiten der Veterinärmedizin, Rechnung getragen, während sich die Humanmedizin weder im Vorfeld der Auseinandersetzung noch währenddessen gesprächs- und handlungsbereit zeigten. Stattdessen wurde der Vorwurf von gestreuten Fake-News laut, der heute in einer Pressemitteilung des bpt zu der Entscheidung noch einmal vehement zurückgewiesen wurde. Stattdessen stellte der Bundesverband als auch die Bundestierärztekammer heute in einer Presseerklärung klar, dass die Tierärzteschaft in den vergangenen Jahren sehr viel dafür getan habe, den Antibiotikaeinsatz zu reduzieren und transparent zu machen. In der Humanmedizin ist hier allerdings noch viel Luft nach oben, auch die Zusammenarbeit beim One-Health-Ansatz kann noch optimiert werden. Das Projekt VetMAB hat verschiedene E-Learnings zur Antibiotikaminimierung im Stall produziert, die sich an TierärztInnen richten. In Kürze werden dort auch verschiedene E-Learning-Module für LandwirtInnen angeboten. Das Tierarzneimittelgesetz wird nun dem Bundespräsidenten zur Unterzeichnung zugeleitet und dann mit dem eigentlichen Tierarzneimittelgesetz unter Artikel 1 am 28. Januar 2022 in Kraft treten.

16.09.2021: Vortrag zum Erhalt der Artenvielfalt

In einem Online-Vortrag wird sich Prof. Dr. Christian Wirth am 24. September 2021 dem Rückgang von Pflanzen- und Tierarten sowie den Folgen für die Umwelt widmen. Der Professor für Spezielle Botanik und funktionelle Biodiversität an der Universität Leipzig, befasst sich zudem mit der Rolle des Menschen bei der Entwicklung der Biodiversität und berichtet über die Erforschung der Artenvielfalt mittels neuester Techniken der Molkularbiologie und der
Digitalisierung. Dabei fällt Wirths Blick in die Zukunft optimistisch aus, da das notwendige Wissen zur Förderung der Artenvielfalt vorhanden ist. Die Veranstaltung richtet sich an alle Interessierten. Der Abendvortrag wird auf Englisch gehalten und simultan ins Deutsche übersetzt. Der Abendvortrag, der im Rahmen der Jahreshauptversammlung gehalten wird, kann als Livestream auf YouTube verfolgt werden oder ist anschließend Video abrufbar.

16.09.2021: Grausame Treibjagd auf Delphine bei Färöer-Inseln

Am vergangenen Sonntag (12.09.2021) sind über 1.500 Weißseitendelphine im Skala Fjord, östlich der Färöer-Inseln im Atlantik, bei eines sogenannten „Grinds" grausam getötet worden. Dabei wurden die Delphine mit Motorbooten massenhaft in eine Bucht getrieben, um dort mit Lanzen und Messern abgeschlachtet zu werden. Diese auf den Färöer Inseln traditionell jährlich stattfindenden Massentötungen werden nicht nur von internationalen Artenschutzorganisationen scharf kritisiert. Angesichts der großen Zahl der getöteten Tiere in diesem Jahr zeigt sich auch die Meeresschutzorganisation OceanCare schockiert. „Das Argument der Nahrungssicherheit, das jeweils bei der Jagd auf Grindwale angeführt wird, zählt nicht. Die Jagd ist sinnlos und verursachte gemäß Augenzeugenberichten großes Tierleid. Hier wurde eine Grenze überschritten und eine neue
Dimension der Jagd erreicht. Wir hoffen, dass sich auch Färinger von dem Grind distanzieren”, zeigte sich Fabienne McLellan, Leiterin des Programms zur Einstellung der Waljagd bei OceanCare, fassungslos. „Es geht hier längst nicht mehr um die Frage der Akzeptanz unterschiedlicher Sichtweisen und Kulturen, hier geht es um eine gezielte, brutale Vernichtung von Delphinschulen“, zeigt sich Nicolas Entrup, Co-Direktor für Internationale Zusammenarbeit bei OceanCare, empört und wendet sich sowohl an die dänische Regierung als auch die Verantwortlichen der zu Dänemark gehörenden autonomen Region der Färöer-Insel: „Ja, es braucht den Dialog, aber genauso braucht es ein Vorgehen gegen jene Personen, die solch einen sinnlosen Akt zu verantworten haben”. Neben diesen grausamen Massentötungen bedroht auch der Klimawandel den Bestand des Weißseitendelphins.

16.09.2021: Nachhaltiges Garn aus Hunde-Unterwolle

In deutschen Haushalten leben inzwischen über zehn Millionen Hunde. Besonders beim Fellwechsel im Frühjahr fallen beim Auskämmen enorme Mengen an Unterwolle an, die im Müll landen. Eine Ressource, die eine Modedesignerin und eine Textilingenieurin aus Reutlingen nun für ihr junges Brand modus intarsia entdeckt haben. Aus der gesammelten Unterwolle stellen die beiden UnternehmerInnen ein hochwertiges Garn mit Namen Chiengora® her. Zusammen mit WissenschaftlerInnen an den Deutschen Instituten für Textil- und Faserforschung Denkendorf (DITF) wurde das nachhaltige Garn an Industriemaschinen erprobt. Die Herstellung von Chiengora®, angelehnt an
ursprünglich von Kaninchen stammender Angorawolle, basiert auf Hundefell und schont nicht nur Ressourcen, sondern dient auch dem Tierwohl. Denn knapp 90 Prozent der Angorawolle stammt aus chinesischen Pelztierfarmen, wo den Angora-Kaninchen nicht selten die Wolle bei lebendigem Leib ausgerissen wird. Die beiden JungunternehmerInnen Ann Cathrin Schönrock und Franziska Uhl haben ein dezentrales Sammlernetzwerk ins Leben gerufen. Jeder kann daran teilnehmen und die Unterwolle seines Vierbeiners sammeln, die er dann nach Reutlingen schickt. Unterstützt wird das Projekt mit dem staatlichen EXIST-Gründungsstipendium und einem Investment aus der Textilindustrie.

15.09.2021: Illegal gehandelte Hundewelpen bergen Gesundheitsrisiken für Menschen

Noch immer werden Tausende Hundewelpen illegal zwischen den europäischen Ländern gehandelt und größtenteils über Online-Plattformen verkauft. ExpertInnen gehen von mehr als 46.000 Hunden pro Monat aus. Da die Welpen meist viel zu jung, zudem ungeimpft und ohne bzw. mit gefälschten Papieren zu den NeubesitzerInnen kommen, ist das Risiko groß, dass gefährliche Krankheitserreger eingeschleppt werden. Bei einem vermutlich illegal eingeführten Hundewelpen in Bremen wurde aktuell die Tollwut nachgewiesen. Die Tollwut ist eine fatale Zoonose, sie wird vom Tier auf den Menschen übertragen. Deshalb stellen infizierte Welpen ein immenses Gesundheitsrisiko dar, wovor die Tierschutzorganisation VIER PFOTEN bereits mehrfach gewarnt
hat. Dringender denn je sei die Bundesregierung in der Pflicht, wirksame und unverzügliche Maßnahmen gegen die kriminellen Machenschaften der Hundemafia festzulegen, so die Tierschützer. „Wir fordern daher die Bundesregierung auf, die Problematik des illegalen Welpenhandels ernst zu nehmen und endlich Gesetze für den Online-Handel mit Tieren einzuführen. Außerdem zeigt sich hier einmal mehr, wie sinnvoll eine EU-weite Kennzeichnungs- und Registrierungspflicht wäre, denn die ungewisse Herkunft des Welpens erschwert die Arbeit des Krisenteams jetzt zusätzlich. Solch eine Pflicht besteht bereits in den meisten europäischen Ländern, Deutschland ist hier trauriges Schlusslicht“, erklärt Daniela Schneider, Kampagnenverantwortliche für Heimtiere bei VIER PFOTEN.

15.09.2021: Ausstiegsprämie auch für Schweinehalter in Deutschland

Die aktuell katastrophale Lage der Schweinehalter in Deutschland treibt immer mehr Betriebe in den Ruin. Die gezahlten Preise pro Schwein decken nicht einmal die Erzeugerkosten, die LandwirtInnen zahlen regelmäßig drauf. Auf der anderen Seite steigen Erwartungen an Tier- und Klimaschutz. „Wir haben hier eine tiefgreifende strukturelle Krise, die nun schon seit anderthalb Jahren andauert", äußert sich Torsten Staack, Geschäftsführer der Interessengemeinschaft der Schweinehalter Deutschlands (ISN). Branchenvertreter und Politiker werden am heutigen Mittwoch (15.9.2021) zu einem virtuellen Schweinegipfel zusammentreffen, zu dem Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner (CDU) geladen hat. Die ISN wird hier eine Ausstiegsprämie vorschlagen, wie es sie in den Niederlanden bereits gibt. Denn viele LandwirtInnen denken darüber nach, die Schweinehaltung aufzugeben. Die
Ausstieggsprämie soll sowohl Geld für eine "Abwrackprämie", mit der Landwirte ihre alten Ställe abreißen oder umbauen könnten, als auch eine Ausstiegsprämie für diejenigen Berufskollegen enthalten, die mit der Tierhaltung aufhören möchten. Der Deutsche Bauernverband (DBV) hat sich bisher nicht öffentlich zu diesem Vorschlag geäußert. Für die Betriebe, die nicht ans Aufhören denken und stattdessen ihre Haltung nachhaltiger gestalten möchten, fehle leider noch immer ein tragfähiges Finanzierungskonzept, wie der DBV anmahnt. Doch darüber werde voraussichtlich erst nach der Bundestagswahl entschieden. Das Thünen-Institut hält eine Reduktion der Tierzahlen dagegen für den falschen Ansatz. Ein verringertes deutsches Angebot würde ziemlich schnell dazu führen, dass das Fleisch aus anderen Ländern importiert würde. „Dem Klimaschutz wäre damit nicht gedient", heißt es aus dem Institut; dies gilt auch für den Tierschutz.

15.09.2021: Erfolgreiches Zuchtprogramm für den Feldhamster

Früher wurden Feldhamster als Schädling bekämpft und gejagt, heute werden die inzwischen als bedroht eingestuften Nager gehegt und umsorgt. So auch im Kronberger Opel-Zoo, der dieses Jahr bereits sein 65-jähriges Bestehen feiert. Im Opel-Zoo wurde eine eigene Zuchtstation aufgebaut. Ziel ist neben der Erhaltung der Art auch die Auswilderung der Tiere. Die Jungtiere werden in einem Gebiet im Vordertaunus, einer Art Feldflurarche, freigelassen. Dort finden die Nager ausreichend abwechslungsreiche Nahrung sowie genügend
Schutz vor Fressfeinden wie Raubvögeln. Für den Schritt in die Freiheit wird den jungen Feldhamstern mit vorgebohrten Löchern beim Hamsterbau geholfen. Aus der Zucht des Opel-Zoos wurden in den vergangenen Wochen 27 Feldhamster ausgewildert, wie der Tiergarten mitteilte. Demnach sind in diesem Jahr im Zoo 52 Tiere geboren worden, von denen aber nicht alle freigelassen werden. Zudem arbeite man mit anderen Zoos zusammen, weshalb der Opel-Zoo acht Feldhamster an den Frankfurter Zoo und 20 an den Zoo Osnabrück abgegeben hat.

15.09.2021: Wolf fencing Team berät Weidetierhalter beim Wolfsschutz

Die Wolfspopulationen in Deutschland und den Nachbarländern wachsen weiter. HalterInnen von Weidetieren sorgen sich um die Sicherheit ihrer Tiere. Gerade jetzt haben zahlreiche Wolfsrudel wieder Nachwuchs bekommen, was bedeutet, dass die Raubtiere nun auch mehr Nahrung benötigen. In der flämischen Provinz Limburg haben Wölfe zwei weidende Shetlandponys gerissen, nachdem sie sich unter dem Zaun durchgegraben hatten.
Dies war der zweite Angriff auf ein größeres Tier in nur wenigen Tagen. Vor kurzem erst hatten Wölfe in der gleichen Gegend ein Kalb gerissen. Um besorgte WeidetierhalterInnen hinsichtlich des Wolfsschutzes zu beraten, haben Wolfsexperten das sogenannte Wolf fencing Team gegründet. Neben der Unterstützung beim Zaunbau helfen sie zudem bei der Antragsstellung für Entschädigungen und Fördermittel.

bpt sammelt knapp 650.000 Unterschriften gegen Antibiotikaverbot

14.09.2021

Am morgigen Mittwoch (15.09.2021) wird das EU-Parlament über den Entschließungsantrag des Umweltausschusses des EU-Parlaments (ENVI) abstimmen. Dieser Antrag sieht vor, dass bestimmte Antibiotikaklassen nur noch in der Humanmedizin, nicht aber mehr in der Veterinärmedizin angewendet werden dürfen. Gegen das drohende EU-Antibiotikaverbot hat der Bundesverband praktizierender Tierärzte (bpt) bei einer Unterschriftenkampagne mehr als 640.000 Unterschriften von TierärztInnen und Tierärzten sowie TierhalterInnen gesammelt. „Die nahezu 650.000 Unterschriften sind ein fulminantes Ergebnis und ein ganz klarer Auftrag für uns, um bei den EU- Abgeordneten für eine Ablehnung des Entschließungsantrags (Veto) des ENVI zu werben“, erklärte bpt-Präsident Dr. Siegfried Moder bei der Übergabe der gesammelten Unterschriften an den Vorsitzenden der EVP-Fraktion im EU-Parlament, Manfred Weber, und an die Vizepräsidentin des EU-Parlaments und stellvertretende FDP- Bundesvorsitzende Nicola Beer. „Da in den letzten Tagen viel Falsches zu unserer Kampagne gesagt und geschrieben wurde, will ich noch einmal den Grund für unsere Forderung deutlich machen: Entgegen dem Entschließungsantrag, erarbeitet vom Berichterstatter MEP Martin Häusling, ist der DR der Kommission in seiner jetzigen Form ein wissenschaftlich fundierter und ausgewogener Vorschlag, der einen massiven Beitrag für die Humangesundheit im Sinne des One-Health-Ansatzes leistet, ohne jedoch Kollateralschaden bei der Tiergesundheit
zu verursachen.“ Das Veto des ENVI gegen den Delegierten Rechtsakt sei nicht nachzuvollziehen, so Moder weiter. „Denn mit dem DR wird doch die Humangesundheit zusätzlich geschützt und der Tiermedizin würden nur noch ganz wenige Wirkstoffklassen zur Verfügung stehen, die auch nur im Einzelfall eingesetzt werden dürfen.“ Zudem hat das (deutsche) Forschungsnetzwerk Zoonotische Infektionskrankheiten, dem führende Wissenschaftler aus Human- und Tiermedizin angehören, deutlich gemacht, dass bislang nur wenig gesicherte Evidenz darüber vorliegt, in welchem Umfang und für welche Wirkstoffe entsprechend restriktive Maßnahmen, wie ein Verbot von sog. Reserveantibiotika in der Tierhaltung, eine populationsbezogene Auswirkung auf die antimikrobielle Resistenz beim Menschen haben. Der Delegierte Rechtsakt der EU-Kommission spielt Human- und Tiergesundheit nicht gegeneinander aus, sondern ermöglicht einerseits eine flexible Reaktion auf Veränderungen der Resistenzsituation, stellt aber andererseits auch sicher, dass kranke Tiere weiterhin adäquat behandelt werden können. „Genau darum geht es uns, deshalb bitte ich die Abgeordneten des Europäischen Parlaments bei der Abstimmung am Mittwoch für den Delegierten Rechtsakt der EU- Kommission zu stimmen“, so bpt-Präsident Dr. Siegfried Moder abschließend. In einer anderweitig organisierten Online-Petition sind weitere knapp 360.000 Unterschriften zusammengekommen. Die Petition kann weiterhin unterzeichnet werden.

14.09.2021: Hohe Zahl von Erregern bei Militärhunden

Da sich Militärhunde häufiger im Freien aufhalten, haben diese ein größeres Risiko als andere Hunde, sich mit vektorübertragenen Krankheitserregern zu infizieren. Um herauszufinden, wie groß dieses Risiko ist, hat ein Forschungsteam der Vetmeduni Wien im Zeitraum von vier Jahren knapp 100 Hunde des Österreichischen Bundesheeres untersucht. Bei den klinisch gesunden Hunden wurden zahlreiche Zoonose-Erreger gefunden, die also auch den Menschen befallen können. Neben dem Fadenwurm Dirofilaria repens und Babesia canis wurden auch bei zehn Hunden spezifische Antikörper gegen Borrelia burgdorferi s. l. gefunden. „Die hohe Zahl der gefundenen
vektorübertragenen Erkrankungen unterstreicht die Notwendigkeit, solche Infektionen sowohl bei Menschen als auch bei Hunden stärker zu überwachen und zwar nicht nur im Setting der Militärhunde. Denn von Vektoren übertragene Krankheitserreger sind von großer Relevanz für die öffentliche Gesundheit“, erklärt Hans-Peter Fuehrer vom Institut für Parasitologie der Vetmeduni. Bedingt durch den Klimawandel würden immer mehr Stechmücken und Zecken, die ursprünglich aus weit südlicheren Regionen stammen, auch in unseren Breitengraden heimisch. Die Studienergebnisse haben eine große Relevanz für das Österreichische Bundesheer sowie für die öffentliche Gesundheit.

14.09.2021: bpt äußert sich zu Häusling-Attacke gegen Tierärzte

Auf Drängen des Grünen EU-Abgeordneten MEP Martin Häusling ist der wissenschaftlich fundierte Entwurf der Europäischen Arzneimittelbehörde für die Kategorisierung der Antibiotika vom EU-Umweltausschuss am 13. Juli 2021 abgelehnt worden. Häusling geht dieser Entwurf jedoch nicht weit genug. Er möchte stattdessen die Anwendung von Fluorchinolonen, Cephalosporinen der 3.und 4. Generation, Polymyxinen und Makroliden bei Tieren grundsätzlich verbieten. Dies hätte dramatische
Auswirkungen für die Therapie von Haus- und Nutztieren. Gegen dieses Vorhaben sind Tierärzte und Tierhalter aus ganz Europa u.a. mit Unterschriftensammlungen Sturm gelaufen, woraufhin Häusling in einer Pressemitteilung vom 10. September 2021 den Bundesverband praktizierender Tierärzte (bpt) scharf angriff. Als Reaktion darauf, hat nun der bpt einen Offenen Brief an den Abgeordneten Häusling geschrieben. Dieser ist auf der Webseite des bpt veröffentlicht.

14.09.2021: Corona-Spürhunde werden bei Konzerten getestet

Für einen Zuverlässigkeitsvergleich zwischen Corona-Spürhunden und Antigen-Schnell- sowie PCR-Tests startet am 19.09.2021 eine Testreihe mit vier Konzerten in Hannover. Die Machbarkeitsstudie, an der die Klinik für Kleintiere der Stiftung Tierärztliche Hochschule Hannover (TiHo), Hannover Concerts und ProEvent Hannover beteiligt sind, soll untersuchen, ob sich ausgebildete Corona- Spürhunde für das Identifizieren von mit SARS-CoV-2 infizierten Personen im Alltag eignen. Im Laufe der Konzertreihe werden die coronabedingten Sicherheitsmaßnahmen immer weniger werden und die Anzahl der Konzertteilnehmerinnen und -teilnehmer steigen. Um in den Genuss eines kostenlosen Tickets zu kommen, müssen sich die BesucherInnen (Mindestalter 18 Jahre) im Vorfeld für die Teilnahme an einer Studie bereit erklären. Zudem müssen alle Gäste drei Schweißproben abgeben, indem sie sich mit einem Wattepad über
die Armbeuge streichen und einen tagesaktuellen Corona-Test vorweisen. Für das Konzert der Gruppe Fury in the Slaughterhouse können ab heute (13.09.2021) kostenlose Tickets erworben werden. Am 27. September sowie 2. und 9. Oktober 2021 finden die nächsten drei Konzerte statt. Der Registrierungslink für das jeweilige Konzert wird jeweils am Montag vor der Veranstaltung freigeschaltet. Ein Forschungsteam der Klinik für Kleintiere konnte in einer Pilotstudie belegen, dass Hunde mit ihrem ausgeprägten Geruchssinn in der Lage sind, Speichelproben SARS-CoV-2-infizierter und gesunder Menschen mit rund 94-prozentiger Sicherheit unter Laborbedingungen zu unterscheiden. Eine Folgestudie ergab, dass auch Schweiß und Urin geeignetes Probenmaterial sind. Mehr zu den Spürhunden können Sie in dem Interview erfahren, das Vetion.de mit Prof. Holger Volk, Leiter der Kleintierklinik, geführt hat.

13.09.2021: ASP-Bekämpfung ist Gemeinschaftsaufgabe

Vor gut einem Jahr sind die ersten Fälle der Afrikanischen Schweinepest (ASP) bestätigt worden. Seitdem wurde die Tierseuche bei mehr als 2.000 Wildschweinen sowie rund 200 Hausschweinen in drei brandenburgischen Betrieben nachgewiesen. „Das Ausbruchsgeschehen ist weiterhin dynamisch und der Infektionsdruck aus Polen bleibt hoch. Trotzdem ist es in einer gemeinsamen Kraftanstrengung gelungen, dass diese Tierseuche erst einmal auf relativ kleine Gebiete begrenzt werden konnte. Wir wissen um die großen Herausforderungen, vor denen die Landwirte derzeit stehen. Deshalb unterstützt der Bund die Bundesländer auf vielfältige Weise und mit allen uns zur Verfügung stehenden Mitteln. Wir wollen Deutschland wieder so schnell wie möglich ASP- frei bekommen. Vor allem weil wir als Bund wissen, was Brandenburg
und Sachsen gerade für ganz Deutschland und auch die EU leisten. Die Bekämpfung und letztlich auch die Tilgung der ASP sind Aufgaben, bei der jeder – Bund, Länder, Verbände, Jäger – seinen Beitrag leisten muss, damit wir Erfolge erzielen“, erklärt der politische Beauftrage für die ASP, Uwe Feiler. Jedoch erwies sich bislang die Koordination mit dem Nachbarland Polen als äußerst schwierig, weshalb nun der Ministerpräsident Brandenburgs, Dietmar Woidke, in seiner Funktion als Koordinator für die deutsch-polnische Zusammenarbeit um Unterstützung bei der Kommunikation und Koordinierung gebeten wurde. Ein kostenfreies Webinar zur ASP bietet die Firma Elanco Tierärztinnen und Tierärzten am Mittwoch, dem 15. September 2021 an. Beginn ist 19:00 Uhr. Als Referenten stehen u.a. PD Dr. Sandra Blome sowie Dr. Gereon Schulze Althoff zur Verfügung.

13.09.2021: NABU fordert beherztes Vorgehen gegen Natur- und Klimakrise

Schon bald wird in Deutschland eine neue Regierung gewählt. Um das sechste Massenartensterben in der jüngeren Erdgeschichte abzuwenden, fordert die Naturschutzorganisation NABU von der nächsten Regierung ein Notprogramm gegen diese Krise. Um das fortschreitende Verschwinden von bestäubenden Insekten und der Vögel sowie das Zusammenbrechen der Fischbestände in den Meeren zu stoppen, seien unverzüglich wirksame Maßnahmen zu treffen und umzusetzen. Der NABU bemängelt, dass der Verlust der biologischen Vielfalt allerdings nur in wenigen Wahlprogrammen der Parteien vorkommt. Von der kommenden Bundesregierung
fordern die Naturschützer unter anderem einen globalen Einsatz für den Naturschutz mit einer angemessenen Finanzierung, einen Reduktionsplan für Pestizide, den Schutz der Meere sowie einen Plan zur Anpassung der Rinderbestände auf grünlandbasierte Haltung. Die Corona-Pandemie habe zudem gezeigt, dass nicht intakte Ökosysteme jederzeit das Einfallstor einer nächsten Pandemie sein könnten. Es sei ein Hauptauftrag der nächsten Bundesregierung, die Natur- und die Klimakrise beherzt und zeitgleich anzupacken, lautet die Forderung des NABU zusammengefasst. Weitere Hilfestellungen bei der Wahlentscheidung liefert das Fokusthema.

13.09.2021: Schweinegipfel nichts als Wahlkampf

Die Schweinehaltung in Deutschland befindet sich in einer tiefen Krise. Neben der Corona-Pandemie macht den Betrieben besonders die Ausbreitung der Afrikanischen Schweinepest (ASP) zu schaffen. Daher hat Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner (CDU) für den 15.09.2021 zu einem Schweinegipfel eingeladen. Offensichtlich wurden jedoch aus den Ländern lediglich die Agrarminister Niedersachsens und Nordrhein-Westfalens dazu gebeten, was Mecklenburg-Vorpommerns Landwirtschaftsminister Dr. Till Backhaus als reinen Wahlkampf bezeichnet hat, denn beide Länder sind CDU-geführt. „Jene Länder, die tatsächlich von der ASP betroffen oder akut bedroht sind, wie Brandenburg, Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern, werden außen vorgelassen. In meinen Augen ist das reiner Wahlkampf der CDU und hat mit dem Eintreten für die Sache nichts zu tun“, kritisiert Till Backhaus, Landwirtschaftsminister von Mecklenburg-Vorpommern. Ein von Backhaus eingefordertes Gespräch zwischen Bund und Ländern im
Herbst vergangenen Jahres endete hingegen ohne sichtbare Ergebnisse. „Unsere Forderungen lauteten damals unter anderem die Aufnahme der Schweinehalter in Corona-Hilfsprogramme, der Abbau des Schlachtschweinestaus durch den kurzfristigen Aufbau zusätzlicher Kapazitäten in der Schlachtung, ein intensiver Austausch mit der Fleischindustrie, um den Absatz aus ASP-Risikogebieten zu verbessern sowie die Zahlung einer Ausstiegsprämie für Schweinehalter. Damals haben die CDU-geführten Länder gegen eine Ausstiegsprämie votiert. Auch in Bezug auf die anderen Punkte oder auf die von mir vorgeschlagene Einführung eines staatlich verbindlichen Tierwohllabels als Investition in eine zukunftsfähige Tierhaltung ist bis heute nichts passiert“, erläuterte Backhaus. Ein kostenfreies Webinar zur ASP bietet die Firma Elanco Tierärztinnen und Tierärzten am Mittwoch, dem 15. September 2021 an. Beginn ist 19:00 Uhr. Als Referenten stehen u.a. PD Dr. Sandra Blome sowie Dr. Gereon Schulze Althoff zur Verfügung.

10.09.2021: Hilfe bei der Wahlentscheidung

In rund zwei Wochen finden die Bundestagswahlen statt. Laut aktuellen Prognosen könnte das Ende des bereits 20 Jahre währenden Abwärtstrends der SPD eingeläutet werden, und die CDU/CSU könnte mit Hilfe der Grünen in die Opposition gezwungen werden. Doch viele Wahlberechtigte sind bezüglich ihrer Wahlentscheidung noch unentschlossen. Aus diesem Anlass
haben verschiedene Organisationen die Wahlprogramme der Parteien hinsichtlich der Aspekte Tierschutz, Tierversuche, Landwirtschaft mit Nutztierhaltung sowie Insekten- und Naturschutz unter die Lupe genommen und zusammengefasst. Im Vetion.de-Fokusthema Bundestagswahl 2021 wurden die verfügbaren Analysen als Hilfe bei der Wahlentscheidung aufgelistet.

10.09.2021: ÖTK spricht sich strikt gegen geplantes Antibiotikaverbot aus

Nach massiven Protesten der Tierärzteschaft in Deutschland hat auch die Österreichische Tierärztekammer (ÖTK) das vom EU- Parlament geplante Verbot von Reserveantibiotika in der Tiermedizin heftig kritisiert. „Der Antrag beinhaltet schwere Forderungen, die stark über das Ziel hinausschießen“, erklärt Kammerpräsident Kurt Frühwirth. Eine ganze Gruppe von Wirkstoffen generell zu untersagen sei der falsche Weg, da dies unweigerlich zu großem Tierleid führen werde, so der Präsident weiter. „Wenn es einen Entzug von Antibiotika für die Veterinärmedizin
geben soll, dann muss einzeln geprüft und wissenschaftlich bewiesen werden, wieso ein bestimmter Wirkstoff in bestimmten Fällen nicht mehr einzusetzen ist, etwa über einen Kriterienkatalog.“ Auch die TierärztInnen in Österreich befürworten die Reduzierung von Antibiotika, die Zahl der an Tiere verabreichten Antibiotika ist innerhalb eines Jahres um 15 Prozent gesunken. Zudem gebe es nicht immer einen direkten Zusammenhang zwischen der Abgabe von Antibiotika in der Tiermedizin und Resistenzen in der Humanmedizin, so Frühwirth abschließend.

10.09.2021: Royal Canin Vet Symposium 2021

Nach 2020 findet am 28. und 29. September 2021 erneut das internationale Royal Canin Vet Symposium statt. Unter dem Motto „Die Tierarztpraxis im Fokus – Ein Ausblick“ dürfen sich Tierärztinnen, Tierärzte und Studierende der Veterinärmedizin auf ein umfassendes Programm freuen. Zu praxisfreundlichen Zeiten, jeweils von 16-18 Uhr, widmen sich internationale TierärztInnen und ErnährungsexpertInnen in zwei Live-Sessions sowie in On-Demand Videos sowohl neuesten medizinischen Themen für die Praxis als auch unternehmerischen Aspekten, die selbständige TierärztInnen und solche, die es werden möchten, interessieren. Unter anderem lernen die TeilnehmerInnen mehr über die aktuellen Erfahrungen und Entwicklungen der Telemedizin, die spätestens seit der Corona-
Pandemie immer mehr an Bedeutung auch in der Tierarztpraxis gewonnen hat. Die Teilnahme am Vet Symposium ist kostenfrei und eine ATF-Anerkennung beantragt. Das Fortbildungsportal Myvetlearn.de bietet TierärztInnen ab dem 25. September 2021 zudem die Online-Fortbildung "Veterinär-Telemedizin in der Praxis - So gelingt der Einstieg" an. In dieser aus vier E-Learning- Modulen und einem abschließenden Live-Online-Seminar bestehenden Online-Fortbildung geht es um Grundlagen, Voraussetzungen, rechtliche Bedingungen und letztendlich um die Umsetzung von digitalen, telemedizinischen Lösungen für den niedergelassenen Tierarzt und deren Einbindung in das „Ökosystem“ der eigenen Praxis. Der Kurs endet mit einem Live-Online-Seminar am 7. Dezember 2021.

10.09.2021: Tierschutzbericht fordert Umdenken bei Tiertransporten

In ihrem gerade veröffentlichten Bericht „100 Reasons to Revise Council Regulation EC 1/2005 on the Protection of Animals during Transport“ fordert die Tierschutzorganisation Animals‘ Angels eine detaillierte Überarbeitung der EU-Verordnung zum Schutz der Tiere während Transporten. Besonders kritisiert werden neben den nicht ausreichenden Amtskontrollen, der Ladedichte, Transportfähigkeit und den Temperaturgrenzwerten auch die mangelnde Beschränkung der Transportzeiten. „Wir brauchen ein Umdenken. Die EU-Verträge erkennen Tiere als fühlende Wesen an. Die überarbeitete Verordnung über den Schutz von Tieren beim Transport muss eine moralisch vertretbare Umgangsweise mit Tieren widerspiegeln, die ihr Leben
und ihr Leiden als fühlende Wesen respektiert. Das Leben und das Wohl der Tiere muss immer Vorrang haben vor allen wirtschaftlichen Interessen,“ stellt Julia Havenstein, Vorsitzende des Vereins, klar. Die Tiere werden laut Animal´Angels durch die bestehenden EU-Gesetz nicht genügend geschützt. Unzählige empirische Beispiele und Informationen von Akteuren aus erster Hand dokumentieren in dem Bericht die Schwächen der Verordnung und das unerträgliche Leiden der Schafe, Rinder und Schweine während des Transports. In „100 Reasons“ werden zudem über 100 konkrete Forderungen an die derzeit stattfindende Überarbeitung der Verordnung gestellt. Der vollständige Bericht in englischer Sprache steht auf der Homepage der Tierschutzorganisation zum Download bereit.

09.09.2021: Rindfleisch liefert wertvolle Mineralstoffe

Auch wenn sich immer mehr Menschen gegen den Konsum von Fleisch und für eine rein pflanzenbasierte Ernährung entscheiden, darf nicht vergessen werden, dass besonders Rindfleisch viele positive Aspekte für die Ernährung aufweist. Neben hochwertigem Eiweiß, lebenswichtigen Fettsäuren, Vitaminen und Mineralstoffen liefert Rindfleisch auch essentielle Aminosäuren und Spurenelemente. Lediglich 100g des Fleisches decken den Tagesbedarf eines durchschnittlichen
Erwachsenen an Protein zur Hälfte, den Bedarf an einigen essentiellen Aminosäuren sogar vollständig. Zudem spricht der geringe Fettgehalt für den Konsum von Rindfleisch. Auch andere Nährstoffe, wie beispielsweise die Vitamine B6 und B12 sowie wichtige Mineralien und Spurenelemente, kommen im Fleisch in direkt verwertbarer Form vor. Die optimale Bioverfügbarkeit der Nährstoffe macht Fleisch zu einem wichtigen Bestandteil einer ausgewogenen Mischkost.

09.09.2021: Neue Verordnung schränkt Einsatz von Pestiziden stark ein

Seit dem 08.09.2021 ist in Deutschland der Einsatz von Pestiziden deutlich eingeschränkt. Mit der neuen Verordnung wurde ein Teil des Aktionsprogramms Insektenschutz umgesetzt. Bis zum endgültigen Ausstieg im Jahr 2023 ist unter anderem die Anwendung des Pflanzenschutzmittels Glyphosat stark eingeschränkt. Grundsätzlich verboten ist das Pestizid in einer Reihe naturschutzrechtlicher und wasserrechtlicher Schutzgebiete. In der Landwirtschaft, insbesondere im Ackerbau kommt es mit der Verordnung zudem bereits jetzt zu weiteren Anwendungseinschränkungen für Glyphosat unter anderem für die Vorsaat- und Stoppelbehandlung. „Der Glyphosatausstieg kommt. Darauf habe ich mit vielen Umweltschützern lange hingearbeitet. Glyphosat tötet alles, was grün ist, und entzieht Insekten damit die Lebensgrundlage. Darum ist dieser Ausstieg ein großer Erfolg. Ab heute ist die Anwendung
von Glyphosat in wichtigen Bereichen verboten. Aber auch andere Pflanzenschutzmittel können Insekten schaden. Darum ist es so wichtig für die Zukunft unserer Ökosysteme, dass künftig weniger Flächen gespritzt werden und mehr Rückzugsräume für Insekten bleiben. Dabei ist uns ein guter Mix gelungen aus Ordnungsrecht, Vertragsnaturschutz und freiwilligen Vereinbarungen wie sie in einigen Bundesländern zwischen Politik, Umweltverbänden und Landwirtschaft erarbeitet wurden. Die Landwirtschaft kann beim Umstieg auf die Unterstützung der Politik zählen. Wer heute Insekten schützt, sichert auch die Landwirtschaft von morgen", erklärt Bundesumweltministerin Svenja Schulze. Mit den nun in Kraft tretenden Änderungen der Pflanzenschutz-Anwendungsverordnung wird hier gezielt gegengesteuert, um Insekten zu schützen und ihre Lebensräume zu erhalten.

Bekämpfung von Antibiotikaresistenzen nur nach dem One-Health-Ansatz

08.09.2021

Die Deutsche Veterinärmedizinische Gesellschaft (DVG) appelliert an das Europäische Parlament, den Einspruch gegen die EU- Tierarzneimittel-Verordnung 2019/6 abzulehnen. Sollten sich die Parlamentarier doch entschließen, dem Einspruch, der ein Anwendungsverbot sogenannter Reserveantibiotika bei Tieren beinhaltet, zu folgen, hätte dies weitreichende Folgen hinsichtlich der Behandlung von Tieren. Das beträfe Nutztiere genau wie Heim- und Haustiere. Zwar seien im Ausnahmefall weiterhin Gaben von Antibiotika bei bakteriellen Infektionen vorgesehen, doch weist die DVG in ihrer Stellungnahme darauf hin, dass dafür zunächst eine EU-weite Abstimmung notwendig sei, um rechtlich umsetzbar zu sein. Nicht nur wäre die Gesundheit aller Tiere gefährdet, sondern
auch die der Menschen. Denn bleiben Zoonosen beim Tier unbehandelt, steigt die Gefahr, dass Menschen ebenfalls daran erkranken. Wie es weiter in der Stellungnahme heißt, werde der Kampf gegen Antibiotikaresistenzen befürwortet, jedoch macht die DVG deutlich, dass dieser lediglich mit dem One-Health-Ansatz zu gewinnen sei. Zudem fehlten bislang laut Nationaler Forschungsplattform für Zoonosen sichere Belege, ob ein pauschales Verbot des Einsatzes von Arzneimitteln mit den Wirkstoffgruppen Fluorchinolone, Cephalosporine der 3. und 4. Generation, Polypeptide sowie Makrolide bei Tieren das Vorkommen von Resistenzen in der Humanmedizin substantiell und nachhaltig beeinflussen würde. Darauf weist auch die Nationale Forschungsplattform für Zoonosen hin.

08.09.2021: Mecklenburg-Vorpommern weitet Förderungen für Wolfsschutz aus

Mecklenburg-Vorpommerns Agrar- und Umweltminister Dr. Till Backhaus hat am 1. September 2021 eine Richtlinie unterzeichnet, nach der WeidetierhalterInnen weitere Fördergelder zum Schutz vor Wolfsrissen beantragen können. So sollen ab 20. September 2021 zusätzliche laufende Betriebsausgaben wie wolfsabweisende Zäune und Herdenschutzhunde gefördert werden, die landwirtschaftliche Nutztiere vor Wölfen schützen. „Mecklenburg-Vorpommern hat sich in den zurückliegenden Jahren auf verschiedenen Ebenen intensiv für die Entwicklung weiterer Fördermöglichkeiten sowie die Erschließung weiterer Finanzierungsquellen eingesetzt. Im Ergebnis war innerhalb
des GAK-Rahmenplans auch ein GAK-Fördergrundsatz beschlossen worden. Wir haben zäh verhandelt, um die Weidetierhaltung in der Offenlandschaft zu stärken und zu unterstützen und ich bin froh, dass wir zu diesem Ergebnis gekommen sind“, so der Minister. Anträge können in den Jahren 2021 und 2022 jeweils bis zum 30. September bei den jeweiligen Bewilligungsbehörden (StÄLU, Großschutzgebietsverwaltungen) gestellt werden. Aufgrund der in diesem Jahr damit verbundenen kurzen Frist ist die Festlegung einer weiteren Antragsfrist vorgesehen. Diese wird gesondert bekanntgegeben. Der Bewilligungszeitraum beträgt fünf Jahre. Pro Jahr stehen rund 1,2 Mio. Euro zur Verfügung.

08.09.2021: Nutztiere sind auch für Veganer und Vegetarier essentiell

Die Haltung von Nutztieren steht zunehmend in der Kritik. Die Behauptung, dass diese besonders durch erhöhte Methan-Ausstöße den Klimawandel vorantreiben, wird häufig von TierschützerInnen und KlimaaktivistInnen aufgestellt. „Der Klimawandel fällt mit der Industrialisierung und nicht mit den Methan-Ausstößen der Tierhaltung zusammen“, erklärt hingegen Prof. Wilhelm Windisch, Ordinarius für Tierernährung an der TU München, in einem Interview mit Fokus-Fleisch. Der Professor weist darauf hin, dass die Klimagase der Landwirtschaft aus ausgeglichenen biogenen Kreisläufen entstammen und nicht aus fossilen Energieträgern. Im Gegensatz zu biogenen Quellen transportieren fossile Brennstoffquellen zusätzliches CO2 in die Atmosphäre.
Auch entfallen lediglich sechs Prozent des gesamten Ausstoßes an CO2 Äquivalenten im Jahr auf Methan, wovon nur ein Drittel auf die Nutztierhaltung einschließlich der Güllelagerung zurückzuführen ist. Diese zwei Prozent wiederum sind Teil eines biogenen Kreislaufes. Windisch erläutert, dass Nutztiere auch für Veganer und Vegetarier essentiell sind, da bei der Herstellung von pflanzlichen Lebensmitteln große Teile nicht essbarer Biomasse wie Stängel oder Blätter anfallen. „Wenn man alles zusammenzählt, entstehen in der Landwirtschaft mit jedem Kilogramm veganem Lebensmittel mindestens vier Kilogramm nicht-essbare Biomasse. Die effizienteste Möglichkeit diese nicht-essbare Biomasse zu verwerten ist es, sie an Nutztiere zu verfüttern", so Prof. Windisch.

08.09.2021: Lebensmittelverschwendung soll gesetzlich unterbunden werden

In seiner letzten Sitzung vor der Bundestagswahl am 17. September wird sich der Bundesrat wahrscheinlich auch mit der Vermeidung von Lebensmittelabfällen beschäftigen. Einige Bundesländer, darunter Niedersachsen und das Saarland, wollen dazu eine gesetzliche Regelung erreichen. Die Fachausschüsse im Bundesrat haben der Beschlussvorlage bereits zugestimmt. „Gemeinsam mit anderen Ländern setzen wir uns im Bundesrat dafür ein, Lebensmittelhandel und Lebensmittelproduzenten nach dem Vorbild von Frankreich oder Tschechien zu einer Reihe von Maßnahmen zu verpflichten. Dazu gehört etwa, dass der Handel unverkaufte, aber genießbare Lebensmittel nicht mehr einfach wegschmeißen darf. Sie sollen für wohltätige Zwecke gespendet werden. Lebensmittel, die nicht mehr für den Verzehr geeignet
sind, sollen beispielsweise als Tierfutter oder zu Kompostzwecken in der Landwirtschaft oder auch zur Energiegewinnung weiterverwertet werden“, sagt der Staatssekretär im saarländischen Ministerium für Umwelt und Verbraucherschutz, Sebastian Thul. Die Länder wollen erreichen, dass Lebensmittel- Hersteller und Handel in die Pflicht genommen werden. „Wir können uns mit einer entsprechenden Rechtsverordnung auf das novellierte Kreislaufwirtschaftsgesetz und die dort verankerte so genannte Obhutspflicht stützen. Danach müssen die Produktverantwortlichen bei der Herstellung und beim Vertrieb von Erzeugnissen dafür sorgen, dass deren Gebrauchstauglichkeit erhalten bleibt und diese nicht zu Abfall werden. Diese Pflicht umfasst auch Lebensmittel“, so Thul.

08.09.2021: EU-Einheitliche Tierwohl-Kennzeichnung gefordert

In dem gerade erschienenen „Fleischatlas“, unter anderem herausgegeben vom Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND) und der Heinrich-Böll-Stiftung, appellieren UmweltschützerInnen an die EU, eine einheitliche Tierwohl-Kennzeichnung einzuführen. Neben mehr Transparenz für die KonsumentInnen hätte der Handel mehr Möglichkeiten für eine bessere Vermarktung, was sich bei der EU- weiten Kennzeichnung für Eier bereits gezeigt habe. Die Herausgeber zeigen zudem Wege für eine grundlegende Veränderung der Tierhaltung sowie des Fleischkonsums
auf. Vorausgesagt wird im neuen „Fleischatlas“ ein weltweiter Anstieg der Fleischerzeugung, was sich auch auf das Klima auswirken werde. Für die Zukunft fordern die Verfasser des Berichts, dass Risiken und Schäden entlang der Wertschöpfungskette besser identifiziert werden sollen. Insgesamt sei es wichtig, nachhaltiges Wirtschaften zu unterstützen. So soll es etwa einen Übergangsfonds für ArbeitnehmerInnen in der Fleischindustrie geben, damit diese einen Job in einem nachhaltigeren Wirtschaftszweig ergreifen können.

07.09.2021: EU-Bestäuberwoche findet digital statt

Seit dem Jahr 2012 hat die Europäische Bienen-und Bestäuberwoche, auch als „Bienen-Woche“ bezeichnet, einmal im Jahr im Europäischen Parlament in Brüssel stattgefunden. In diesem Jahr wird die Veranstaltung als EU-Bestäuberwoche vom 27. bis 30. September 2021 ausschließlich online ausgetragen. Durch die Umbenennung erhoffen sich die Organisatoren eine stärkere Ausweitung auf weitere europäische Bestäuber. Die TeilnehmerInnen erwarten während der viertägigen Online-Veranstaltung Diskussionen und Vorträge zu dem übergreifenden Thema „Ein neuer EU-Deal für die Bestäuber“. Unter anderem werden sich Experten in Sitzungen mit den Themen Landwirtschaft und Bestäuber sowie Bienenzucht befassen. Mitarbeiter der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) werden über eine Reihe von Themen referieren, die für die
Gesundheit von Bienen und Bestäubern von Bedeutung sind, wie z. B. das MUST-B-Gutachten, die laufende Überarbeitung der Leitlinien zu Bienen und Pestiziden sowie die Pläne der EFSA, ihre Arbeit zur Umweltrisikobewertung für Bestäuber auszuweiten, um die im Europäischen Green Deal festgelegten Ziele zu unterstützen. Eine Anmeldung ist ab sofort möglich. Tierärztinnen und Tierärzte haben die Möglichkeit, sich im Bereich Bienen online weiterzubilden. Myvetlearn.de bietet einen vierteiligen E-Learning-Kurs an, der die Grundlagenkenntnisse über Bienen vermittelt sowie umfassende spezielle Informationen zu Bienenkrankheiten, Bienenprodukten sowie den zu beachtenden Rechtsvorschriften gibt. Der Kurs ist geeignet zur Weiterbildung für den Erwerb der Zusatzbezeichnung Bienen / den Fachtierarzt für Bienen. Ein Einstieg ist jederzeit möglich.

TierärztInnen bangen um Behandlungsoptionen

07.09.2021

Gegen die geplante EU-Verordnung über Tierarzneimittel regt sich immer mehr Widerstand. Nach einem Antrag des EU-Abgeordneten Martin Häusling, in dem der Grünen-Politiker fordert, dass die von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) am wichtigsten eingestuften Antibiotika in Zukunft nur noch bei Menschen eingesetzt werden dürfen und nicht mehr bei Tieren, bangen TierärztInnen um bestimmte Behandlungsmöglichkeiten. „Für die Tiermediziner bedeutet das: Wenn der Antrag angenommen wird, sind bestimmte Antibiotikagruppen, die wir seit Jahren und Jahrzehnten einsetzen, nicht mehr erlaubt“, erklärt Tierärztin Dr. Anja Ewringmann. „Im Bereich der Infektionsbehandlung würde uns das um 50 Jahre zurückwerfen. Man würde vor den
Patienten stehen – und könnte nicht helfen.“ Die TierärztInnen fürchten, dass sie ihren Patienten zukünftig beim Sterben zusehen müssen. Der Bundesverband praktizierender Tierärzte (bpt) startete als Protest eine Unterschriftenkampagne. Die in den Praxen gesammelten Unterschriften müssen allerdings bis spätestens Mittwoch (08.09.2021) in der bpt-Geschäftsstelle in Frankfurt ankommen, da der Verband diese im Vorfeld der Plenarabstimmung an die deutschen Abgeordneten im EU-Parlament übergeben wird. Eine begleitende Online-Petition, die bereits mehr als 330.000 Menschen unterschrieben haben, läuft hingegen weiter. TierhalterInnen tun gut daran, sich dem Protest auf diese Weise anzuschließen, da ein Antibiotikaverbot Haus-, Heim- und Nutztiere betreffen würde!

07.09.2021: Krisengespräch zur Lage der Schweinebauern in Niedersachsen

Am gestrigen Montag (06.09.2021) haben sich VertreterInnen des Landwirtschaftsministeriums Niedersachsen, aus Verbänden und dem Handel zu einem digitalen Krisengespräch zusammengefunden, um über die angespannte Situation der Schweineproduzenten in Deutschland zu beraten. Die ca. 5.300 schweinehaltenden Betriebe in Niedersachsen haben neben den Auswirkungen der Corona-Pandemie zudem mit den Handelsbeschränkungen aufgrund der Afrikanischen Schweinepest (ASP) zu kämpfen. „Wir Landwirte brauchen jetzt verlässliche Aussagen; die Erzeuger stehen mit dem Rücken an der Wand, und immer mehr
Berufskollegen denken ans Aufhören“, sagte der Verbandspräsident Holger Hennies vor den Beratungen. Die Erzeugerpreise befinden sich auf einem historischen Tief. Nach Angaben des Bauernverbandes Landvolk Niedersachsen wird pro Kilo Schwein derzeit 1,25 Euro gezahlt, 1,80 Euro sei jedoch mindestens notwendig, um kostendeckend arbeiten zu können. Hinzu kommt, dass die Futterpreise angestiegen sind. Die Schwarz-Gruppe, der die Lebensmittelhändler Lidl und Kaufland angehören, fordern von der Politik, alle notwendigen Maßnahmen zu ergreifen, um die ASP einzudämmen und Exportmärkte wieder zugänglich zu machen.

06.09.2021: Haustierdiebe in Großbritannien erwarten höhere Strafen

In Großbritannien hat die Zahl der Diebstähle von Haustieren dramatisch zugenommen. Mit Beginn der Corona- Pandemie hat sich die Zahl der Diebstähle vervielfacht, allein im Jahr 2020 wurden mehr als 2000 Hunde gestohlen. Darauf will die britische Regierung nun mit härteren Strafen reagieren. Im Rahmen einer Gesetzesänderung soll der Diebstahl von Haustieren folglich als Straftat gewertet werden. „In der Öffentlichkeit wächst der Eindruck, dass das aktuelle Strafrecht
und die Strafen für Tierdiebstahlsdelikte nicht ausreichen und ein Tier als mehr als bloßes Eigentum anerkennen“, stellte ein am 3. September 2021 veröffentlichter Bericht fest. Mit dem neuen Gesetz soll auch das emotionale Leid der Besitzer sowie der Tiere anerkannt werden. „Haustierbesitzer sollten nicht in Angst leben müssen“, versprach der zuständige Umweltminister George Eustice. Noch ist allerdings nicht bekannt, wie hoch die Strafen für Haustierdiebstähle angesetzt werden.

06.09.2021: Tipps für das Management von Genesungsbuchten

Im Falle einer schweren Erkrankung oder Verletzung sollten auch Schweine in Genesungs- bzw. Krankenbuchten umgestallt werden. In der neuen Tierschutz-Nutztierhaltungsverordnung (TierSchNutztV) sind diese gesetzlich vorgeschrieben. Damit eine Heilung erfolgen kann, sollten die Krankenbuchten bestimmte Bedingungen erfüllen. Zum einen muss die Genesungsbucht über genügend Platz verfügen, wobei das kranke Tier die einzelnen Funktionsbereiche Liegen, Fressen und Koten unterscheiden können sollte. Es sollte zudem Sicht- und Geruchskontakt zu Artgenossen gewährleistet sein. Empfohlen wird eine leicht erhöhte Stalltemperatur im Gegensatz zu den
Buchten für die gesunden Tiere, da Wärme den Heilungsprozess unterstützt. Neben einer ausreichenden Versorgung mit Futter und frischem Wasser sollte der Halter zudem auf eine adäquate Liegeflächengestaltung achten, am besten in Form von Stroh oder einer Gummimatte. Zudem wird empfohlen, den Krankheitsverlauf und die einzelnen Behandlungsschritte zu dokumentieren, um die Heilungschancen des jeweiligen Tieres besser beurteilen zu können. Wichtig ist auch, dass der Landwirt die Krankenbuchten erst am Ende seiner Betreuung und optimalerweise mit separater Stallkleidung begeht, damit keine Krankheitserreger verschleppt werden.

03.09.2021: Leitfaden für das Erkennen und Reduzieren von Schwanzbeißen

Für das Schwanzbeißen bei Schweinen gibt es verschiedene Ursachen. Zu den auslösenden Stressfaktoren gehören neben Infektionskrankheiten, einem Mangel an Beschäftigungsmöglichkeiten sowie Parasiten auch ein schlechtes Stallklima und eine mangelnde Futter- oder Wasserqualität. Da sich diese Faktoren gegenseitig verstärken können, spricht man von einer multifaktoriell hervorgerufenen Verhaltensstörung, die in allen Haltungssystemen und Produktionsformen mehr oder weniger stark vorkommt. Da das
Schwanzbeißen sehr individuelle Ursachen hat, gibt es keine Standard-Problemlösung. Der Bundesverband Rind und Schwein e.V. (BRS) hat im Rahmen des Kupierverzichts einen Leitfaden erstellt, der den Betrieben, der Tierärzteschaft sowie den Beratungspersonen helfen soll, Vorzeichen für das Schwanzbeißen zu erkennen und dieses zu reduzieren. Es handelt sich um die Zusammenstellung bisheriger Erkenntnisse und Erfahrungen als Grundlage für den Weg zum Kupierverzicht. Der Leitfaden wird regelmäßig überprüft und weiterentwickelt.

03.09.2021: Umbau der Tierhaltung muss entsprechend entlohnt werden

Anlässlich der aktuell stattfindenden DLG-Unternehmertage hat sich Präsident Hubertus Paetow besorgt über die Zukunft der Tier haltenden Betriebe geäußert. Neben den schlechten Exportperspektiven und dem sinkenden Konsum von Fleischprodukten in Deutschland seien auch die dramatisch niedrigen Schweine- und Milchpreise verantwortlich dafür, dass Investitionen weniger getätigt würden. Als zentrale Aufgabe sieht Paetow den Umbau der Tierhaltung samt entsprechender Entlohnung. Zudem müsse die Auflösung des Konflikts zwischen Tierwohlforderung und Tierwohlnachfrage als gesamtgesellschaftliche Aufgabe verstanden werden, wie der Präsident in seiner Eröffnungsrede betonte. „Angefangen mit den Ergebnissen der Borchert-Kommission, vor allem aber auch im Abschlussbericht der Zukunftskommission, wird immer wieder darauf
hingewiesen, dass ohne marktpolitische Eingriffe des Staates, wie auch immer diese aussehen werden, das Ziel eines nachhaltigen und den Vorstellungen der Gesellschaft von tiergerechten Haltungssystemen entsprechendes Ernährungssystems nicht zu erreichen ist“, so Paetow. Die Verknüpfung landwirtschaftlicher Produkte mit der gesellschaftlich geforderten Prozessqualität werde die Kernaufgabe sein, die es zu lösen gelte, wenn die deutsche Landwirtschaft in Zukunft auf den Märkten erfolgreich sein will. Und dies unabhängig davon, ob die Verbraucher für dieses mehr an Qualität auch wirklich mehr bezahlen. Denn auch wenn die Erlöse in Zukunft zum Teil über den Umweg der marktpolitischen Maßnahmen zu den Erzeugern kommen, so müsse dafür doch immer die Einhaltung der Prozessqualität am Produkt erkennbar sein, erläuterte Paetow abschließend.

03.09.2021: Konstruktive Strategien gegen ASP müssen gemeinsam entwickelt werden

Am 1. September 2021 haben sich die Agrarminister zu einer virtuellen Sonderkonferenz zusammengefunden. Diese wurde anlässlich der Afrikanischen Schweinepest (ASP) angesetzt, die sich seit dem ersten Auftreten in Deutschland vor fast genau einem Jahr weiter ausbreitet. Der politische Beauftragte des Bundes und parlamentarische Staatssekretär, Uwe Feiler, mahnte die Minister an, die ASP nicht für Wahlkampfzwecke zu missbrauchen und stattdessen gemeinsam konstruktive Strategien festzulegen. „Die Bekämpfung der ASP ist eine gemeinsame Kraftanstrengung, jeder muss an seiner Stelle seinen Beitrag leisten. Der Bund unterstützt die Bundesländer dabei auf vielfältige Weise. Vor allem weil wir als Bund wissen, was Brandenburg und Sachsen gerade für ganz Deutschland und auch die EU leisten: Gerade deshalb haben sich die Länder auf eine solidarische Finanzierung beim Zaunbau
verständigt und wir haben erreicht, dass die EU die Hälfte der Kosten übernimmt. Was die Frage nach weiterer finanzieller Unterstützung der Bundesländer durch den Bund betrifft, so geht es hier nicht darum, ob der Bund etwas finanzieren will oder nicht, sondern ob es verfassungsrechtlich möglich ist. Hier ist die Sach- vor allem aber die Rechtslage eindeutig: Weil die Tierseuchenbekämpfung in der Zuständigkeit der Bundesländer liegt, darf der Bund solche Maßnahmen nicht finanzieren. Das ist grundgesetzlich klar so festgeschrieben“, erklärte Feiler. Das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) betont erneut, dass frühzeitig Vorkehrungen für den Ernstfall getroffen wurden, wie umfassende Aufklärungsarbeit und die Aufhebung der Schonzeit für Schwarzwild. Schon Ende September 2021 wird die nächste reguläre Agrarministerkonferenz stattfinden, wo wiederum die ASP auf der Agenda steht.

03.09.2021: Neues Tierärztegesetz in Österreich in Kraft

In Österreich tritt das neue Tierärztegesetz und die Änderung des Tierärztekammergesetzes rückwirkend zum 1.6.2021 in Kraft. Einen
Überblick über die wichtigsten Änderungen können einem Informationsblatt der Tierärztekammer Österreich entnommen werden.

02.09.2021: Lage der SchweinehalterInnen verschlechtert sich weiter

Die Absatz- und Preiskrise auf dem Schweinemarkt drückt die Preise für Schweine weiter nach unten. Ein Grund dafür sind die stark gefallenen Preise in China, die die Schweinefleischpreise auch in Europa bestimmen. Zudem sind die Kühlhäuser weiter sehr gut gefüllt, da die Nachfrage gering ist. Das Angebot ist nach wie vor groß und die Kühlhäuser sind voll. Unter anderem ist noch viel Ware eingelagert, die eigentlich für den Verkauf nach Asien eingeplant war. Es handelt sich hier vorrangig um Verarbeitungsware,
die sich in Deutschland nicht gut verkaufen lässt, wie die Vereinigung der Erzeugergemeinschaften für Vieh und Fleisch (VEZG) erklärt. Damit scheint noch immer keine Verbesserung der Lage für die SchweinhalterInnen in Sicht, die schon seit vielen Monaten Verluste hinnehmen müssen. Während die Preise für Ferkel auf einem unverändert niedrigen Niveau verharren, wandern die Preise für Schlachtsauen weiter in den Keller. Denn das am Markt verfügbare steigende Angebot übertrifft die sehr schwache Nachfrage deutlich, wie die VEZG berichtet.

02.09.2021: Tierschutzbund fordert stärkere Berücksichtigung des Tierschutzes in der Politik

Am 4. Oktober ist Welttierschutztag. Anlässlich dieses besonderen Tages, der erstmals vor 80 Jahren begangen wurde, hat der Deutsche Tierschutzbund seine Forderungen nach einem höheren politischen Stellenwert des Tierschutzes bekräftigt. Die Organisation erwartet von der neuen Regierung, dass bessere Bedingungen für landwirtschaftliche Tiere geschaffen, tierversuchsfreie Forschungsmethoden stärker gefördert, der Heimtier- und Wildtierschutz verbessert sowie das Ehrenamt gestärkt werden. „Jedes Tierleben ist wertvoll und laut unserem Grundgesetz besonders zu schützen. Der Tierschutz ist
in der Mitte der Gesellschaft angekommen. Dennoch bewegt sich noch zu wenig. Die kommende Regierungskoalition und das Parlament müssen den Tierschutz in Zukunft stärker berücksichtigen. Wir lassen sie dabei nicht aus der Verantwortung“, sagt Thomas Schröder, Präsident des Deutschen Tierschutzbundes. Den Tierschutz lediglich über eine Abteilung des Bundeslandwirtschaftsministeriums (BMEL) zu verwalten, sei absolut ungenügend, so Schröder, der stattdessen eine Stabsstelle für Tierschutz im Bundeskanzlerarmt und die Stelle eines Bundestierschutzbeauftragten fordert.

02.09.2021: Große Unzufriedenheit bei ASP-Maßnahmen

Große Sorgen bereitet den SchweinehalterInnen in den östlichen Bundesländern die Ausbreitung der Afrikanischen Schweinepest (ASP). Fast genau ein Jahr ist es her, dass die ersten Ausbrüche der tödlichen Tierseuche aufgetreten sind. Seitdem hat das Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) mehr als 2.000 Fälle bestätigt. Um die ASP zu bekämpfen, fordert der Deutsche Bauernverband (DBV) gemeinsam mit den betroffenen Landesbauernverbänden wirksamere Maßnahmen. „Mit Beginn des Herbstes muss die Entnahme des Schwarzwildes auch in den bestehenden Restriktionszonen mit allen geeigneten Maßnahmen verstärkt vorgenommen werden. Das Virus darf sich in den bereits betroffenen Gebieten nicht weiter ausbreiten. Vielmehr muss alles daran gesetzt werden, die Seuche im Land zu tilgen“, sagt Torsten Krawczyk, Präsident des Sächsischen Landesbauernverbandes. DBV-Vizepräsident Detlef Kurreck mahnt den raschen Bau des zweiten Zauns ergänzend zu dem bereits errichteten durchgängigen Wildschweinezaun entlang der gesamten deutsch-polnischen Grenze. Der Präsident des Landesbauernverbandes Brandenburg, Henrik Wendorff, befürchtet, dass weitere Landwirte in den Restriktionszonen gezwungen werden, ihren Betrieb aufzugeben, falls sie nicht schnell eine dauerhafte, angemessene finanzielle Entschädigung zugesprochen bekommen. Enttäuscht zeigte sich auch der Landwirtschaftsminister von Mecklenburg-Vorpommern, Dr. Till Backhaus, angesichts der bisher seitens des Bundes getroffenen
Maßnahmen zur Seucheneindämmung. „Es ist davon auszugehen, dass die Tierseuche gar nicht erst nach Deutschland eingetragen worden wäre, wenn sich der Bund dem Problem rechtzeitig angenommen hätte. Die Außenvertretung gegenüber anderen Mitgliedstaaten und Drittländern sowie der Schutz der Außengrenzen sei ganz klar Aufgabe des Bundes. Der Bund habe erst nach Drängen der berührten Länder Anpassungen im Tierseuchenrecht vorgenommen, um die Grundlage für Absperrungen insbesondere durch Errichtung von Wildschutzzäunen in Restriktionszonen entlang der deutsch-polnischen Grenze zu schaffen. Verzögerungen beim Bau durch langwierige Verhandlungen der Länder mit den Flächeneigentümern sind daher wesentlich durch den Bund zu verantworten“, erklärte Backhaus nach einer ASP-Sondersitzung der Agrarminister. Handlungsbedarf sehen die Länder in der Rechtsetzung durch den Bund. Es bedarf einer Anpassung des Seuchenrechts, damit auch in wegen Feststellung der ASP bei Wildschweinen einzurichtenden Restriktionszonen die Haltung von Schweinen in kleineren Betrieben mit einem niedrigen Biosicherheitsniveau vorübergehend untersagt werden kann. In dem kostenlosen Webinar der Firma Elanco „1 Jahr ASP in Deutschland – ein Rück- und Ausblick“ am 15. September 2021 diskutieren hochkarätige ReferentInnen aus Wissenschaft, Praxis und Industrie aus ihrer jeweils ganz eigenen Perspektive. Die Teilnahme an diesem Webinar ist kostenfrei.

01.09.2021: Service-Portal unterstützt bei Betreuung von Heimtieren

Aufgrund der Corona-Pandemie und der daraus hervorgegangenen Veränderungen des Alltages haben sich viele Deutsche ein Haus- oder Heimtier angeschafft. Doch dank der Impfung gegen das Coronavirus kehrt mehr und mehr die Normalität zurück, was unter anderem Reisen und das Ende des Home Office bedeutet. Um die TierbesitzerInnen bei der Betreuung ihrer tierischen Mitbewohner zu unterstützen, hat der Industrieverband Heimtierbedarf (IVH) e.V. gemeinsam mit dem Zentralverband Zoologischer Fachbetriebe Deutschlands e.V. (ZZF) das Service- Portal „Leben mit Heimtier“ ins Leben gerufen. Hier finden TierhalterInnen umfassende Informationen über Betreuungs- und Hilfsangebote. „Wir wollen dem Wandel in unserer Gesellschaft Rechnung tragen und einen aktiven Beitrag leisten, dass Heimtierhaltung weiterhin problemlos möglich ist", fasst Dr. Katrin Langner, Geschäftsführerin des Industrieverbands Heimtierbedarf (IVH) e.V. die Initiative ihres Verbands zusammen. „Ob geplante Ereignisse wie Urlaub oder Wochenendausflüge oder Krankheitsfälle oder dringende Termine: Viele Tierhalter können sich
heute nicht mehr auf ein jederzeit funktionierendes privates Umfeld verlassen. Egal, um welches Tier es sich handelt, dieser Wandel erschwert für Tierfreunde oftmals ganz erheblich das Zusammenleben", so Langner weiter. Neben Tiersitterangeboten und Gassigehservice finden die HeimtierhalterInnen auch geeignete Tierpensionen, private Initiativen, Vereine sowie professionelle Anbieter. „Immer mehr Menschen nehmen Heimtiere in ihr häusliches Umfeld auf und versorgen und pflegen sie liebevoll. Der Alltag bringt es jedoch mit sich, dass Heimtiere nicht überall mitgenommen werden können oder dies auch nicht im Sinne des Tierwohles wäre. Unser neues Serviceangebot unterstützt alle Heimtierhalterinnen und -halter ganz praktisch und stärkt dadurch eine gesellschaftliche Kultur, in der die Heimtierhaltung längst selbstverständlich ist", erklärt ZZF- Geschäftsführer Gordon Bonnet. „Ziel ist ein bundesweit flächendeckendes Netzwerk für alle Heimtiere und alle Unterstützungsangebote, die dabei helfen, unser Zusammenleben mit Tieren so einfach und problemlos wie möglich zu machen", so Langner die abschließend.

01.09.2021: EU-Kommission hebt Verbot der Verfütterung von Tiermehlen auf

Bestimmte tierische Proteine dürfen in der EU wieder an Schweine und Geflügel verfüttert werden. Die EU-Kommission hat einer entsprechenden Änderung der Verordnung über das Verfütterungsverbot zugestimmt. Und zwar dürfen dann wieder Produkte von Schweinen in Geflügelfutter und von Geflügel in Schweinefutter verarbeitet werden. Im Jahr 2001 war wegen des Auftretens der Bovinen Spongiformen
Enzephalopathie (BSE) und die damit verbundene Gefahr einer sich entwickelnden neuer Variante der Creutzfeldt-Jacob-Erkrankung (vCJD) beim Menschen die Verfütterung von Tiermehlen grundsätzlich verboten worden. Die Entscheidung, nun wieder Tiermehle verfüttern zu dürfen, geht auf ein wissenschaftliches Gutachten der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) zurück.

01.09.2021: Live-WebTalk zur Agrarpolitik der Parteien

Am heutigen Mittwoch (01.09.2021) um 20:00 Uhr findet zur anstehenden Bundestagswahl eine Agrar-Talkrunde per Online- Livestream statt. Über die agrarpolitischen Ziele ihrer Parteien werden Alois Gerig (CDU), Rainer Spiering, (SPD), Harald Ebner (Grüne), Karlheinz Busen (FDP), Ralph Lenkert (Linke) und Stephan Protschka (AfD) live diskutieren. Denn laut einer Umfrage, die im Auftrag des Forums Moderne Landwirtschaft (FML) durchgeführt wurde, spielt die Landwirtschaftspolitik für mehr als 40 Prozent aller BürgerInnen eine große Rolle. „Die Landwirtschaftspolitik nimmt bei der
Wahlentscheidung der deutschen Bürger eine große Rolle ein", sagt Lea Fließ, Geschäftsführerin beim Forum Moderne Landwirtschaft. „Uns ist es wichtig, dass Gesellschaft und Landwirtschaft wieder stärker zusammenwachsen und gemeinsam an der Landwirtschaft von morgen arbeiten. Dazu gehört auch die Politik." Die ZuschauerInnen haben zudem die Möglichkeit, ihre Fragen über Facebook sowie YouTube direkt zu stellen, die dann live von den Talkgästen beantwortet werden. Die Teilnahme ist ohne Anmeldung möglich.

01.09.2021: Bienen leiden zunehmend unter Klimawandel

Imkern liegt im Trend. Immer mehr Menschen halten Bienen und können dadurch die weltweiten Verluste einigermaßen ausgleichen. Viele Wildbienenarten sind jedoch vom Aussterben bedroht. Der Einsatz von Pestiziden, der Wegfall von immer mehr Nistplätzen sowie der Verlust der Biodiversität lassen den Bestand weltweit schrumpfen. Anders als die Honigbiene fliegen Wildbienen nur bestimmte Pflanzenarten an. Wenn es diese Pflanzen nicht mehr gibt, stirbt auch die Wildbiene aus, wie Prof. Kaspar Bienefeld von der Berliner Humboldt-Universität in einem Interview erklärt. Der Klimawandel stelle die Bienen vor weitere Herausforderungen. Besonders die indirekten Auswirkungen bringen neue Parasiten mit sich, wie beispielsweise die Asiatische Wespe, oder auch neue Infektionskrankheiten. Auch die Varroamilbe, die ganze Völker bedroht, wird durch den Klimawandel gefährlicher. Wildbienen sind hier weit mehr bedroht als Honigbienen, da ImkerInnen teilweise aktiv gegensteuern können. Als wichtigste Schutzmaßnahme sieht der Experte die Schaffung von artenreichen, vernetzten Lebensräumen in der Landwirtschaft. So würden Hecken, Alleen oder Blühstreifen mehr Futterquellen und Nistplätze für Bienen, aber auch andere Insekten bedeuten. Bienefeld appelliert zudem, die genetische Vielfalt der Honigbienenrassen weltweit zu erhalten. Ganz andere Sorgen haben momentan ImkerInnen in
Deutschland, die immer mehr Bienendiebstähle in Deutschland beklagen. Ganze Völker werden geklaut und die Täter selten überführt, da es meist keine Zeugen für die Entwendung gibt. Im vergangenen Jahr wurden insgesamt 338 Diebstähle in Deutschland gemeldet. Auch die Ausstattung mit Kameras oder GPS-Sendern in den Bienenkästen konnte nicht wirklich zur Aufklärung beitragen. Der Mobilfunkanbieter Vodafone entwickelt zurzeit eine neue technische Lösung, das sogenannte "GigaBeeProtect". Es wird im Innenraum der Bienenstöcke angebracht und warnt Imker, wenn sich der Stock bewegt. Dann beginne die Box, alle 30 Sekunden ihren Standort zu senden, so Britta Rudolphi, Leiterin der Technischen Innovationsabteilung Vodafone bei der Vorführung am Donnerstag in Düsseldorf. Jedoch wird es noch einige Zeit dauern, bis das Gerät in den Handel kommt. Bis dahin müssen die ImkerInnen in Deutschland weiter um ihre Bienenvölker bangen. Für die Weiterbildung von TierärztInnen im Bereich Bienen bietet Myvetlearn.de einen vierteiligen E-Learning-Kurs an, der die Grundlagenkenntnisse über Bienen vermittelt sowie umfassende spezielle Informationen zu Bienenkrankheiten, Bienenprodukten sowie den zu beachtenden Rechtsvorschriften gibt. Der Kurs ist geeignet zur Weiterbildung für den Erwerb der Zusatzbezeichnung Bienen / den Fachtierarzt für Bienen.

31.08.2021: Fortbildung zu Lahmheit und Huf

Es gibt noch freie Plätze in den nächsten Veranstaltungen des Masterstudiengangs Pferdemedizin an der FU-Berlin. Nach Corona bedingtem Onlineunterricht in den vergangenen Monaten finden die kommenden Module wieder live vor Ort und mit praktischen Übungen am Pferd statt. Alle Module können auch einzeln und als Probemodul ohne Immatrikulation gebucht werden. Die nächste Veranstaltung ist am 10./11. September 2021 zum Thema Orthopädie I - Lahmheitsuntersuchung und Huferkrankungen. Es gibt ein interessantes zweitägiges Programm mit Theorieblöcken zu den Themen Lahmheitsuntersuchung und Management
von akuten hochgradigen und von chronischen leichtgradigen Lahmheiten im Hufbereich und außerdem zwei intensive Praxisteile. Im Rahmen des Masterstudiengangs Pferdemedizin, der nur approbierten TierärztInnen offen steht, werden im laufenden Jahr auch noch der Kurs Orthopädie III: Rücken, HWS, Becken, Akupunktur, Chiropraxis angeboten sowie im November der Kurs Erkrankungen der Zähne und der Maulhöhle; Röntgen Kopf und Zähne sowie weiterführende Untersuchungen. Mehr Informationen finden Sie auf der Webseite der FU Berlin, die im übrigen auch einen Masterstudiengang Kleintiermedizin anbietet.

31.08.2021: Algen in Rinderfutter sorgen für geringeren Methanausstoß

Laut einer US-amerikanischen Studie kann eine bestimmte Algenart als Zusatz in Rinderfutter zu einer deutlichen Reduktion der Methanemissionen von Mastrindern führen. Durch die Hemmung eines bestimmten Enzyms im Darm des Rindes durch die Rotalge Asparagopsis und der damit verbundenen Verhinderung der Entstehung von Methan, könne der Methanausstoß um bis zu 80 Prozent verringert werden, so die Autoren der Studie. Das australische Unternehmen FutureFeed hat sich diese Tatsache zunutze gemacht und mit Unterstützung des
australischen Branchenverbandes Meat and Livestock Australia (MLA) ein emissionsarmes Rindersteak entwickelt. Dazu wurde dem Futter der Mastrinder die Meeresalge zugesetzt, was den Geschmack nicht beeinträchtige, so die Produzenten. Diese Steaks seien eine „neue klimaschonende Lösung für den Fleischmarkt“, wie FutureFeed-Geschäftsführer Dr. Regan Crooks erklärte. Einen finanziellen Unterstützer fand das Unternehmen in der australischen Lebensmittelkette Woolworth, die die emissionsarmen Rindersteaks noch in 2021 in den Handel bringen möchte.

31.08.2021: BVL stärkt artgerechte Haltung von Aquarienfischen

Die Haltung von Aquarienfischen ist äußerst beliebt. In Schweizer Haushalten leben mehr als drei Millionen Aquarienfische, die Anzahl der Aquarien in deutschen Haushalten lag im vergangenen Jahr bei 1,8 Millionen. Doch wie bei jedem Heimtier ist auch bei diesen Individuen wichtig, auf eine artgerechte Haltung zu achten. Denn auch wenn die Farbenpracht der Fische großartig ist, sind Aquarienfische keine Deko-Objekte, sondern schmerzempfindliche und leidensfähige Lebewesen, wie das Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen (BLV) der Schweiz erklärt. Zudem verfügen Fische
über soziale Intelligenz und sind lernfähig. Eine nicht angemessene Pflege, zu wenig Platz sowie eine nicht artgerechte Fütterung und Vergesellschaftung führen nicht selten zu einem verfrühten und grausamen Tod. Um HalterInnen über die Grundlagen der Fischhaltung zu informieren, hat das BLV zusammen mit weiteren Institutionen die Broschüre "Aquarienfische – passende Aquarien, richtige Einrichtungen und geeignete Artenwahl" entwickelt. Hier finden potentielle Fischhalter verschiedene Handlungsempfehlungen. Die Broschüre steht auf der Internetseite des BVL zum Download zur Verfügung.

31.08.2021: Anfallskontrolle bei Hunden mit Epilepsie wesentlich für Prognose

Die Epilepsie bei Hunden ist eine chronische neurologische Erkrankung, die nicht heilbar ist. Betroffen sind ein bis zwei Prozent aller Hunde - damit ist die Epilepsie die am häufigsten diagnostizierte chronische neurologische Erkrankung, wie der Bundesverband für Tiergesundheit (BfT) mitteilt. Nach dem ersten Krampfanfall sollten jedoch zunächst andere Ursachen wie Infektionen, Vergiftungen oder Stoffwechselerkrankungen ausgeschlossen werden, die auch Anfälle und die sogenannte symptomatische Epilepsie verursachen können. Treten wiederholt Anfälle auf, ohne dass dafür entsprechende Ursachen gefunden werden können, spricht man von einer idiopathischen Epilepsie. Beobachtet wurde, dass Rassehunde häufiger erkranken als Mischlinge, was wiederum auf eine erbliche Genese hinweist. Die Epilepsie tritt aufgrund übermäßiger elektrischer
Aktivität im Gehirn auf, und die Symptome reichen von sehr milden Muskelzuckungen bis hin zu heftigen Krämpfen mit Bewusstlosigkeit. Auch gibt es keine für den Hundehalter wahrnehmbare Ankündigung der Krampfanfälle. Wichtig ist, dass der Halter während eines akuten Anfalls darauf achtet, dass sich der Hund nicht an Gegenständen verletzt. Auch wenn die Epilepsie nicht heilbar ist, lassen sich die Symptome durch eine konsequente Medikation spürbar mildern. Die vom Tierarzt verschriebene Behandlung muss konsequent eingehalten werden, um den Behandlungserfolg nicht zu gefährden. Zudem empfehlen TierärztInnen eine Dokumentation mittels eines Epilepsie-Tagebuchs bzw. Handyvideos. Dennoch müssen knapp 40 Prozent aller betroffenen Hunde über kurz oder lang wegen einer unzureichenden Anfallskontrolle eingeschläfert werden.

Tierärzteverband bittet Parteivorsitzende & Co um Klarstellung

30.08.2021

Sollte sich das Europaparlament im September 2021 für ein Verbot des Einsatzes mehrerer antibiotischer Wirkstoffe beim Tier entscheiden, droht hier ein Theapienotstand mit gravierenden Folgen für die Gesundheitsversorgung von Klein-, Heim- und Nutztieren sowie Pferden. Bestimmte Krankheiten können dann nicht mehr behandelt werden. Daher kämpfen Tierärzte und Tierärztinnen in ganz Europa dafür, dass die Europaabgeordneten den wissenschaftlichen Empfehlungen der Weltgesundheitsorganisation (WHO) sowie der Europäischen Arzneimittelagentur (EMA) und der Weltorganisation für Tiergesundheit (OIE) sowie der EU-Kommission folgen. Doch leider setzen sich ausgerechnet deutsche Europaabgeordnete für den Verbotsantrag ein. Deshalb bittet der Bundesverband Praktizierender Tierärzte (bpt) die Bundesvorsitzenden von CDU, Armin Laschet, und CSU, Dr. Markus Söder, sowie von Bündnis 90/Die Grünen, Annalena Baerbock und Robert Habeck, um eine Klarstellung der Position ihrer Parteien im Vorfeld der finalen Abstimmung. „Wenn der Verbotsantrag angenommen wird, könnte das dazu führen, dass wir kranke Klein-, Heim- und Nutztiere
sowie Pferde nicht mehr behandeln können. Tiere müssten im Zweifelsfall sogar euthanasiert werden, weil bei bestimmten Indikationen die erforderlichen Tierarzneimittel nicht mehr zur Verfügung stehen“, sagt bpt-Präsident Dr. Siegfried Moder und schreibt an die Parteivorsitzenden: „Sie können sich vorstellen, dass uns dieses Szenario mit großer Sorge erfüllt, v. a. weil es unserem Selbstverständnis als Tierärzte/innen, kranken Tieren helfen zu wollen und auch zu müssen, zuwiderläuft.“ Angesicht der zunehmend kontroverseren öffentlichen Diskussion über das drohende Antibiotikaverbot fordert der bpt eine klare Positionierung der Parteien vor der finalen Entscheidung im EU-Parlament Mitte September. „Wir Tierärzte unterstützen ausdrücklich den restriktiven Antibiotikaeinsatz in Veterinär- und Humanmedizin. Wir haben den Antibiotikaeinsatz europaweit um 34 und in Deutschland sogar um 60 Prozent reduziert“, betont bpt-Präsident Moder. „Ein pauschales Verbot ganzer Wirkstoffklassen schränkt die Behandlungsmöglichkeiten für Tiere aber unverantwortlich ein und wird deshalb von uns abgelehnt.“

30.08.2021: Neuer Standort bündelt drei Fachinstitute des FLI

Vor einigen Wochen hat im niedersächsischen Mecklenhorst der Bau eines neuen Forschungszentrums für das Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) begonnen. Neben modernen Labor- und Stallgebäuden für die Forschung an Nutztieren werden an dem Standort auch Büro- und Sozialräume für die Beschäftigten des Instituts entstehen. An diesem Standort sollen in Zukunft die FLI-Fachinstitute Mariensee, Braunschweig und Celle gebündelt werden. „Mit der neuen Infrastruktur und der örtlichen
Zusammenführung der drei Fachinstitute erhält das FLI hervorragende Voraussetzungen für eine international kompetitive und anerkannte Forschung. Zudem können wir die Zusammenarbeit der drei Fachinstitute weiter verstärken und entsprechende Kooperationsprojekte wesentlich erleichtern“, sagt der FLI-Präsident Prof. Dr. Dr. Thomas C. Mettenleiter. Am kommenden Donnerstag (2. September 2021) können sich die Mitarbeiter des FLI persönlich vor Ort über die Fortschritte des Neubaus informieren.

30.08.2021: Stärkere finanzielle Anreize für nachhaltige Landwirtschaft

Das Land Schleswig-Holstein setzt sich noch stärker für eine nachhaltige Landwirtschaft ein. Mit zusätzlichen Fördergeldern sollen landwirtschaftliche Betriebe angeregt werden, auf Ökolandbau umzustellen. Damit sich der Ökolandbau für die LandwirtInnen wirtschaftlich rechnet, investiert das Land von 2021 bis 2027 insgesamt 143 Millionen Euro. Aber auch für den Naturschutz und damit die Artenvielfalt sowie für Beratungen von LandwirtInnen sollen mehr Gelder zur Verfügung gestellt werden. Das Land stellt dafür bis zum Jahr 2027 rund 127 Millionen Euro zusätzlich bereit. „Wir setzen
Impulse für eine nachhaltige Landwirtschaft, die den ökonomischen und ökologischen Ansprüchen gerecht wird", erklärte Umweltminister Jan Philipp Albrecht. Weiter teilte der Minister mit, dass 16 Millionen Euro zusätzlich in Beratungsleistungen für eine nachhaltige, ressourcenschonende Landwirtschaft und den Gewässerschutz fließen. Umbauten für eine artgerechtere Nutztierhaltung sollen mit weiteren 17 Millionen Euro gefördert werden. Weitere vier Millionen extra stellt das Land für innovative Konzepte für mehr Nachhaltigkeit in der Landwirtschaft bereit.

30.08.2021: Konzerne investieren Millionenbeträge in Laborfleisch

Mit der ständig wachsenden Weltbevölkerung steigt auch der Bedarf nach Fleischprodukten. Auf der anderen Seite regt sich immer mehr Kritik an der Praxis der Massentierhaltungen. Zwei gewichtige Gründe, weshalb sich ForscherInnen auf der ganzen Welt intensiv mit der Herstellung von Laborfleisch beschäftigen. Große Konzerne wie Merck, Wiesenhof und Nestlé investieren dreistellige Millionenbeträge in das Fleisch der Zukunft. Für Laborfleisch wird zunächst eine kleine Gewebeprobe von einem Tier genommen, deren Zellen dann im Labor isoliert und kultiviert werden. Anschließend wird es dann in Bioreaktoren gezüchtet und umgewandelt. Das so erzeugte Fleisch sieht gewöhnlichem Fleisch sehr ähnlich und soll sich geschmacklich kaum unterscheiden. Während vor acht Jahren der Preis für einen im Labor hergestellten Burger bei knapp 250.000 Euro lag, wird der Preis
nun auf umgerechnet 45 Euro geschätzt. Schon in weniger als zehn Jahren sollen die Kosten auf ein wettbewerbsfähiges Niveau fallen. Während das Pharmaunternehmen Merck als Technologie-Anbieter für Start-ups agiert, indem es Zellkulturmedien, die die Zellen zum Wachsen brauchen, liefert, sieht die Umweltorganisation Greenpeace die Zukunft eher in Fleischersatzprodukten auf pflanzlicher Basis. „Generell ist es der einfachste Weg, weniger Fleisch zu essen“, so Stephanie Töwe. Die Landwirtschaftsexpertin bei Greenpeace begrüßt den Ansatz des Laborfleischs jedoch, denn auf diese Weise müssen für die Produktion keine Tiere sterben. Auch die Umwelt würde dabei geschont werden. In unserem Fokusthema „Fleischlos glücklich“ finden Sie umfassende Informationen zu zahlreichen verfügbaren Fleischersatzprodukten.

30.08.2021: Berliner Uni-Mensen kochen künftig ohne Fleisch und Fisch

Mit Start des Wintersemesters 2021/2022 wird es in den Mensen der Berliner Universitäten so gut wie keine Fleisch- und Fischgerichte mehr geben. Dies soll den Weg in die Klimaneutralität ermöglichen, obgleich noch gar nicht genau bekannt ist, wie groß
der Beitrag des Fleischverzichtes zum Erreichen der Klimaziele ist. Außerdem werden die Kantinen des Bundes bis 2025 den Anteil von Biolebensmitteln auf 20 % erhöhen. Zudem wird mehr Wert auf Nachhaltigkeit und Fair Trade gelegt.

Diskussion über die Antibiotikaeinstufung

Wie denken Sie über die von einigen EU-Parlamentsabgeordneten angestoßene Diskussion über die Neueinstufung antimikrobieller Wirkstoffe?

Mehr Informationen zu dieser Problematik finden Sie HIER >>>